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Sancta 30.07.2019 11:06

Unreinheit Häsin
 
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe mich u.a. wegen der Unreinheit meiner Häsin angemeldet, leider bin ich über die Suchfunktion nicht fündig geworden (oder hab einfach die falschen Worte eingegeben? :D ).
Wir sind Neulinge in der Kaninchenhaltung und haben uns einen kastrierten Bock (Zwergwidder) und eine unkastrierte Häsin (Farbzwerg) angeschafft (kannten sich nicht), beide sollen 10 Wochen alt sein. Laut Tierärztin sind sie allerdings beide etwas älter als angegeben. Die Häsin kam schon krank zu uns, das zog sich dann über 6 Tage nicht fressen & kötteln, bis wir das richtige Medikament fanden. Die ärmste war arg verstopft und war am Ende nur noch Haut und Knochen.

Seit sie wieder fit ist, frisst und köttelt, wird sie jeden Tag aktiver und ist mittlerweile schon fast etwas hyperaktiv und muss immer und überall dabei sein. Tagsüber haben die zwei von ca. 7 - 23 Uhr das gesamte Wohnzimmer, Nachts einen Auslauf inkl. Käfig mit knapp 4qm. Seit wir die richtige Toilette gefunden haben (sie hat immer über den Rand gepinkelt) ist sie Nachts auch ziemlich reinlich, tagsüber allerdings markiert sie was das Zeug hält. Dabei pinkelt sie teilweise im Minutentakt und bringt meinen Partner (Homeoffice im Wohnzimmer) fast zur Weißglut, aber immerhin kann er es sofort wegmachen.
Das markieren wird schon teilweise sehr extrem, sie markiert auch den Kastrat mit Urin und muss alles mit ihrem Kinn abreiben / markieren. Teilweise kamen weder sie noch der Kastrat zur Ruhe, weil sie so sehr an ihm klebte und auf Schritt und Tritt verfolgte. Jetzt sind das nur noch Phasen, dazwischen können beide auch mal in der Ecke liegen.
Ist das noch Revierverhalten oder eher schon Paarungsverhalten? Sie zwickt ihn (nicht böse), hängt mit der Nase an seinem Po und legt sich gerne mit ihrem Hinterteil direkt vor seine Nase. Das heftige markieren bleibt aber, wird teils sogar schlimmer. Einfach abwarten? Wiederholt sich das dann in regelmäßigen Abständen?

Wir behandeln mittlerweile die Urinstellen hinterher mit einem speziellen Urinentferner, weil man den Geruch alleine durch reinigen und lüften schon gar nicht mehr raus bekommen hat. Die zwei sind jetzt seit 2,5 Wochen bei uns, dass das noch nicht lange für Stubenreinheit und Vergesellschaftung ist wissen wir. Allerdings würden wir trotzdem gerne das Verhalten einordnen können.
Der Kastrat war nach 3 Tagen schon stubenrein, der verliert nur schonmal ein Stresspippi wenn er sich vor etwas erschrickt :smilewinkgrin:

Vielen Dank vorab für eure Antworten :seeya:

Honeymouse 30.07.2019 11:14

Seid ihr sicher, dass es ein Weibchen ist? Ich musste spontan an einen Rammler beim lesen denken :o

Aen 30.07.2019 11:19

Hallo Sancta,

willkommen im Forum! :)



Zitat:

Wir sind Neulinge in der Kaninchenhaltung und haben uns einen kastrierten Bock (Zwergwidder) und eine unkastrierte Häsin (Farbzwerg) angeschafft (kannten sich nicht), beide sollen 10 Wochen alt sein. Laut Tierärztin sind sie allerdings beide etwas älter als angegeben. Die Häsin kam schon krank zu uns, das zog sich dann über 6 Tage nicht fressen & kötteln, bis wir das richtige Medikament fanden. Die ärmste war arg verstopft und war am Ende nur noch Haut und Knochen.
erstmal find' ich's schön, dass euch nicht abgeschreckt hat, eine kranke Häsin als Partnerkaninchen aufzunehmen.
Dass sie sich plötzlich als begeisterte "Wildpinklerin" entpuppt, ist natürlich weniger prall - aber völlig im Spektrum eines normalüblichen Kaninchenverhaltens. :-)


Zitat:

Tagsüber haben die zwei von ca. 7 - 23 Uhr das gesamte Wohnzimmer, Nachts einen Auslauf inkl. Käfig mit knapp 4qm. Seit wir die richtige Toilette gefunden haben (sie hat immer über den Rand gepinkelt) ist sie Nachts auch ziemlich reinlich, tagsüber allerdings markiert sie was das Zeug hält. Dabei pinkelt sie teilweise im Minutentakt und bringt meinen Partner (Homeoffice im Wohnzimmer) fast zur Weißglut, aber immerhin kann er es sofort wegmachen.
Das markieren wird schon teilweise sehr extrem, sie markiert auch den Kastrat mit Urin und muss alles mit ihrem Kinn abreiben / markieren. Teilweise kamen weder sie noch der Kastrat zur Ruhe, weil sie so sehr an ihm klebte und auf Schritt und Tritt verfolgte. Jetzt sind das nur noch Phasen, dazwischen können beide auch mal in der Ecke liegen.
Ist das noch Revierverhalten oder eher schon Paarungsverhalten? Sie zwickt ihn (nicht böse), hängt mit der Nase an seinem Po und legt sich gerne mit ihrem Hinterteil direkt vor seine Nase. Das heftige markieren bleibt aber, wird teils sogar schlimmer. Einfach abwarten? Wiederholt sich das dann in regelmäßigen Abständen?
Wie gesagt, was Du schilderst, deutet auf die sturznormale Hitzigkeit eines weiblichen Kaninchens - und, ja, das wiederholt sich in regelmäßigen Abständen. Dass euch das kirre macht, wo ihr auf engem Raum mit den Kaninchen zusammenlebt, kann ich gut verstehen, zu ändern ist das aber erst mal nicht. Du kannst immerhin darauf hoffen, dass sich das über die Zeit ein bisschen abmildert, wenn sie älter und, hm, "gesetzter" wird. ;)

Beeinflussen könnte ihr wuseliges Markierverhalten und ihre Hitzigkeit, wenn Du eine Kastration in Betracht ziehen würdest. Einige hier im Forum lassen das inzwischen offenbar standardmäßig bei ihren weiblichen Kaninchen machen und beschreiben eine deutliche Verhaltensänderung danach, was Wildpinkeln, Streitlust, Gruppenverhalten usw. angeht. Ich finde die Abwägung der Vor- und Nachteile nicht so übersichtlich und bin da eher unsicher. Schwierig.

Vielleicht liest Du Dich ja mal zum Thema ein und kommst dann zu einer Entscheidung, die für euch passt.


Grüße,
Aen

Sancta 30.07.2019 11:20

Zitat:

Zitat von Honeymouse (Beitrag 1160831)
Seid ihr sicher, dass es ein Weibchen ist? Ich musste spontan an einen Rammler beim lesen denken :o

Ja, sieht für mich zumindest so aus und die Tierärztin (Kaninchenerfahren) hatte bei der Kontrolle dazu jetzt auch nix anderes gesagt.

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1160832)
Hallo Sancta,

willkommen im Forum! :)





erstmal find' ich's schön, dass euch nicht abgeschreckt hat, eine kranke Häsin als Partnerkaninchen aufzunehmen.
Dass sie sich plötzlich als begeisterte "Wildpinklerin" entpuppt, ist natürlich weniger prall - aber völlig im Spektrum eines normalüblichen Kaninchenverhaltens. :-)




Was Du schilderst, deutet auf die sturznormale Hitzigkeit eines weiblichen Kaninchens - und, ja, das wiederholt sich in regelmäßigen Abständen. Dass euch das kirre macht, wo ihr auf engem Raum mit den Kaninchen zusammenlebt, kann ich gut verstehen, zu ändern ist das aber erst mal nicht. Du kannst immerhin darauf hoffen, dass sich das über die Zeit ein bisschen abmildert, wenn sie älter und, hm, "gesetzter" wird. ;)

Beeinflussen könnte ihr wuseliges Markierverhalten und ihre Hitzigkeit, wenn Du eine Kastration in Betracht ziehen würdest. Einige hier im Forum machen das offenbar inzwischen standardmäßig und beschreiben eine deutliche Verhaltensänderung danach, was Wildpinkeln, Streitlust usw. angeht. Ich finde die Abwägung der Vor- und Nachteile nicht so übersichtlich und bin da eher unsicher. Schwierig.

Vielleicht liest Du Dich ja mal zum Thema ein und kommst dann zu einer Entscheidung, die für euch passt.


Grüße,
Aen

Danke dir :)
Bezüglich Kastration wollen wir uns in 2-3 Wochen beim Impfen von der Tierärztin beraten lassen, da wir auch schon von den Nachteilen mit Knötchen / Krebs in der Gebärmutter gehört haben. Ausschließen würden wir das nicht, vor allem wenn das extreme Verhalten bleibt. Weißt du ab wann man die Häsinnen kastrieren kann? Dazu hatte ich bei Tante Google nix gefunden.
Wir bauen gerade unser Haus und die Aussicht, dass das extreme Wildpinkeln bleibt, finden wir dann natürlich nicht soooo toll. Im Sommer sollen die zwar dann in ein schönes Außengehege mit Buddelmöglichkeiten, aber spätestens im Winter hätten wir die schon gerne wieder "frei" im Wohnzimmer.

Aen 30.07.2019 11:35

Zitat:

Zitat von Sancta (Beitrag 1160833)

Bezüglich Kastration wollen wir uns in 2-3 Wochen beim Impfen von der Tierärztin beraten lassen, da wir auch schon von den Nachteilen mit Knötchen / Krebs in der Gebärmutter gehört haben.

Hm, das würde man meines Wissens nun eigentlich eher unter die Vorteile zählen.


Zitat:

Ausschließen würden wir das nicht, vor allem wenn das extreme Verhalten bleibt. Weißt du ab wann man die Häsinnen kastrieren kann? Dazu hatte ich bei Tante Google nix gefunden.
Da gehen die Meinungen wohl auseinander. Manche sagen, im "Jugendalter" würde eine Kastration passen, andere sagen, sie sollte ausgewachsen sein, also etwa ein bis eineinhalb Jahre alt.
Du kannst hier die Suchfunktion (siehe in der Leiste links) nutzen und dann Begriffe wie "Weibchenkastration" oder "Wildpinkeln" o.ä. eingeben, ich bin sicher, da wirst Du schnell fündig und kannst die Diskussionen und das Für und Wider gut verfolgen. Erst vor ein paar Wochen gab es dazu einen Thread, wenn ich mich recht erinnere.


Zitat:

Wir bauen gerade unser Haus und die Aussicht, dass das extreme Wildpinkeln bleibt, finden wir dann natürlich nicht soooo toll. Im Sommer sollen die zwar dann in ein schönes Außengehege mit Buddelmöglichkeiten, aber spätestens im Winter hätten wir die schon gerne wieder "frei" im Wohnzimmer.
Also aus Kaninchensicht gibt es eigentlich keinen Grund, im Winter nach Innen zu ziehen. :) Die kommen prima klar mit schnatterkalten Temperaturen, wenn Du ein paar Dinge beachtest, dann dürfte es keine Probleme geben. Ihr Fell (mit Unterwolle usw.) passt sich da jeweils gut an. Am besten gerade dann, wenn es keinen Wechsel zwischen Außen- und Innenhaltung gibt.

Auch dazu findest Du unter den entsprechenden Suchstichworten ausgiebig Hinweise, Tippe und Anregungen.
Es gibt hier einen Extra-Bereich für Gehegebauten - im Innen- und Außenbereich.

Sancta 30.07.2019 11:52

Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1160837)
Hm, das würde man meines Wissens nun eigentlich eher unter die Vorteile zählen.

Ok, falsch ausgedrückt. Nachteil wenn man nicht kastriert, Vorteil wenn man kastriert :D



Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1160837)
Da gehen die Meinungen wohl auseinander. Manche sagen, im "Jugendalter" würde eine Kastration passen, andere sagen, sie sollte ausgewachsen sein, also etwa ein bis eineinhalb Jahre alt.
Du kannst hier die Suchfunktion (siehe in der Leiste links) nutzen und dann Begriffe wie "Weibchenkastration" oder "Wildpinkeln" o.ä. eingeben, ich bin sicher, da wirst Du schnell fündig und kannst die Diskussionen und das Für und Wider gut verfolgen. Erst vor ein paar Wochen gab es dazu einen Thread, wenn ich mich recht erinnere.

Werde ich machen, lieben dank. Wildpinkeln hatte ich in der Suche natürlich nicht eingegeben.


Zitat:

Zitat von Aen (Beitrag 1160837)
Also aus Kaninchensicht gibt es eigentlich keinen Grund, im Winter nach Innen zu ziehen. :) Die kommen prima klar mit schnatterkalten Temperaturen, wenn Du ein paar Dinge beachtest, dann dürfte es keine Probleme geben. Ihr Fell (mit Unterwolle usw.) passt sich da jeweils gut an. Am besten gerade dann, wenn es keinen Wechsel zwischen Außen- und Innenhaltung gibt.

Auch dazu findest Du unter den entsprechenden Suchstichworten ausgiebig Hinweise, Tippe und Anregungen.
Es gibt hier einen Extra-Bereich für Gehegebauten - im Innen- und Außenbereich.

Falls das Wildpinkeln sich bessert oder sogar ganz aufhört, dann würden wir im Winter vermutlich eher zu Innenhaltung tendieren was momentan auch geplant ist. Ist bisschen ignorant, aber dann "haben" wir mehr von den Tierchen. Das Wohnzimmer im neuen Haus wird allerdings auch 3x so groß wie das aktuelle, also die haben da dann massig Platz zum toben. Die Außenhaltung im Sommer wollen wir ihnen nur bieten, weil wir dann einen Garten zur Verfügung haben. Allerdings wird das von der Fläche natürlich nicht ansatzweise so groß wie das Wohnzimmer. So viel Garten haben wir dann doch nicht übrig das wir denen einen Palast bauen können. Aber zumindest Buddeltechnisch sollen die dann voll auf ihre Kosten kommen :thumbsup: In der Wohnung müssen sie sich aktuell mit einer Sandkiste zufrieden geben.

Aen 30.07.2019 12:02

Zitat:

Zitat von Sancta (Beitrag 1160838)

Falls das Wildpinkeln sich bessert oder sogar ganz aufhört, dann würden wir im Winter vermutlich eher zu Innenhaltung tendieren was momentan auch geplant ist. Ist bisschen ignorant, aber dann "haben" wir mehr von den Tierchen.

Finde ich gar nicht ignorant, ich kann das gut nachvollziehen. Und was Du zu euren Haltungsplänen schreibst, klingt für mich völlig stimmig. :wink:

Das "so sind wir einander näher" war auch lange mein Gedanke bei der Innenhaltung von Kaninchen - wobei wir gar nicht die Wahl haben, unser (4-Parteien-)Gemeinschaftsgarten lässt sich leider nicht sinnvoll zu einem Gehege umtüfteln.

Wenn ich ehrlich bin, hat sich diese Einschätzung bei mir über die Zeit geändert, auch weil ich hier im Forum immer wieder sehe, wie eindeutig viel besser sich Fotos von Kaninchen anfühlen, die draußen rumflitzen, sich kühle Sandkuhlen buddeln, in die sie sich bei Hitze genüsslich hineinfläzen, sich überhaupt kreative Schattenplätze schaffen usw.
Da wird mir manchmal schon ein bisschen mulmig und das schlechte Gewissen zwickt. :blush5: Noch beim besten Platzangebot in der Wohnung, ist es mE einfach so, dass der frische Wind und andere Außeneindrücke (Geräusche, Gerüche ...) um die Wackelnase fehlt.

Hätte ich also die Wahl, würde ich mich heute sicher für ein Kaninchenleben in Außenhaltung entscheiden.

Sancta 30.07.2019 12:14

Kann auch gut sein das wir sie im Sommer dann 24/7 draußen lassen, je nachdem wie groß das Gehege dann tatsächlich wird / werden kann. Aber das ist für mich persönlich dann auch was anderes, weil ich selbst ein Mensch bin der gerne und viel draußen und im Garten ist. Dann hab ich die ja trotzdem noch ständig direkt vor der Nase. Im Winter dagegen bin ich nur so viel draußen wie nötig, ich mag die Zeit nicht und würde die zwei dann nur zum versorgen sehen. Das fände ich dann wieder bisschen schade.
Aber ich denke richtig beurteilen können wir das auch erst, wenn die zwei dann nächstes Jahr mal ihr Außengehege bezogen haben. Die artgerechte Haltung geht bei uns definitiv vor :)

Rakete 30.07.2019 18:24

Ich befürworte aus Gesundheitsgründen die Kastration bei Häsinnen. Aber Du musst auch damit rechnen, dass sich evtl. das Problem mit dem Pinkeln damit nicht legt.


Neues Revier und VG (noch anstehende Pubertät) können die Stubenunreinheit ganz schön lange mit sich ziehen. Bei mir ging das auch schon mehrere Monate bis Jahre (auch bei kastrierten Rammlern). Im schlimmsten Fall ändert sich gar nichts. Mein Übernahmekastrat war bei der Vorbesitzerin komplett stubenrein in Innenhaltung. Bei mir ist er der schlimmste Pinkler, den ich je hatte.. Er pinkelt wirklich überall hin sowohl auf das Parkett wie Teppich...


Natürlich kann sich das auch wieder legen. Nur je länger sich das hinzieht, desto geringer die Chancen.

Sancta 31.07.2019 09:08

Die Kastration wäre ja, neben dem gesundheitlichen Aspekt, auch um ihr mehr Ruhe zu geben.
Bezüglich der Stubenunreinheit ist uns jetzt aufgefallen das sie das hauptsächlich morgens macht. Nachts im Gehege geht gar nix mehr daneben und meist ab ihrer Mittagsruhe auch nicht mehr. Höchstens vielleicht wenn wir frischen Grün bringen und sie dann beim Fressen mal was verliert, aber das ist ja völlig in Ordnung.
Wir testen jetzt ob sie morgens weiterhin so markiert wenn sie Nachts im Wohnzimmer bleiben, und nicht ins Gehege gesperrt werden. Sie markiert nämlich nur die äußeren Grenzen, und nicht blind mittendrin. Vielleicht verspürt sie momentan einfach den Drang jeden morgen neu zu markieren, weil sie einige Stunden nicht im Revier war.
Diese Nacht war die erste wo sie nicht eingesperrt waren, und zumindest da ist nix daneben gegangen. Mal sehen wie sie sich die nächsten Tage verhält. Sollte es besser werden oder gar weg gehen, dann bekommen sie halt 24/7 das gesamte Wohnzimmer.

Kaninchenherz28 31.07.2019 11:44

Das Verhalten klingt für mich stark nach Pubertät :D
Stella war bis zum Alter von ca. einem Jahr nicht stubenrein. Mittlerweile aber schon. Meiner Meinung nach sollte man nicht ohne medizinische Indikation und nicht vor dem Ende der Pubertät kastrieren, aber wie du schon gemerkt hast, gibt es dazu sehr unterschiedliche Ansichten.

Diabi 31.07.2019 12:24

Zitat:

Zitat von Sancta (Beitrag 1160838)
Falls das Wildpinkeln sich bessert oder sogar ganz aufhört, dann würden wir im Winter vermutlich eher zu Innenhaltung tendieren was momentan auch geplant ist. Ist bisschen ignorant, aber dann "haben" wir mehr von den Tierchen. Das Wohnzimmer im neuen Haus wird allerdings auch 3x so groß wie das aktuelle, also die haben da dann massig Platz zum toben. Die Außenhaltung im Sommer wollen wir ihnen nur bieten, weil wir dann einen Garten zur Verfügung haben. Allerdings wird das von der Fläche natürlich nicht ansatzweise so groß wie das Wohnzimmer. So viel Garten haben wir dann doch nicht übrig das wir denen einen Palast bauen können. Aber zumindest Buddeltechnisch sollen die dann voll auf ihre Kosten kommen :thumbsup: In der Wohnung müssen sie sich aktuell mit einer Sandkiste zufrieden geben.

Ich bin ja ein absoluter Verfechter von Außenhaltung, weil ich das Gefühl habe, dass die Nins deutlich mehr Spaß haben, wenn sie sich draußen ausleben können, als in Innenhaltung.

Abgesehen davon ist das Verhältnis Mensch-Kaninchen deutlich harmonischer, wenn etwaige Schweinereien draußen bleiben und nicht das Wohnzimmer o.ä. verunstalten.

Meine Mädels neigen auch des öfteren zu Spritzereien, wenn die Herren gar zu faul in er Ecke liegen und sie nicht genug betüddeln, aber im Garten stört das nicht.

Ich finde auch nicht, dass man unbedingt "mehr von den Tieren hat", wenn sie drinnen sind: meist ist man dann doch nur mit der Beseitigung vom Chaos beschäftigt, als dass man sich um die Nins kümmern kann, bei Außenhaltung kann man sich aber ganz entspannt zu den Nins setzen, ein Gläschen Wein trinken, und die Nins genießen...

Wenn Ihr noch am bauen seid, dann könnt Ihr Gehege und Garten ja auch so planen, dass alles für Mensch und Langohr nutzbar ist.

Wir haben z.B. im begehbaren Kaninchengehege Bänke, auf denen wir gemütlich sitzen können, im Gartenauslauf wird vieles doppelt genutzt: unsere Sitzgelegenheiten sind gleichzeitig Schutz und Schattenspender für die Nins, Botanik, die bleiben soll, ist eingezäunt, Rasen mähen müssen wir auch nicht, weil dies die Wackelnasen erledigen, Büsche schneiden oder Unkraut jäten übernehmen größtenteils auch die Nins...

Bis dahin würde ich versuchen, Eure Madame etwas mehr zu beschäftigen, sei es durch Äste und/oder Kartonagen, die sie zerschreddern kann, sei es durch Futter-Such-Spiele. Ein müdes Pubertier lebt seine Hormone deutlich weniger aus, als ein gelangweiltes, und zickt dann auch weniger herum, diese Weisheit hat seinerzeit schon meine Mutter angewandt, und meine Schwester und mich entsprechend zu diversen Hausarbeiten eingeteilt... ;)

Sancta 31.07.2019 12:44

Zitat:

Zitat von Kaninchenherz28 (Beitrag 1161095)
Das Verhalten klingt für mich stark nach Pubertät :D
Stella war bis zum Alter von ca. einem Jahr nicht stubenrein. Mittlerweile aber schon. Meiner Meinung nach sollte man nicht ohne medizinische Indikation und nicht vor dem Ende der Pubertät kastrieren, aber wie du schon gemerkt hast, gibt es dazu sehr unterschiedliche Ansichten.

Das Kastrieren wird definitiv auch gut überlegt sein, da müssen wir uns dann einfach Gedanken zu machen und verschiedenen Meinungen hören.

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1161099)
Ich bin ja ein absoluter Verfechter von Außenhaltung, weil ich das Gefühl habe, dass die Nins deutlich mehr Spaß haben, wenn sie sich draußen ausleben können, als in Innenhaltung.

Abgesehen davon ist das Verhältnis Mensch-Kaninchen deutlich harmonischer, wenn etwaige Schweinereien draußen bleiben und nicht das Wohnzimmer o.ä. verunstalten.

Meine Mädels neigen auch des öfteren zu Spritzereien, wenn die Herren gar zu faul in er Ecke liegen und sie nicht genug betüddeln, aber im Garten stört das nicht.

Ich finde auch nicht, dass man unbedingt "mehr von den Tieren hat", wenn sie drinnen sind: meist ist man dann doch nur mit der Beseitigung vom Chaos beschäftigt, als dass man sich um die Nins kümmern kann, bei Außenhaltung kann man sich aber ganz entspannt zu den Nins setzen, ein Gläschen Wein trinken, und die Nins genießen...

Wenn Ihr noch am bauen seid, dann könnt Ihr Gehege und Garten ja auch so planen, dass alles für Mensch und Langohr nutzbar ist.

Wir haben z.B. im begehbaren Kaninchengehege Bänke, auf denen wir gemütlich sitzen können, im Gartenauslauf wird vieles doppelt genutzt: unsere Sitzgelegenheiten sind gleichzeitig Schutz und Schattenspender für die Nins, Botanik, die bleiben soll, ist eingezäunt, Rasen mähen müssen wir auch nicht, weil dies die Wackelnasen erledigen, Büsche schneiden oder Unkraut jäten übernehmen größtenteils auch die Nins...

Den ganzen Garten werden (und wollen) wir nicht teilen. Wieviel Platz wir am Ende auch genau haben werden, müssen wir abwarten. Aktuell ist aber geplant das die, zusammen mit Hochbeet und Gewächshaus, die komplette Länge oberhalb vom Haus (und damit Mittags / Nachmittags auch die Schattenseite) bekommen werden. Die breite wird sich dann herausstellen, ob es dann 4 oder sogar bis zu 10m werden (können). Auf den Architektenplänen sieht das immer alles so nett aus, aber wieviel Garten am Ende wirklich übrig ist bleibt abzuwarten :biggrin:

Wie wir das dann im Winter machen werden kann man jetzt auch noch nicht sagen. Abwarten und Tee trinken :) Momentan bleibt eh nix anderes übrig dank Mietswohnung ohne Garten. So viel hinterher putzen / räumen müssen wir auch gar nicht, morgens und abends mit dem Feger durch und Toiletten misten, alle 2 Tage Staubsaugen und wöchentlich nass durchwischen und Toiletten auswaschen. Ich finde das völlig in Ordnung und hab trotzdem noch genug Zeit mit zu den zwei dazu zu setzen.

Zitat:

Zitat von Diabi (Beitrag 1161099)
Bis dahin würde ich versuchen, Eure Madame etwas mehr zu beschäftigen, sei es durch Äste und/oder Kartonagen, die sie zerschreddern kann, sei es durch Futter-Such-Spiele. Ein müdes Pubertier lebt seine Hormone deutlich weniger aus, als ein gelangweiltes, und zickt dann auch weniger herum, diese Weisheit hat seinerzeit schon meine Mutter angewandt, und meine Schwester und mich entsprechend zu diversen Hausarbeiten eingeteilt... ;)

Kartons haben die, die wollten wir vielleicht auch demnächst mal mit etwas füllen weil die bislang nicht soo interessant sind.. geht da Klopapier? Oder löst sich das zu schnell auf, wegen runter schlucken und Verstopfung? Äste bekommen die auch spätestens alle 2 Tage neue, immer woanders aufgehangen. Das Grünfutter könnte ich noch anders positionieren, das bekommen die aktuell auf dem Präsentierteller.

Übrigens, die erste Nacht der "Freiheit" im Wohnzimmer hat tatsächlich was gebracht. Bislang nur eine Pippi-Stelle und sie lagen schon 1h vor ihrer eigentlichen Mittagsruhe platt in der Ecke :D
Wir werden das mal mit noch etwas mehr Beschäftigung versuchen, danke!

KaninchenCarlos 04.08.2019 20:09

Ich finde Außenhaltung auch echt toll, nur leider habe ich nur eine Wohnung ohne Garten o.ä.
Nun möchte ich den kleinen natürlich viel Platz geben also sollen sie demnächst mein ganzes Zimmer zur Verfügung haben. Sie sind 6 Monate alt und ziehen erst am Mittwoch bei mir ein.
Kriege ich sie in dem Alter noch stubenrein, falls sie es noch nicht sind?

Terry 04.08.2019 20:46

Du „kriegst“ gar kein Kaninchen stubenrein wenn es partout nicht will.

dangerschaf 04.08.2019 20:47

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1161914)
Du „kriegst“ gar kein Kaninchen stubenrein wenn es partout nicht will.

Aber versuchen kann man es und das ist vom Alter unabhänig :p

Terry 04.08.2019 20:49

Natürlich, aber manchmal beißt man eben auf Granit mit seinen Versuchen.

Dar89 04.08.2019 20:56

Ich hatte auch mal eine Kaninchendame die meistens stubenrein war, nur manchmal hat sie markiert und dann hat sie auch vor den Jungs nicht Halt gemacht, da hatte Feivel manchmal Urin am Fell, der tat mir echt schon leid.
Die Jungs waren immer stubenrein, die waren immer unglaublich pingelig. Da wurde dann durch die ganze Wohnung gehoppelt, auf Toilette gegangen und wieder durch die ganze Wohnung zurück. :D

4Chaoten 04.08.2019 21:01

Sind sie jetzt 3-4 Monate oder 6 Monate:rolleyes:????
Irgendwann sind sie bei mir immer Stubenrein geworden, die eine früher, die andere später und wie Dar89 sagt, die Kastraten sind reinlicher:D man muss da einfach die Geduld haben und das kann schon dauern

Mein kleiner Balou wird leider auch gerade wieder vollgespritzt von seiner neuen Partnerin:eek: wird aber zum Glück schon weniger

Sancta 06.08.2019 09:56

Bei uns hat sich das zum Glück fast komplett erledigt seit die zwei 24/7 das gesamte Wohnzimmer für sich haben. Hier und da geht mal was daneben, entweder beim fressen oder ein kleines Stresspinkeln wenn man sich erschrickt (oder man Clyde was weg nimmt :D ).
So haben wir mal Tage wo gar nix ist, oder auch mal wo man 2-3 mal wischen muss. Aber richtige große Pfützen sind mittlerweile kaum noch da.
Seit wir jetzt auch den Auslauf und das Oberteil vom Käfig entfernt haben gehen auch die meisten Köttel in die Toilette oder den Käfig. Damit sind wir voll zufrieden, und die Kaninchen scheinbar auch :)


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:06 Uhr.



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