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Polly8 21.10.2018 11:50

Erfahrung mit Dunkelstrahlern
 
Hallo,


wir haben das Gehege umgebaut.
Die Kaninchen haben nun ein 5qm Gartenhaus als Nachtstall und 15qm Tagauslauf.


Das Gartenhaus würde ich im Winter gerne frostfrei halten.
Stromanschluss ist schon vorhanden.
Erst hatte ich an einen Frostwächter (500 Watt) gedacht, der würde allerdings doch recht viel Strom verbrauchen, da er natürlich das komplette Gartenhaus heizen würde und bei extremen Minustemperaturen wohl annähernd rund um die Uhr laufen würde.
Die niedrigste einstellbare Temperatur ist bei den Geräten, die ich im Netz gefunden habe +5 Grad.


Also tendiere ich momentan doch eher zu einem Dunkelstrahler.
Hat jemand Erfahrungen damit?
Wieviel Watt sollte ich nehmen 100?



So wie ich es verstanden habe, wird durch die Strahlung micht die Luft direkt aufgeheizt sondern nur Körper/ Gegenstände und die Luft nur indirekt durch die Erwärmung der Gegenstände.


Mein Ziel wäre die Temperatur im Gartenhaus zwischen 0-5 Grad plus zu halten je nach Aussentemperatur.


Oder hat jemand noch ganz andere Vorschläge?

knuffelchen 21.10.2018 12:26

Ich hatte einige Jahre 2 Dunkelstrahler aber die musst du relativ tief aufhängen, damit sie am Boden etwas bringen. Dazu kam das Problem, dass ich öfters beim Arbeiten im Stall mit der Kleidung den Strahler berührte und meine Mikrofaserjacke hat jetzt einige Brandlöcher. Ich habe dann nach einer Alternative gesucht und das gekauft:

https://www.imowell.de/dimmbare-Infrarot-Waermeplatte-mit-Kleberuecken?jtl=s&gclid=EAIaIQobChMIopqtzo7r3QIVh aiaCh3CBA47EAQYBCABEgIdZvD_BwE

Damit war ich sehr zufrieden, denn du kannst am Regler die Temperatur so enistellen, dass man sich nicht verbrennen kann. Der Dunkelstrahler wird viel zu heiß, den musst du auch über eine Zeitschaltuhr steuern, sonst überhitzt er.
Außerdem verbraucht er fast soviel Strom, wie die Heizplatte wenn sie voll aufgedeht ist.

knuffelchen 21.10.2018 12:32

Ein Dunkelstrahler ist ja eigentlich für ein Terrarium konzipiert, da soll er einen kleinen begrenzten Bereich erwärmen. Bei einer gleichmäßigen Erwärmung eines ganzen Stalls ist er nicht geeignet.
Mein Stall hatte ca. 6 m2 und ich hatte 2 Wärmeplatten angebracht.
Ich hatte auch noch Zeitschaltuhren, je nach Außentemperatur stellte ich die Heizzeiten kürzer oder länger ein.
Jetzt habe ich krankheitshalber im Innenhaltung im Winter, da ich nicht 4x täglich ein Kaninchen von draußen nach drinnen holen will.

Polly8 21.10.2018 12:50

Hallo,


danke schon mal für den Link.


Wo hattest du diese Platten angebracht? An der Wand?
Und könnte man sie auf Holzwände aufkleben oder müsste da eine Isolierung dazwischen?


Wenn es ein Dunkelstrahler wird käme auf jeden Fall ein Drahtschutzkorb dran.

knuffelchen 21.10.2018 14:28

Mein Stalldach war 2-teilig und nicht sonderlich stabil, deshalb hatte ich die Heizplatte auf ein Brett geklebt und diese mit einer Konstruktion aus Dachlatten unter dem Dach befestigt. Dazwischen hatte ich noch eine Lage Styrodur damit nicht so viel Wärme nach draußen geht.
So hatte ich allerdings nie Minusgrade im Stall, auch nicht bei -10° Außentemperatur.
Und mein Stall war 1,80 hoch, war ein umgebauter Hühnerstall.

Polly8 21.10.2018 14:40

Zitat:

Zitat von knuffelchen (Beitrag 1119276)
So hatte ich allerdings nie Minusgrade im Stall, auch nicht bei -10° Außentemperatur.
l.


Das hört sich gut an.
Danke für den Tipp.


Werde sie aber wahrscheinlich etwas tiefer an den Wänden anbringen.
Firsthöhe ist 2,34m bei mir

angelsfire 21.10.2018 18:10

Ich frage jetzt mal blöd, weil ich noch nie auf die Idee kam einen Bereich zu beheizen: was bringt das? Also habt ihr alte Tiere die das benötigen?

Nehmen wir mal an es hat -15 Grad. Im Haus hat es dann 0-+5 Grad. Ist der Unterschied nicht zu krass?

gerti 21.10.2018 18:23

Zitat:

Zitat von angelsfire (Beitrag 1119306)
Ich frage jetzt mal blöd, weil ich noch nie auf die Idee kam einen Bereich zu beheizen: was bringt das? Also habt ihr alte Tiere die das benötigen?

Nehmen wir mal an es hat -15 Grad. Im Haus hat es dann 0-+5 Grad. Ist der Unterschied nicht zu krass?


Ich hab nur Dunkelstrahler in die Hauptaufenthaltsbereiche der Meeris gehängt, weil sie nicht so winterfest sind wie Kaninchen. Die schalte ich nur an, wenn es wieder richtig kalt wird und sie haben bei mir nur 60W und man bemerkt sie kaum. Für die Kaninchen hatte ich das nie. Da war das nie nötig. Nicht wintertaugliche Tiere müssen bei mir in den Wäschekeller.

Was mich nervt sind die einfrierenden Wassernäpfe....aber auch nur, weil wir 7 haben und das logistisch immer ätzend ist sie auszutauschen:cool: unsere Duschwanne sieht im Winter bescheiden aus....

Polly8 21.10.2018 18:35

Zitat:

Zitat von angelsfire (Beitrag 1119306)
Ich frage jetzt mal blöd, weil ich noch nie auf die Idee kam einen Bereich zu beheizen: was bringt das? Also habt ihr alte Tiere die das benötigen?

Nehmen wir mal an es hat -15 Grad. Im Haus hat es dann 0-+5 Grad. Ist der Unterschied nicht zu krass?


Hallo,
meine Beweggründe


1) halte ich es für artgerechter
In der Natur halten sich Kaninchen ausser in der Dämmerung ja auch meist in unterirdischen Höhlen auf, wo die Temperatur im leichten Plusbereich bleibt.
Die Höhlen werden zur Futtersuche verlassen, der Temperaturunterschied dürfte Kaninchen also nichts ausmachen.
Kaninchen halten sich in der Natur nicht freiwillig bei Dauerfrost draussen, also oberirdisch auf.


2) der kommende Winter ist jetzt der dritte mit meinen beiden Kaninchen.
Im ersten habe ich es noch ohne zusätzliche Wärmequelle versucht.
Und da ist mir schon aufgefallen, dass Molly morgens zitterte wenn die Temperatur unter ca -5 Grad lag(Sie hatten natürlich immer dick mit Stroh ausgepolsterte Schutzhütten) .

3) um zu verhindern, dass Futter und Wasser einfrieren. (Eigene Bequemlichkeit;))

knuffelchen 21.10.2018 22:14

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1119310)
1) halte ich es für artgerechter

Ja, das ist meine Rede sei langem! Im Kaninchenbau hat es unten durchgehend Plusgrade und zwar zwischen 4° und 14°.
Das heißt, dass Kaninchen mit größeren Temperaturschwankungen gut zurecht kommen.
Denn wenn es im Sommer außen 35° hat sind das immerhin über 20 Unterschied und auch im Winter kann der Unterschied mehr als 15 betragen.

MoquiMarble 22.10.2018 07:47

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo Polly8!

Mit Dunkelstrahlern habe ich leider keine Erfahrung. Kann dir aber auch die von Knuffelchen vorgeschlagene Infrarotwärmeplatte empfehlen. Ich habe vor kurzem auch nach einer optimalen Lösung für meine Ninchen gesucht. Nachzulesen hier:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/45058-au%DFenhaltung-zus%E4tzliche-w%E4rmequelle-f%FCr-winter-gesucht.html

Die von Knuffelchen vorgeschlagene Infrarotwärmeplatte schien mir die perfekte Lösung. Bei mir ist die Situation die, dass ich ein Handicap-Kaninchen habe, den ich ungern aus der Außenhaltung nehmen möchte, da er sich da am wohlsten fühlt. Er und seine Partnerin wohnen im Erdreich in einer Höhle. Da ich nicht weiß, wie sich die Temperaturen dort im Winter verändern, habe ich nach einer Lösung gesucht. Die Wärmeplatte ist selbstklebend und damit kein Ninchen sich daran verbrennt oder daran herumnagt, habe ich sie auf eine Holzplatte geklebt und ein Gitter davor angebracht. Die Platte wird dann mit einem Thermostat betrieben, damit es in der Höhle nicht zu heiß wird. Das wäre aber in deinem Fall anders, da du ja ein Gartenhäuschen hast was wesentlich größer ist, als das „unterirdische Wohnzimmer“ meiner Ninchen. Die Platte habe ich bei mir in der Küche ausprobiert. Das davor angebrachte Gitter wird nicht heiß(!), was ich richtig super finde. Die Infrarotplatte gibt angenehme Wärme ab. Ich warte jetzt nur noch auf meinen Kabelschutzschlauch, dann geht die Platte in die Höhle.

Polly8 22.10.2018 08:19

Zitat:

Zitat von MoquiMarble (Beitrag 1119387)
Hallo Polly8!

Mit Dunkelstrahlern habe ich leider keine Erfahrung. Kann dir aber auch die von Knuffelchen vorgeschlagene Infrarotwärmeplatte empfehlen. Ich habe vor kurzem auch nach einer optimalen Lösung für meine Ninchen gesucht. Nachzulesen hier:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenhaltung-allgemeines/45058-au%DFenhaltung-zus%E4tzliche-w%E4rmequelle-f%FCr-winter-gesucht.html


Hallo,
ich hatte deinen Thread gestern abend schon gefunden und durchgelesen.
Eine unterirdische Höhle ist natürlich auch super.


Die Wärmeplatte ist bestellt.
Erstmal eine und dann schaue ich, ob das reicht oder ob ich evtl eine zweite brauche.
Danke nochmal für den Tipp knuffelchen

Trudi 22.10.2018 10:33

Zitat:

Zitat von knuffelchen (Beitrag 1119276)
Mein Stalldach war 2-teilig und nicht sonderlich stabil, deshalb hatte ich die Heizplatte auf ein Brett geklebt und diese mit einer Konstruktion aus Dachlatten unter dem Dach befestigt. Dazwischen hatte ich noch eine Lage Styrodur damit nicht so viel Wärme nach draußen geht.
So hatte ich allerdings nie Minusgrade im Stall, auch nicht bei -10° Außentemperatur.
Und mein Stall war 1,80 hoch, war ein umgebauter Hühnerstall.




Verstehe ich das richtig? Ihr hängt die Wärmeplatte unter das Dach in euer Innengehege? Oder unter das Dach in die Schutzhütte? :confused: Jetzt werde ich ja wieder ganz nervös und frage mich, ob ich nicht auch noch etwas aufrüsten sollte für den Winter...:confused: Habe ein wenig Sorge, daß das Stroh anfangen könnte zu brennen...:blush5: ??? Und dann mit Thermostat steuern?

Polly8 22.10.2018 10:59

Ich weiß noch nicht genau, wo ich sie hinhänge,
das muss ich erstmal austesten.


Ich finde es sehr praktisch, dass sie dimmbar ist von 10-150 Watt.


Ich könnte sie also wahrscheinlich auch ans Dach der Schutzhütte kleben (innen) und auf 10 oder 20 Watt dimmen.
Das würde den geringsten Stromberbrauch bedeuten, würde aber das Problem mit dem Wassernapf nicht lösen.
Ausserdem könnte ich auch das ganze Futter im Gartenhaus lagern, wenn es im leichten Plusbereich bleibt, was ein weiterer Vorteil wäre.


Jedenfalls finde ich persönlich es wichtig Kaninchen bei starkem Frost eine Wärmequelle anzubieten, die in etwa der Temperatur in den unterirdichen Bauen entspricht also 0-5 Grad plus.


Hier wird oft geschrieben, dass Kaninchen ihre Schutzhütten mit der eigenen Körpertemperatur aufwärmen oder sich gegenseitig wärmen, wahlweise auch, dass sie kaum Körperwärme abgeben und der Schnee auf ihnen liegen bleibt und nicht wegschmilzt, was sich natürlich gegenseitig widerspricht.


Ich hatte mal ein Thermometer mit in der unbeheizten Schutzhütte liegen als beide drin saßen.
Mit Aufwärmen war da nichts, bei aussen -10 Grad hatte die Schutzhütte innen ebenfalls -10 Grad (OSB Holz ohne weitere Isolierung, dick eingestreut, ca 30*60 cm groß und 50cm hoch)
Würde natürlich auch viel zu viel Energie verbrauchen, die Umgebung aufzuheizen und macht daher keinen Sinn.


Wie dem auch sei.
In den Höhlen unter der Erde bleibt die Temperatur im Plusbereich und ich denke es ist artgerechter, dass nachzuahmen.


Ich hab hier zu dem Thema letztes oder vorletztes Jahr den Satz gelesen "ich persönlich könnte mit dickem Schlafsack wohl auch den Winter draussen überleben, aber wohlfühlen könnte ich mich nicht"
Leider finde ich den Thread nicht mehr und weiß auch nicht mehr wer es geschrieben hat.
Aber ich finde das trifft es ganz gut.


Gesunde, fitte Kaninchen überleben den Winter draussen auch ohne zusätzliche Wärmequelle, auch starken Frost im zweistelligen Bereich.
Aber Überleben ist ja nicht immer gleichbedeutend mit Wohlfühlen.
Und wenn sie die Möglichkeit haben sich bei starkem Frost in Hütten mit einer Temperatur, die der in Erdhöhlen entspricht zurückziehen zu können finde ich das nur artgerecht.
Manch einer hier wird es sicher übertrieben finden.

Polly8 22.10.2018 11:10

Zitat:

Zitat von Trudi (Beitrag 1119405)
Habe ein wenig Sorge, daß das Stroh anfangen könnte zu brennen...:blush5: ??? Und dann mit Thermostat steuern?


Die Matte selbst ist ja dimmbar.


Frostwächter besipielsweise haben ein Thermostat, an dem man regeln kann bei welcher Temeratur das Gerät ein bzw wieder ausgeschaltet werden soll und in der Regel auch einen Überhitzungsschutz.


Ich hab im Netz auch Zwischenstecker gefunden, die man zwischen Steckdose und Gerät schalten kann und wo man noch andere Temperaturbereiche einprogrammieren kann.


Das ist eigentlich ganz gut steuerbar. Ich lese mich aber selbst gerade erst ein bzw teste dann wenn die Matte da ist, wie es klappt.


Letztes Jahr im alten Stall hatte ich solche Matten


https://www.ebay.de/itm/Warmematte-Heizmatte-Kissen-Wasserdicht-Haustiere-Hunde-Heizung-Katze-Heizdecke-/183064005972?var=


Die werden etwa handwarm wenn das Tier darauf sitzt.
Die wurden sehr gern angenommen und können auch problemlos mit Stroh in Kontakt kommen.


Bei den Dunkelstrahlern bzw Matten muss man natürlich auf den entsprechenden Abstand achten und Schutzgitter oder Körbe anbringen

Polly8 22.10.2018 11:28

Es gibt auch Schutthütten mit Heizung fertig zu kaufen


https://www.hood.de/i/katzenhaus-mit-heizung-voll-waermegedaemmt-winterfest-thermovorhang-katzenhuette-61088705.htm

MoquiMarble 22.10.2018 12:34

Ich glaube nicht, dass das Stroh bei dieser Infrarot-Wärmeplatte anfangen könnte zu brennen. Die Platte strahlt die Wärme gut ab, wird bei voller Leistung wohl ca. 50°C heiß. Aber nur die Platte selber. Ich kann ganz bequem meine Hand kurz vor die Platte (bei voller Leistung) hinhalten ohne das meine Hand „verbrennt“. Gedacht ist ja diese Platte für z. B. den Schreibtisch im Büro. Entweder unter die Tischplatte geklebt oder seitlich. Die Beine sind dann ja theoretisch auch dicht dran ohne das die Feinstrumpfhose der frierenden Sekretärin anfängt zu brennen.;)

Ich habe mir für diese Infrarotplatte ein Steckdosen-Thermostat gekauft (Marke: revolt von Pearl.de). Dieses Thermostat hat sogar ein Sensorkabel, was ich direkt an den Schlafplatz hängen werde. Also paar cm von der Platte entfernt. Dort soll die Temperatur gemessen werden. Das Thermostat habe ich nun so eingestellt, dass erst die Platte heizt, wenn die Temperatur im Bau unter 7,5°C sinkt und sofort aufhört zu heizen, wenn 9°C erreicht sind. Ich werde aber, wenn es draußen kälter wird, dies entsprechend anpassen, damit dann nicht zu krasse Temperaturunterschiede innen und außen herrschen. Im Kaninchenbau hängt außerdem ein separater Sensor, der mir die aktuelle Bau-Temperatur auf die Wetterstation sendet. So kann ich immer sehen, wie warm oder kalt es meine Ninchen aktuell haben. Dieser Sensor würde Alarm schlagen, wenn die Temperaturen auf 5°C sinken bzw. auf über 15°C steigen. Dann weiß ich, dass was mit dem Thermostat bzw. der Heizung nicht stimmt und kann reagieren.

@Polly8: Eine Schutzhütte mit eingebauter Heizung habe ich hier auch stehen. Ich hatte sowas vor 2 Jahren gekauft. Diese eingebaute Heizung liegt unter einem PVC-Bodenbelag und man spürt sie deutlich durch. Zumindest bei der Hütte, die ich damals kaufte. Die Heizung der ersten Hütte hatte sogar ein Kabelbruch (oder wurde beim Einbau beschädigt) und als ich meine Hand drauflegte, um zu schauen wie warm es wird, flog unsere Sicherung (FI-Schutzschalter) raus. Gott sei Dank! Hütte ging dann zurück, wurde repariert und leider haben meine Ninchen das Haus gemieden. Zum einen war der Boden wohl zu glatt und mit Stroh darauf oder Teppich kommt die Wärme leider nicht mehr durch. Daher war das für mich der absolute Fehlkauf. Die Hütte steht seitdem in der Garage, funktioniert, aber niemand hat Interesse. Nicht mal unsere Katze wollte darin schlafen.

janh 22.10.2018 18:05

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1119412)
Hier wird oft geschrieben, dass Kaninchen ihre Schutzhütten mit der eigenen Körpertemperatur aufwärmen oder sich gegenseitig wärmen, wahlweise auch, dass sie kaum Körperwärme abgeben und der Schnee auf ihnen liegen bleibt und nicht wegschmilzt, was sich natürlich gegenseitig widerspricht.

Nein,das widerspricht sich nicht.Ein Ninchen gibt natürlich schon Körperwärme ab.Das Fell wirkt dabei als dicke Isolierschicht,die die Wärme im Ninchen drin hält.Deswegen haben Ninchen ja auch Sommer- und Winterfell.Wenn zwei Ninchen nun eng aneinander liegen,ist an der Berührungsfläche die Isolierung natürlich weg,die Ninchen wärmen sich gegenseitig und haben zusammen weniger Fellfläche nach aussen,kühlen also auch weniger aus.Ähnlich ist es,wenn ein Ninchen in einer engen Schutzhütte liegt.Dann wird die abgegebene Wärme zusätzlich durch die Wand der Schutzhütte im Inneren gehalten.
Und nix anderes ist es im Prinzip in einer natürlichen Ninchenhöhle.Die Erde wirkt als dicke Iolierschicht,die die Wärme im Inneren hält und verhindert,dass Frost eindringt.

Ich gebe Dir Recht,dass die Wohlfühltemperatur bei Ninchen irgendwo bei um die 10°C liegt.Das ist übrigens ziemlich genau die Durchschnittstemperatur aufs Jahr gerechnet bei uns hier in Deutschland.
Wir Menschen haben unseren Pelz im Lauf der Kulturgeschichte langsam verloren.Dementsprechend liegt unsere Wohlfühltemperatur doch um einiges höher.

Zurück zu den Ninchen: Ich sehe zwei Negativpunkte bei den Wärmesquellen,egal was man anbietet.Die Dinger werden mit Strom betrieben.Und je nachdem wieviel Leistung sie haben,kann das ganz schön ins Geld gehen.
Und das andere ist der Temperaturunterschied zu draussen.Unsereiner wird sich,wenn man nach draussen geht eine Jacke anziehen.Und wenn man wieder reinkommt ins Warme,die Jacke auch wieder ausziehen.Kaninchen können das nicht.Ich sehe da eine gewisse Gefahr,dass die Ninchen genau dadurch erst krank werden.Der Unterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur sollte deswegen nicht zu hoch sein.

Und wenn jemand diese Dinger installiert:
Achtet bitte unbedingt drauf,dass alle elektrischen Leitungen und Verbindungen/Stecker feuchtraumgeeignet sind!
Und bastelt Euch da bitte auch nix selbst zusammen.
Es besteht sonst akute Brandgefahr durch Kurzschluss,auch wenn die Wärmeplatte,o.ä. selbst nicht heiss werden.

Polly8 22.10.2018 18:42

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 1119488)
Nein,das widerspricht sich nicht.Ein Ninchen gibt natürlich schon Körperwärme ab.Das Fell wirkt dabei als dicke Isolierschicht,die die Wärme im Ninchen drin hält.Deswegen haben Ninchen ja auch Sommer- und Winterfell.Wenn zwei Ninchen nun eng aneinander liegen,ist an der Berührungsfläche die Isolierung natürlich weg,die Ninchen wärmen sich gegenseitig und haben zusammen weniger Fellfläche nach aussen,kühlen also auch weniger aus.Ähnlich ist es,wenn ein Ninchen in einer engen Schutzhütte liegt.Dann wird die abgegebene Wärme zusätzlich durch die Wand der Schutzhütte im Inneren gehalten.


Dieser Effekt, ist bei zweistelligen Minustemperaturen so minimal, dass er keine Rolle mehr spielt.
Kaninchen wärmen eine Schutzhütte bei besagtem strengen Frost nicht allein mit ihrem Körper in den Plusbereich auf.
Und wenn müssen sie dafür eine Menge Energie aufbringen, was eine große Belastung für den Kreislauf darstellt. Energie, die dem Körper dann an anderer Stelle fehlt, dem Immunsystem zB.
Der Grund warum geschwächte Tiere oft den Winter nicht überleben (nicht speziell Kaninchen sondern allgemein)
Und auch für fitte Tiere stellt es eine große Belastung dar, bei solch extremen Temperaturen die Köpertemperatur aufrecht erhalten zu müssen.









Und nix anderes ist es im Prinzip in einer natürlichen Ninchenhöhle.Die Erde wirkt als dicke Iolierschicht,die die Wärme im Inneren hält und verhindert,dass Frost eindringt.


Die Temperatur steigt mit zunehmender Tiefe in der Erde an.
Kaninchen können sich bei Frost durchaus in eine frostfreie Tiefe vorgraben und tun das auch.
Es ist nicht allein der Kaninchenkörper, der die Höhle wärmt.
Welche Temperaturen genau in welcher Tiefe bei welcher Lufttemperatur herrschen müsste ich auch googeln.
Meine mich aber zu erinnern, dass in Deutschland idR der Boden ab einer Tiefe von 60cm frostfrei bleibt.
Bin da aber nicht sicher


Ich gebe Dir Recht,dass die Wohlfühltemperatur bei Ninchen irgendwo bei um die 10°C liegt.Das ist übrigens ziemlich genau die Durchschnittstemperatur aufs Jahr gerechnet bei uns hier in Deutschland.
Wir Menschen haben unseren Pelz im Lauf der Kulturgeschichte langsam verloren.Dementsprechend liegt unsere Wohlfühltemperatur doch um einiges höher.

Zurück zu den Ninchen: Ich sehe zwei Negativpunkte bei den Wärmesquellen,egal was man anbietet.Die Dinger werden mit Strom betrieben.Und je nachdem wieviel Leistung sie haben,kann das ganz schön ins Geld gehen.
Und das andere ist der Temperaturunterschied zu draussen.Unsereiner wird sich,wenn man nach draussen geht eine Jacke anziehen.Und wenn man wieder reinkommt ins Warme,die Jacke auch wieder ausziehen.Kaninchen können das nicht.Ich sehe da eine gewisse Gefahr,dass die Ninchen genau dadurch erst krank werden.Der Unterschied zwischen Aussen- und Innentemperatur sollte deswegen nicht zu hoch sein.


Aber das entspricht doch den Temperaturunterschieden in freier Wildbahn.
Leichte Plusgrade in den Höhlen, auch bei starkem Frost draussen.
Im Sommer entsprechend umgekehrt.
Ist also völlig natürlich für Kaninchen mit solchen Temperaturunterschieden umgehen zu können


Und wenn jemand diese Dinger installiert:
Achtet bitte unbedingt drauf,dass alle elektrischen Leitungen und Verbindungen/Stecker feuchtraumgeeignet sind!
Und bastelt Euch da bitte auch nix selbst zusammen.
Es besteht sonst akute Brandgefahr durch Kurzschluss,auch wenn die Wärmeplatte,o.ä. selbst nicht heiss werden.


Das auf jeden Fall

Lupine 22.10.2018 20:14

Bitte beachtet bei Wärmequellen aller Art, dass sie bei Fehlfunktion selbstverständlich eine Brandgefahr darstellen. Platten für unter dem Schreibtisch würde ich keinesfalls nehmen, die sind für beheizte Innenräume! Solche Bauteile können durch Frost überfordert werden und auch frostbedingte Schäden bekommen. Bitte setzt nur solche Produkte ein, die gezielt für den Einsatz in Ställen hergestellt wurden, um mögliche Gefahren zu minimieren.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:22 Uhr.



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