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MissPoppy 28.09.2018 14:00

Brauche dringenden Rat
 
Hallo, ich nochmal :)

Nachdem wir jetzt ein bisschen warten mussten seit unsere Kleine verstorben ist, haben wir uns nun um eine neue Dame für unseren Zwerg umgesehen, obwohl er lebendig ist wie nie.

Nun habe ich aber doch irgendwie bedenken und brauche dringend euren Rat.

Gibt es denn Kaninchen die einfach alleine sein wollen? Wenn man ihn so beobachtet merkt man richtig dass er es genießt das er das Häuschen für sich alleine hat, das Futter ihm alleine gehört, usw.; er hoppelt, schlägt Haken und ist sehr lebendig und vor allem extrem zutraulich, noch mehr als früher. Habe irgendwie Angst dass er gar kein anderes Hasi mehr akzeptieren würde.

Wir hätten schon eine in Aussicht, aber ich habe jetzt hier viel von Kämpfen etc. gelesen. Was macht ihr denn dann? Sperrt ihr sie in getrennte Käfige? Dann sind sie ja erst wieder alleine. Das beunruhigt mich etwas.

Das Mädi welches wir eventuell nehmen wollen ist 6 Jahre und ihr Gefährte wurde vor ein paar Wochen eingeschläfert. Angeblich ist sie ruhig, lieb und etwas schüchtern. Mein Kleiner ist knapp über 3 Jahre und angeblich sind ältere Damen sehr dominant und da kann es zu Problemen kommen. Allgemein lese ich hier so etwas oft. Unsere beiden haben sich immer blendend verstanden und ich wüsste nicht was ich machen soll, wenn sie sich nach einiger Zeit doch nicht verstehen. Ich kann sie unmöglich in getrennten Käfigen halten.

lg

marinahexe 28.09.2018 14:16

Ich kenne kein Kaninchen, was gerne allein ist. Wenn Du ein Pärchen hältst, werden sie sich zusammen raufen.



Du solltest Dir ein Weibchen aus einer guten Pflegestelle holen. Die unterstützen Dich bei der VG und nehmen ihre Tiere auch wieder zurück, wenn die VG so gar nicht klappt oder die Haltung aufgegeben wird.

MissPoppy 28.09.2018 14:26

Ich habe sie über die Kaninchen Helpline gefunden und die dürften sehr gut sein.
Bei der VG helfen ist nicht wirklich notwendig, im Grunde kann man ja eh nicht wirklich viel machen.

Denke mal dass die die Tiere bestimmt wieder zurücknehmen, aber ich bin immer schockiert über solche „Tipps“. Könnte ein Tier nie mehr hergeben, weder nach ein paar Wochen und schon gar nicht nach ein paar Jahren. Finde das absolut schrecklich dass Menschen zu so etwas fähig sind.
Und dann wäre er ja erst wieder alleine :-/

angelsfire 28.09.2018 14:37

Wenn beide aber nicht zusammenfinden und du nicht zwei weitere Tiere aufnehmen möchtest um dann zwei getrennte Gruppen zu halten, bleibt dir nichts anderes übrig als 1 abzugeben.

Normalerweise Klappen Zusammenführungen von paaren aber wenn man genug Geduld hat. Man darf die Tiere eben nicht trennen wenn sie sich jagen, beißen, rammeln oder auch mal Fell fliegt. Getrennt werden darf wirklich nur bei schweren blutigen Verletzung. Dazu zählen keine Kratzer.

Für eine vorkontrolle wird vermutlich jemand fremdes zu euch kommen. Damit sollte sich dein Freund schon mal anfreunden.

marinahexe 28.09.2018 14:40

Es gibt Gründe, weshalb man mit der Kaninchenhaltung aufhören muss, z.B. krankheitsbedingt. Und dann ist es doch eine gute Sache, wenn die Tiere in die PS zurück können. Besser als Tierheim oder ausgesetzt zu werden. Da die PS auch nur begrenzt Plätze haben, muss man oft etwas warten, bis wieder ein Tier vermittelt und dadurch ein Platz freigeworden ist.


Ich meinte auch nicht, dass sie die VG durchführen, sondern dass sie Dir unterstützend mit Rat zur Seite stehen.

MissPoppy 28.09.2018 15:06

Zwei getrennte Gruppen käme eher nicht infrage. Ich muss die Tiere ja auch so unterbringen wenn ich auf Urlaub oder Dienstreise bin.

Ich mache mir nur Gedanken, tagsüber wenn niemand zuhause ist und hoffe mal nicht dass es zu blutigen Wunden kommt.

Vorkontrolle gibt es keine, ich musste nur Fotos vom Gehege schicken.

lg

marinahexe 28.09.2018 15:59

Idealerweise startet man eine VG, wenn man viel zu Hause ist, z.B. am Wochenende oder wenn man einige Tage Urlaub hat. So kann man immer mal wieder (und das meine ich genau so) nach dem Rechten schauen. Es kostet nur unnütz Nerven, wenn man sich einen Stuhl ins Gehege stellt und ständig dabei sitzt.


Eine VG kann ganz unspektakulär sein, so dass man erleichtert und gleichzeitig enttäuscht ist. Es kann aber auch zu heftigen Jagereien und Beißereien kommen. Das hängt von den beiden Kaninchen ab.

MissPoppy 28.09.2018 16:09

@marinahexe

Also wir würden sie morgen holen und wären dann den ganzen Tag daheim, Sonntag ebenfalls nur abends müssen wir für ca. 4 Stunden weg.
Montag bin ich auch daheim, Dienstag und Mittwoch bin ich lange arbeiten und mein Lebensgefährte ist ab Montag auf Dienstreise, ab Donnerstag bin ich dann für ein paar Tage daheim.

marinahexe 28.09.2018 16:32

Zitat:

Zitat von MissPoppy (Beitrag 1114999)
@marinahexe

Also wir würden sie morgen holen und wären dann den ganzen Tag daheim, Sonntag ebenfalls nur abends müssen wir für ca. 4 Stunden weg.
Montag bin ich auch daheim, Dienstag und Mittwoch bin ich lange arbeiten und mein Lebensgefährte ist ab Montag auf Dienstreise, ab Donnerstag bin ich dann für ein paar Tage daheim.




Das sollte passen. Anfangs erkunden die Tiere sowieso ihr neues Revier. Wenn es knallt, dann in den ersten Stunden. Sonntag werden sie vielleicht noch nicht kuscheln, aber sich zumindest gegenseitig akzeptieren.

Teekannenloser 28.09.2018 17:02

Das hört sich doch schon mal soweit gut an mit der Planung.

Gut möglich, dass die alte Partnerin von deinem Mümmelmann einfach nicht so gut mit ihm harmoniert hat. Gibt es ja unter Menschen auch, man duldet sich halt. Aber deswegen ihm eine neue Partnerin vorzuenthalten ist Schwachsinn. Oft findet sich doch ein passendes Tier und dann genießen das Mensch und Tier. Wenn du Beistand bei der VG brauchst, stehen dir hier glaube ich viele nette Menschen zur Seite. Und sei es nur um die Nerven zu beruhigen.

Terry 28.09.2018 17:12

Sind beide ausreichend gegen RHDV-2 geimpft?
Gibt es für das neue Tier ein Ergebnis einer aktuellen KP?

MissPoppy 28.09.2018 19:11

@Teekannenloser
Die waren ein Herz und eine Seele. Sogar beim futtern sind sie aneinander geklebt. Ist er in ein anderes Zimmer marschiert, dann sie gleich hinterher, ist er auf die Bank, dann sie hinterher, ohne ihn ging gar nichts und er hat sich ihr immer unterworfen und wollte ständig von ihr geleckt werden :-)

Wir mussten jetzt leider eh umdisponieren, weil die Dame die wir wollten leider nirgends mehr raufhüpfen kann, deshalb haben wir uns jetzt für ein anderes Mädchen entschieden, die knapp ein halbes Jahr jünger ist als er.

@Terry
Die Kaninchen werden dort komplett durchgecheckt, kastriert und geimpft.

Aber mein Kleiner ist nicht geimpft. Haben ihn einmal impfen lassen und die Impfung hat er gar nicht vertragen, deshalb und weil die Meinung da sehr auseinander gehen, haben wir ihn nicht nochmal impfen lassen.

Terry 28.09.2018 21:24

Dann solltest Du das bei Deinem schnellstmöglich (!) nachholen lassen.
Oder fütterst Du ausschließlich ungesundes Trockenfutter (ohne jegliches Heu) aus dem Zooladen?

Diabi 29.09.2018 09:57

Zitat:

Zitat von MissPoppy (Beitrag 1115052)
Haben ihn einmal impfen lassen und die Impfung hat er gar nicht vertragen, deshalb und weil die Meinung da sehr auseinander gehen, haben wir ihn nicht nochmal impfen lassen.

Da gehen keine Meinungen auseinander, sondern es gibt nur gut und richtig informiert und das Gegenteil davon.

Lieber ein Kaninchen, das zwei mal im Jahr zwei, drei Tage ein bisschen ruhiger ist als sonst oder ähnliche Unpässlichkeiten zeigt, als ein totes Kaninchen.

MissPoppy 29.09.2018 10:08

@Terry

Nein er bekommt ausschließlich Nassfutter und Heu.

Wie gesagt er hat die Impfung damals gar nicht vertragen, deshalb und weil er ein Wohnungskaninchen ist, haben wir von Impfungen abgesehen.
Auch ich selbst lasse mich nur selten impfen, da ich der Meinung bin, dass viele Impfstoffe reine Geldmacherei sind und man nie weiß, ob man wirklich einen Schutz hat.

Welche Impfungen wären denn wirklich notwendig? Und ich meine wirklich notwendig bei Wohnungskaninchen? Btw. wir hatten in unserer Wohnung noch NIE eine Gelse.
Lg

angelsfire 29.09.2018 10:21

Wirklich Notwendig sind RHD 1 & 2 und Myxomatose. Momentan aber vor allem RHD2. Du kannst dir alle 3 Krankheiten über das Heu und Supermarktgemüse einschleppen. Da braucht dein Kaninchen nie auch nur ein Löwenzahnblatt gesehen zu haben.

Impfstoff wäre Filavac gegen RHD1 und 2 und dann entweder Nobivac (RHD1 und Myxo) oder ein Einzelimpfstoff gegen Myxo. Alternativ könntest du auch Eravac gegen RHD2 und dann einen Kombiimpfstoff gegen RHD1 und Myxo nehmen. Nur Eravac und Filavac schützen vor RHD2. Egal was der TA sagt. Cunivac schützt nicht gegen RHD2.

MissPoppy 29.09.2018 11:48

@angelsfire Danke dir!
Filavac klingt ja ganz gut und Myxo reicht doch im Frühjahr oder? Ich will ihn nicht auf einmal gleich zwei Impfungen reinboxen lassen, denn er ist eh so wahnsinig empfindlich.

Hab noch eine Frage. Das Hasi das wir ins Auge gefasst haben, hatte bis in den Sommer hinein Schnupfen, da kamen nämlich einige Würfe aus ganz schlechter Haltung zur Kaninchenhilfe. Kann das jetzt noch ansteckend sein?

lg

angelsfire 29.09.2018 11:53

Myxo kann man sich auch im Winter einschleppen. Die Gefahr ist ab dem Frühjahr aber natürlich höher. Wichtig fände ich jetzt schnellstmöglich die RHD1 und 2 Impfung. Wie hat er denn auf die letzte Impfung reagiert?

War es richtiger Schnupfen oder ne Erkältung? Wenn es wirklich Schnupfen war dann ist er Schnupfenträger und sollte nur zu Kaninchen vermittelt werden die ebenfalls Schnupfer sind.

Daggi 29.09.2018 12:14

Ich würde das Tier auch auf jedenfall impfen lassen, aus den schon genannten Gründen.
Du kannst auch beides Gleichzeitig impfen .
Der Tierarzt sollte dann eine Flanke für Myxo und die andere für RHD nehmen.
Beides gleichzeitig impfen ist völlig unbedenklich, vorrausgesetzt das Tier hat keine Vorerkrankungen . Deshalb gebe ich vorher immer eine Köttelprobe ab .

abigail89 01.10.2018 16:44

Die Kaninchen Helpline ist wirklich schwer in Ordnung. Mein Felino ist ja auch von dort, wen sich noch jemand erinnert :wink5:

Bist du aus Österreich MissPoppy?

MissPoppy 01.10.2018 21:26

Danke für eure Hilfe.
Holen sie erst kommenden Woche, da ich dann ein paar Tagen daheim bin und mir das bei der VG lieber ist.

Noch eine Frage zu Krankheiten. Dort sind natürlich mehrere Kaninchen untergebracht. ZB EC Kaninchen getrennt in einer Gruppe, usw.
Muss ich mir um EC Sorgen machen oder kann sie sich das wenn sie eh nicht bei den anderen ist trotzdem holen?
Mir geht’s in erster Linie um meinen Zwerg, nicht dass er sich etwas holt.

@abigail89 Da stimme ich dir zu, die sind echt spitze! :)
Bin aus AT, ja.

MissPoppy 01.10.2018 22:21

——————————

MissPoppy 01.10.2018 22:22

Sorry Beitrag doppelt gepostet.

marinahexe 01.10.2018 22:25

Mindestens jedes 2. Kaninchen trägt den Erreger in sich, ohne dass es zu einem Ausbruch der Krankheit kommt. Oft weiß man es gar nicht. Die Krankheit bricht aus, bei einem geschwächten Immunsystem oder großem Stress.



Ich würde mir da keine großen Gedanken machen. Weißt Du sicher, dass Dein Kaninchen den Erreger nicht in sich trägt?

MissPoppy 01.10.2018 22:36

@marinahexe

Danke.
Ne, das weiß ich nicht.

Hab mich jetzt etwas durch die Impfungen gelesen, denn meine Freundin mit ihren 6 Kaninchen konnte mir nicht weiterhelfen. Ihre sind gar nicht geimpft und sie hält auch nichts davon. Wollte sie nämlich mal um ihre Meinung bitten.

Welcher Impfstoff ist denn besser verträglich bzw. hat weniger Nebenwirkungen, Filavac oder Eravac?

marinahexe 02.10.2018 12:30

Ich glaube, in Österreich gibt es überwiegend Eravac. Ich weiß zwar nicht, wo genau Du wohnst, aber vielleicht hilft Dir die angehängte Liste weiter.



Zu Eravac musst Du noch einen Impfstoff gegen RHD1 und Myxomatose impfen.

Zu Filavac brauchst Du nur noch Myxo zusätzlich impfen. Außer Nobivac wird alles halbjährlich empfohlen. Du kannst alle Impfungen zusammen machen lassen, aber zeitgleich. Wenn Du zwischen den Impfungen etwas Zeit lassen willst, so gilt 10-14 Tage zwischen den Impfungen oder nach Absetzen eines ABs. Wenn Nobivac geimpft wird und zwischen den Impfungen Zeit verstreichen soll, so wären es hier 4 Wochen. Nur Nobivac braucht 21 Tage für den Schutzaufbau.


Magst Du Deiner Freundin mal die Liste von den RHD2-Fällen aus diesem Jahr und evtl. auch vom letzten Jahr zeigen? Vielleicht überzeugt sie das:

https://www.kaninchenforum.de/kaninchenkrankheiten-gesundheit/44000-rhd-1-2-2018-a.html


https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/42701-rhd1-2-2017-a-new-post.html


https://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/41816-rhd-1-2-f%E4lle-2016-a.html


Deutschland ist nicht wirklich weit weg.

MissPoppy 02.10.2018 20:23

Alles klar, danke.

Das wird nicht notwendig sein, denn dass sie ihre Kaninchen nicht impfen lässt ist so sicher wie das Amen im Gebet. Sie hat seit über 10 Jahren Kaninchen und die ersten beiden hat sie impfen lassen und die wurden nicht alt, die jetzigen vier sind schon über 6 Jahre und das obwohl sie gar keine Impfung hatten, weshalb sie nicht mehr impfen lässt.

Mein Kollege und seine Frau halten seit über 20 Jahren Kaninchen in Außenhaltung, ebenfalls immer ohne Impfungen und es war noch nie was, genauso der Cousin meines Lebensgefährten und der wohnt sogar am Land.

Ich sehe Impfungen und auch Medikamente immer sehr kritisch, egal ob beim Menschen oder beim Tier.

gerti 02.10.2018 20:34

...ich kanns mir nicht verkneifen...aber es gibt da einen Spruch den ich dann gerne anwende wenn es um das Impfen geht:

Man muss nicht impfen! Nur die Tiere die man behalten möchte!
Ich bin auch sehr impfkritisch, aber ich wäre dankbar gewesen ich hätte meine Tiere schon vor 2016 schon gegen RHD2 impfen lassen können!
Einfach mal zu Nachdenken den Verlauf des RHD2 Ausbruches von mir durchschauen!
https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/unser-rhd-ausbruch-2016-und-die-folgen-und-rhd2-infos/beginn-und-verlauf/

Daggi 02.10.2018 20:56

Zitat:

Zitat von MissPoppy (Beitrag 1115718)
Alles klar, danke.

Das wird nicht notwendig sein, denn dass sie ihre Kaninchen nicht impfen lässt ist so sicher wie das Amen im Gebet. Sie hat seit über 10 Jahren Kaninchen und die ersten beiden hat sie impfen lassen und die wurden nicht alt, die jetzigen vier sind schon über 6 Jahre und das obwohl sie gar keine Impfung hatten, weshalb sie nicht mehr impfen lässt.

Mein Kollege und seine Frau halten seit über 20 Jahren Kaninchen in Außenhaltung, ebenfalls immer ohne Impfungen und es war noch nie was, genauso der Cousin meines Lebensgefährten und der wohnt sogar am Land.

Ich sehe Impfungen und auch Medikamente immer sehr kritisch, egal ob beim Menschen oder beim Tier.

Dann haben sie alle verdammtes Glück gehabt.
Bis die Seuche dann doch zuschlägt und die geliebten Tiere elendig verrecken !

MissPoppy 02.10.2018 21:31

Zitat:

Zitat von Daggi (Beitrag 1115733)
Dann haben sie alle verdammtes Glück gehabt.
Bis die Seuche dann doch zuschlägt und die geliebten Tiere elendig verrecken !

Wer sagt dir, dass die Kaninchen trotz Impfung überhaupt einen Schutz haben?
Die Pharmaunternehmen die damit groß Geld verdienen? Der Arzt der damit Geld macht?
Versteh mich nicht falsch, ich bin weder dafür noch dagegen, aber ich kenne viele Kaninchenbesitzer und die impfen alle nicht. Auch bei vielen Tierschutzvereinen werden sie nicht geimpft und das macht mich doch etwas stutzig, weshalb ich mich ja ganz genau informiere (Vorfälle in Österreich, Übertragungswege, etc.).

Bei meiner Cousine kam man vor ein paar Jahren drauf, dass sie trotz FSME Impfung keinerlei Schutz hat. Offensichtlich dürfet sie irgendwie imun gegen den Impfstoff sein, oder so.
Ich möchte damit nur sagen, dass nur weil man einen Körper egal ob Mensch oder Tier mit Chemie vollpumpt die zuvor qualvoll an denjenigen die wir lieben getestet wurde, heißt es nicht dass sie schützt.
Das heißt aber auch nicht, dass ich nicht impfen lasse oder generell dagegen bin, aber man sollte es schon hinterfragen dürfen.

marinahexe 02.10.2018 22:41

Ich hab seit über 30 Jahren Kaninchen. Ich habe früher nie geimpft, weil wir hier in keinem Seuchengebiet wohnen. Seit 2016, seitdem sich RHD2 hier in Deutschland ausgebreitet hat, impfe ich. Den ersten Impfstoff für meine Tiere habe ich aus Holland geholt, weil es ihn in Deutschland noch nicht gab.





Zitat:

Zitat von gerti (Beitrag 1115721)
...ich kanns mir nicht verkneifen...aber es gibt da einen Spruch den ich dann gerne anwende wenn es um das Impfen geht:

Man muss nicht impfen! Nur die Tiere die man behalten möchte!
Ich bin auch sehr impfkritisch, aber ich wäre dankbar gewesen ich hätte meine Tiere schon vor 2016 schon gegen RHD2 impfen lassen können!
Einfach mal zu Nachdenken den Verlauf des RHD2 Ausbruches von mir durchschauen!
https://www.gertis-rasenmaeherbande.de/unser-rhd-ausbruch-2016-und-die-folgen-und-rhd2-infos/beginn-und-verlauf/




RHD2 bei Gerti war hier im Forum eine sehr, sehr traurige Zeit. Hier haben alle mitgefiebert und gehofft, dass das Sterben bald ein Ende hat. Gerti hat 34 von 36 Tieren innerhalb weniger Tage verloren. Wir standen alle unter Schock.
Gerti, korrigiere mich, wenn die Zahlen nicht stimmen.


Zitat:

Zitat von MissPoppy (Beitrag 1115738)
Wer sagt dir, dass die Kaninchen trotz Impfung überhaupt einen Schutz haben?
Die Pharmaunternehmen die damit groß Geld verdienen? Der Arzt der damit Geld macht?
Versteh mich nicht falsch, ich bin weder dafür noch dagegen, aber ich kenne viele Kaninchenbesitzer und die impfen alle nicht. Auch bei vielen Tierschutzvereinen werden sie nicht geimpft und das macht mich doch etwas stutzig, weshalb ich mich ja ganz genau informiere (Vorfälle in Österreich, Übertragungswege, etc.).




Nein, dass sagen mir die Rückmeldungen bzw. die RHD2-Listen. Wenn Du Dir die mal genauer anschaust, seit 2017 steht meist dabei wie die Tiere wann geimpft wurden. Die meisten gestorbenen Tiere waren gar nicht oder nur mit Cunivak geimpft. Bei den Filavac-geimpften Tieren stellte sich meist im Nachhinein heraus, dass die Tiere entweder chronisch krank waren, keine Kotprobe untersucht wurde oder eine ganz andere Todesursache bei der Obduktion festgestellt wurde.

Diabi 03.10.2018 08:59

Zitat:

Zitat von MissPoppy (Beitrag 1115738)
Bei meiner Cousine kam man vor ein paar Jahren drauf, dass sie trotz FSME Impfung keinerlei Schutz hat. Offensichtlich dürfet sie irgendwie imun gegen den Impfstoff sein, oder so.
Ich möchte damit nur sagen, dass nur weil man einen Körper egal ob Mensch oder Tier mit Chemie vollpumpt die zuvor qualvoll an denjenigen die wir lieben getestet wurde, heißt es nicht dass sie schützt.
Das heißt aber auch nicht, dass ich nicht impfen lasse oder generell dagegen bin, aber man sollte es schon hinterfragen dürfen.

Wenn Du hinterfragen möchtest, dann bitte richtig, das eine oder andere Buch über Immunologie und die Funktionsweise des Abwehrsystems (und bitte von anerkannten Wissenschaftlern, nicht von irgendwelchen Scharlatanen) hilft da deutlich mehr weiter, als die Mythen des Internets.

Dann würdest Du vielleicht auch feststellen, dass Deine Cousine niemals immun gegen einen Impfstoff sein kann.

Immun ist man allenfalls gegen den Erreger, was ja letztlich genau der Sinn einer Impfung ist.

Wenn bei Deiner Cousine trotz Impfung kein Impfschutz bestand (dabei wurde wohl der Antikörper-Schutztiter bestimmt, was ohnehin nur bedingt aussagekräftig ist), kann das z.B. daran liegen, dass der Impfstoff nach einem Produktionsfehler o.ä. unwirksam war oder ihr Immunsystem nicht richtig arbeitete (sei es, dass sie eine Krankheit hat(te), die zur Immunsuppression führt, sei es, dass sie immunsupressive Medikamente, z.B. Cortison o.ä. nehmen musste).
Dies belegt aber nicht die grundsätzliche Unwirksamkeit von FSME-Impfungen, sondern nur, dass der Impfstoff bei Deiner Cousine nicht anschlug, d.h. ihr Immunsysteme nicht genug Abwehrstoffe gegen den FSME-Erreger bildete.

Bei einer Impfung wird der Körper auch nicht "mit Chemie vollgepumpt". Der Impfstoff selbst besteht aus abgeschwächten oder getöteten Krankheitserregern (die damit keine "Chemie" sind) und Zusatzstoffen.

Letztere können natürlich Anlass zu Bedenken geben, aber auch hier sollte man sich vergegenwärtigen, dass die Zusatzstoffe nur in winzigen Dosen dem Impfstoff beigefügt werden.

Nimmt man z.B. die umstrittenen Aluminiumsalze, so ist der Aluminiumgehalt einer Impfdosis mit 0,125 bis 0,82 Milligramm weit unter jeglichen Grenzwerten. Da sollte man sich mehr Gedanken über das Aluminium machen, das man über Nahrung und Kosmetika zu sich nimmt: 100 g Spinat enthalten z.B. 1,3 Milligramm Aluminium, isst man gerne Fertigprodukte aus Aluminiumschalen, trinkt seinen Kaffee aus dem Aluminiumbecher, verwendet aluminiumhaltige Deos, nimmt man das Vielfache dieser Dosis auf... (https://www.bfr.bund.de/cm/343/unbeschichtete-aluminium-menueschalen-erste-forschungsergebnisse-zeigen-hohe-freisetzung-von-aluminiumionen.pdf)

Letztlich bieten Impfungen bei Krankheiten mit hoher Mortalitätsrate oftmals die einzige Schutzmöglichkeit. Wenn man bedenkt, dass alleine im 20. Jahrhundert rund 400 Millionen Menschen an Pocken, rund 97 Millionen Menschen an Masern starben, bin ich sehr froh, dass erstere durch konsequent durchgesetzte Impfpflicht ausgerottet, letztere zumindest eingedämmt wurden. Da ist es, wenn auch im Einzelfall vielleicht tragisch, auch zu vernachlässigen, wenn es tatsächlich mal zu der einen oder anderen Impfreaktion, einem Impfdurchbruch oder einer sonstigen Nebenwirkung kommt.

Ohnehin lassen sich Komplikationen nach Impfungen in den seltensten Fehlern kausal auf die Impfung zurückführen: es erkranken nun mal jede Woche Menschen und Tiere an den verschiedensten Krankheiten, jede Woche sterben welche an Herzinfarkten, Schlaganfällen und sonstigen Erkrankungen, und nur, weil derjenige zufällig die Woche zuvor beim impfen war, bedeutet das nicht, dass die Impfung dann die nachfolgende Erkrankung bzw. den nachfolgenden Tod auch ausgelöst hat...


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