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Firlefanz 30.05.2018 14:32

Drittes Kaninchen als "Ausgleich" zwischen zwei dominanten
 
Huhu,


das Universum hat mich erhört. :D Und zwar denke ich seit ca. 2 Wochen darüber nach, mir (wieder) ein drittes Kaninchen zu holen und schwupp krieg ich gestern die Anfrage, ob ich noch ein Kaninchen "brauche".

Zur Vorgeschichte: Bis Anfang des Jahres hatte ich drei Kaninchen - bis eines davon durch einen Hund, der in den Garten eingedrungen war, so in Panik versetzt wurde, dass es sich einen Weg aus dem Freilaufgehege "erzwang". Sie kam nicht wieder.

Die Konstellation hatte recht gut funktioniert: Zwei Damen und ein Kastrat. Nach anfänglichen Zickereien zwischen den Mädels waren die beiden beste Freundinnen (und der Kastrat leider etwas außen vor). Chefs waren Schnucki und Merlin - Ronja war später dazu gekommen und nahm deshalb einen rangniedrigen Platz ein. Seitdem Schnucki weg ist, gibt es allerdings Rangkämpfe zwischen Ronja und Merlin und beide sind ziemlich dominant. Merlin als "alter Hase" wird niemals seine ranghohe Position aufgeben, aber Ronja wird sicher auch nicht mehr klein beigeben.

Die Rangkämpfe gingen durch eine Hitzigkeit, die Ronja durchmacht, sogar so weit, dass Merlin genäht werden musste und ich sie trennen musste, da sie beide auch nach der OP richtig aggressiv zueinander waren.
Ich glaube, dass diese Zweier-Konstellation so nicht funktioniert und dass ein drittes Kaninchen bewirken könnte, dass sich Merlin und Ronja nicht mehr so aufeinander fixieren. Und außerdem glaube ich, dass Ronja zwei Männer braucht. :D
Und nun bekomme ich ein männliches Kaninchen angeboten...es ist allerdings 4 Jahre älter als die anderen beiden, soll allerdings auch recht quirlig sein (es ist 6 und Merlin & Ronja erst 2 Jahre alt).
Nun frage ich mich, ob dieses Böckchen eher dominant sein sollte, damit Merlin und der Neue dann Ronja in Schach halten, so wie es Merlin und Schnucki getan hatten oder ob es eher unterwürfig sein sollte, damit ich nicht DREI dominante Kaninchen habe...was meint ihr?


Und da Merlin eben eine - bereits recht gut verheilte - Wunde hat, sollte ich bei der VG dann vielleicht seinen Body dranlassen oder mache ich ihn damit automatisch zum Außenseiter? Und kann ich sie vergesellschaften, wenn sein Fell noch nicht wieder nachgewachsen ist (wurde rasiert)?


Viele Grüße,
Firlefanz

marinahexe 30.05.2018 15:16

Warte doch einfach noch 2-3 Wochen mit der VG. Dann ist das Fell nachgewachsen und die Haut besser geschützt. Body würde ich ihm nicht anziehen.

Firlefanz 31.05.2018 19:09

Und würde ein dominantes eher passen oder ein unterwürfiges? Naja, ist wohl schwer aus der Ferne zu beurteilen...

marinahexe 31.05.2018 21:04

Zitat:

Zitat von Firlefanz (Beitrag 1094883)
Und würde ein dominantes eher passen oder ein unterwürfiges? Naja, ist wohl schwer aus der Ferne zu beurteilen...




Das stimmt. Ich hab auch schon eine VG erlebt, da ist ein ansonsten liebes, unterwürfiges Weibchen zur Furie geworden. Wichtig ist, dass sie ausreichend Platz und Versteckmöglichkeiten haben.

Rakete 01.06.2018 12:52

Vermutlich würde ich eher so tendieren, wie es mit den Charakteren vorher einigermassen funktioniert hat. Sofern sich dann die Kastraten miteinander verstehen.

Ronja ist nicht kastriert? Nur dass man das bei plötzlichen Charakterveränderungen auch noch im Auge behält.

Kaninchen können sich manchmal schon unterschiedlich verhalten, gerade auch, wenn sie in der Rangfolge aufsteigen wollen.

Meine Häsin war in div. Gruppen immer schon die Rangniedrigste und wurde oft gemobbt. Sie ist auch sowas von unterwürfig... Wehe aber, eine VG steht an, dann wird sie zur Furie, vermutlich um in der Rangfolge zu verbessern . Was dann meist in einer Nähaktion endet. Und danach is sie wieder ein total unterwürfiges Kaninchen, als wäre die VG-Eskalation gar nie passiert.

Firlefanz 01.06.2018 23:34

Ronja ist nicht kastriert und die TÄ meinte, ich solle das im Auge behalten. Wenn sie zu oft hitzig oder schweinschwanger ist, müsste sie kastriert werden. Ich möchte das nicht leichtfertig machen.

Morgen schaue ich mir das andere Böckchen an und werde es gut beobachten. Da es allerdings ein Männchen ist und vorher ein Weibchen an seiner Stelle war, wird es wohl schwierig abzuschätzen, ob er diesen Platz einnehmen könnte. Es bleibt nichts anderes übrig, als es auszutesten.


Ronja wurde nie gemobbt, aber sie ist glaube ich nur zwangsweise unterwürfig gewesen, weil Schnucki so die Hosen anhatte. :D

crazy curry 02.06.2018 07:48

Zitat:

Zitat von Firlefanz (Beitrag 1095069)
Ronja ist nicht kastriert und die TÄ meinte, ich solle das im Auge behalten. Wenn sie zu oft hitzig oder schweinschwanger ist, müsste sie kastriert werden. Ich möchte das nicht leichtfertig machen.

Morgen schaue ich mir das andere Böckchen an und werde es gut beobachten. Da es allerdings ein Männchen ist und vorher ein Weibchen an seiner Stelle war, wird es wohl schwierig abzuschätzen, ob er diesen Platz einnehmen könnte. Es bleibt nichts anderes übrig, als es auszutesten.


Ronja wurde nie gemobbt, aber sie ist glaube ich nur zwangsweise unterwürfig gewesen, weil Schnucki so die Hosen anhatte. :D

Wenn sie schon massive Stimmungsschwankungen hat, würde ich sofort kastrieren und dann eine VG nach 14 Tagen da. starten. Wenn etwas auffällig wird kann es schon zu spät sein und jede Scheinschwangerschaft erhöht das Risiko.
Ich habe fast alle Damen kastriert und alle hatten Veränderungen mit gerade mal 13 Monaten.

Rakete 02.06.2018 23:48

Leider merkt man es nicht bei allen Häsinnen, dass eine Gebärmutterveränderung vorhanden ist. Meine jetzige 5- jährige Luna ließ ich mit 2 Jahren auch vorsorglich kastrieren, obwohl lediglich ihre 10 Monate alte Tochter massive hormonelle Probleme hatte (die war Dauergestresst und hat mehrere Wochen konstant in ihrem Nest gesessen). Luna wurde wohl auch als Gebärmaschine missbraucht und würde heute garantiert nicht mehr leben, wenn ich die Kastra nicht gemacht hätte.


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