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Lalalaus 01.11.2017 16:52

Kaninchenbabys, Zwergenwuchs
 
Hallo, meine Häsin hat am 06.10, 4 Junge bekommen, ihr erster Wurf.Von anfang an war eins dabei, das so winzig ist, die Geschwister sind mittlerweile das 5 fache von dem kleinen. Mir scheint es so das die Vorderfüße zu klein sind, dass das Häschen sich nicht richtig putzen kann. Es läuft auch sehr wackelig und fällt schon mal um.
Vor 3 Tagen war ich mit der kleinen Hasenfamile beim Tierarzt der meinte das sei ein Zwergenwuchs und es vielleicht noch ein bisschen wächst, das noch ein paar Fehlstellungen dazukommen können oder es eingeht. Habe so eine Heumischung mitbekommen die ich zu füttern kann. Setze das kleine ab und zu unter die Wärmelampe und versuche ihr etwas von der Heumischung oder Haferflocken zu füttern, sie frisst es sehr langsam aber immerhin. Mittlerweile ist sie ja schon fast 4 Wochen alt ...

Vielleicht hat ja jemand von euch schon solche Erfahrungen gemacht und möchte davon berichten.

Angora-Angy 01.11.2017 20:16

Kannst du mal Fotos von allen Beteiligten machen, also auch den Eltern?

Lalalaus 02.11.2017 07:31

http://up.picr.de/30831892ns.jpg

http://up.picr.de/30831893xg.jpg

http://up.picr.de/30831894qx.jpg

http://up.picr.de/30831896rm.jpg

http://up.picr.de/30831898up.jpg

Auf den ersten 3 Bildern sind die kleinen zu sehen
und auf den letzten beiden Bildern sieht man den Vater und die Mutter.

Angora-Angy 02.11.2017 19:19

Hmm, also auf den Bildern sieht es so aus, als wären beide Eltern echte Zwergen, also mischerbig für das Zwergengen DWdw. Damit wird der Mini wohl ein reinerbiger Zwerg DWDW sein, was bedeutet, dass er ein genetischer Kümmerling ist und keine Chance hat. Ein großes Wunder, dass er überhaupt so lange lebt und nicht gleich nach der Geburt gestorben ist. Deshalb ist die Verpaarung von Typzwergen (also die Tiere mit nur einem Zwergengen, die die typischen kurzen Ohren und den kleinen Körperbau aufweisen) gesetzlich verboten. Bei der Rassezucht werden Typzwerge mit Nichtzwergen aus der gleichen Rasse verpaart und in der Nachzucht fallen wiederum sowohl Typzwerge als auch Nichtzwerge, letztere haben eben kein Zwergengen. Man nennt das spalterbig ziehen, das wird auch bei Scheckenrassen und Marderrassen gemacht, denn die Schecken haben ebenfalls einen solchen sogenannten Letalfaktor, der in diesem Fall mit der Farbe gekoppelt ist, und bei den Mardern zeigen nur die spalterbigen Tiere die typische und gewünschte Zeichnung.

Ich persönlich würde das Zwerglein gehen lassen, er quält sich und da es genetisch ist, besteht auch keine Hoffnung auf Besserung.

Was für eine Heumischung ist das denn, die du mitgekriegt hast? Magst du mir ein Foto von der Verpackung und von der Zutatenliste machen?

Noch aus Interesse: War das eine geplante Verpaarung oder ein Unfall?

Lupine 02.11.2017 19:44

Mir fällt auch der unvollständige Aalstrich, der hohe Weißanteil und die stark eingeschränkte Schmetterlingszeichnung auf. Angy, die Mutter ist ja eine Punktschecke und der Vater hat weiße Fellanteile. Könnte es sich um einen Chaplin handeln, oder sind die Auffälligkeiten in der Zeichnung Zufall?

Terry 02.11.2017 19:47

Ich denke, ein Megacolon dürfte da wohl „mitspielen“.

Angora-Angy 02.11.2017 19:55

Also das eine Tier (wer ist denn Mutter und wer Vater?) ist ein Weißgranne. Diese Zeichnung beruht auf dem Lohfaktor kombiniert mit dem Chinchillafaktor. achib°CDG. Das hat nix mit Scheckung zu tun. Was die Scheckung angeht, so ist das Elterntier auch nicht sauber standardgerecht gezeichnet, das würde ich jetzt nicht überbewerten. Dass die Scheckung bei Rassekaninchen so einheitlich und vorschriftsmäßig ist, liegt an strenger Selektion, da ist auch immer einiges an "Ausschuss" dabei. Früher wurden nicht standardgerechte Jungtiere direkt nach der Geburt getötet, denn die Scheckung sieht man ja sofort. Das ist natürlich verboten, aber in der Pfanne landet ein nicht standardgerechtes Tier dennoch am Ende. Wenn jetzt nicht mehr streng auf die Form der Scheckung selektiert wird, toben sich die Flecken auf dem Fell nach Herzenslust aus und scheren sich nicht um irgendwelche Regelungen :D

Lalalaus 02.11.2017 20:42

Die Mutter ist das Löwenköpfchen auf den letzten Bild und der Vater der Farbenzwerg auf den 4. Bild.
Der Wurf war geplant ich hatte schon mal Junge aber von meinen Widdern.
Das war der erste Wurf von den beiden.

Angora-Angy 02.11.2017 21:01

Dann muss ich dir leider sagen, dass du mit diesem undurchdachten Wurf gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hast. Bevor man Tiere vermehrt, muss man sich mit der zugrundeliegenden Genetik vertraut machen. Was hast du mit diesem Wurf bezweckt? Rassezucht ja wohl kaum. Was passiert mit den Jungtieren?

Terry 02.11.2017 21:15

Zitat:

Zitat von Lalalaus (Beitrag 1062574)
Der Wurf war geplant (...)
Das war der erste Wurf von den beiden.

Tja, und das Ergebnis dürfen jetzt vier kleine Jungtiere ausbaden wovon eines kaum Überlebenschancen hat und die drei anderen höchstwahrscheinlich auch genetische Schäden aufweisen. :( auch wenn man diese erst in ein paar Wochen oder Monaten bemerkt (Zahnfehlstellungen, Gelenkerkrankungen, Erkrankungen der inneren Organe o.ä.).

Lesestoff: http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/5551-f%FCr-die-faqs-ihr-wollt-einfach-mal-s%FC%DFe-kaninchenbabys-nichts-f%FCr-schwache-nerven.html

http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/10417-f%FCr-die-faqs-argumente-gegen-die-willk%FCrliche-vermehrung-von-kaninchen.html

Lalalaus 02.11.2017 21:31

Die Hasis werden alle natürlich ein schönes Zuhause haben, wenn sie alt genug sind und ausziehen dürfen, die neuen Besitzer kommen schon regelmäßig vorbei um sie zu besuchen ;)
Die Häsin wurde damals selber ausgesetzt als sie klein war, ich habe sie auf der Straße gefunden...

Die beiden Ninchen werden nicht noch einmal Junge zusammen bekommen.

Lupine 02.11.2017 21:36

Danke für die Erklärung Angy.

@ Lalalaus: ich habe mich bislang bewusst zurückgehalten, weil ich weiß dass User wie Angora-Angy mehr Ahnung haben als ich. Aber meine Vermutung ging bereits vor den Fotos in diese Richtung, und nach den Fotos erst recht.

Bitte nimm ernst, was Angy schreibt. Erlöse das Kleine, es ist von Geburt an schwerst behindert und todkrank. Und bevor du noch einmal einen Wurf setzt, eigne dir die notwendigen Kenntnisse an!

Ich habe lange überlegt, ob ich dir einen derartigen verbalen Tritt verpassen soll. Aber ich sehe keinen anderen Weg, du musst verstehen, dass du einen wirklich üblen Fehler gemacht hast.

DU bist verantwortlich für das, was mit dem kleinen Würmchen ist. Denn du hast grob fahrlässig gehandelt, bereits Grundkenntnisse der Zucht hätten ausgereicht um dieses Leid zu verhindern (und damit auch den Gesetzesverstoß, den man einfach nicht wegdiskutieren kann).

Also mach bitte einen solchen Fehler nie wieder. Informier dich. Lerne. Und erst dann setze wieder einen Wurf.

Und diese 3 übrigen Jungtiere, behalte sie bei dir und pflege sie wie sie es verdient haben. Lass regelmäßig die Zähne kontrollieren, um Zahnprobleme rechtzeitig zu behandeln. Überwache ihren Zustand gut, und handle wenn du auch bei ihnen so schwere Behinderungen feststellst dass sie leiden ohne dass man ihnen helfen kann. Das bist du ihnen schuldig.

Terry 02.11.2017 21:40

Zitat:

Zitat von Lalalaus (Beitrag 1062586)
Die Hasis werden alle natürlich ein schönes Zuhause haben, wenn sie alt genug sind und ausziehen dürfen, die neuen Besitzer kommen schon regelmäßig vorbei um sie zu besuchen ;)

Wissen die zukünftigen Besitzer um die genetische Problematik?
Dass ggf. alle Tiere dauerkrank sein werden und im Monat ggf. mehrere hundert Euro an TA-Kosten „mitbringen“?

Lupine 02.11.2017 21:41

Zitat:

Zitat von Lalalaus (Beitrag 1062586)
Die Hasis werden alle natürlich ein schönes Zuhause haben, wenn sie alt genug sind und ausziehen dürfen, die neuen Besitzer kommen schon regelmäßig vorbei um sie zu besuchen ;)
.

Sag ihnen bitte ab. Das was du ihnen wahrscheinlich zumutest, ist nicht zumutbar. Ich habe ein Zahnkaninchen gepflegt, und wusste was auf mich zukommt. Leo hat im Laufe seines Lebens über 3.000 (in Worten: dreitausend!) Euro an tierärztlichen Behandlungskosten und einen hohen Pflegeaufwand verursacht. Das schafft man nur mit entsprechenden finanziellen Rücklagen, Erfahrung und Zeit.

Lalalaus 02.11.2017 21:50

Natürlich wissen die neuen Besitzer davon.
Ich weiß was das bedeutet, habe selber schon einige Kaninchen mit Zahnproblemen übernommen und sie jahrelang gepflegt...

Lupine 02.11.2017 21:56

Du hast aber schon begriffen, dass das hier noch eine ganz andere Hausnummer sein könnte? Auch die Geschwister des Winzlings haben möglicherweise eine stark verkürzte Lebenserwartung. Wissen die Interessen auch das? Dass sie sich vielleicht schon in einem oder zwei Jahren von ihrem Liebling verabschieden müssen? Bitte sei ehrlich zu ihnen. Das bist du ihnen und den Nins schuldig.

Terry 02.11.2017 21:58

Sorry, das glaube ich Dir nicht.

Lt. Profil bist Du gerade einmal 21 Jahre alt, wie willst Du da jahrelange Erfahrung mit genetisch geschädigten Kaninchen haben?

Angora-Angy 02.11.2017 22:23

Mit einem Fundtier, also einem Tier völlig unklarer Herkunft, einen Wurf zu planen, ist der Gipfel der Dummheit. Womöglich bezeichnest du dich gegenüber den Interessenten auch noch als Züchter und beschmutzt damit den Begriff umso mehr. Wegen solcher Personen, die unbedarft mal eben mit irgendwelchen Tieren Nachwuchs produzieren, ist die Zucht insgesamt in solch ein schlechtes Licht geraten. Man wird schon angefeindet wenn man sich nur als Züchter zu erkennen gibt - und zwar genau wegen solcher hirnloser Vermehrer.
Um das letzte bisschen Verantwortung zu übernehmen, das die jetzt noch bleibt, musst du das kranke Jungtier erlösen (lassen) und die übrigen bei dir behalten. Solche Tiere abzugeben geht gar nicht, womöglich an Menschen, die im Überschwang natürlich versichern, alles für das niedliche Geschöpf zu tun und sich der möglichen Ausmaße der Katastrophe bewusst zu sein. Die dann aber, wenn wirklich was ist, aus allen Wolken fallen und entsetzt sind über die Kosten, die da auflaufen. Dann sitzen die Tierchen flugs im Tierheim mit der Aussage "die sind vom Züchter". Der Hass und der Graben zwischen Tierschutz und Züchterschaft wird vertieft, beide Lager verkapseln sich weiter gegeneinander und die Chance, in Züchterkreisen (echte Rassezüchter) weiterzukommen, was Tierschutzbelange angeht (Stichwort Buchtenhaltung) sinkt.
Oder aber die Tiere bleiben augenscheinlich erstmal gesund und den Leuten fällt auf einmal ein, doch auch mal zu "züchten". Und die Tiere sind ja vom Züchter, also muss das ja was gutes werden... oh ups, doch nicht...
Und im übrigen gilt, wer züchten will, muss schlachten können!

Einhorn09 02.11.2017 23:18

Und wenn sie nicht im Tierheim landen, dann mutest du dem zukünftigen Besitzer nicht nur Geldmässog viel zu, sondern auch viel Sorge, lange Nächte und so einiges mehr.
Ich hatte selbst so ein Vermehre Tier und er ist dieses Jahr mit gerade mal vier Jahren gestorben. Und glaube mir wenn ich dir sagen das meiste der vier Jahre war sowohl für ihn als auch für mich der Horror. Mal davon abgesehen das er locker in den Bereich von 4.000€ gegangen ist, will ich nicht wissen wie viele Nächte drauf gegangen sind, wie viele Tränen und Herzblut in ihm gesteckt haben. Weil ich ihn trotzdem sehr geliebt habe. Das ist mehr als unverantwortlich und ich muss zugeben, sowas zu lesen macht mich unendlich traurig. Gerade in der heutigen Zeit sollte man die Möglichkeiten von Internet und Co einfach mal Nutzen, das wärst du ganz schnell drauf gestossen, das das was du tust alles andere als vertretbar ist.

Polly8 03.11.2017 09:26

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1062601)
. Womöglich bezeichnest du dich gegenüber den Interessenten auch noch als Züchter und beschmutzt damit den Begriff umso mehr. Wegen solcher Personen, die unbedarft mal eben mit irgendwelchen Tieren Nachwuchs produzieren, ist die Zucht insgesamt in solch ein schlechtes Licht geraten.

Ich finde diesen Beitrag sehr anmaßend.
Sind denn deine" geplant gezüchteten" Tiere alle gesund?

Wer deinen Thread verfolgt sollte darüber vielleicht mal nachdenken.

Ich möchte nicht gutheißen. dass die Threaderöffnerin mit diesen Tieren Nachwuchs produziert hat.
Aber wie ich in dem anderen Thema schon geschrieben hab hat es hier im Forum schon den ein oder anderen Unfallwurf gegeben und da haben doch fast alle Kleinen überlebt und sind auch gesund/ und teilweise auch an neue Besitzer (hier aus dem Forum )vermittelt worden.
Was man von deinen Würfen nicht behaupten kann.
Erst vor kurzem hast du gerade wieder 2 Tiere wegen Kieferabszessen oder Tumoren erlöst und dazu geschrieben dass noch 2 weitere Tiere aus dem Wurf das ebenfalls hatten und eins bei der neuen Besitzerin operiert wurde (also ebenfalls hohe Kosten verursacht hat. Oder hast du die OP Kosten erstattet?)
Insgesamt finde ich deine Verlustrate ziemlich hoch.

Und vor dem Hintergrund weiß ich nicht ob es wirklich gerechtfertigt ist hier die TE so anzugreifen.

Polly8 03.11.2017 10:57

@lalalaus :
auch wenn ich gut verstehen könnte wenn dein erster Beitrag hier im Forum zugleich auch der letzte ist würde mich persönlich schon interessieren wie es mit den 3 anderen weitergeht und ich fände es schön wenn du weiter berichtest.

Ich finde gut, dass du schreibst, dass die beiden keinen weiteren Nachwuchs bekommen werden.

Angora-Angy 03.11.2017 13:03

Polly, die Frau hat ein Jungtier aus einer anderen Linie bekommen. Ich gebe Tiere von denen ich weiß dass sie nicht ok sind, nicht ab. Natürlich kanns mal vorkommen dass dass Tiere oder eine ganze Linie nicht gesund sind. Dann gehören die eben nicht abgegeben, deshalb schrieb ich ja auch, wer züchten will muss schlachten können. Manchmal stellt es sich auch erst nach der Abgabe heraus dass da was nocht stimmt, dann geht man damit offen und ehrlich um. Ich nehme jedes meiner Tiere jederzeit zurück und ich habe der Dame abgeraten, sie wollte aber partout die OP versuchen.

FamilieLöffelohr 03.11.2017 14:07

Den Spruch "Wer züchten will, muss schlachten können" finde ich als Liebhaber übrigens echt schlimm. Das klingt so sehr abgebrüht.
Ich würde eher formulieren: "Wer züchten will, muss sich mit Genetik auskennen"

Und das war ja nicht einmal eine Zucht. Das war ein geplanter Wurf, der durch Unwissenheit schief ging. Aber mal ehrlich: wir wissen doch überhaupt nicht, ob die Kaninchen Zahnfehlstellungen oder andere Probleme haben werden. Natürlich kann man warnen, aber hier wird ja anhand von vier verschwommenen Fotos gleich der Teufel an die Wand gemalt.

maximus 03.11.2017 14:34

Zitat:

Zitat von FamilieLöffelohr (Beitrag 1062684)
.... Natürlich kann man warnen, aber hier wird ja anhand von vier verschwommenen Fotos gleich der Teufel an die Wand gemalt.

Das stimmt so nicht.
Hier werden, anhand von Wissen über die Genetik, Fakten geliefert!!!

Großer Unterschied!

FamilieLöffelohr 03.11.2017 15:00

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1062559)
Hmm, also auf den Bildern sieht es so aus, als wären beide Eltern echte Zwergen, also mischerbig für das Zwergengen DWdw. Damit wird der Mini wohl ein reinerbiger Zwerg DWDW sein, was bedeutet, dass er ein genetischer Kümmerling ist und keine Chance hat.

Fakten oder Vermutungen?

Polly8 03.11.2017 15:06

Zitat:

Zitat von maximus (Beitrag 1062686)
Das stimmt so nicht.
Hier werden, anhand von Wissen über die Genetik, Fakten geliefert!!!

Großer Unterschied!

Wieso Fakten?
Hier wird prohezeit, dass die anderen 3 auch krank sein werden.
Ich empfinde das auch als "Teufel an die Wand malen".
Nur weil das eine Jungtier kümmerlich und evtl nicht lebensfähig ist müssen die anderen 3 doch nicht zwangsläufig auch krank sein.

Nicht lebensfähige Jungtiere , die entweder schon direkt nach der Geburt tot sind oder in den ersten Tagen sterben kommen in sehr vielen Würfen vor, eben auch häufig bei AngoraAngy und anderen Züchtern. Deswegen schreit da niemand sofort "gib die anderen bloß nicht ab, die werden auch alle krank sein".

Polly8 03.11.2017 15:11

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1062673)
Polly, die Frau hat ein Jungtier aus einer anderen Linie bekommen.

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1060375)
Ich musste seine Schwester Flora gleich hinterher schicken. Bei ihr war auch schon ein Tumor am Kiefer zu tasten und sie war dünn. Ich habe dann lieber gleich gehandelt BEVOR sie zu leiden anfängt... Muss wohl in der Familie gelegen haben, denn zwei Schwestern hatten das ja auch schon. Eine hat die Besitzerin operieren lassen, die ist aber dennoch gestorben.

Das hört sich für mich aber nicht nach einer anderen Linie an.

Sofiea 03.11.2017 15:11

Interessehalber: Wie kommt ihr jetzt vom Auftreten einer letalen Zwergfaktorkombination auf lebenslange Zahnprobleme? Diese treten doch meines Wissens nach besonders bei Kaninchen auf, deren Schädel zu kurz gezüchtet wird. Das das Kleine mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich dw/dw geerbt hat, ist klar (ich finde es allerdings sehr erstaunlich, dass es noch lebt). Die anderen werden aber Dw/dw oder Dw/Dw haben - wieso sollte ihr Risiko auf eine Zahnerkrankung höher als bei anderen Farbzwergen sein? Diese Gentypen haben doch all unsere Zwerge. Ich sage ja nicht, dass sie nicht auftreten können, aber das Risiko für die neuen Besitzer ist doch gleich groß wie bei jedem anderen Zwerg.

Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

Kreusa 03.11.2017 15:12

Zitat:

Zitat von FamilieLöffelohr (Beitrag 1062684)
Den Spruch "Wer züchten will, muss schlachten können" finde ich als Liebhaber übrigens echt schlimm. Das klingt so sehr abgebrüht.
Ich würde eher formulieren: "Wer züchten will, muss sich mit Genetik auskennen"

Der Satz klingt zwar etwas hart, aber ich finde ihn durchaus korrekt. Anders formuliert...

"Wer züchten will (oder auch nur einmal absichtlich Kaninchenbabys produzieren möchte), muss auch bereit sein im Nachhinein sämtliche Konsequenzen zu tragen, sowohl emotional, als auch aufwandsmäßig, als auch finanziell."

Dazu gehört eben auch durch mangelnde Genetikkenntnisse oder einfaches Pech nicht lebensfähige oder stark eingeschränkte Tiere zu erlösen (ob nun durch Schlachten oder Einschläfern sei einem selbst überlassen), hohe Tierarztkosten und die Pflege kranker Tiere zu übernehmen (und diese nicht etwa auf irgendwelche nichtsahnenden Abnehmer der Jungtiere abzuschieben), und aus den durch den Wurf klar gewordenen entsprechenden genetischen Problemen die richtigen Konsequenzen zu ziehen (mit den Elterntieren oder den Nachkommen keine weiteren Zuchtversuche mehr zu unternehmen, da offensichtlich in der Linie etwas nicht stimmt).

Polly8 03.11.2017 15:22

@lalalaus: die Kleinen bleiben ja jetzt ohnehin noch mindestens 4 Wochen bei der Mutter.
Zum Zeitpunkt der Trennung würde ich sie nochmal tierärztlich durchchecken lassen und wenn dann keine Auffälligkeiten erkennbar sind spricht finde ich nichts gegen eine Vermittlung.

Denn die Garantie, dass ein Tier die nächsten Jahre gesund bleibt und ohne Tierarztkosten zu verurschen das maximale Höchstalter erreicht hat man nie.
Auch bei keinem Züchter, und sollte der noch soviel Ahnung von Genetik haben.

Mit diesem Anspruch dürfte niemals irgendein Jungtier den Besitzer wechseln.

Lupine 03.11.2017 19:13

Für mich gibt es einen Unterschied zwischen dem Wissen, dass ein Wurfgeschwister bereits im Nestlingsalter letal erkrankt ist und einer erst im Erwachsenenalter erkennbaren Neigung zur Abszessbildung. Inwieweit das jetzt messen mit zweierlei Maß wäre, ließe sich sicher ausgiebig diskutieren, ist aber wohl wenig zielführend.

Die Frage, wie einige (mich eingeschlossen) hier auf mögliche Zahnprobleme kommen, hängt mit den Fotos der Elterntiere zusammen. Verpaart man Typzwerge mit dem ihnen typischen Körperbau, ist die Wahrscheinlichkeit für solche Probleme größer als wenn man eines der Elterntiere so auswählt, dass die Kopfform deutlich länger ist. Über die erhöhte Wahrscheinlichkeit sollte man fairerweise die neuen Besitzer informieren, ich halte aber mögliche andere Schäden für vorrangig und habe die Zahnprobleme nur deshalb angesprochen weil ich den Umfang möglicher Tierarztkosten durch erblich bedingte Probleme deutlich machen wollte.

Generell ist ein Tierarztcheck zur Abgabe eine gute Idee, allerdings hat dieser Tierarzt bereits die Ursache für die Entwicklungsverzögerung nicht erkannt, obwohl selbst mir als Laie bereits bereits bei der Sachverhaltsschilderung ein solcher Verdacht kam.

Und eine Untersuchung ist immer nur so gut wie die Verdachtsmomente denen der Untersucher nachgeht. So ist mir ein Fall bekannt, wo ein Kaninchen etwas über 1 Jahr alt wurde, und anfing Probleme beim Hoppeln zu bekommen. Der Grund war rätselhaft, ein Röntgenbild wurde angefertigt. Erst hierdurch stellte sich heraus, dass dem Tier auf einer Seite die Hüftpfanne komplett fehlte. Bis das Gewicht zu groß wurde, war es unauffällig weil die Muskulatur das fehlende Gelenk kompensieren konnte. Man hätte das erkennen können - aber niemand hat danach gesucht.

Ich bleibe der Meinung: wer grob fahrlässig einen Fehler macht wie ihn diese Verpaarung darstellt, sollte sich den Konsequenzen selbst stellen und die Verantwortung nicht weiterreichen. Es genügt mir da einfach nicht, nur zu sagen: "Mach ich nicht wieder." Das sollte nämlich ohnehin selbstverständlich sein, oder?

Selkie 03.11.2017 19:20

Ich denke es wird auch einfach einen Grund haben weswegen diese Art der Zucht illegal ist...

Ich finde es an dieser Stelle auch unpassend auf den "Fehlern" anderer Züchter rumzuhacken. Ich denke, dass mal was schief geht kann immer passieren. Aber bei wie vielen von Angrys Zuchttieren / - linien passiert sowas?
Ich kenne ihren Thread jetzt allerdings nicht im detail und es ist sicherlich auch hier und da kritik angebracht, aber ich finde, diese kann man dann an der entsprechenden Stelle äußern.

Angora-Angy 03.11.2017 20:08

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1062698)
Das hört sich für mich aber nicht nach einer anderen Linie an.

Sie hat HINTERHER ein neues Tier bekommen, das aus einer anderen Linie stammt.

Angora-Angy 03.11.2017 20:18

Zitat:

Zitat von Sofiea (Beitrag 1062699)
Interessehalber: Wie kommt ihr jetzt vom Auftreten einer letalen Zwergfaktorkombination auf lebenslange Zahnprobleme? Diese treten doch meines Wissens nach besonders bei Kaninchen auf, deren Schädel zu kurz gezüchtet wird. Das das Kleine mit höchster Wahrscheinlichkeit tatsächlich dw/dw geerbt hat, ist klar (ich finde es allerdings sehr erstaunlich, dass es noch lebt). Die anderen werden aber Dw/dw oder Dw/Dw haben - wieso sollte ihr Risiko auf eine Zahnerkrankung höher als bei anderen Farbzwergen sein? Diese Gentypen haben doch all unsere Zwerge. Ich sage ja nicht, dass sie nicht auftreten können, aber das Risiko für die neuen Besitzer ist doch gleich groß wie bei jedem anderen Zwerg.

Oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?

Andersrum. dwdw bedeutet kein Vorhandensein des Zwergenfaktors, Typzwerge haben Dwdw, Kümmerlinge DwDw.
Zwergkaninchen sind generell so gezüchtet, dass sie sehr kurze, runde Köpfe haben. Das Problem hier ist, dass die Häsin ein Fundtier war und somit nicht bekannt ist, ob in ihrer Familie irgendwelche Probleme auftreten. Das Vatertier ist leider auf dem Bild nicht gut zu erkennen, aber auch bei dem wurde nichts von einem bekannten Stammbaum gesagt oder von Kenntnis seiner Vorfahren und Geschwister. Natürlich ist ein Stammbaum keine Garantie, das habe ich ja nun selbst erlebt, aber durch Kenntnis der Verwandten und deren Gesundheitsstatus kann man doch immerhin einige Rückschlüsse ziehen und die Wahrscheinlichkeit für Probleme, Fehlbildungen etc. zumindest minimieren. Und wenn in einer Familie solche Sachen wie in meinem Fall die Kiefertumore gehäuft auftreten, müssen alle, auch die Eltern, aus der Zucht genommen werden. Was ich getan habe.
Natürlich können wir nur mutmaßen, dass es sich bei dem fraglichen JT um einen Kümmerling handelt, und dass es so lange lebt, ist tatsächlich erstaunlich. Es gibt allerdings Berichte von Zwergenzüchtern, die reinerbige Zwerge aufziehen und sogar an Nichtzwerge verpaaren konnten, um 100% Typzwerge zu erhalten. Genau wie bei Schecken und ihrem Megacolonsyndrom wird es wohl verschiedene Schweregrade in der Ausprägung der Schädigung geben. Wer es drauf anlegen würde, könnte wahrscheinlich sogar den Letalfaktor ausselektieren, sozusagen "wegzüchten".

Sofiea 03.11.2017 22:16

Puh, da hast du mich jetzt ganz schön verwirrt, die großgeschriebenen sind ja normalerweise dominant - ich dachte erst der Zwergfaktor wäre rezessiv. Ich habe jetzt extra nachgesehen, tatsächlich werden wohl von unterschiedlichen Autoren die Kürzel nicht gleich gebraucht - klar, bei einem intermediären Erbgang ist das mehr oder weniger Ansichtssache. Das erklärt für mich gerade so einiges bzgl. Zwergkaninchen!

Aen 03.11.2017 22:25

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1062559)
Noch aus Interesse: War das eine geplante Verpaarung oder ein Unfall?

Lalalaus hätt's hier recht schlank gehabt, wenn sie sich für die andere Antwortoption entschieden hätte. Hat sie nicht. Und das ist mE - bei aller sachlichen Triftigkeit der Kritik, die hier ungebremst auflief - 'ne blöde Pointe dieses Threads.

FamilieLöffelohr 03.11.2017 23:30

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 1062737)
Das Problem hier ist, dass die Häsin ein Fundtier war und somit nicht bekannt ist, ob in ihrer Familie irgendwelche Probleme auftreten. Das Vatertier ist leider auf dem Bild nicht gut zu erkennen, aber auch bei dem wurde nichts von einem bekannten Stammbaum gesagt oder von Kenntnis seiner Vorfahren und Geschwister. Natürlich ist ein Stammbaum keine Garantie, das habe ich ja nun selbst erlebt, aber durch Kenntnis der Verwandten und deren Gesundheitsstatus kann man doch immerhin einige Rückschlüsse ziehen und die Wahrscheinlichkeit für Probleme, Fehlbildungen etc. zumindest minimieren.

Aber kuck. Du schreibst es hier ja selbst. Man kann es schier nicht wissen.
Und dann zu empfehlen, das Kleine einschläfern zu lassen und die anderen drei nicht zu vermitteln, weil sie tausende von Euro Tierarztkosten verursachen werden (und das wurde ja nicht vorsichtig mal angemerkt, sondern quasi als Tatsache hingestellt), das halte ich für übertrieben.

gerti 04.11.2017 11:52

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1062640)
Ich finde diesen Beitrag sehr anmaßend.
Sind denn deine" geplant gezüchteten" Tiere alle gesund?

Wer deinen Thread verfolgt sollte darüber vielleicht mal nachdenken.

Ich möchte nicht gutheißen. dass die Threaderöffnerin mit diesen Tieren Nachwuchs produziert hat.
Aber wie ich in dem anderen Thema schon geschrieben hab hat es hier im Forum schon den ein oder anderen Unfallwurf gegeben und da haben doch fast alle Kleinen überlebt und sind auch gesund/ und teilweise auch an neue Besitzer (hier aus dem Forum )vermittelt worden.
Was man von deinen Würfen nicht behaupten kann.
Erst vor kurzem hast du gerade wieder 2 Tiere wegen Kieferabszessen oder Tumoren erlöst und dazu geschrieben dass noch 2 weitere Tiere aus dem Wurf das ebenfalls hatten und eins bei der neuen Besitzerin operiert wurde (also ebenfalls hohe Kosten verursacht hat. Oder hast du die OP Kosten erstattet?)
Insgesamt finde ich deine Verlustrate ziemlich hoch.

Und vor dem Hintergrund weiß ich nicht ob es wirklich gerechtfertigt ist hier die TE so anzugreifen.

Ich weiß ja nicht wo jetzt überall dein Problem bei z.B. mir und Angora Angy liegt. Aber der gewaltige Unterschied was Zucht betrifft ist einfach, dass AngoraAngy sich ausführlich damit beschäftigt hat und deshalb sicherlich nicht bewusst mit "erbschlechten" Tieren züchtet.
Wenn es dich interessiert wie gesund mein gesamter ungeplanter Nachwuchs ist, solltest du in meinem Threat fragen, ebenso wie es dazu kam.

Solange es hier in Deutschland völlig legal ist unkastrierte Kaninchen zu erwerben wird es immer wieder vorkommen, dass einige Tierbesitzer aus irgendwelchen Gründen Nachwuchs ohne Kenntnisse produzieren.

Die Threaterstellerin hat mit Sicherheit nicht gewusst was auf sie zukommt und ist relativ unbedarft auf das Thema zugegangen, denn sonst hätte sie sich womöglich tatsächlich zuchtgeeignete Tiere angeschafft.
Es ist schade, dass es so scheint, als wäre nun ein kranker Wurf entstanden. Es ist jetzt nun mal so, und die Threaterstellerin sollte nun auch zur Verantwortung stehen und mit den Folgen ehrlich umgehen. Der Kümmerling ist nun mal da, solange er einigermaßen fit ist, kann sie ihn ja "erhalten" und sich besonders um ihn kümmern. Abgeben würde ich ihn niemals, da wohl einiges zu erwarten sein kann. Bei dem Rest des Wurfes muss man halt sehen wie es sich entwickelt. Nicht alle Zahnprobleme sind sofort mit Beginn sichtbar, sondern kommen mit den Monaten. Bei mir sind einige mit Schneidezahnproblemen. Wenn ich es mir aussuchen hätte können, wären diese Würfe nicht entstanden. Bei mir ist nur der kleine Unterschied, dass kein Tier abgegeben wird und ich mich selbst um den Salat kümmere und für die Folgen aufkomme und lustig ist das nicht immer.
Angora Angy geht offen um mit evtl. Spätfolgen. Harvey der aus dem selben Wurf stammt wie mein an RHD2 verstorbener Timmy und Sunny hatten alle von Geburt an auffällige Augen. Das wusste ich von Beginn an und habe mich trotzdem für sie entschieden. Man hat also bei ihr durchaus die Wahl und kann auch jederzeit die Tiere zurückgeben.....das ist z.B. einer der Unterschiede von verantwortungsvollem Züchter und "Hobbyzüchter". Ich mache grundsätzlich kein Geheimnis bei Erkrankungen der Tiere und schreibe den Züchter in der Regel auch an, da es in der Regel bei verantwortungsvollen Züchtern durchaus wichtig ist zu wissen, wenn etwas auftritt.


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