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Partner gestorben, sie evtl. schwanger Hallo, Ich habe mir um Ostern rum zwei Kaninchen geholt. Laut Tierhandlung 2 Weibchen (waren auch in der gleichen Box bei normal getrennten Geschlechtern), Anfang Juli nach einem 1-wöchigem Urlaub während dem sich unsere Nachbarn um die Hasen gekümmert hatten dann die Überraschung - Nachwuchs! Wir haben ein selbstgebautes, ausbruchsicheres Freigehege im Garten mit Buddelmöglichkeit, dort hatte sie die kleinen meiner Schätzung nach 10 Tage versteckt gehalten. Als ich sie gefunden hatte hatten die kleinen die Augen schon offen und waren laut Tierarzt ca. 14 Tage alt. Ich bin dann natürlich mit dem überraschendem Männchen (der ohne geschwollene Zitzen) zum Tierarzt um ihn kastrieren zu lassen. Nach der Kastration ist er dann plötzlich krank geworden und musste nach hartem Kampf leider eingeschläfert werden.... war fast jeden Tag mit ihm beim Tierarzt aber der Krankheitsverlauf war laut TA zu schnell um es aufzuhalten... Nun zu meiner Frage: Er hatte genug Zeit bis ich gemerkt habe dass er ein Männchen ist meine Dame wieder zu besteigen und sie ist auch fleißig am Bau graben. Ich will sie unter keinen Umständen alleine lassen, kann mir aber nicht sicher sein dass sie nicht wieder schwanger ist. Die kleinen habe ich vor einer Wochen alle untergebracht. Eigentlich ist es doch zeitlich gar nicht mehr möglich dass sie wieder schwanger ist wenn sie bis jetzt noch keinen erneuten Nachwuchs hat? Was wenn ich ihr einen neuen Partner hole und sie doch Nachwuchs bekommt? Sollte ich noch zwei Wochen warten? Oder ist der Zeitraum zu groß sie alleine zu lassen? Ich bin mit der ganzen eigentl. 2 Weibchen, dann doch Männchen, dann Nachwuchs, dann einschläfern, dann einzelne Häsin überfordert und kann mich einfach nicht schlau lesen wie ich ihr helfen kann... Ab nächste Woche kann ich auch mit ihr zum Tierarzt und die Schwangerschaftsfrage klären aber ich fühl mich jetzt gerade so überfordert dass ich doch mal fragen wollte.... |
Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum! Bitte schreibe doch noch, wann dein Männchen kastriert wurde, ob er danach sechs Wochen alleine saß, und wie lange das Mädchen jetzt schon alleine ist, damit wir beurteilen können, ob eine Trächtigkeit noch möglich ist. Zum TA, um abzuklären, ob sie trächtig ist, würde ich nicht, da man damit die Mutter zu sehr stressen würde, zumal sie dann von einer zweiten Trächtigkeit in so kurzer Zeit sowieso schon genug beansprucht wäre. Aus dem gleichen Grund würde ich nicht vergesellschaften, wenn eine Trächtigkeit möglich ist, sondern damit abwarten, bis eine Trächtigkeit entweder ausgeschlossen ist (32 Tage nach dem letzten Kontakt mit einem zeugungsfähigen Rammler) oder die Kinder groß genug, in letzterem Fall könntest Du auch einfach eines der Kinder behalten... Außerdem drängt sich bei mir beim Tod von so jungen Tieren immer die Frage auf, ob deine Kaninchen geimpft waren? Gegen Myxo, Rhd1 und Rhd2? |
Danke für die Antwort! Ich habe ihn Ende Juli (ich glaube der 29.) kastrieren lassen - nachdem ich herausgefunden habe dass er ein Männchen ist. Er war dann aber danach noch ein Paar Tage bei meinem Mädchen bis er krank wurde.... Wenn ich ehrlich bin hatte ich mich nicht über die 6 Wochen Frist informiert... Die Helferinnen beim TA hatten mich auch auf nichts hingewiesen - ich musste denen alles was die Nachbehandlung betrifft aus der Nase ziehen und habe absolut nicht dran gedacht dass er danach noch zeugungsfähig ist. Jetzt weiß ich dass das ziemlich dumm war... Ich habe auch den TA gewechselt... Laut dem vorherigen TA waren aber auch keine Impfungen notwendig. Habe heute in den Foren gestöbert und war überrascht dass es hier alle empfehlen. Hatte eigentlich gedacht dass das bei Zwergkaninchen nicht notwendig ist. Werde aber meine neue TÄ beim nächsten Besuch fragen - soweit meine kleine nicht wieder schwanger ist... wenn das der Fall ist muss das warten. Schadet es ihr wenn ich sie jetzt sicherheitshalber noch 2 Wochen alleine lasse? |
Aber noch eine Frage - mein verstorbener Hase hatte die Nachbehandlung bereits bei der neuen TÄ - da ich dem TA der ihn kastriert hatte doch ein klein wenig Vorwürfe mache...- hätte sie mich nicht schon auf Impfungen hinweisen müssen? Sie weiß dass ich 2 habe und wenn der eine krank wird müsste sie doch dann auch auf den Gedanken kommen? |
Oh je, was für ein Durcheinander :o Um die Situation einschätzen zu können, brauchen wir noch ein paar Infos. 1. Wann ist der Rammler verstorben? 2. Was für Symptome zeigte er, warum musste er dann eingeschläfert werden? Ernste Komplikationen bei einer Rammlerkastra sind eher selten, wenn man bei Auffälligkeiten an der Wunde sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch nimmt. Deshalb bin ich sehr misstrauisch, ob die Erkrankung im Zusammenhang mit der Kastra steht - sollte dies nicht der Fall sein, muss zunächst sichergestellt sein dass es sich nicht um etwas ansteckendes gehandelt hat. Bei einer ansteckenden Erkrankung müssen zwingend auch die neuen Besitzer der Jungtiere schnellstmöglich informiert werden! 3. Wie alt waren die Jungtiere bei der Abgabe? Wurden die Rammler frühkastriert? Nicht alle Tierärzte weisen von sich aus auf die Impfungen hin, sondern manche gehen davon aus dass der Halter sich selbst informiert hat und die Tiere entweder durchgeimpft sind, oder eine Impfung wegen Vorerkrankungen nicht möglich war/ist, oder der Halter die Impfungen aus persönlichen Gründen ablehnt. Leider funktioniert auch der "Buschfunk" unter den Tierärzten in Sachen Kaninchen oft nur unzureichend, so dass viele Halter mehr wissen als so mancher Tierarzt... Es gibt beispielsweise heute noch Tierärzte, die meinen RHD 2 mit einer Cunivac-Impfung mit abzudecken. Das ist definitiv falsch, der Kreuzimmunitätsschutz ist sehr unzureichend - Cunivac deckt nur RHD 1 zuverlässig ab. Deshalb müssen Kaninchenhalter so gut es geht auch medizinisch auf dem Laufenden sein, und brauchen außerdem einen Tierarzt der nicht auf "Kleintiere" (das sind nämlich Hund und Katze!) sondern auf "kleine Heimtiere" spezialisiert ist (denn dabei handelt es sich um Kaninchen, Meerschweinchen und Co.). |
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Ich habe ihn am 17.08. einschläfern lassen müssen... Er hat nicht mehr gegessen und war eigentlich nur noch im Haus gelegen. Ich weiß nicht ob ich es mir eingebildet habe aber hinter den Ohren hat er sich auch ziemlich heiß angefühlt. Laut TÄ war es nicht ansteckend. Mit der ca. Geburtsdatumsangabe von meinem alten Tierarzt waren die kleinen zwischen 8-9 Wochen alt als ich sie hergegeben habe. Die kleinen habe ich nur in Pärchen (es waren 6, einer davon ist verstorben da ein Bein abgebissen war) abgegeben. 1 Weibchen zu einem kastrierten Männchen (das erste Weibchen sei laut Halter weggelaufen) zu dem Halter habe ich noch Kontakt, 1 Männchen und ein Weibchen an eine Tagesmutter mit mehreren Hasen die mir versprochen hat das Männchen kastrieren zu lassen, und 1 Weibchen und 1 Männchen an meine Schwester, da wurde das Männchen vorher bei meiner neuen TÄ untersucht und sie hat gesagt man muss noch warten da die Hoden noch nicht gefallen sind. Nächste Woche hat meine Schwester Kontrolltermin. Mit den Impfungen werde ich gleich mal meine Schwester beauftragen die TÄ zu fragen und sobald ich mir sicher bin dass keine Babys kommen werde ich diese machen lassen. |
Achso und die TÄ sagte dass er den Infekt bekommen hatte weil er von der Kastration angeschlagen war. Dass das bei gesunden und fitten Tieren nicht so schnell passiert bzw. so unbehandelbar... |
Ich vermute, er wurde nicht obduziert, richtig? Somit kann RHD2 leider nicht ausgeschlossen werden, vor allen Dingen da er auch durch den evtl. Infekt geschwächt war, dann haben Viren eine noch bessere Chance. Man kann jetzt also nur beten, dass es kein RHD 2 war, denn sonst dürftest Du wahrscheinlich alle Tiere verlieren. :( Die Kleinen kannst und solltest Du mit gut vier bis fünf Wochen mit Filavac das erste Mal impfen, mit zehn Wochen dann boostern. Ob die säugende und wahrscheinlich tragende Häsin jetzt geimpft werden darf, kann Dir hoffentlich marinahexe beantworten, ich weiß es leider nicht. Dein Mädel ist mit 99,99 %iger Sicherheit nachgedeckt worden, dieses geschieht meist zeitnah nach der Geburt. Geb ihr jetzt viel zu fressen, besonders auch Fenchel um die Milchbildung anzuregen, dazu viele frische Kräuter. Aufgrund der scheinbaren Ahnungslosigkeit und Beratungsablehnung Deiner TÄ vermute ich, dass es auch keine Untersuchung einer Sammel-KP gegeben hat, so dass ein Befall mit Kokzidien möglich wäre. Aus dem Grund würde ich ihr auf jeden Fall frischen Oregano geben, das ist ein natürliches Kraut gegen Kokis. Auch die Kleinen dürfen dieses essen wenn sie bereits an Grünes herangehen. Kokzidien sind in ihrer Gefährlichkeit nicht zu unterschätzen, besonders für Jungtiere und laktierende und tragende Tiere. Ich drück Euch alle Daumen, dass es kein RHD2 war und dass die Mama die "Doppelbelastung" gut hinbekommt. |
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Bitte informiere die Halter der Jungtiere, und frage dort nach ob die Altbestandstiere durchgeimpft wurden. Falls nicht, sollten die Halter eine Notimpfung veranlassen, da RHD 2 nicht sicher ausgeschlossen werden kann! Was die Tierärztin zum Rammlerchen deiner Schwester sagt - sorry, aber da geht mir schon wieder die Hutschnur hoch. Sie hätte euch darauf hinweisen sollen, dass eine engmaschige Kontrolle des kleinen Rammlers notwendig ist. Sobald die Hoden im Absteigen sind, sollte die Frühkastration durchgeführt werden. Das Zeitfenster dafür ist eng, meist zwischen der 8. und 10. Lebenswoche, je nach Entwicklungsstand. Sind die Hoden erst einmal abgestiegen, heißt das eine 6wöchige Kastrationsquarantäne, weil er schon zeugungsfähig ist. Für seine Schwester kann das nämlich knapp werden, wenn sie recht früh entwickelt ist. Die beiden sind jetzt vermutlich zwischen 9 und 10 Wochen alt. Geht man von 6 Wochen Zeugungsfähigkeit aus und ist der Kleine mittlerweile geschlechtsreif, könnte es sein dass er sie knapp noch decken kann. Ein Trächtigkeitsbeginn mit 4 Monaten und ein Wurf mit 5 Monaten wäre für die Häsin ein enormes Risiko! Bitte deine Schwester, so schnell wie möglich zu reagieren und ihn kastrieren zu lassen bzw. von einem guten Tierarzt engmaschig kontrollieren zu lassen, falls die Hoden tatsächlich noch nicht im Absteigen begriffen sein sollten. Bitte NICHT warten, bis sie unten sind! |
:eek: Ok ich rufe alle 3 neuen Halter sofort an. Jetzt mal ehrlich - kann doch nicht sein dass ich mit Tierärzten so ein Pech hab! Ich arbeite beim Orthopäden und wir informieren über absolut alles. Warum nicht auch Tierärzte :mad: |
Weil Kaninchen leider für viele Tierärzte nur "störendes Beiwerk" sind. Am besten Du wendest Dich wirklich mal an marinahexe, damit sie Dir einen guten TA in Deiner Nähe nennt... ich hab auch lange gesucht und nach Erfahrungen in Foren gefragt bis ich meine jetzigen hatte. |
Ich hoffe für euch alle von Herzen, dass es blinder Alarm ist und ich hier umsonst die Pferde scheu mache :willy_nilly: |
Das ist auch meine Hoffnung! |
Das hoffe ich auch... Danke für die Antworten. Zwar fühl ich mich grad nicht beruhigter aber weitaus besser informiert :thumbsup: |
Was übrigens das Pech mit den Ärzten betrifft - das gleiche Spiel wie du mit den Tierärzten habe ich mit den Orthopäden. Vom Regen in die Traufe, seit meiner vor etlichen Jahren in Rente ging... manchmal ist es wirklich schwierig. Versuch es wirklich mal über marinahexe, Empfehlungen können zwar eine Enttäuschung nicht ausschließen aber zumindest erhöht es die Chance dass man einen guten Arzt erwischt, wenn andere auch schon gute Erfahrungen dort gemacht haben. |
Ich kann Dir folgende TÄ empfehlen: Praxis Dr. Julia Probst Breslauer Str. 366 90471 Nürnberg Fon: 0911 - 98 80 428 www.tierarzt-probst.de Kleine Heimtiere, Hausbesuche Praxis Dr. Baba & Dr. Gepp Alte Rother Str. 6 91126 Schwabach Telefon 09122 / 18 85 20 www.tierarzt-baba-gepp.de Kleine Heimtiere, Zahnheilkunde, Akupunktur, Weichteilchirurgie, Dermatologie Kleintierpraxis Dr. Matthias Wingfeld Erlanger Straße 5 91341 Röttenbach Tel.: 09195 . 9217619 www.kleintierpraxis-roettenbach.de Dr. Anabel Mommer und Dr. Stefan Wiegand Friedrich-von-Schiller-Str. 3c 95444 Bayreuth Tel. 0921 - 787 78 88-0 www.tieraerztliches-fachzentrum.de |
Hatte der Rammler sein Köpfchen schief gehalten? Vielleicht erkrankte er an E. Cuniculi und ein schief gehaltenes Köpfchen wäre ein klares Krankheitszeichen. Ich wünsche dir alles Gute für dein Kaninchen. Unfassbar was es für Tierärzte gibt! |
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