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Moeru 23.08.2017 11:09

Partner gestorben - was nun?
 
Hallo zusammen, gestern ist der Partner meiner Zwergkaninchendame nach längerer Krankheit verstorben. Die beiden waren über 5 Jahre zusammen, hatten freien Auslauf in meiner Wohnung u. Balkon und waren wie ein Herz und eine Seele.

Nun ist das andere Kaninchen praktisch alleine und ich weiß nicht recht, ob sie es überhaupt richtig realisiert hat. Sie hat vom Tod ihres Partners nichts mitbekommen und ich hab ihn auch sogleich beerdigt.

Da ich nicht arbeite und eigentlich ständig zu Hause bin, hat sie wenigstens mich noch aber mir ist klar, daß das nicht dasselbe ist. Ich befürchte, daß es ihr jetzt total langweilig sein wird.

Nun weiß ich gerade nicht weiter. Das Naheliegendste wäre natürlich, ihr einen neuen Partner zu suchen, aber da gibt es einige Probleme, weggeben möchte ich sie aber auch nicht. Das Hauptproblem ist erstens ein passendes Kaninchen im selben Alter zu finden und zweitens ist meine Wohnung zu klein um eine Vergesellschaftung auf neutralem Boden durchzuführen.

Ich spiele also mit dem Gedanken, mal zu schauen und abzuwarten, wie sie den Verlust ihres Partners verkraftet und sie halt weiter alleine zu halten. Denn wenn ich ihr nun einen Partner besorge und dann stirbt wieder eines, müsste ich ja ewig Kaninchen halten.

Es tut mir in der Seele weh, dass sie nun alleine ist. Was soll ich denn nun machen?

Lg, Moeru

Terry 23.08.2017 11:20

Tut mir leid, dass das Partnertier gestorben ist.

Aber egal wie Du es handhabst, die Entscheidung darf nicht auf Einzelhaltung des verbliebenen Tieres lauten. Du kannst Deinem Tier keinen Partner ersetzen.

Moeru 23.08.2017 11:54

Hallo Terry, danke.

Angenommen ich besorge ihr wieder einen Partner - ich hätte ein paar Fragen:

1. Ich würde ihr einen Partner aus dem Tierheim besorgen, weil es in der Zoohandlung nur Jungtiere gibt. Wie gesagt ist sie 5 Jahre alt. Muss der Partner wirklich ähnlich alt sein oder geht auch zBs. ein 2 Jahre altes Tier?

2. Das Problem mit dem neutralen Boden zur Vergesellschaftung bleibt bestehen und daran kann ich definitiv nichts ändern. Ausser ich würde sie im Badezimmer vergesellschaften, aber das ist ziemlich klein und nicht wirklich eine Wohlfühlzone. Ist es trotzdem irgendwie möglich, sie auf nicht neutralem Boden zu vergesellschaften?

3. Wie lange dauert so eine Vergesellschaftung eigentlich?

Joa, das waren so meine wichtigsten Fragen. Sie tut mir echt so leid, dass sie ihren Partner verloren hat und nun alleine vor sich hin vegetieren muss.

Applejack 23.08.2017 12:13

Hallo und mein Beileid zuerst.

Einzelhaltung ist keine Option.
Falls du bei Facebook bist, schreibe mich mal privat an, ich bin in einigen Vermittlungsgruppen, da warten viele traurige Notfellchen.

Ich musste nach knapp 6 Jahren Häschenehe auch einen Partner für Cortana suchen. Jetzt ist ihr Captain Süppchen über 4 Jahre jünger und es klappt prima mit den beiden, auch wenn er gut das doppelte wiegt. :D

Ich muss Quaratiere in der Küche unterbringen, ist auch nicht groß und optimal, aber man (und die Tiere) überlebt es. Alles besser, als ein 60cm Käfigknast.

Eine VG dauert immer bis zum Schluß ;)
Im ernst, da gibt es keine Zeitangabe, ich hatte hier eine, die war nach 3 Minuten abgeschlossen, die andere dauerte fast 1 Jahr

M3llex 23.08.2017 12:58

Huhu :seeya:

erstmal mein herzliches Beileid zu deinem Verlust!

Wie die anderen Vorrednerinnen auch schon gesagt haben, ist Einzelhaltung ja keine Option.

Zu deiner Frage, ob die Partner gleich alt sein muessen kann ich dir sagen, dass meine 12-13 Jahre alte Haesin (Schaetzalter, da damals ausgesetzt aufgefunden worden) die Liebe ihres Lebens in einem bei Vergesellschaftung 3-jährigen Widder-Boeckchen gefunden hat.

Da spielt viel der Charakter des Tieres rein. Ein etwas groeßerer Altersunterschied kann also auch durchaus gut gehen. :)

Terry 23.08.2017 13:25

Bezüglich des Alters würde ich nur darauf achten, dass der Neue die Pubertät hinter sich hat, also mindestens ein bis eineinhalb Jahre alt ist.

marinahexe 23.08.2017 15:02

Mein Beileid.

Wenn Du mir schreibst wo in etwa Du wohnst, schau ich mal, ob in Deiner Nähe eine Pflegestelle ist, die ein passendes Tier hat. Ansonsten werden die Tiere auch oft deutschlandweit per MFG vermittelt.

Moeru 24.08.2017 07:13

Vielen Dank für eure Antworten und das Mitgefühl. :)

Dann werde ich die Augen nach einem passenden Partner offen halten, habe auch schon einen entdeckt, der gut zu ihr passen könnte.

@Applejack und @marinahexe

Vielen Dank für das Angebot. Nun ist es allerdings so, dass ich in der Schweiz wohne. Es gibt hier aber ganz in der Nähe ein Tierheim, wo immer mal wieder Kaninchen reinkommen. Der hier könnte wirklich ganz gut passen -> http://www.sitterhoefli.ch/index.php/kleintiere?start=5

Eine Frage noch: Mein Kaninchen ist ein Zwergkaninchen Löwenköpfchen. Würde sie sich trotzdem mit einem normalen Kaninchen oder einem Widder verstehen? Also grundsätzlich? Natürlich ist mir klar, dass wenn ich Pech habe, sie sich nicht miteinander verstehen.

Terry 24.08.2017 07:39

Kaninchen ist das Aussehen und die Größe des Partners völlig egal, nur "kuschelig muss er sein.

Lupine 24.08.2017 08:04

Keine Sorge, Kaninchen ist Kaninchen - egal wie groß/klein es ist, ob es lange Haare oder kurze hat, Schlappohren oder Stehohren. Ein super Beispiel dafür sind aktuell die Lotti von Ron&Matt und ihr kleiner neuer Freund (http://www.kaninchenforum.de/unsere-kaninchen-user-vorstellung-fotos/41958-alles-auf-anfang-7.html). Sie ist eine gestandene Zwergwidderdame, er dagegen eine Handvoll Kaninchen (ich schätze ein Hermelin BA). Schlapp- und Stehohr gemeinsam, und ein schon ganz ordentlicher Größenunterschied. Noch extremer war die Truppe von hasis2011: 2 Zwergwidderchen und eine ganze Gruppe deutsche Riesen!

Hasi ist wirklich süß, nimm nur bitte die Kastrationsquarantänezeit ausreichend ernst - das ist extrem wichtig. Aber sie ist ja wohl auch bald herum, also steht das nicht im Weg bei der Entscheidung.

Ron&Matt 24.08.2017 11:16

Ganz genau, Lupine, Lotti wiegt ziemlich genau 2 kg und Mr. Noch-No-Name knapp 1,2 kg, also fast die Hälfte. Und die VG war ohne Übertreibung nach ca. 2 Stunden abgeschlossen, da wurde bereits gemeinsam gefressen. Es gab nicht einmal einen Versuch des Jagens oder einen Ansatz von Streit, Madame hat ihm lediglich einmal genau ins Gesicht gepinkelt, damit gehörte er dann ihr. ;-)

Man kann eben auch Glück haben bei einer VG!

Moeru 24.08.2017 17:33

Alles klar, danke euch für die Aufklärung.

Das Kaninchen "Hasi" aus dem oben geposteten Link bekomme ich leider nicht, weil dieses bereits Freilauf auf einer Wiese mit riesigem Auslauf gewohnt sein soll und ich sie nur in der Wohnung u. Balkon halten kann. Nun wurde mir ein 1-Jähriges Weibchen angeboten.

Deshalb meine (wahrscheinlich) letzte Frage:

Klappen zwei Weibchen zusammen - oder besteht da eher die Chance, dass sie nicht miteinander auskommen? Und sind 4 Jahre Altersunterschied okay? Ich habe nämlich keine Ahnung, wann Kaninchen aus der Pupertät raus sind.

Okay, waren doch zwei Fragen. Ich hoffe, ihr könnt mir bei meinem letzten Problem auch noch weiterhelfen, dann sollte einer Vergesellschaftung eigentlich nichts mehr im Weg stehen.

Terry 24.08.2017 17:42

Wann sie aus der Pubertät raus sind hatte ich oben bereits geschrieben.

Ansonsten sind gleichgeschlechtliche Paare immer ein größeres Problem als Mädel und Kastrat.
Solltest Du also zwei Mädels wollen, solltest Du von vornherein so viel Platz einplanen dass ggf. noch ein Rammler als "Streitschlichter" dazu kann.

Moeru 25.08.2017 09:51

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1050272)
Wann sie aus der Pubertät raus sind hatte ich oben bereits geschrieben.

Sry, stimmt. Na dann ist es mir etwas zu heikel mit dem Weibchen, das wahrscheinlich sogar noch in der Pupertät ist.

Werde nun leider etwas länger warten müssen, bis ich ein passendes Kaninchen finde. Hoffentlich übersteht sie das Alleinsein noch einige Zeit. Komischerweise war sie gestern richtig gut drauf (schien zumindest so), denn sie hat Luftsprünge gemacht, sich auf die Seite geworfen, usw. Ich ging auch extra noch einkaufen und hab ihr Leckerlis (Beeren) sowie Sachen zum Spielen (Weizennähren, Haselnusszweige mit Blättern) und ein zweites Häuschen aus Holz gekauft, damit sie sich auch etwas selbst beschäftigen kann.

Skippy170609 25.08.2017 10:51

Hast du Marinahexe angeschrieben ? Sie hat dir doch Hilfe bei der Suche angeboten.

marinahexe 25.08.2017 14:37

Zitat:

Zitat von Skippy170609 (Beitrag 1050406)
Hast du Marinahexe angeschrieben ? Sie hat dir doch Hilfe bei der Suche angeboten.



Das Problem ist, Moeru wohnt in der Schweiz und da hab ich keine Kontakte hin. Wenn alle Stricke reißen, könnte man evtl. jemanden hier oder bei FB finden, der demnächst zufällig in die Schweiz fährt und ein Kaninchen mitnehmen kann.

@Moeru, hast Du mal bei Facebook oder ebay-Kleinanzeigen geschaut? Das wird es sicherlich auch bei euch in der Schweiz geben. Wenn Du dort ein Tier findest, sollte Quarantäne, 3tägige Kotprobe und TA-Check Pflicht sein.

Moeru 28.08.2017 13:40

@marinahexe

Danke für die Tipps. Werde weiterhin die Augen offen halten, weil mir die Kleine ziemlich leid tut so alleine.

Was ist mit einer 3-tägigen Quarantäne gemeint? Muss ich das neue Kaninchen dann 3 Tage lang im Käfig halten bis es raus darf?

Terry 28.08.2017 13:45

Muss kein Käfig sein, ein kleines Gehege wäre besser.
Und die drei Tage sind die Mindesttage.

Drei Tage sammelst Du Köttel (bitte im Kühlschrank aufbewahren), dann nimmst Du die Köttel und das Tier und lässt beides untersuchen.
Sind die Köttel "sauber", kannst Du impfen lassen (falls das Tier ungeimpft ist) und dann würde ich persönlich noch weitere Quarantäne halten bis der Impfschutz aufgebaut ist.

Wird bei der KP etwas nachgewiesen (Würmer oder Kokzidien) bleibt die Quarantäne bestehen bis sie abschließend gekämpft wurden (inkl. Kontroll-KP).

Moeru 29.08.2017 16:55

Werden die Tiere nicht im Tierheim schon auf ihre Gesundheit geprüft?

Ansonsten danke für die ausführliche Erklärung, gibt ja dann so einiges zu tun.


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