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Sandy28 16.05.2017 01:01

Altes Kaninchen-Weibchen vergesellschaften
 
Hallo,
ich brauche mal euren Rat. Ich traue mich eig gar nicht recht euch zu fragen, da es doch eine traurige und beschämende Geschichte ist (Sorry, wird etwas länger):

Meine Eltern besitzen von früher, als ich noch zu Hause wohnte, eine Kaninchen Dame. Sie ist inzwischen so um die 10 Jahre.

Ich selbst wollte keine Haustiere mehr halten. Vor vier Jahren bin ich mit meinem Freund zusammen gezogen. Er hatte nie Haustiere und jetzt sind wir also seit 3 Jahren Eltern von 2 kastrierten Männchen.
(mittlerweile habe ich mich mit der Haltung von Kaninchen richtig auseinander gesetzt, und kenne mich nun etwas besser aus als früher)

Vor einem Jahr (oder etwas länger) ist das Partnertier (weiblich) von meinen Eltern ihrem Häschen leider gestorben. Seither sitzt das arme Tier alleine und fristet einsam ihre letzten Tage ab.
Ich hab mir jetzt überlegt (eig schon viel zu spät, und ich bereue nicht eher gehandelt zu haben), das Weibchen zu uns zu holen und mit meinen 2 Männern zu vergesellschaften.
Ich weiß leider nicht, ob die Idee so prima ist, wie sie sich anhört.
1. meine Jungs harmonieren super miteinander. Rambo ist der Boss, dominant, sehr aufgeweckt und neugierig. Jacky ist eher schüchtern und vorsichtig, zurückhaltend. Lässt sich aber auch anfassen und holt seine Leckereien aus der Hand
2. Schnucki (das Weibchen meiner Eltern) ist auch sehr dominant. und leider aber sehr scheu

Mir stellen sich deswegen viele Fragen: Kann ich ein so altes Kaninchen überhaupt noch vergesellschaften? und meint ihr, sie würde sich mit Rambo vertragen? bzw hab ich totale Angst, dass Rambo weiterhin den Boss raushängen lässt, und das Mädchen jagen wird... wäre das nicht zu stressig? ich hab einfach Panik, dass ihr kleines Herz das nicht mehr aushalten könnte. zumal sie ja sowieso so ängstlich ist.
Und zudem möchte ich das harmonische Verhältnis zwischen Rambo und Jacky auch nicht zerstören...

Fragen über Fragen, aber irgendwie möchte ich doch der armen Schnucki helfen :(
Ein anderes Partnertier kommt für Schnucki leider nicht in Frage, da meine Eltern die Haltung aufgeben wollen/müssen (sind beide schon etwas älter/kränklich und haben nicht die "Zeit" und die Nerven für eine VG usw)

Habt ihr einen Rat?

die Kleine 16.05.2017 06:01

Erst mal herzlich willkommen hier und Daumen hoch, dass du dich um die einsame Kaninchen-Dame kümmern willst. Natürlich kann man auch betagte Kaninchen noch vergesellschaften. Das klappt normalerweise auch mit Tieren, die viele Jahre alleine sein mussten. Meine bisher harmonischste Kombi waren übrigens zwei Jungs mit 8 und einem Jahr, wenn der Charakter passt ist der Altersunterschied nicht entscheidend.

Zu diesem Dreamteam habe ich auch eine Häsin gesetzt und obwohl ich da ähnliche Bedenken wie du hatte, hat es wunderbar geklappt.

Ich drück die Daumen, dass alles klappt. Tipss zur VG gibt es jede Menge hier im Forum. Es wäre wirklich toll, wenn die Omi nicht alleine bleiben muss. Gerade die Oldies sind oftmals sehr kuschelbedüftig und leiden wie auch junge Kaninchen sehr wenn sie alleine sein müssen.

LG

crazy curry 16.05.2017 06:52

Ein willkommen auch von mir :seeya:

Generell ist es möglich auch ältere Tiere zu vergesellschaften.

Ich würde in ein harmonisches Paar keinen neuen Partner setzen, wenn es schiefgeht, müsstest du einen Plan B, sprich 2x2 Gruppen halten können.

Wenn deine Eltern aber sowieso aufhören möchten, wäre es nicht eine Option die Dame zu einem ebenfalls älteren Kastraten zu vermitteln? Senoiren werden immer gesucht, gerade wenn danach z.B mit der Haltung aufgehört werden soll.
Schau doch mal in unseren Vermittlungsanzeigen oder schreib mal marinahexe an, vielleicht weiß sie jemanden der eine Häsin sucht.

Sandy28 16.05.2017 18:44

Ihr Lieben, danke für eure Antworten :)

Jetzt habe ich 2 Meinungen zur Vergesellschaftung, und bin mir immer noch unschlüssig, was zu machen ist...

Mein Freund ist eher dagegen das Weibchen zu uns zu holen. Er ist der Meinung, dass das Umsiedeln in eine andere Umgebung einfach zu stressig für die Omi ist, und sie aufgrund dessen kurze Zeit später einfach einschlafen könnte. Man kennt es ja von anderen Tieren, dass sie trauern, wenn sie wo anders hin müssen...

Ich hätte es mir jetzt so gedacht, dass ich das Felli erstmal zu uns hole und sie vorerst in Quarantäne halte (sie vom Trockenfutter abgewöhnen, Kotprobe usw). Ohne sie sofort zu vergesellschaften. Aber auch da sind eben die Bedenken von meinem Freund, dass sie wegen der neuen Umgebung, Gerüche, Geräusche und so sterben könnte :(

Wie sind eure Erfahrungen mit älteren Tieren? Verkraften sie das gut, wenn sie umziehen müssen?

die Kleine 16.05.2017 19:05

Ich kann dir nur von meinem Opi Emil berichten (der Zwergwidder in meinem Avatarbild links oben). Ich habe ihn eines morgens beim Gassi gehen gefunden. Da war er schon mindestens 8 Jahre alt und ziemlich klapprig. Emil hatte noch zwei tolle Jahre bei uns, zuerst mit einem Kumpel (siehe Avatar) und dann kam noch eine Häsin dazu. Das Dreamteam war damit perfekt. Emil hat auch in dieser Zeit ein paar Mal Urlaub bei meinen Eltern gemacht (jedes Mal ca. 3 Stunden Fahrt) und war einfach die Ruhe in Person. Er hat sich sogar mit meinem Hund angefreundet. Emil hat seinen Lebensabend offenbar sehr genossen und ist durch deine zwei viel jüngeren Freunde sichtlich aufgeblüht. Wir vermissen ihn noch immer und ich würde jederzeit wieder einen Opi in meine Gruppe nehmen!

Ich habe auch schon zwei alte Hunde (14 und 13 Jahre) aus dem Tierheim geholt und kann auch da nur sagen, ein Tier ist nie zu alt für ein besseres Leben. :) Im Gegenteil, gerade die Oldies waren bei mir immer unkompliziert und "dankbar".

Letzten Endes müsst ihr euch entscheiden. Aber mich macht der Gedanke schon traurig, dass die Omi vielleicht noch 2, 3 Jahre allein ihr Leben vor sich hinfristen muss.

Sollte es nicht klappen, kann sie ja immet noch zurück zu deinen Eltern. Also hat ja eigentlich keiner was zu verlieren. :blush5:


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