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maREN* 25.04.2017 21:17

Ich möchte da auch nochmal ganz deutlich sagen, dass ich hier nicht vom Problem der Tierquälerei ablenken wollte!
Die Dituation hört sich auch generell unabhängig von dieser Problematik alles andere als erfreulich an. Ich würde das nur wirklich gerne von der sozialen Komponente trennen, weil es einfach viel zu einfach ist zu behaupten, dass dies am nationalen Hintergrund der Kinder liegt!

Das Problem ist doch, dass dort ein Haufen Eltern wohnen, die ihren Kindern ganz miserable Wertevortellungen in Bezug auf Tiere mitgeben, sie vernachlässigen und dies zu einer gravierenden sozialen Dynamik führt. Du würdest auch mit Eltern lokaler Herkunft nicht "reden" können, weil es sich vermutlich um verstockte Arschlöcher handelt, die es nicht interessiert, was du zu sagen hast.

Deswegen würde ich schon versuchen dort übergeordnete Stellen mit entsprechender Autorität mit ins Boot zu holen. Die Idee des Leserbriefes finde ich auch sehr gut.

Persephone1968 25.04.2017 21:35

Zitat:

Zitat von Polly8 (Beitrag 1028585)
Ich verstehe nicht warum es hier immer so ein Drama ist mal negative Kritik zu bekommen.
Du schreibst eben nicht nur von den Kaninchen sondern auch sehr viel vom Drumherum und deiner Wohnsituation (was ich sehr traurig und erschreckend finde um ehrlich zu sein)
und daher finde ich musst du auch damit rechnen und umgehen können, wenn dazu dann ein Kommentar kommt.
Ich lese aus deinen ganzen Äußerungen folgendes heraus.
-in eurem Wohnviertel leben viele Ausländer
-jetzt wird auch noch ein neues Gebäude für sie gebaut (von dir als Asylantenheim bezeichnet, was für mich einen negativen Klang hat, aber eben auch falsch interpretiert sein kann)
-ihr habt das Gefühl als Deutsche in der Minderheit zu sein
-ihr müsst finanziell "bluten" für die von den Ausländern genutzten Flächen
-für euch bzw die Fundtiere wird nichts mehr getan, weil die Stadt zuviele Ausländer aufgenommen hat.
in deinen Augen soviele, dass sie sich jetzt nicht mal mehr um die kleinen Katzen kümmern kann.

Das alles schreibst du lang und ausführlich in deinen Beiträgen bzw von erschreckenden Ausschreitungen innerhalb des Wohnviertels und dann erwartest du, dass man nicht auf die Idee kommen könnte, dass das Problem eigentlich tiefer liegt?

Ein Forum ist zum Austausch da, nicht nur zum positiven "ach wie süß" und "ach wie schön" und "du arme, hast du böse Nachbarn mit schrecklichen Terrorkindern"
sondern auch für Kritik da.
Wenn du zu bestimmten Dingen in deinem Leben keinen Kommentar willst dann schreib sie nicht in ein öffentliches Forum.

Ansonsten glaube ich dir durchaus, dass dir die Kaninchen leidtun und du ihnen helfen willst.
Du hättest ja einfach nur von den Kaninchen schreiben können.
Das sie auf dem Spielplatz versuchen neue Höhlen zu graben und die von den Kindern zerstört werden. Wie kann man sie dort weg bekommen.
Fertig.


Polly8,
du kannst es einfach nicht lassen - stimmt's!?
Schreibe mir doch lieber einmal, was aus deinem einstigen Böckchen wurde, denn zu Beginn hattest du doch drei Kaninchen und jenes, welches "gemobbt" wurde war das jüngste Weibchen, doch nun ist plötzlich das Männchen verschwunden und ich fand keinen Beitrag von dir, der darüber berichtet, wo das Böckchen abblieb.

Ich führe seit 10 und 6 Jahren selbst zwei sehr besuchte Foren im Netz, allerdings über eine chronische Erkrankung, und weiß somit sehr genau, wie ausführlich man eine Problematik gleich zu Beginn schildern sollte, wenn man nicht erst einmal ein, zwei Tage all die Fragen drum herum, die eben auch wichtig sind, beantworten möchte, bevor es einen Lösungsvorschlag geben kann. Deshalb meine ausführliche Beschreibung gleich zu Beginn!
Ich habe sogar die HUFEISEN-FORM der drei Häuser beschrieben, weil ich mir dachte da kommt einer und fragt (sich):
"Seit wann laufen 4- & 5-jährige Kinder alleine draußen herum?",
aber selbst diese Erklärung von mir hast du überlesen, damit dann genau diese Frage von dir kommen konnte.
Ja, ich habe das drum herum ausführlich beschrieben - ohne all diese Kinder wäre es für die Kaninchen auch eher unproblematisch, ohne schützenden Bau. Aber diese Kaninchen buddeln eben ständig den Bau im SANDKASTEN, da bleibt wohl nicht aus, dass auch Kinder bei der Problematik mit involviert sind. Das es keine deutschen Kinder sind hielt ich deshalb für wichtig zu erwähnen, denn mit deutschen Eltern könnte ich mich leichter auseinander setzen. Aber mal anders gesagt, so habe ich auch zwei Kinder, doch Bienen in Gläsern einzufangen, um diese dann lebendig im Sandkasten zu begraben, darauf wären weder meine Kinder noch deren Spielkameraden je gekommen.
All meine erwähnten Details sollten LEDIGLICH mir all die Arbeit ersparen, erst einmal viele Fragen beantworten zu müssen und auch den Helfern die Zeit ersparen Lösungsvorschläge anzubringen, die doch wegen gwissen Details nicht funktionieren könnten.

Polly8,
ich denke du hast einfach zu viel Zeit oder irgend etwas in deinem Leben lässt dich sehr unbefriedigt sein, denn wie käme man sonst auf die Idee zu denken, da kommt nun eine ins Kaninchenforum, die gar keine Kaninchen selbst hat, nur um mal über die (eigene) Flüchtlingskrise & -problematik abzulassen?
Für wie blöde klinge ich denn hier? Für gar SO bescheuert?
Also ich würde locker mal behaupten wollen, dass es dafür wirklich bessere Stellen im Internet gibt, wenn man über die Flüchtlinge herziehen will.
Du solltest dir bewusst werden,
dass die Schiene die du hier in "meinem" Thread gefahren bist, mehr als kontraproduktiv war und ist. Und hättest du der Sache etwas mehr Zeit gelassen, dann hättest auch selbst du lesen gekonnt, dass es mir n u r um die Kaninchen geht - alles drum herum war nur um einen eventuellen Lösungsvorschlag schnellstmöglich erreichen zu können, ohne erst einmal ein, zwei Tage lang Unklarheiten und Details erörtern zu müssen.

Und bitte nimm es mir jetzt nicht übel,
aber ich habe wirklich k e i n e Lust mehr auf dich und eventuelle Kommentare von dir, denn wer m i c h in so eine Ecke stellen möchte wie du mich stellen wolltest oder willst, der verschwendet meine Zeit. Und zudem hast du es immer noch nicht verstanden:
Ich suche eine Lösung, um die Kaninchen vom Sandkasten fern halten zu können und nicht, um die Kinder loszuwerden - da du keine Lösung zu bieten hast und nur weiter auf genau dem Thema herum reitest, dass dir doch hier unangebracht erscheint, so stimmt wohl eher etwas mit dir nicht, anstatt mit mir.

Gute Nacht...

maREN* 25.04.2017 21:46

Ok, dann jetzt einfach nur zur Sache!

Ich verstehe vollkommen, dass eine Schlichtung mit den Eltern und oder den Kindern schwierig bis unmöglich ist unter deinen geschilderten Erfahrungen und Problemen. Dass da Sprachbarrieren nicht weiterhelfen ist klar.

Welche Optionen bleiben also?

1. Hast du "Verbündete" in der Nachbarschaft mit denen du dich organisieren und etwas auf die Beine stellen kannst?
2. Welche potentiell verantwortlichen behördlichen Stellen gibt es, bei denen es sinn macht, diese Hinzuzuziehen?
3. Hast du irgendwie die Möglichkeit selber Tiere einzufangen und umzusetzen?

Ich denke, dass die vielversprechendste kurzfristige Lösung sein wird, die Tiere umzusiedeln. Alles andere, wie Leserbriefe, behördliche Beschwerden etc. können gegebenenfalls hoffentlich langfristig etwas bewirken, aber ob das den Kaninchen (und Bienen) jetzt hilft ist fraglich.

Polly8 25.04.2017 21:53

Zitat:

Zitat von Persephone1968 (Beitrag 1028595)
Polly8,
du kannst es einfach nicht lassen - stimmt's!?
Schreibe mir doch lieber einmal, was aus deinem einstigen Böckchen wurde, denn zu Beginn hattest du doch drei Kaninchen und jenes, welches "gemobbt" wurde war das jüngste Weibchen, doch nun ist plötzlich das Männchen verschwunden und ich fand keinen Beitrag von dir, der darüber berichtet, wo das Böckchen abblieb.


.

Ich habe ihn letzendlich an eine Bekannte in abgegeben, wo er jetzt in einer 5er Gruppe lebt und dort wesentlich besser zurechtkommt.

Ja, stimmt. Es war Tilda, die gemobbt wurde. Allerdings immer unblutig ohne Verletzungen.
Das fand ich zwar sehr traurig für sie aber deswegen hätte ich ihn nicht abgegeben.
Zu blutigen Auseinandersetzunge kam es dann aber Weihnachten zwischen Molly und ihm obwohl sie sich vorher gut verstanden haben.
Ich habe sie 2mal für je 48h getrennt damit sie sich beruhigen können aber bei jedem zusammensetzen eskalierte es mehr daher habe ich entschieden sie endgültig zu trennen, weil ich das Risiko schwerer Verletzungen nicht eingehen wollte.
Und da Molly sich mit Tilda besser verstanden hat viel die Entscheidung auf ihn.
Im Nachhinein bin ich auch deshalb froh über die Entscheidung weil Molly und Tilda seitdem sehr harmonisch sind.
Großes Problem dabei und Anfängerfehler meinerseits dabei war auch der doppelstöckige Stall mit den Rampen.
Bei ihren Kämpfen haben sie sich natürlich dadrin erst recht in die Enge getrieben.
Der Stall war ein Fehler und wird irgendwann ersetzt.
Mehr als 2 Kaninchen werde ich bis dahin nicht halten.
Soviel zu deiner Frage.

Deine anderen Einschätzungen sind dir auch gerne gestattet.
Wie ich schon schrieb, wenn man in öffentlichen Foren schreibt muss man damit leben können, dass sie anderen sich ein Bild von einem machen.

Gute Nacht

Persephone1968 25.04.2017 22:17

Zitat:

Zitat von maREN* (Beitrag 1028588)
Ich möchte da auch nochmal ganz deutlich sagen, dass ich hier nicht vom Problem der Tierquälerei ablenken wollte!
Die Dituation hört sich auch generell unabhängig von dieser Problematik alles andere als erfreulich an. Ich würde das nur wirklich gerne von der sozialen Komponente trennen, weil es einfach viel zu einfach ist zu behaupten, dass dies am nationalen Hintergrund der Kinder liegt!

Das Problem ist doch, dass dort ein Haufen Eltern wohnen, die ihren Kindern ganz miserable Wertevortellungen in Bezug auf Tiere mitgeben, sie vernachlässigen und dies zu einer gravierenden sozialen Dynamik führt. Du würdest auch mit Eltern lokaler Herkunft nicht "reden" können, weil es sich vermutlich um verstockte Arschlöcher handelt, die es nicht interessiert, was du zu sagen hast.

Deswegen würde ich schon versuchen dort übergeordnete Stellen mit entsprechender Autorität mit ins Boot zu holen. Die Idee des Leserbriefes finde ich auch sehr gut.

Absolut RICHTIG,
im Grunde ist die Nationalität völlig nebensächlich, auch wenn diese Gruppe von 8 Kindern, welche Bienen... und Kaninchen... alles deutsche Kinder wären, wäre wohl mit dessen Eltern a u c h nur schwer "gut Kirschen essen"!
DAS hast du sehr gut erfasst - genau deshalb erklärte ich diese "Tierquälerei" der Kinder gleich zu Beginn so detailiert, denn der Vorschlag "mit den Eltern reden" kam auch so, denn nicht alle denken so gut mit wie du und erkennen schon am Verhalten der Kinder, dass die Eltern sich um Tierschutz für Wildkaninchen nicht interessieren, sondern nur dafür, dass deren Kinder draußen sind und dort spielen, egal mit was und wie.

Unsere Entenfamilie die seit Jahren immer ab April zu uns auf die Wiese kam, die kommt seit vorletzem Jahr auch nicht mehr, denn die Mutter wurde mit Stöcken totgeschlagen - vor unser aller Augen. Das hätte ich als Rasistin doch sicher auch sofort noch mit zu Beginn schreiben sollen. Ja, hierbei handelt es sich um Tierquälerei, diese Kinder haben anscheinend keine Empathie für Tiere, wie es scheint. Und wie du schreibst oder kurz andeutest, könnte sich dieser Mangel ausweiten und eines Tages auch die Hemmschwelle bei Menschen überwinden.
Aber d a s war eben nicht mein Problem,
denn m i r sind diese Folgen alle bewusst und bekannt, aber wie man eben Kaninchen aus deren Schusslinie befördern kann, das wollte ich in Erfahrung bringen können.
Denn eine Enten-Mama ließ schon ihr Leben, ein Kaninchen vor wenigen Wochen, die Bienen und sogar auch eine Katze, aber das ginge wohl zu weit jetzt...

... und ehrlich gesagt bedaure ich es heute sehr,
dass es keine deutschen Kinder sind, dann wäre zumindest das "Ausländerfeindliche" hier vom Tisch.

Aber das lässt sich jetzt nicht mehr retten - der Zug ist abgefahren und haftet nun an dem Thema.
Ich denke nicht, dass hierbei städtische Einrichtungen helfen werden, selbst die im Kindergarten fragten, ob ich denke, dass sie nichts Besseres zu tun haben bei dieser "Nationalitätenvielfalt" (genau so sagten sie es) als sich hinzusetzen und der ungebändigten Horde die Wichtigkeit der Bienen zu lehren.
Die sind wohl selbst überfordert. Da spielen Tiere & Umwelt keine großen Rollen mehr.

Leider!

marinahexe 25.04.2017 22:21

So, jetzt beruhigt ihr euch bitte alle mal wieder.

Ich finde es wichtig und richtig, so ausführlich die Situation zu beschreiben. Je mehr Infos man hat, desto besser kann man sich die Situation vorstellen.

Ich würde mich auch zunächst mit dem TSV in Verbindung setzen. Zusätzlich würde ich das Jugendamt informieren. Denn in diesem Alter kann man die Denkweise evtl. noch positiv "lenken". Sprech auch mit den Nachbarn und tut euch zusammen. Wenn irgendwas vorfällt (Fenster eingeworfen oder jemand wird konkret bedroht z.B.) würde ich sofort die Polizei rufen, wenn es sein muss täglich. Leserbrief ist auch gut, allerdings erst, wenn der TSV oder andere Behörden nichts tun. Das kann den Druck etwas erhöhen.

Was mir noch einfällt. Die Asylanten werden doch in der Regel betreut. Versucht doch da mal Kontakt aufzunehmen.

maREN* 25.04.2017 22:30

Ich stimme marinahexes Vorschlägen uneingeschränkt zu. Ich würde die möglichen Verantwortlichen Stellen nötigenfalls täglich mit mehreren Leuten nerven und größtmögliche Aufmerksam erzeugen! Ganz ehrlich, ich kann gut verstehen, dass dir der Hut mehr als hochgeht.

Lass uns bitte weiter teilhaben, ob du etwas bewegen konntest oder generell wie sich die Situation weiter entwickelt.

Persephone1968 25.04.2017 23:09

Zitat:

Zitat von maREN* (Beitrag 1028601)
Ok, dann jetzt einfach nur zur Sache!

Ich verstehe vollkommen, dass eine Schlichtung mit den Eltern und oder den Kindern schwierig bis unmöglich ist unter deinen geschilderten Erfahrungen und Problemen. Dass da Sprachbarrieren nicht weiterhelfen ist klar.

Welche Optionen bleiben also?

1. Hast du "Verbündete" in der Nachbarschaft mit denen du dich organisieren und etwas auf die Beine stellen kannst?
2. Welche potentiell verantwortlichen behördlichen Stellen gibt es, bei denen es sinn macht, diese Hinzuzuziehen?
3. Hast du irgendwie die Möglichkeit selber Tiere einzufangen und umzusetzen?

Ich denke, dass die vielversprechendste kurzfristige Lösung sein wird, die Tiere umzusiedeln. Alles andere, wie Leserbriefe, behördliche Beschwerden etc. können gegebenenfalls hoffentlich langfristig etwas bewirken, aber ob das den Kaninchen (und Bienen) jetzt hilft ist fraglich.

1. Was sollen wir hier auf die Beine stellen? :-)
Kinder sind unantasbar, die können nichts für ihr Verhalten, das haben sie nicht in die Wiege gelegt bekommen und auch wir Mitbewohner könnten nur an die Eltern appelieren, doch diese sehen das Ermahnen oder Aufklären ihrer Kinder durch Dritte auch als "feindlich" gesinnt an.

2. Alle hierfür zuständigen Ämter und Einrichtungen sehen sich sehr wahrscheinlich für Wildkaninchen nicht zustädig. Wie ich schon beschrieb, so fühlte sich das Tierheim Mannheim noch nicht einmal mehr für eine ganz kleine, ausgesetzte Katze mehr zuständig - deren Rat an mich war lediglich, dass wenn ich mir das Leid der Katze nicht mit ansehen könne, aus Angst sie verhungert, dann sollte ich eben zum Füttern übergehen. Genau das habe ich dann auch getan, ganze 3 Monate, bis die Kleine dann endlich das Futter auch in einer Transportbox annahm, sprich sie endlich auch in diese hinein ging und ich sie so endlich einfangen konnte. Dann saß ich auf der Katze, denn selbst dann wollten sie die Katze nicht aufnehmen.
Das schreibe ich jetzt auch nur so ausführlich, um zu verdeutlichen wie groß die Chancen sind, dass irgendwer hier her kommt, um Wildkaninchen einzufangen, um diese umzusiedeln. Wir leben hier in einer Großstadt und Bspw. unsere ehemaligen US-Kasernen standen nun über ein Jahrzehnt hier leer, doch all die Katzen die von den Amis dort einfach zurück gelassen wurden, die leben seit über 10 Jahren nun schon WILD auf dem Gelände - eine einzige Frau kommt einmal täglich dort hin, seit 10 Jahren, um diese ca. (+/-) 30 Katzen zu füttern. Nun kommen dort die Bagger, denn auch dort wird nun.... neu gebaut - diese Katzen nimmt kein Tierheim, die sind "nicht vermittelbar" heißt es und es gibt kein Gelände in dieser Stadt, auf dem man diese Katzen umsiedeln könnte.
Wer also soll sich hierbei dann um Wildkaninchen bemühen, wenn Tierheim und Tierschutzverein noch nicht einmal eine Umsiedlungsmöglichkeit für diese Katzen hat.

3. Ich habe drei Monate gebraucht, um eine ca. 5 Monate alte Katze in die Transportbox zum Fressen bewegen zu können. Was glaubst du wie lange es wohl dauert, nur ein einziges Kanninchen da rein zu bekommen? :-) Ich meine, ich muss mich der Box ja so weit annähern, dass ich die Klappe schließen kann :D ich denke das Wörtchen "Angsthase" kommt nicht von nirgendwo her ;-) und man sollte hierbei bedenken, dass ich DAS PAAR zusammen umsiedeln sollte, nicht nur eines und den dazugehörigen Partner erkenne ich dann gar nicht mehr, bei so vielen Kaninchen hier.
Und was heißt "umsiedeln"?
Im Grunde wäre es für das aktuelle Kaninchenpaar hier, welches nun schon seit drei Tagen wieder allnächtlich im Sandkasten buddelt, schon "umgesiedelt" genug, wenn es besser zwei Häuser weiter auf dem dortigen Rasen zu buddeln beginnen würde. Doch fange ich beide ein ;-) und setze sie zwei Häuser weiter wieder aus :D die kommen 100% wieder die 100 Meter her gelaufen.

Aber ich werde es die nächsten Tage mal so versuchen:
Ein Sack Möhrchen kaufen, klein schneiden und jeden Abend vom Sandkasten ab eine Spur in Richtung 100 Meter weiter weg legen, bis zum sicheren Rasenplatz, der sogar eingezäunt ist - die kommen durch die Tür... Dort dann einen finalen Haufen Möhrchen inkl. Salat? (ich weiß doch gar nicht was die wirklich gerne mögen) und dann hoffen, sie entdecken die Wiese dort für sich und zum Buddeln!
NUR darf natürlich nicht passieren,
dass die dortigen Kaninchen dann den Möhrchenweg bis zum Sandkasten für sich entdecken - das wäre dann nach hinten los gegangen!

Vielleicht verrät mir hier ja jemand,
was denn diese Wildkaninchen am liebsten Essen?

Lieben Gruß,
Perse

Einhorn09 25.04.2017 23:53

Blöde Frage am Rande wie wäre es den Sandkasten (dessen Größe ich zwar nicht kenne) einfach für die Nacht abzudecken?
Oder ist es ein Sandkasten der in der Erde ist also sprich kein holzkasten drum rum?

Persephone1968 26.04.2017 00:40

Zitat:

Zitat von marinahexe (Beitrag 1028619)
So, jetzt beruhigt ihr euch bitte alle mal wieder.

Ich finde es wichtig und richtig, so ausführlich die Situation zu beschreiben. Je mehr Infos man hat, desto besser kann man sich die Situation vorstellen.

Ich würde mich auch zunächst mit dem TSV in Verbindung setzen. Zusätzlich würde ich das Jugendamt informieren. Denn in diesem Alter kann man die Denkweise evtl. noch positiv "lenken". Sprech auch mit den Nachbarn und tut euch zusammen. Wenn irgendwas vorfällt (Fenster eingeworfen oder jemand wird konkret bedroht z.B.) würde ich sofort die Polizei rufen, wenn es sein muss täglich. Leserbrief ist auch gut, allerdings erst, wenn der TSV oder andere Behörden nichts tun. Das kann den Druck etwas erhöhen.

Was mir noch einfällt. Die Asylanten werden doch in der Regel betreut. Versucht doch da mal Kontakt aufzunehmen.

DANKE!
Wie gesagt kenne ich die Problmatik mit fehlenden Details selbst bei mir in den Foren, deshalb wurde ich gleich ausführlich und konkret.
Wir sind / leben hier gar nicht in einem "Brennpunkt", bis vor zwei Jahren war das eine sehr ruhige Gegend hier und durch eben all die Wiesen und Bäume hier zwischen den Häusern, eine sehr beliebte Gegend für fast alle Tierarten.
Damals, vor ca. 2,5 Jahren, hatten wir hier lediglich ein sehr großes Bildungszentrum, indem von Montags bis Freitags kaufmännische Umschulungen stattgefunden haben - wir haben überhaupt nicht mitbekommen wie dieses Bildungszentrum anscheinend umgezogen war, aber plötzlich hingen an den Fenstern Vorhänge und Wäschestücke heraus, über Nacht. Das Bildungszentrum wurde umfunktioniert, die täglichen Umschüler kamen nicht mehr, stattdessen im Sommer nächtliche Besucher auf unseren Rasenflächen und tagsüber eben nun eine ganze Menge Kinder. Wir waren hier nie ein "Brennpunkt" oder eine "schwierige Gegend".
Der nun vor ca. 7 Monate begonnene Bau auf diesen 10.000 qm² Wildwuchsareal, der soll für die "Familienzusammenführung" dienen, sprich als Unterkunft für die nachkommenden Familienmitglieder derer dienen, die seit ca. 2 Jahren in diesem ehemaligen Bildungszentrum untergebracht sind.
Das habe ich jetzt erklärt,
damit ich nun erklären kann, dass dieses "Asylantenheim", sprich das ehemalige Bildungszentrum, gar keine Betreuer hat, denn diese Zimmer wurden vermietet wie Wohnungen. Dort gibt es im Haus keine Zentrale oder Betreuer. Es gab lediglich ca. 8 Monate lang viele Bauarbeiter dort, ich denke diese haben Bäder und Küchen dort ermöglicht, vielleicht auch Trennwände gezogen und abschließbare Türen installiert. Es haben alle dort lebende Familien auch einen Briefkasten unten an den Eingängen. Das von mir oben beschriebene "Asylantenheim" ist also ein komplett umfunktionierter Wohnkomplex jetzt, der einmal ein Bildungszentrum war. Da gibt es keine Ansprechpartner.

Eigentlich widerstrebt es mir echt ein Bisschen, das nun erklärt zu haben. Und ich müsste auch weiter gehen und erklären, dass wir sogar auf dem Rathaus waren und dort keine Auskunft darüber bekamen, was da nun nebenan auf unserem 10.000 qm² "Naturschutzgebiet" - so nannten wir diesen schönen Platz immer - gebaut wird. Erst durch ständiges Befragen der dortigen Bauarbeiter haben wir erfahren, dass dies eine Wohnsiedlung für die nachkommenden Familienmitglieder werden wird... Und auch das erkläre ich jetzt nur, um zu verdeutlichen, dass selbst im Rathaus stillschweigen herrscht und man sich überall hier in der Stadt nur eines wünscht, dass wir Bürger uns damit arrangieren und zwar ohne große Proteste, denn irgendwo müssen diese Menschen ja hin und deshalb wird auch keiner vorab informiert, geschweige denn gefragt.
Ich verstehe die Problematik aller Gemeiden und Städte hierbei durchaus - sogar auch, das auf alle anderen hierbei keine Rücksicht mehr genommen werden kann.
Aber dies bedeutet eben dann auch noch sicherer, dass auf das Befinden von Tieren in der Umwelt, noch weniger Rücksicht genommen werden kann.

Die werden mich auslachen,
wenn ich jetzt wegen Wildkaninchen komme, die im Sandkasten buddeln und dort dann eventuell verenden. Die werden mich fragen, was ich denn denke was sie tun sollen: "Den Kindern das Spielen verbieten?" oder "Die Bebauung abblasen, damit die Wildkaninchen wieder zurück ziehen können?"!
Sind wir doch einmal ehrlich, damit hätten sie auch nicht ganz unrecht, denn solange es sich nicht um geschützte Tiere handelt, die ihren Lebensraum verloren, so lange können die minimal nur müde lächeln und maximal mich fragen, ob ich noch ganz sauber bin und nichts Besseres zu tun haben als ihnen die Zeit zu rauben.

Tierquälerei gibt es nur auf sehr geduldigem Papier.
Laut Gesetz sind Tiere ein Sachgegenstand und das töten von Tieren ist maximal eine Sachbeschädigung, doch wo kein Eigentümer, da auch kein Kläger wegen Sachbeschädigung.
Und keiner ist Eigentümer von Wildkaninchen, Enten, Bienen & Co.

Ich hoffte ihr würdet mir hier etwas benennen können, mit dem ich die Kaninchen von einem Ort zum anderen locken könnte. Oder wie ich schon sagte, etwas das sie gar nicht mögen, so dass ich sie vom Sandkasten abbringen kann.
Ich liebe Tiere sehr, wirklich sehr und ich wohne hier seit über 25 Jahren gerne in einem großen Reihenhaus, weil wir hier so viele Tierarten herumspringen haben, die man beim Waldspaziergang nicht alle sehen würde, was wir hier jeden Morgen und jede Nacht so alles zu sehen und zu hören bekommen - bekamen, denn nun wird es sehr eng und ungemütlich für all diese Tierarten hier.

Gute Nacht zusammen!

Persephone1968 26.04.2017 00:45

Zitat:

Zitat von Einhorn09 (Beitrag 1028631)
Blöde Frage am Rande wie wäre es den Sandkasten (dessen Größe ich zwar nicht kenne) einfach für die Nacht abzudecken?
Oder ist es ein Sandkasten der in der Erde ist also sprich kein holzkasten drum rum?

Ja, er ist in der Erde.
Es wurde vor zwei Jahren einfach ca. 20 qm² Wiese abgetragen, tief mit dem Bagger gegraben und dann eben Sand rein geschüttet. Es gibt kein Rahmen oder Rand, es kommt gleich Wiese... und mitten in den Sandkasten haben sie auch noch eine Doppelschaukel rein gebaut, also zwei Schaukeln - da kann man also nichts über den Sandkasten legen, schon die Schaukeln stören hierbei.

Aber wäre ne gute Idee gewesen,
wenn machbar! Danke!

Anjanka 26.04.2017 09:12

Hi Persephone,

schade, das mit dem Abdecken wäre auch meine einzige Idee gewesen, nachdem ich gestern noch den ganzen Tag darüber nachgedacht habe, was man machen kann...
Aber irgendwie auch logisch - Kaninchen würden kaum in einem 2qm Sandkasten mit Holzrahmen zu buddeln anfangen...

Tja, wie kann man die Tiere woanders hinbekommen, wenn man nicht an die Kinder oder deren Eltern appellieren kann? Puh...Kaninchen (also Hauskaninchen) mögen viele Dinge sehr gern. Fressen können die (an Grünem) beinahe alles. Aber ich fürchte, Wildkaninchen sind von Natur aus viel vorsichtiger. Wenn man nun also etwas auslegt (Möhren sind genauso gut wie Kohlrabiblätter, Ruccola, Broccoli usw.), haftet dort der Geruch des Menschen. Es kann sein, dass die Kaninchen allein deswegen schon nicht drangehen.
Außerdem wird Neues erstmal ganz vorsichtig getestet. Demnach würden gar nicht sofort alle Möhren genommen, sondern erst ein oder zwei Stücke. Damit finden Kaninchen heraus, was sie vertragen und was nicht.

Es gibt im Baumarkt (oder über Amazon) Kaninchen-Lebendfallen. Aber auch da hast du das Problem, dass nicht sicher (oder gar wahrscheinlich) ist, ob ein Kaninchen hineingeht. Und wenn doch, dann hast du genau ein Kaninchen gefangen. Und der Partner guckt in die Röhre, denn der wird da nicht auch noch reinhoppeln (oder einen Tag später in die gleiche Falle).

Und, wenn wir ehrlich sind, die Situation bei euch ist für alle Tierarten schrecklich. Wir hier im Kaninchenforum können bei den Kaninchen Tipps geben (aber nicht sehr viele, wie du merkst), aber das hilft den Bienen, Katzen, Enten (das Todprügeln einer Ente lässt mich wieder rot sehen) leider kein Stück weiter.
Ich glaube dir, dass die Behörden nichts tun.
Bliebe also nur eine Nachbarschaftsorganisation (Zusammenschluss aller betroffenen und hilfsbereiten Nachbarn), aber auch hier kann ich verstehen, dass ihr schlichtweg Angst habt. Ich kann mir bildlich vorstellen, wie sich eine Gruppe von 8 Leuten bildet, diese versuchen, die Tiere zu retten oder Aufklärungsarbeit zu leisten oder sonstwas...und dann von einer Masse von 40 wütenden Eltern der "Gegenseite" gestellt werden...
Da hilft nur noch die Polizei, die aber auch erstmal einige Zeit braucht, um auszurücken. Bis dahin ist ein Schaden schon passiert.

Bliebe am Ende wohl nur das übliche "Wegsehen" fürs eigene Seelenheil. :(
Aber das ist natürlich keine Lösung - würdest du es darauf anlegen, hättest du hier gar nicht erst dein Problem geschildert.

Hm, was kann man also tun, um die Situation in deiner Gegend zu bessern?

Mach' möglichst viele Leute darauf aufmerksam! Das Internet kann ein paar coole Aktionen starten, wenn man an die richtigen Leute dort gerät. Mir fehlt jetzt eine konkrete Idee, was solch eine Aktion wäre, aber eine Art Flashmob mit 100 Leuten die Transparente für Tierschutz hochhalten und das noch medienwirksam...also das hätte doch was. Vielleicht wird dann auch die Stadt wach und tut was. Zur Not in Form von Umsiedlungen (die schwierig sind) oder so eine Art uniformierte Schutzpatrouillen, die tagsüber den Spielplatz ablaufen und aufpassen, dass keinem Tier was getan wird. (Das könnten die Anwohner selbst auch tun, wären aber wieder Ziel von Angriffen der Gegenseite. Von daher meine Idee mit den Uniformierten. Die man erstmal dahin kriegen muss...)

Ich bete, dass es so bald wie möglich eine Lösung geben wird! So kann das jedenfalls nicht weitergehen.

LG und ganz viel Kraft,
Anjanka

Diabi 26.04.2017 09:35

Die Idee, den Sandkasten abzudecken, halte ich dennoch nicht für ganz aussichtslos: auch ohne Rand könnte man z.B. eine große Plane darüber breiten, oder auch Estrichmatten auf die Lieblingsbuddelstellen legen, um den Wildkaninchen den Sandkasten zu verleiden...
es wird aber alles nur bedingt klappen (zumindest, wenn die Wildkaninchen nur halb so starrsinnig sind wie meine Hauskaninchen...), letzten Endes müssen es aber die Kaninchen selbst einsehen, dass es eine blöde Stelle ist.

Was die Möhrchenspur betrifft, würde ich allenfalls nur im eingezäunten, geschützten Bereich Möhrchen auslegen. 100 m sind für Kaninchen keine nennenswerte Strecke, die Sandkastenbuddler waren bestimmt auch schon im eingezäunten, sicheren Bereich, aber wahrscheinlich gibt es dort einfach schon zu viele Kaninchen, so dass nicht noch Platz für einen weiteren Bau ist.

Und egal, wie aussichtslos es erscheinen mag, würde ich dennoch noch versuchen, über Flüchtlingsinitiativen, Ansprechen von Eltern und Kindern etwas zu erreichen.

Unter https://www.mannheim.de/buerger-sein/fluechtlinge-und-asylbewerber finden sich eine Vielzahl von Einrichtungen und Ansprechpartnern für Flüchtlinge, und ich glaube nicht, dass Dich jemand heimschicken würde, wenn Du z.B. in der Columbus Willkommensschule auftauchst, Dich dort ein paar Betreuern vorstellst und darum bittest, mit ein paar älteren Kindern ins Gespräch kommen zu können, um Deine Sorge um die Wildkaninchen zu schildern. Meist sind diese größeren Kinder ja die "Aufpasser" ihrer kleineren Geschwister, und wenn Du diese überzeugst, passen sie auch auf ihre Geschwister auf, und früher oder später wird es auch an andere Gleichaltrige oder Eltern übermittelt.

Das Gespräch mit den Kindern vor Ort wird dann nichts nützen, wenn Du sie nur ermahnst, wenn Du sie bei schlechtem Verhalten erwischst, sondern bringt nur was, wenn man versucht, sie auch so zu akzeptieren und ihnen etwas über die Natur beizubringen.

Es ist auch immer besser, sich ein, zwei rauszupicken, statt mit einer großen Gruppe zu diskutieren: wenn man einige wenige auf seine Seite zieht, ihnen Honig ums Maul schmiert wie groß und verantwortungsbewusst sie doch sind, und sie dann "beauftragt", Wächter der Wildkaninchen zu werden, hat man schon fast gewonnen...

Wir hatten auch schon verschiedene Kinder mit Migrationshintergrund in der Nachbarschaft, und einer davon benahm sich in unserem Garten tatsächlich wie die Axt im Walde... mein Mann hat ihn dann mit zur Gartenarbeit genommen, ihm die verschiedensten Gemüsearten erklärt, Insekten gezeigt usw. Das arme Kind wusste noch nicht einmal wie eine Bohne aussieht... in der Folgezeit kam der Junge nicht mehr zum Spielen zu uns, sondern suchte nur, ob mein Mann wieder im Garten arbeitet, und wich ihm nicht mehr von der Seite, und das Köpfen von Blumen, Abreißen von Ästen etc. hörte schlagartig auf...

Es gab bei uns übrigens auch schon deutschstämmige Kinder, denen jegliches Feingefühl im Umgang mit Tieren fehlte, deren Eltern aber ebenfalls so etwas von uneinsichtig sind (mein Sohn ist der tollste, und alle anderen sind ungerecht zu ihm), dass ich sie einfach nicht mehr zu uns einlud...

Gespräche mit Eltern bringen auch was, so lange man die Kinder nicht nur kritisiert (das würde mir als Mutter ja auch nicht gefallen...), sondern "nur" seine Sorgen schildert und vielleicht gleichzeitig etwas positives anbringt, z.B. anbietet, mit ein paar Kindern eine Natur-Entdeckungstour o.ä. zu machen. Man könnte auch etwas flunkern nach dem Motto "mir fiel auf, dass ihr Sohn ein vernünftiger Junge ist, der viel Einfluss auf seine Spielkameraden hat, vielleicht könnten Sie ihn bitten, dass er die Wildkaninchen beschützt und die anderen Kinder ermahnt, wenn sie sich falsch verhalten?"

Und was die Wertvorstellungen betrifft, die Eltern ihren Kindern mitgeben, liegt generell noch viel im Argen (man denke nur an die Kinderzimmerkaninchen), da findet ein Umdenken auch unter uns Deutschen nur seeeehr langsam statt... in der Generation meiner Eltern war es offenbar ein gängiger "Spaß", Katzen irgend welche Dinge an die Schwänze zu binden, Insekten die Flügel rauszureißen, und, und, und... wahrscheinlich hatten die damaligen Eltern auch gar nicht die Zeit, um ihre Kinder zu überwachen und zu maßregeln, aber vor allem war man ja auch lange davon überzeugt, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist, die Tiere ihm untertan sind, und Tiere ohnehin kaum Gefühle, Schmerzempfinden o.ä. haben... diese Einstellung änderte sich erst in den letzten Jahren mit den Erkenntnissen der Verhaltensforschung, die zeigte, dass auch Tiere denken, fühlen, und z.T sogar ein Bewusstsein ihrer selbst haben...

Terry 26.04.2017 13:15

Ich denke auch, dass hier im Moment viele Problematiken durcheinandergewürfelt werden was der Sache an sich nicht gerade förderlich ist.


Zum einen ist eine Wildkaninchenkolonie quasi obdachlos geworden. Das an sich ist zwar traurig, besonders da es in der Setzzeit geschehen ist, aber da Wildkaninchen zum sog. "jagdbaren Wild" gehören ist es zumindest rechtlich nicht zu beanstanden. So weh es auch tut zu sehen wie trächtige Weibchen versuchen irgendwo eine Setzröhre zu bauen und dann dort ihre Jungen verlieren.

Das zweite ist die beobachtete Tierquälerei. Hier können/sollten tatsächlich alle Möglichkeiten (die hier auch schon genannt wurden) ausgeschöpft werden um dieses zu unterbinden, also
- Polizei (es handelt sich um Straftaten, auch wenn die Täter noch nicht strafmündig sind)
- Betreuungsstellen der Bewohner
- Tierschutz
- Kindergarten/Schulen der Bewohner


Das dritte ist die Herkunft der Bewohner, was meines Erachtens nach hier vernachlässigbar ist und auch nicht weiter thematisiert werden sollte, denn auch unter den "Einheimischen" gibt es genügend Leute/Kinder die solche Sachen machen.


Als letztes noch, die Tiere werden sich neue Reviere suchen, das heißt sie werden sukzessive abwandern wenn sie dort keine vernünftige Lebensgrundlage mehr haben. Natürlich auch nicht schön, denn es wird viele Tiere auch das Leben kosten, aber Wildkaninchen sind nun mal darauf angewiesen Baue und Setzröhren zu buddeln.
Nimmt man ihnen die Möglichkeit, suchen sie sich ein Gelände wo das geht. Dazu gehört auch, dass sie es irgendwann nicht mehr im Sandkasten versuchen werden, weil sie merken, dass weder sie, noch ihr Nachwuchs dort sicher ist.

maREN* 26.04.2017 16:22

Das hast du sehr schön zusammengefasst Terry.
Und ich denke damit erschöpfen sich dann auch die Möglichkeiten.

Wenn du sie nicht auf eigene Faust umsiedeln willst oder kannst wird das locken auch nichts bringen. Ich habe das zwar oben nicht näher beschrieben, aber natürlich war mit umsiedeln nicht in sichtbare entfernung gemeint, sondern einfangen, und mit dem Fahrzeug wegfahren und irgendwo aussetzen wo keine Gefahr droht.

Persephone1968 26.04.2017 17:34

Liebe Anjanka,

herzlichen Dank für all deine Gedanken und Überlegungen!
Daran habe ich gestern Abend nicht gedacht – an den Geruch des Menschen. Ich habe die Karotten zwar geschält und dann erst gewaschen, aber eben danach klein geschnitten und nicht mehr gewaschen. Heute Morgen waren dennoch alle Stücke weg. Ob es nun die Kaninchen waren, unsere vielen Igel oder gar unsere 4 – 6 „Mann“ starke Clique der Rabenkrähen, letztere krallen sich alles und verstecken es :-) Doch das Erfreuliche war heute Morgen, dass das gebuddelte Loch nur so tief war wie mein Arm lang, ich konnte also das Ende erfühlen und kein Kaninchen war heute Morgen in Sicht, da wir eine 6-Mann starke Gruppe des Grünflächendienstes schon ab 7:00 Uhr hier hatten, die das Unkraut in den Sträuchern entfernte – bei so viel Trubel verstecken sich die Kaninchen, deshalb auch nur so ein mageres Loch. Am liebsten buddeln die wirklich ab Sonnenaufgang bis ca. 10:30 Uhr, natürlich nur, wenn es drunten ruhig und keiner da ist.
Immer in das Loch hinein zu langen ist irgendwie so als wäre man in der Sendung „Dschungelcamp“ – man weiß nie was einen da drinnen erwartet :D ich weiß ja nicht, ob mich so ein Wildkaninchen beißen würde… also ich würde beißen, wenn mir einer ungefragt unter die Decke langen würde. Doch hierbei setzte ich immer viel Hoffnung auf das Wort „Angsthase“ und hoffe somit, dass falls etwas im Loch drinnen ist, es mindestens genauso viel Angst wie ich hat und aus viel Angst eben noch nicht einmal zwickt :-)

An Einfangen dachte ich schon bevor ich hier Rat suchte,
aber wie du eben sagst – die Paare sind immer zusammen, selbst wenn also eines von beiden in die Falle laufen würde, so wäre der Partner vorgewarnt und kein Mensch, zumindest ich nicht, will ein Paar trennen. Genau das war ja der Punkt der mich so tief berührt hatte, als eines der Kaninchen ins Loch flüchtete und dieses dann… und ich dessen Partner drei Tage lang da unten am Sandkasten rumsuchen sah. Da musste ich immer an meinen Vater denken, der seine Ehefrau / meine Mutter schon mit 53 Jahren verlor – er wirkte damals so verloren und hilflos, und er war es tatsächlich auch, bis er dann (endlich) auch verstarb.

Sich organisieren ist nicht möglich.
Unser eigentliches Gebiet hier, so wie es bis vor 2,5 Jahren war, beherbergt viele ältere Menschen mit einer zwar noch guten Rente, aber die meisten sind mittlerweile alleine, haben den Ehepartner schon verloren. Ich bin mir meinen 48 Jahren eine von den jüngsten hier. Und das was hier eben heute noch „übrig“ ist, das sind zum Großteil verwitwete, ältere Menschen die schon damit seit 2 Jahren völlig überfordert sind, dass ab dem Frühling bis zum Spätherbst der Lautstärkpegel bei uns vor und hinter den zwei genannten Reihenhäuser lauter ist, als zwei Kindergärten und ein Freibad zusammen. Ich gehöre wirklich zu den ganz wenigen hier, die sich mittlerweile sogar freuen können, wenn es nur deshalb extrem laut ist, weil sie Fußball auf der Wiese spielen oder Völkerball, etc. Und die Eltern sitzen dann mit Decken, Grill und Speisen mit auf der Wiese. Doch genau diese Situation ist eben für viele hier schon eine störende Extremsituation, die meisten bemerken deshalb die kleinen Feinheiten wie Bspw. „das Bienenspiel“ gar nicht, sie nehmen nur das Geschrei dabei wahr.
Zudem sind einige Bewohner hier in Sachen Tierbehandlung schon abgestumpft, denn viele sahen das vorletztes Jahr mit dem Schwan (sorry, hatte mich gestern in der überhitzen Phase verschrieben, es war keine Ente, sondern eine Schwanenfamilie) als die Schwanenmama einen ersten verheerenden Schlag mit dem Stock abbekam, so dass sie nicht mehr flüchten konnte und regelrecht totgeschlagen wurde. Viele Mieter hier hatten unserer Baugesellschaft / Vermietung das geschrieben, aber statt etwas für den Tierschutz zu unternehmen, kam unsere Baugesellschaft dann einen Monat später Ende Mai mit einem LKW voll Sand und 4 Arbeiter verschlossen den ganzen Tag, ALLE Kaninchenlöcher hier auf UNSERER Wiese. Später erfuhren wir, dass sich eben die Eltern der Kinder beschwerten, dass die Kinder in diese Löcher fallen könnten und mit dem Fuß umknicken, etc.
Nur was eben zu all dem nicht passt, ist die Tatsache, dass wir hier schon seit 10 Jahren ein Schild stehen haben, auf dem Bspw. Ballspiele, Fahrradfahren, etc. auf dem gesamten Gebiet verboten ist. Sprich UNSERE Kinder durften das hier alles nicht – jetzt werden sogar die Kaninchen erstickt und einfach am Mittag zugeschüttet, damit man besseres und sicheres Fußballspielen kann – trotz Verbotsschild.
Kein Rundschreiben wegen des Totschlagens des Schwanes, stattdessen genau 3 – 4 Wochen später diese Attacke gegen die Kaninchenbaus auf unserer Wiese. Ich möchte euch nicht berichten, was ich diesen Männern alles an den Kopf geworfen haben, die absolut gezielt zu zweit, zeitgleich Sand in zwei nahe beieinander liegenden Löchern kippten. Die hatten sogar noch so eine große Maschine / Presse dabei, die man auf große Bausstellen auf dem verteilten Sand hopfen lässt, bevor der Teer danach drauf kommt. Mit dieser Maschine hat dann der dritte Mann jedes Loch und jeden Weg unter der Wiese zum Einbruch gebracht. Der vierte hat für den Sandnachschub gesorgt.
Wie schon einmal gesagt, so ein Balkon kann wirklich zum Horror werden, denn manches hätte man dann nun wirklich nicht mitbekommen wollen.
Und unsere Grünanlagen waren schon immer – ich wohne hier über 25 Jahre und meine Tochter war damals 3 Jahre alt – niemals als Spielplatz gedacht, denn bevor die großen Rasenflächen angelegt wurden, da kamen zwei Dutzend LKW’s mit Erde und schütteten alleine auf unsere eine Grünanlage 6 große HÜGEL auf und dann erst wurde der Rasen darauf gesät. Damals hieß es, diese Hügel sollen das Ballspielen unmöglich machen, denn die Grünanlagen sollen entspannend und naturfreundlich sein, nicht als Spielplatz dienen. Deshalb auch das Verbotsschild, spielen… und Hunde verboten.
Dementsprechend hoch waren natürlich auch über 25 Jahre die Mieten – heute durch die Decke geprescht und völlig überzogen hoch, gerade wegen der Nebenkosten der Grünanlagenpflege, da dürfen plötzlich andere die noch nicht mal in unseren Häusern wohnen all das, was unsere Kinder nie durften – und dafür werden sogar Kaninchen in deren Bau jämmerlich begraben und erstickt, von unserer Bausgesellschaft / Vermietung beauftragt, damit sich keiner verletzt… Und die, die sich damals wegen des Zuschüttens der Kaninchenbaus beschwerten, denen wurde gesagt, dass es ihnen frei stehe umzuziehen. Klar, seit 3 – 4 Jahren sind leer stehende Wohnungen eine Goldgrube – wer braucht da noch Rentner oder Mittelständer, wo ganz andere, mit neuen Mietverträgen sogar noch mehr zahlen würden.

…und da sage mir bitte schön noch einer,
dass es bei solch’ Hilflosaktionen und Chaoszuständen selbst bei den Baugesellschaften und Vermieter, noch irgend ein Amt oder Verein geben kann, den zwei Wildkaninchen scheren oder ein Schwan oder…

…und das haben eben auch meine Nachbarn und Mitbewohner erleben müssen, demnach können diese noch länger schon nicht mehr glauben, dass es irgendwen schert wie es ihnen selbst hierbei ergeht – geschweige denn den Tieren.

Sich im Netz zu organisieren, um dagegen vorgehen zu können – ich bitte euch :-) wenn ich doch schon hier die Unterstellung der Ausländerfeindlichkeit erfahren habe, was glaubt ihr denn was sich dann erst bei einem sich im Netz zu Organisieren für Vorwürfe und Unterstellungen auftun würden. Mal übertrieben gesagt: Ab einer bestimmten Anzahl einer Gemeinschaft, werden böse Zungen dies als Terrororganisation, von Rechtsextremen bezeichnen. Bestünde die Problematik hier mit deutschen Kindern, dann wären all diese Vorschläge absolut machbar und sicher auch Erfolg versprechend.
Die Menschen hier haben zu Recht Angst als Rechtsextreme, Nazis, Rassisten und/oder als fremdenfeindlich bezeichnet bis beschimpft zu werden, wenn sie nun für andere Menschen die noch nicht einmal in unserer Straße wohnen, die gleichen Regeln hinter und vor unseren Häusern einfordern möchten, wie sie diese selbst seit über 25 Jahren hier als Bewohner befolgen mussten oder befolgten. Es war zwar nicht das Spieleparadies für unsere Kinder, denn die mussten zum Spielen in das 800 Meter entfernte Jugendhaus mit Abendteuerspielplatz, etc. – aber für die Anwohner hier war es letztlich dann eben ein Stück weit Ruhe und Natur pur, denn wie gesagt, die Menge der verschiedenen Tierarten hier war schon ein Erlebnis in einer Vorstadt einer Großstadt.

Ich erklärte das alles nur deshalb,
weil man eben gewisse Vorschläge mittlerweile, l e i d e r als naiv betrachten muss – das ist wirklich keine Kritik, sondern ein wahres Drama oder Dilemma, dem man sich bewusst werden sollte, wenn man es selbst noch nicht erlebte. Denn sehr viele erleben das seit einiger Zeit.
Was gäbe man in solchen Zeiten,
für einen „kleinen“ Bauernhof auf dem Lande – denn wenn der Mensch dem Menschen nicht mehr gerecht werden kann, dann möchte er doch wenigstens noch mit der Natur im Verbund stehen können.

@Diabi,

RICHTIG, das eingezäunte Wiesenareal hat schon immer seine eigenen Kaninchen dort beheimatet – durch den nun jüngsten Wegfall von 10.000 qm² Busch und Wiesen jetzt, sind ganz andere Kaninchen „obdachlos“ geworden.
Und diese kommen nun natürlich genau auf unser Wiesenareal, denn hier wurden ja vorletztes Jahr alle Kaninchenbauten zertrümmert inkl. die darin befindlichen Kaninchen umgebracht. Fazit: Unser Areal hier ist wohl seither auch nie mehr eingenommen worden, denn bei dem Menschenauflauf von Frühjahr bis zum Spätherbst, kann hier keine Kaninchenfamilie mal in Ruhe beginnen zu bebauen…
Da magst du also vollkommen richtig liegen, dass alle sicheren Stellen bei uns schon von anderen Kaninchen besiedelt sind.

„Ansprechpartnern für Flüchtlinge“?
Sagt denn diese Bezeichnung nicht schon aus, dass es eben keine Ansprechpartner für mich sein werden (können – zeitlich u. s. w.)?
Also, wenn Deutschland für etwas bekannt ist, dann auch für seine penible Bürokratie und ich bezweifle auch stark, dass mir größere Kinder aus der „Columbus Willkommensschule“ eine Hilfe mit den Kleinen hier vor Ort sein werden können / wollen. Die haben ganz andere Probleme, wollen die Sprache lernen, eine gute Ausbildungsstelle oder gar Studienplatz finden können, etc. Alle Jugendliche erleiden erst einmal eine Art „Reizüberflutung“ und diese plötzliche „Freiheit“ und Selbstständigkeit in dieser hoch industriellen Welt, etc. – die haben hier echt anderes zu tun als weiter auf die kleinen Geschwister aufzupassen und zu sorgen… Deutschland ist für diese Jugend eine Art „Befreiungsschlag“, der jedoch selten in solch’ hohem Ausmaß auch wirklich gut tut.
Und genau deine Geschichte mit dem einstigen Nachbarsjungen bestätigt das doch haargenau – er hing an deinem Mann, weil es für ihn eine Art „Befreiung“ war, raus aus dem Gewohnten ins Neue…
Das ist immer mal machbar, sofern es sich um ein, zwei in der ganzen Nachbarschaft handelt. Jedoch wenn man 120 Wohneinheiten gegen 40 Wohneinheiten hat, dann kann man nicht mehr von ein, zwei reden, sondern von 3 : 1 wobei sich ein jeder von uns quasi drei zu Herzen nehmen müssten. Und ehrlich gesagt ist so ein GARTEN auch ein gelungenes Lockmittel, sprich Stück Natur pur – wir hingegen haben nur noch einen Balkon zu bieten, auf dem sich „Horror-Szenen“ mitverfolgen lassen.
Also der Trumpf in der Hand fehlt auch noch.

Ich finde all deine Vorschläge sehr ehrbar,
doch selbst wenn ich die Tatsache der großen Überzahl jetzt mal bei Seite schiebe, da frage ich mich dann schon, w e r soll sich denn all die Zeit für solche „Honig um den Mund schmier Aktionen“ nehmen?
Wir leben in einem hoch industriellen Land, mit – wie du so schön erwähnst – einem wissenschaftlichen Fortschritt wie in nur wenigen anderen Ländern, hier rennen schon die Deutschen und unsere alteingesessenen Migranten ihrem eigenen Alltag hinter her und der Tag könnte 48 Stunden haben – diese sozialpädagogischen Vorgehensweisen können auch, mal abgesehen vom Zeitaufwand, nicht von jedem X-beliebigen Laien absolviert werden. Und, wenn ich nur daran denke, dass heutzutage schon in Großstädten der eine und andere Nachbar, noch nicht einmal alle anderen Nachbarn kennt, obwohl… da frage ich mich dann schon, in welcher schönen „Traumwelt“ du verweilst, wo jeder, jeden ganz einfach auf den richtigen Weg bringen könnte, wenn er doch nur wollte.
Sorry, aber das bezweifle ich stark, denn die meisten haben echt mühe hier im Ländle, deren eigenes Leben wenigstens so zu meistern, dass nicht nur die eigene physische Gesundheit stabil bleiben kann, sondern auch die psychische – letztere wird oft vernachlässigt bis lange gar nicht wahr genommen.
Und deine Vorschläge hier sind wirklich ehrbar und weise, aber ich schätze jetzt mal grob, dass maximal nur jeder 3. studierte Sozialpädagoge mit langjähriger Berufserfahrung dies auch so hinbekommen könnte, wir du das so schön und einfach beschreibst. Und so ein „Fachmann“ hat dafür 8 Stunden Zeit am Tag, die auch noch bezahlt werden.
Und so ein kleiner Junge zur Gesellschaft im Garten, während man selbst seine Gartenarbeit dabei verrichtet, das ist nur schwer hiermit zu vergleichen, denn diese sozialpädagogische Hinwendung läuft parallel zum eigenen Alltag und zu den eigenen Pflichten, die man erledigt haben möchte. Wer hat nicht gerne etwas Gesellschaft bei der Arbeit und dabei noch das Gefühl man lernt dem anderen etwas?

@Terry,

im Kindergarten war ich schon. Sogar in jenem Kindergarten, in denen 3 Kinder von den besagten 8 Kindern gehen. Die fragten mich, ob ich wirklich glaube, … (siehe weiter oben) … - die sehen keine Zeit und keine Möglichkeit diesen Kindern Bspw. mal die Wichtigkeit von Bienen darzustellen. Die kämpfen mehr mit dem Problem, dass Kinder hungrig ohne Frühstück kommen und auch nichts zu essen dabei haben. Oder eben all diese Kulturen auch 8 Stunden, oftmals in mehreren Gruppen (so erklärte sie mir), zu „bändigen“.
Der Gedanke,
dass man alle zusammen in einer großen Gruppe dadurch „bändigen“ könnte, indem ein einziger die Geschichten der Bienen mal spannend und spielerisch vorträgt, der Gedanke ist diesen Damen fast schon weltfremd vorgekommen. Die Zeiten haben sich geändert – berufliche Kompetenz liegt weit unten auf der Anforderungsliste, denn heute sind Flexibilität, Nevenstärke und Selbstbewusstsein, sprich aufgezeigte Autorität ganz oben auf der Liste. Für wahre Kompetenzen bleibt da kein Spielraum mehr. Das ist doch bei den Ärzten schon lange so, denn jene in den städtischen Kliniken berichten von Fließbandarbeit, für wahre Feinheiten, sprich gehobene Kompetenzen muss man schon in einer Privatklinik seine Berufserfahrung absolvieren.
Quantität statt Qualität ist das Zauberwort für Wirtschaftswachstum und überquellende Steuerkassen!

Polizei? :D
Vor ca. 2 Monaten schlichen zwei Typen mit Kapuzenwesten um unsere Häuser herum und begutachteten besonders unsere Wohnungsgegebenheiten im Erdgeschoss, von hinten über die Balkone. Danach hatten wir kleine Zeichen an unseren Häusern, mit Kreide… ein Nachbar rief sofort die Polizei und berichtete davon und, dass die beiden Kerle gerade zwei Häuserblock weiter, das gleiche verrichten. Worauf die Polizei ihm lachend sagte, dass das mittlerweile ein Streich von Jugendlichen sei, die Häuser zu beschriften, die lernen die Zeichen aus dem Internet. Zack-Bum, das war’s!
Zwei Tage später Einbruch im Erdgeschoss über die Balkontür – die allein stehende Dame kam gegen 17 Uhr nach Hause, die Polizei war schon da, denn die riefen wir und die Dame sollte die ganze Nacht mit einem Pappkarton an der offenen, zerschlagenen Balkontüre verbringen und WICHTIG: „Nichts anlangen!“, denn der Spurendienst hatte erst am nächsten Morgen um 11.00 Uhr Zeit zum Erscheinen.

Entschuldigung,
aber entweder lebe ich in einer anderen Welt als einige hier oder es gibt tatsächlich noch irgendwo Polizeidienststellen die ZEIT und Interesse haben, eine Strafanzeige gegen ausländische Kinder wegen Tierquälerei an Wildkaninchen & Co aufzunehmen?
Ich meine, diese Herrschaften der Polizei haben von ganz oben die Anweisung, bei vorliegenden Straftaten von so genannten „Flüchtlingen“ oder „Asylanten“, partout deren Nationalität n i c h t an die Presse weiter zu geben, und da soll ich glauben, bei dem oben selbst erlebten, dass diese dann Strafanzeigen wegen Tierquälerei in Richtung Kinder, sprich nicht deutsche Kinder aufnehmen?
Das müssen die aufnehmen?
Oh nein, die sagen keine Zeit, kommen sie in drei Tagen wieder und bitte bringen sie eine Liste der Zeugen mit, inkl. Name und Anschrift. Das erlebst du nur einmal und ca. 85% werden nach diesem Erleben eben nicht mehr zur Polizei gehen, denn hier wurde schon indirekt verhindert, dass es zu solchen Anzeigen kommt. Und kommt man dann doch, dann gibt’s sicher noch die eine und andere „Auflage“ oder Schikane, die weiter einschüchtern soll.
Die sind selbst stinksauer über die Anweisungen von oben und sind selbst die Bauernopfer auf den Straßen – wenn da mal nur keiner richtig ausrastet, weil ich wegen Wildkaninchen… dann habe ich großes Glück.

Die Theorien sind alle herrlich.
Die Praxis dann weniger, wenn man sich an der Theorie versucht.

Einhorn09 26.04.2017 17:41

Das soll jetzt gar nicht böse gemeint sein, aber wie sollen wir dir eigentlich helfen, wenn du keinen einzige Vorschlag annimmst oder versuchst. Du hast bis jetzt für jeden Vorschlag gegen Argumente gehabt. Ich denke die Situation wird sich so nicht ändern

Diabi 26.04.2017 17:47

Zitat:

Zitat von Persephone1968 (Beitrag 1028732)

Ich finde all deine Vorschläge sehr ehrbar,
doch selbst wenn ich die Tatsache der großen Überzahl jetzt mal bei Seite schiebe, da frage ich mich dann schon, w e r soll sich denn all die Zeit für solche „Honig um den Mund schmier Aktionen“ nehmen?

Hast Du es denn schon einmal versucht? Und soooo viel Zeit kostet es nicht, mal beim ausländischen Nachbarn zu klingeln, und eine halbe Stunde zu schwätzen... oder sich mal ein paar größere Kinder zu sich zu rufen, ihnen ein paar Gummibärchen im die Hand zu drücken und ihnen dann von deiner Beobachtung zu berichten...

mein Vater nahm sich seinerzeit auch die Zeit, nachdem ich mich in der Schule immer mit einem libanesischen Flüchtlingsmädel prügelte, zusammen mit mir die Familie zu besuchen... er unterhielt sich dann mit dem Vater des Mädchens bei zig Gläsern Pfefferminztee über alles mögliche, gleichwohl hatte ich danach nie wieder Streit mit dem Mädchen...

Und man muss ja keine ganze Wohnsiedlung überzeugen: hat man zwei, drei auf seiner Seite, bereden die dies auch mit den anderen, und dann bewegt sich doch etwas...

Lupine 26.04.2017 17:53

Tja, zaubern können wir leider nicht - das würden wir uns oft wünschen. Weglocken funktioniert schon deshalb nicht, weil Kaninchen ursprünglich aus Gegenden mit sandigen Böden stammen und deshalb solche Böden natürlicherweise für ihren Bau bevorzugen. Sie davon abzubringen ist wirklich extrem schwierig. Da bleibt nur das einfangen per Lebendfalle.

Vermenschlichen darfst du Kaninchen übrigens nicht so sehr wie du es tust, sie ticken doch an der einen oder anderen Stelle merkbar anders. Ja, natürlich hat der Rammler seine Partnerin gesucht - falls es denn ein Pärchen war, und nicht zwei Rammler oder zwei Häsinnen der gleichen Gruppe. Kaninchen sind nicht monogam, ganz im Gegenteil. "Ehepaare" gibt es da nicht im engeren Sinn. Gruppenmitglieder aus der Kleingruppe werden definitiv vermisst, wenn sie verschwinden oder versterben, und werden gesucht. Das dauert ein paar Tage und dann geht das Leben der Kolonie unverändert weiter. Kaninchen kennen auch keine Familienbande im engeren Sinn, deshalb wird ein Rammler seine halbwüchsigen eigenen Söhne als Konkurrenten bekämpfen bzw. die Brüder sich untereinander, wenn sie geschlechtsreif sind. Manch ein Kaninchenhalter hat diesbezügliche Kastrations-Ratschläge in den Wind geschlagen und das bitterst bereut. Kaninchen können ziemlich brutal zueinander sein, wenn sie den Konkurrenten nicht außer Sichtweite vertreiben können.

Ich würde deshalb für die Lebendfallen plädieren, falls du tatsächlich etwas unternehmen möchtest. Es ist die sinnvollste Lösung, die Kaninchen sowie man sie erwischt möglichst weit weg zu bringen (und zu hoffen, dass nicht aus der Nachbarschaft Kaninchen den frei werdenden Revierplatz zu besetzen versuchen, dann wird das ganze nämlich eine unendliche Geschichte...)

Persephone1968 26.04.2017 18:18

Die Tiere sich selbst überlassen
 
Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1028699)
Ich denke auch, dass hier im Moment viele Problematiken durcheinandergewürfelt werden was der Sache an sich nicht gerade förderlich ist.


Zum einen ist eine Wildkaninchenkolonie quasi obdachlos geworden. Das an sich ist zwar traurig, besonders da es in der Setzzeit geschehen ist, aber da Wildkaninchen zum sog. "jagdbaren Wild" gehören ist es zumindest rechtlich nicht zu beanstanden. So weh es auch tut zu sehen wie trächtige Weibchen versuchen irgendwo eine Setzröhre zu bauen und dann dort ihre Jungen verlieren.

Das zweite ist die beobachtete Tierquälerei. Hier können/sollten tatsächlich alle Möglichkeiten (die hier auch schon genannt wurden) ausgeschöpft werden um dieses zu unterbinden, also
- Polizei (es handelt sich um Straftaten, auch wenn die Täter noch nicht strafmündig sind)
- Betreuungsstellen der Bewohner
- Tierschutz
- Kindergarten/Schulen der Bewohner


Das dritte ist die Herkunft der Bewohner, was meines Erachtens nach hier vernachlässigbar ist und auch nicht weiter thematisiert werden sollte, denn auch unter den "Einheimischen" gibt es genügend Leute/Kinder die solche Sachen machen.


Als letztes noch, die Tiere werden sich neue Reviere suchen, das heißt sie werden sukzessive abwandern wenn sie dort keine vernünftige Lebensgrundlage mehr haben. Natürlich auch nicht schön, denn es wird viele Tiere auch das Leben kosten, aber Wildkaninchen sind nun mal darauf angewiesen Baue und Setzröhren zu buddeln.
Nimmt man ihnen die Möglichkeit, suchen sie sich ein Gelände wo das geht. Dazu gehört auch, dass sie es irgendwann nicht mehr im Sandkasten versuchen werden, weil sie merken, dass weder sie, noch ihr Nachwuchs dort sicher ist.


Ja Terry,

ich werde wohl deinen letzten Absatz beherzigen können müssen - diese Tiere werden anscheinend selbst drauf kommen müssen, dass eben einige Stellen sehr gefahrenreich sind und somit völlig ungeeignet.
Nachdem ich nun ja erfahren konnte, dass es eben kein "Kraut" dagegen und kein "Kraut" dafür gibt, so bleiben nur noch die laienhaften Hoffnungen und Möglichkeiten, mit denen man zwar einen, zwei oder drei Tage überbrücken konnte, aber nicht wirklich auf Dauer erfolgreich helfen werden kann.

Das werde ich jetzt so abschließend hier mitnehmen,
und mich bei a l l e n bedanken, die sich hierbei Gedanken machten, welcher Art auch immer.
Damit meine ich auch Polly8!
Es tut mir leid, dass du dein Böckchen hergeben musstest und, dass das wahre Problempaar letztlich dann doch das Böckchen und deine ältere Dame darstellte.
Aber schön, dass nun die junge Dame endlich angkommen und akzeptiert, bzw. gut integriert scheint. Darauf kann man ja jetzt aufbauen und mit den Jahren, wachsen auch die Erfahrungen :-) denn Fehler machen wir alle zu Genüge, jeden Tag. Sie zu erkennen, zu diesen zu stehen und dran zu arbeiten - das ist schon "Perfektion" genug :-) mehr als genug.

Ich wünsche allen hier im Forum,
und natürlich auch allen Ninchen nur das Beste.
Passt gut auf euch und die kleinen auf!

Liebe Grüße aus Mannheim,
Perse


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