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Lenchöön 20.04.2017 11:36

Aggressive Kaninchendame terrorisiert ihre Partnerin :(
 
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Hallöchen :seeya:

Meine 3-Jährige Mara ist ein Holländer-Mischling und damit ein Stück größer als ihre 10-Jährige Zwerg-Partnerin. Ihre Aggressivität und Dominanz wird langsam zur Plage ... :devil:


Vorgeschichte:
Nach dem Tod ihrer Vorgängerin haben wir uns sie als neue Partnerin für unsere Zwergen-Oma ausgesucht. Die Vergesellschaftung verlief - trotz den denkbar achlechten Voraussetzungen wie der Alters- und Größenunterschied, der Charakterunterschied etc. - super : Anfänglich viel Zickerei und nach einer Woche wurde gekuschelt, geputzt und gespielt.:cheers2: Mara war aber auch schon davor sehr hyperaktiv und aggressiv den Möhrchengebern gegenüber.

Nachdem die Kaninchenpubertät vorüber war, änderte sich ihr Verhalten fast nicht. Uns machte das aber auch nichts aus, weil sie sich ja wenigstens mit ihrer Partnerin super verstand und das wohl nunmal ihr Charakter war. :grouphug:

Vor 5 Monaten wurde sie dann scheinschwanger und damit natürlich wieder aggressiver, ging nun sogar ihre Partnerin an und riss ihr Fell aus. :boxing_smiley: Das hieß dann: Trennung bis zum Ende der Scheinschwangerschaft! Die Tierärztin, die ihren Charakter nur zu gut kennt, gab ihr zudem ein leichtes Mittel gegen die übermäßigen Hormone, damit sie nicht zu viel Stress ausgesetzt war. Dazu empfahl sie uns, die beiden nur mit einem Gitter zu trennen, damit sie sich weiterhin sehen und beschnuppern aber nicht ankeifen können. Das war eine super Idee, weil Mara dann ruhiger wurde und beide sogar durchgängig dicht am Gitter gekuschelt haben. :grouphug:

Doch seit wir die beiden wieder zusammen gesetzt haben, ist es ein ständiges Hin und Her. Den halben Tag rennt Mara der Kleinen knurrend hinterher :willy_nilly: und beißt sie immer mal, aber wenn Mara müde ist :sleep:, liegen sie Kopf an Kopf, kuscheln und putzen sich - alles wie vor der Scheinschwangerschaft. Der kleinen Oma wird das langsam wirklich zu viel, sie möchte auch mal ihre Ruhe haben, und wir können kaum schlafen (die beiden leben mit uns im Zimmer). :cuss:

Aber am meisten tut mir meine Kleine Leid - weil sie oft nichts tut. Mara wird wach und aktiv - und schon geht das Fechten los.




Nun frage ich:
Ich hab öfter mal gelesen, dass es bestimmte Kräuter gibt, die - wenn man sie Kaninchen füttert - ruhiger machen. Würde das wirklich irgendwas bringen? Trennen möchte ich die beiden nicht mehr, das ist klar, dazu haben sie sich früher zu gut verstanden und kuscheln jetzt zu süß zwischendurch. Die Tierärztin deutete schon mal Sterilisation an, aber das möchte ich auf keinen Fall!
Also was könnte ich tun? Wie kann ich den Ursprungszustand wieder herstellen? :confused:


Liebe Grüße - Lenchön <33

Terry 20.04.2017 12:05

Hallo und willkommen hier.

Zwei Mädels sind immer eine relativ explosive Mischung, besonders bei einem solchen Alter- und Charakterunterschied.

Ich würde bei der aggressiven Häsin ernsthaft über eine zeitnahe Kastration nachdenken, damit sie ihre Hormone dauerhaft herunterfährt.
Meist stellt man dabei auch fest (leider), dass viele Häsinnen schon in jungen Jahren Gebärmutterveränderungen haben die später häufig bösartig entarten.

Lenchöön 20.04.2017 13:17

Zitat:

Zitat von Terry (Beitrag 1027567)
Hallo und willkommen hier.

Zwei Mädels sind immer eine relativ explosive Mischung, besonders bei einem solchen Alter- und Charakterunterschied.

Ich würde bei der aggressiven Häsin ernsthaft über eine zeitnahe Kastration nachdenken, damit sie ihre Hormone dauerhaft herunterfährt.
Meist stellt man dabei auch fest (leider), dass viele Häsinnen schon in jungen Jahren Gebärmutterveränderungen haben die später häufig bösartig entarten.


Ja, klar, das mit der Mädels-Kombi hab ich vorher gewusst. Aber meine kleine Omi war davor schon 5 Jahre mit einer dominanteren Häsin zusammen und da hatte ich keine Bedenken. Das lief ja diesmal alles ganz genauso. Aber es ist seit der Scheinschwangerschaft eben so angstrengend.

Wir sind nun mal starke Gegner unnötig anstrengender Eingriffe bei so kleinen Tieren, darum bin ich gegen eine Sterilisation ... natürlich würde es alles erleichtern, aber ob da das Nutzen-Leid-Verhältnis wirklich so gut ist, bezweifle ich ... mein Vater züchtet eben schon seit er Jugendlicher ist und hat nie sterilisiert...

Ich glaube noch daran, dass es eine andere Möglichkeit gibt. Vielleicht etwas homöopatisches oder eine Verhaltensstrategie ... z.B. ist Mara sehr futterorientiert und vlt könnte man sie darauf trainieren, ihre Partnerin nicht mehr anzugreifen... :confused: :confused: :confused:
Ich weiß es eben nicht und möchte nichts unversucht lassen, bevor ich überhaupt an Sterilisation denke.


Zudem: Das andere Kaninchen ist bisher unser Ältestes und es ist ja gut möglich, dass sie nicht mehr lange lebt ... da fände ich es schwachsinnig, Mara zu sterilisieren, wenn ich ihr nach dem Tod ihrer Parnerin sowieso einen Kastraten dazusetzen möchte. Mit dem wird das ja höchstwahrscheinlich besser...

die Kleine 20.04.2017 13:29

Huhu,

ich bin auch kein Freund unnötiger Eingriffe. Aber meine Lilly musste ich auch kastrieren lassen. Sie kam scheinschwanger und hoch agressiv zu mir. Beim TA wurde festgestellt dass sie schon Zysten an den Eierstöcken und Eiter in der Gebärmutter hatte. Sie musste umgehend operiert werden und wäre sonst gestorben. Seitdem ist sie vom Verhalten het wie ausgewechselt, kuschelt mit Mensch und ihren Kaninchenfreunden und ist souveräne Chefin meiner Dreiergruppe.

Lass sie wenigstens bei einem kompetenten TA durchchecken. Wobei es leider auch genug Fälle gibt, in denen Häsinnen schon Veränderungen an den inneren Geschlechtsorganen haben, aber vom Verhalten her komplett unauffällig sind.

Meine zweite Häsin ist nun leider auch ständig scheinschwanger und wir sind nun am Samstag in der Tierklinik zur Untersuchung.

Alles Gute für deine Nasen.

LG

Terry 20.04.2017 13:46

Zitat:

Wir sind nun mal starke Gegner unnötig anstrengender Eingriffe bei so kleinen Tieren, darum bin ich gegen eine Sterilisation
Wenn Du Deine erste Häsin an Lungenmetastasen hast fast ersticken sehen, ausgehend von einem bösartigen GB-Tumor, denkst Du vielleicht anders über eine Kastration (nicht Sterilisation!!) nach. Die Häsin von der ich spreche war noch keine drei Jahre alt und es war nicht die einzige die in jungen Jahren (bösartige) Probleme mit der GB hatte.



Zitat:

mein Vater züchtet eben schon seit er Jugendlicher ist und hat nie sterilisiert
Kaninchen mit denen vermehrt wird neigen weniger zu bösartigen Tumoren als welche deren Hormone ständig "umsonst" kreisen.

marinahexe 20.04.2017 15:44

Ich würde auch das 3jährige Weibchen unbedingt per Ultraschall untersuchen lassen. Sollte eine Kastration (hier wird die komplette Gebärmutter entfernt) notwendig sein, würde ich das auf jeden Fall machen lassen. Sollte die Gebärmutter unauffällig sein, setz doch die Idee mit dem Kastraten einfach früher um. Ein ruhiges Böckchen im Alter von 4-5 Jahren passt zu beiden Damen.

Wo wir noch gar nicht drauf eingegangen sind: Wie leben die beiden Weibchen bei Dir? Freie Zimmerhaltung? Käfig? Gehege? Wenn ja, wieviel qm? Dann auch daran kann es liegen.

Motte94 20.04.2017 15:52

Hallo :)

ich würde dir auch erstmal raten, deine Kaninchendame dem Tierarzt vorzustellen, um körperliche Ursachen (Veränderungen an der Gebärmutter etc.) auszuschließen.
Einige TÄ raten übrigens sogar zur prophylaktischen Kastration von Weibchen ab etwa 3 Jahren , da ab diesem Alter gehäuft pathologische Veränderungen auftreten und das OP-Risiko noch nicht so groß ist (sie ist ja noch jung und fit ;) )

Wieviel Platz haben denn deine Ninchen? Hast du vielleicht die Möglichkeit, jetzt schon einen Kastraten dazu zu setzen? Der könnte etwas Ruhe in die Mädels-WG bringen, und deine Mara hätte noch jemanden, der sich mit ihr beschäftigt.
Das Verhalten an sich wirst du ihr wahrscheinlich nicht abtrainieren können, da es ihr natürlicher Trieb ist.

Wenn eine körperliche Ursache ausgeschlossen ist, und sie gar nicht ruhiger wird, gibt es auch verschiedene homöopathische Mittel (z.B. Bachblüten), die man geben kann. Natürlich in Absprache mit einem erfahrenen Tierarzt, der dich dazu auch beraten kann.
Liebe Grüße :)

Angora-Angy 20.04.2017 16:14

Zitat:

Zitat von Lenchöön (Beitrag 1027572)
mein Vater züchtet eben schon seit er Jugendlicher ist und hat nie sterilisiert.

Zur Zucht wäre es auch irgendwie kontraproduktiv, Tiere unfruchtbar zu machen... In einer Zucht werden die Tiere auch gewöhnlich nicht alt. Erstes Lebensjahr Ausstellungen und Nachzucht, zweites Lebensjahr bei besonders guten Tieren weitere Nachzucht, danach Schlachtung. Ich bezweifle dass er die Innereien, insbesondere die Gebärmutter, aller Tiere sorgfältig untersucht und Buch darüber geführt hat, welche Veränderungen er wie oft gefunden hat...
Im Übrigen ist es im Frühjahr nicht ungewöhnlich, dass die Hormone hochkochen und die Damen reihenweise hitzig werden und durchdrehen...

Lenchöön 21.04.2017 11:14

Wir waren gestern Nachmittag sowieso bei der Tierärztin zum Impfen und da hab ich sie gleich nach einer Untersuchung der Geschlechtsorgane gefragt... sie meinte aber, dass man das gar nicht richtig machen kann, weil man wohl per Abtasten schlecht was finden könne und auch per Ultraschall... :confused: sie sagte, dass man dazu selbst als Halter auf besondere Anzeichen achten soll und dass sie das nur mit Ultraschall nicht rausfinden kann ... :confused:

Sollte ich vlt mal einen anderen Tierarzt dazu befragen? :confused: das kam mir recht spanisch vor...


Platz ist (denk ich mal) genug. :) Sie leben mit uns im 3,50m x 3m - Schlafzimmer und wenn wir heim sind, haben sie meist Zugang zu unserem kleinen Wohnzimmer (selbe Größe). Dazu steht ein offener Käfig im Zimmer, ein paar Häusschen (dabei 1 größeres: 50x50x30 LxBxH), 3 Katzentoiletten, 1 Buddelkiste ... das dürfte es ungefähr sein :wink: Aber vom Platz her würde noch ein Rammler, glaube ich, nicht jetzt schon herpassen, weil im Schlafzimmer ja noch Möbel stehen (auch wenn Mara ganz gerne mal auf dem Bett ist, wenn wir arbeiten sind ;) ), sodass sie nur ca. 6qm eigentliche Fläche für sich haben ^^ das wäre dann doch etwas wenig für 3 Tiere, denke ich, wobei Mara ja kein Zwerg ist ;)

marinahexe 21.04.2017 11:32

Mach mal hier einen Termin:

www.tierarzt-jena.de

Die haben Ahnung von Kaninchen.;)

Terry 21.04.2017 11:54

Zitat:

Zitat von Lenchöön (Beitrag 1027732)
sie meinte aber, dass man das gar nicht richtig machen kann, weil man wohl per Abtasten schlecht was finden könne und auch per Ultraschall... :confused: sie sagte, dass man dazu selbst als Halter auf besondere Anzeichen achten soll und dass sie das nur mit Ultraschall nicht rausfinden kann ... :confused:

Die Aussage ist gar nicht mal falsch.

Mit abtasten kannst Du nur große Zubildungen erkennen (dann ist es meist schon zu spät) und mit dem Ultraschall muss ein TA schon sehr erfahren sein um kleinere Veränderungen sicher zu erkennen.

Meist ist es tatsächlich der Halter der aufgrund veränderter Verhaltensweisen (z.B. erhöhte Aggressivität oder vermehrtes extremes rammeln/markieren o.ä.) stutzig wird und sich dann nach Beratung durch den TA zu einer Kastra entschließt.
Und dann ist man hinterher verwundert wenn der TA tatsächlich auch schon bei jungen Häsinnen Veränderungen an der GB oder den Eierstöcken entdeckt hat.


Ich würde daher tatsächlich mich mal bei dem TA von @marinahexe beraten lassen.

Velvet 22.04.2017 09:58

Hallo Lenchöön,
unsere Abby war auch immer sehr agressiv zu ihrem Partner, sie hat ihn gejagt, am Ende durfte er nicht einmal mehr ins Gehege. Die erste TA bei der ich war hielt auch nichts von Kastrationen und hat mir ein pflanzliches Mittel mitgegeben, ich meine das hieß Hormeel. Auf jeden Fall hat das überhaupt nichts bewirkt und wir sind zu einem anderen TA gegangen, der uns zu einer Kastration geraten hat. Dies haben wir dann auch gemacht und es hat sich dabei herausgestellt, das die Gebärmutter schon bereits verändert war, damals war Abby gerade mal 1,5 Jahre alt. Wenn wir nichts getan hätten, hätte sie sicherlich Krebs bekommen.
Nach der OP war sie viel ruhiger und die zwei sind ein richtiges, entspanntes Traumpärchen geworden.
Unser später dazu gekommenes anderes Weibchen habe ich auch kastrieren lassen, sie war weniger agressiv, aber einfach immer im Stress zu buddeln, Nester zu bauen. Da konnten wir nicht mehr zusehen und haben sie auch kastrieren lassen. Sie ist jetzt auch viel entspannter.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:43 Uhr.



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