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Altersunterschied bei VG Hallo zusammen, lange habe ich mich nicht mehr blicken lassen :o Ich habe ein paar evtl. dumme, aber dafür kurze Fragen. Ich habe zwar schon im Internet und hier gesucht, habe aber nichts eindeutig brauchbares an Info gefunden. Unsere Nicky mussten wir krankheitsbedingt kurz vor Weihnachten einschläfern lassen und seit dem lebt unsere kleine Lilly (weiblich, ca. 4,5 Jahre) ganz alleine bei uns. Jetzt sind wir durch eine Freundin auf jemanden gestoßen, die einen süßen Rammler aus Platzmangel abzugeben hat. Dieser ist ein bisschen älter als 1 Jahr und nicht kastriert. Wir wissen, dass wenn wir uns für ihn entscheiden sollten, ihn vor der VG kastrieren lassen müssen und erstmal 4-6 Wochen isoliert halten müssen. Soviel zur Ausgangssituation (ja, Platz ist ausreichend vorhanden ;-) ). Hier meine Fragen: - Können wir ihn überhaupt nach der Isolation mit Lilly vergesellschaften? Es sind ja mehr als 3 Jahre Altersunterschied. Ich habe gelesen, dass man gerade zu "alten" Weibchen keine jüngeren Männlichen stecken soll. Er sollte älter oder gleich alt sein. - Muss er nach der Kastration vollständig isoliert sein, oder können wir einen Käfig mit den Raum von Lilly stellen? Oder muss er wirklich auch in einem anderen Raum gehalten werden? - Kann es passieren, dass er nachtragend uns gegenüber sein wird? Momentan soll er wohl relativ handzahm sein. Wenn wir den mitnehmen und der erste Schritt direkt zum TA inkl. Kastration (natürlich wenn er gesund ist) ist... Also als Mensch wäre ich da böse auf meine neuen "Besitzer" :D - Ist evtl. der andere Weg ratsamer? Also dass wir Lilly kastrieren lassen statt ihm? Ist die Quarantänezeit genau so lang? Was spricht gegen diese Richtung? So, ich glaube das war es auch schon =) Ich bedanke mich im Vorfeld schonmal für die Zeit zum lesen und beantworten =) Liebe Grüße Thomas |
Aaaalso, ich fange mit der letzten Frage an . Sie zu kastrieren und ihn nicht ist keine Option, da er sie dann als potenter Rammler massiv bedrängen wird und das ist für die Häsin nicht schön. Ergo, er muss unters Messer und kann dann nach 6 Wochen zu ihr. Das Alter ist bei deinen egal. Anders sähe es bei z.B.8 Jahren und 12 Wochen aus. Ich würde ihn nicht in einem Käfig neben ihr halten. Das kann Agressionen aufbauen, gerade wenn er im Käfig leben soll. Dann lieber in einem 2qm Gehege in einem anderen Raum. Also ich habe keine nachtragenden Kastraten oder Häsinnen gehabt.:wink5: |
Hallo Heike, Danke für deine Antwort :) Dachte ich mir schon, dass es keine Option ist Lilly kastrieren zu lassen. Aber ich dachte frag mal lieber nach ;) Auch der andere Rest bestätigt sich mit dem was ich erwartet bzw. vermutet habe. Ist dann nur leider blöd für Lilly, da sie ja jetzt schon fast einen Monat alleine ist und dann jetzt nochmal 6 Wochen warten müsste bis sie richtige Gesellschaft bekommt. |
Ich glaube nicht, dass der Altersunterschied eine große Rolle spielt. Meine Wanda, zum Beispiel, habe ich mit (geschätzten) 2 Jahren mit meinen 3 Jungs vergesellschaftet. Die waren damals (geschätzt) 1 Jahr, 4,5 Jahre und fast 9. Eine problemlosere, harmonischere VG gab es noch nie! Die Kastrafrist sollte der Bock lieber in einem Extragehege verbringen. Wenn die beiden sich sehen und riechen können kann das zu "Zaunstreitereien" führen, ein Käfig im Gehege ist aus Platzgründen abzulehnen. Weibchen lässt man eigentlich nur aus gesundheitlichen Gründen (Scheinschwangerschaften, Gebärmutterkrebs, etc. ). Eine Hysterektomie ist eine schwere OP bei der buchstäblich das Innere nach außen geräumt wird. Bei einer Kastra werden "nur" äußere Teile amputiert und Kaninchen zeigen keine Wesensänderungen wie z.B. Katzen oder Hunde. Können Kaninchen nachtragend sein? Wahrscheinlich vermenschliche ich meine Lieblinge (wie so viele Tierhalter), meinetwegen nennt mich abergläubisch, aber ich glaube schon. Meinen Manfred habe ich zum Krallenschneiden zur TÄ gebracht. Ich kann ihn nicht vernünftig festhalten, habe Angst ihn zu verletzen und dann soll er halt auf die TÄ sauer sein. Von mir hat er nach der "Tortour" ein Leckerchen bekommen ... das hat soweit gut funktioniert! Viel Glück bei der VG, ich hoffe die beiden werden ein gutes Team. LG, Stephanie |
Danke Stephanie. Das bestätigt ja alles :) Ja wenn wir Lilly hochgehoben haben für Medikamente oder wir mit ihr beim TA waren, war sie danach auch ein bisschen grumpig auf uns. Das legte sich am gleichen Tag aber immer wieder. Meine Befürchtung war nur, dass es ja bei einem neuen Tier ist, welches ja aus seiner Umgebung "gerissen" wird. Bin mal auf morgen gespannt. Dann werden wir uns den kleinen mal anschauen :) |
Hi Thommy, also zum Thema "Nachtragend sein": Dass die Tiere am gleichen Tag etwas gereizt sind, bzw. Angst haben und einem erstmal nicht mehr trauen, habe ich auch immer erlebt, wenn ich sie zum TA gebracht habe. Oder auch nur gegen ihren Willen eingefangen, um sie zu untersuchen... Wann sich das wieder legt, hängt (meiner Beobachtung nach) vom Charakter ab. Ist es ein ohnehin zahmes, umgängliches Tier, wird es sich auch bald wieder einkriegen. Meist sind diese Tiere auch gut zu bestechen (mit Leckerchen). Eher ängstliche und scheue Tiere allerdings nehmen keinerlei Bestechung an und sind deutlich länger "sauer". Aber auch das legt sich, sie merken irgendwann, dass man sie nicht dauernd hochhebt und zum TA schleppt, sondern es nur ein Einzelfall war. Die schönste Beobachtung konnte ich bei meinem Sorgenkind Rambo machen: Von Anfang an extrem scheu und eher ein Fluchttier (klar, sind sie alle, aber er halt besonders), hat er jedes Mal stark gezittert und sich aufgeregt, wenn man ihn nur mal untersuchen musste. Natürlich wurde er dazu immer hochgehoben, da es ansonsten schlichtweg nicht möglich gewesen wäre (er wäre abgehauen). Diverse TA-Gänge haben das nicht besser gemacht. Aber nach Monaten, die er mich langsam kennen lernen konnte, wurde er etwas ruhiger. Nicht mehr so stark am Zittern, nicht mehr sooo aufgeregt bei den Untersuchungen (zu Hause). Und als ich das letzte Mal mit ihm zum TA war, da hat er sich sehr an mir orientiert. :) Also hat er begriffen, dass ich "kein Feind" bin. Er suchte sogar Schutz bei mir, das fand ich unglaublich süß (auch wenn es keine schöne Gesamtsituation war, immerhin saß er auf dem Untersuchungstisch...). Was ich damit sagen will: Manche Dinge sind notwendig. Auch wenn sie unsere Tiere stören. Aber auf lange Sicht werden sie dir verzeihen. Und vielleicht - nur vielleicht - sogar kapieren, dass du ihnen am Ende nur helfen willst. So einen Fall hatte ich nämlich auch schon. :) Alles Gute und ich drücke die Daumen, dass die VG gelingt. LG Anjanka |
Hallo Anjanka, dass es nötig ist will ich gar nicht bestreiten. Es geht ja auch nicht um die normale Untersuchung ob er gesund ist, sondern um die Kastration :D Aber ich hoffe auch mal, dass er sich danach fangen wird. Er wird ja isoliert in unserer Nähe sein und merken, dass wir die Futtergeber sind ;-) |
Zitat:
Sein Verhalten wurde danach auch nicht ruhiger, eher im Gegenteil. Also den grundlegenden Charakter verändern solche kurzen, fürs Tier unschönen TA-Besuche, nicht wirklich. Ich mache das mittlerweile übrigens so, dass ich ihn immer an meiner Hand schnuppern lasse, wenn ich Futter bringe. Ich begrüße meine Tiere auch jedes Mal, wenn ich hingehe und sie füttere oder nur gucken will. So gewöhnen sie sich an meine Stimme und an meinen Geruch. Klappt ganz gut, zumindest so weit, dass sie mich erkennen und von anderen, fremden Menschen, unterscheiden können. Für Kaninchen, die relativ "wild" draußen leben, ist das schon viel. :) |
Natürlich haben wir den kleinen am Donnerstag direkt mitgenommen :) Wir konnten einfach nicht anders :D Momentan wird der Kleine beim Tierarzt kastriert. Ich hoffe nur dass alles gut läuft. Ist das erst Mal, dass wir so etwas "mitmachen". Habe noch eine kleine Frage die nicht zu dem eigentlichen Thema passt. Wir haben ihn seit Donnerstag Abend alles mögliche zu Essen angeboten: Trockenfutter, Salat, Gurke, Paprika, Möhren, getrocknete Kräuter. Aber bis auf das Trockenfutter hat er alles liegen gelassen. Wie bekommen wir ihn dazu das gesunde Essen zu essen? Hatte schon überlegt ihm nur frische Sachen rein zu legen, aber da hab ich Angst dass er dann gar nichts frisst. Gerade vor und Vorfällen nach der Kastration muss der Hase ja gut essen. Irgendwelche Tipps? |
Hi Thommy, ich habe auch schon eine Futterumstellung von Trocken- auf Frischfutter durch. Das Ganze erfordert einiges an Geduld, vor allem, wenn die Tiere vorher sehr ans Trockenfutter gewöhnt waren. Ich vergleiche das immer mit Kindern und Süßkram: Süßigkeiten würde jedes Kind IMMER der gesunden Alternative (Obst) vorziehen. Wenn man ihm also die Wahl lässt, wählt es den Süßkram und isst sich daran satt. Somit bleibt die Alternative liegen. Ich habe es nun so gemacht, dass ich immer nur sehr wenig TF angeboten habe, dafür aber genug FF. Da Kaninchen den ganzen Tag über etwas essen müssen/wollen, sind sie, sobald das TF leer war, halt doch an das FF gegangen. Das Ganze habe ich über Wochen und Monate durchgezogen, immer weniger TF, dafür FF in ausreichender Menge. Auch habe ich ein hochwertiges TF gekauft, und dieses dann nach und nach mit anderen Dingen gemischt, so dass sie auch von den Pellets weggekommen sind. Aber das dauert, du kannst nicht vom einen auf den anderen Tag komplett ohne TF füttern. Das wäre zu plötzlich für die kleinen Nasen. Heute bekommen meine nur noch ganz wenig TF (in Form von getrockneten Erbsenflocken und solche Sachen, aber keine Pellets) und im Winter Saaten (auch wenig) und ganz viel FF. Sie stürzen sich naturgemäß auf die "Süßigkeiten" wenn es sie gibt, aber die machen dann halt nicht so satt, dass sie alles andere liegen lassen. Und manchmal, wenn es war ganz Leckeres als FF gibt, gehen sie schon zuerst daran und lassen das TF für den Moment liegen. :) Also viel Erfolg, die Futterumstellung dauert zwar lange, ist aber möglich. Wenn eine FF-Sorte nicht genommen wird, probiere dich halt durch. Irgendwann findest du sicher etwas, das ihm schmeckt. :) LG Anjanka |
Hallo Anjanka, ja, das haben wir auch versucht :D Er bekommt immer ein ganz kleines Näpchen zur Hälfe gefüllt mit TF. Und wie du schon sagtest stürzt er sich direkt darauf. Aber auch wenn es leer ist lässt er das FF links liegen. Er hat mal an einem Stück Möhre geknabbert und ein halbes Blatt Salat. Das war es dann aber auch. Ich schaue mal wie es in den Tagen nach der Kastration ausschaut. Habe ja gelesen, dass man am ersten Tag das Tier total verwöhnen soll. Auch wenn es mir nicht so ganz recht ist wird er heute auf jeden Fall noch TF zum FF bekommen :) |
Hi Thommy, ja, meine waren am Anfang auch nicht so begeistert und haben rumgemäkelt wo es ging. Und irgendwo habe ich gelesen, dass schon ein Esslöffel TF reichen kann, dass das Tier danach satt genug ist, um nicht mehr an das FF zu gehen. Mein Glück war halt, dass sie von Anfang an (auch beim vorigen Halter) immer noch FF zusätzlich bekommen haben, es also schon gewohnt waren. Ich musste sie dann halt nur von dem "schlechten" und vielen TF wegbekommen. Keine Ahnung wie das ist, wenn ein Tier sein ganzes Leben lang NUR TF bekommen hat. Vermutlich muss er dann erstmal lernen, dass FF nicht giftig ist. Also immer wieder anbieten, irgendwann wird er schon probieren. Ich drücke die Daumen, dass es nicht so lange dauert und du dir nicht zu viele Sorgen machen musst (kenne ich nur zu gut und kann dich da echt verstehen). LG Anjanka |
Hallo ! Ich entwöhne meine Mayla auch zur Zeit vom Trockenfutter . Meine TA sagte ich soll es einfach ausschleichen . Meine haben aber auch immer Beides bekommen . Da Mayla inzwischen Gewichtsprobleme hat , muss ich meine Tiere auf nur Grünzeug umstellen. Mein Männlein ist 6 Jahre älter als mein Mädel . Anfangs war sie in Innenhaltung nachts sehr unruhig .Die VG lief ganz normal und harmonisch ab . Bei der VG gab es keine Probleme . Nach 2 Tagen wurde gemeinsam gefuttert :) Ich wünsche Euch alles Gute und hoffe dass Lilly mit ihrem Männlein glücklich wird ! |
Und, wie ist die Kastration gelaufen? |
Sorry dass ich jetzt erst antworte :( Kastration ist gut gelaufen. Er läuft auch normal und fleezt sich hin. Allerdings frisst und trinkt er extrem wenig bis gar nichts. Habe nicht gesehen dass er was getrunken hat und gefuttert hat er auch so gut wie gar nichts. Habe auch nirgendwo Köttel oder Pipi entdeckt :( Haben vorhin zwei mal versucht ihn mit CC zu füttern aber sobald die Spitze der Spritze seinen Mund berührt zieht er sofort seinen Kopf weg, sodass man nicht mehr ran kommt :( wenn man ihm was zu essen hin hält nimmt er es auch nicht (hat er vorher aber auch nicht gemacht) |
Guten Morgen :-) Schön, dass alles geklappt hat! Ach, da würde ich ihm etwas Zeit geben, der fängt schon wieder mit Fressen an. Nach einer OP wäre Essen und Trinken auch nicht das Allererste was ich machen würde - sondern ausruhen. Alles Gute euch! |
Ja er hat immer mal wiede einen Bissen genommen, aber nichts getrunken. Außerdem sind in Käfig immer noch keine Köttel oder Pipi :( Werde gleich mit ihm zum TA fahren. Habe Angst dass er Schmerzen hat und deswegen nichts frisst |
Also die TA hatte ihm vorhin eine Infusion, Schmerzmittel und ein Mittel zur Anregung der Verdauung gegeben. Das ganze ist jetzt 3 Stunden her. Bis jetzt hat sich noch nichts getan außer dass er getrunken hat und anscheinend vorhin gepupst hat... es roch sehr stark, aber nirgendwo waren Köttel oder Durchfall |
Hast du mal versucht, seinen Bauch zu massieren (wie Streicheln mit etwas mehr Druck)? Mein TA hat mir das mal empfohlen. Daraufhin (OK, wir haben es gut eine Stunde durchgehend gemacht) konnte der kleine Patient wieder kötteln. War eine starke Verstopfung, der Bauch war auch an zwei Stellen ganz hart, dort musste man massieren. Das hat sich dann merklich gelöst und dem Tier tat es sichtlich gut. Einfach auf den Schoß setzen, gegen den Uhrzeigersinn den Bauch massieren und somit auch ertasten, wo harte Stellen sind. Danach sollte das mit dem Kötteln wieder gehen... Ich drücke die Daumen und hoffe, der Tipp hilft ein wenig. LG Anjanka |
Hallo Anjanka, ja, das hatte ich dann auch gemacht. Dienstag hatte er auch wieder geköttelt und direkt danach gefuttert. Mittlerweile gehts dem kleinen wieder prächtig. Hat einen guten Hunger, Käfig muss jeden Tag von Kötteln und Pipi befreit werden und er springt sogar zu uns auf die Couch =) Also, alles bestens =) |
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