 | Zwergkaninchen | | Registriert seit: 17.03.2014
Beiträge: 90
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Geschrieben am
22.12.2016, 16:30
| | | | Angsthase Hallo zusammen,
ich würde euch gerne die momentane Situation mit meinen beiden Kaninchen beschreiben:
Die letzten drei Monate habe ich versucht meine beiden Kaninchen Flocke und Anton miteinander zu vergesellschaften (ich habe versucht, alle Regeln wie neutralen Raum, Verstecke etc. zu befolgen). Die beiden sind aber überhaupt nicht warm miteinander geworden und Flocke hatte immer mehr Angst vor Anton (obwohl dieser sie nicht angegriffen hatte) und war jetzt am Ende total verstört. Ob es nun richtig war oder nicht, ich habe die beiden nun getrennt, da es Flocke immer schlechter ging und sie am Ende neben einem dicken Kratzer im Auge und ausgerissenen Krallen auch noch Verdauungsprobleme hatte. Mittlerweile hat sie allerdings, auch Dank eurer zahlreichen Tipps, ihre Verstopfung erfolgreich überwunden.
Über die Herkunft von Flocke weiß ich gar nichts, sie ist ein Fundkaninchen und wurde auf einem Schulhof ausgesetzt. Ihr Alter kenne ich daher auch nicht. Ich denke allerdings mal, dass sie aus Einzelhaltung kommt. Sie ist Menschen gegenüber unglaublich zutraulich und verschmust, sowas habe ich wirklich noch nicht erlebt, und fordert ihre Streicheleinheiten auch rigoros ein. Vor anderen Kaninchen hat sie allerdings wirklich fürchterliche Angst. Die ganzen drei Monate mit Anton habe ich sie nicht wirklich einmal entspannt gesehen und sie ist so dermaßen vor ihm weggerannt, wenn er nur den Kopf in ihre Richtung gedreht hatte, das gibt’s gar nicht. Vor Anton hatte die Pflegestelle, in der Flocke war, auch über einen längeren Zeitraum schon mal versucht, sie zu vergesellschaften, aber auch das hat nicht geklappt.
Ich frage mich daher mittlerweile wirklich, ob es sinnvoll ist, überhaupt noch einmal zu versuchen, sie zu vergesellschaften. Ja, ich weiß, dass Kaninchen nicht alleine gehalten werden sollen und ich würde das normalerweise auch keinem Kaninchen antun, aber wenn es für Flocke einen dermaßenen Stress bedeutet, mit einem anderen Kaninchen zusammenzuleben, habe ich wirklich mittlerweile Zweifel, ob ein weiterer Versuch noch Sinn hat. Seit sie alleine ist, ist sie total aufgeblüht und entspannt.
Für Anton suche ich selbstverständlich nach einer neuen Partnerin, man sieht ihm auch wirklich an, dass er alleine traurig ist. Er hat auch wirklich versucht an Flocke ranzukommen, aber er wurde natürlich auch immer verärgerter, weil sie immer vor ihm weggerannt ist.
Was meint ihr dazu? Ich weiß, ein Kaninchen ist allein nicht glücklich, aber ist es wirklich glücklicher, wenn es ständig Angst hat? L
Liebe Grüße |