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sophili 13.11.2016 17:27

Unterdrückte Kaninchen
 
Hallo ihr Lieben, :seeya:

bin neu in diesem Forum, deswegen direkt eine Entschuldigung, falls ich das Thema falsch positioniert habe- ich bin noch etwas orientierungslos ::)

Ich habe ein Problem mit meinen beiden Süßen und bräuchte ein bisschen Rat.
Ich halte schon mein ganzes Leben lang seit ich ein kleines Mädchen war Kaninchen, allerdings hatte ich immer das "Glück", dass ich nie welche Vergesellschaften musste. Da meine kleine Maus leider vor einigen Monaten starb, habe ich mir einen Rammler aus dem Tierheim für meine andere Kaninchendame geholt. Hier eine kleine Vorstellung, damit ihr euch ein Bild machen könnt:
Pünktchen- eine 3 jährige Kaninchendamen die ein kleiner Sturkopf ist. Sie ist ganz klar die Chefin und zeigt das auch.
Balu (kastriert)- ein 3 jähriger Rammler aus dem Tierheim. Sehr schüchtern und ehr introvertiert. Vielleicht hatte der Arme kein schönes Leben vor unserer Zeit. Jedenfalls macht es manchmal den Anschein.

Die Vergesellschaftung lief im Sommer eigentlich ziemlich gut. Anfangs kam es zu kleinen Raufereien, was aber wohl ganz normal ist. Sie sind am Tag immer im Garten in einem großen Auslauf und in der Nacht in ihrem Stall (auch im freien) aber am Haus (damit sie Nachts nicht ganz allein oben im Garten sind). Sie haben im Sommer nach anfänglicher Rauferei immer miteinander gekuschelt. Meist kam Pünktchen zu Balu, hat ihn aber trotzdem immer wieder verjagt, aber eben auch mit ihm gekuschelt. Manchmal hat sie ihn auch geputzt. Er sie aber nie, da er einfach wahnsinnig schüchtern ist. Jetzt ist es so kalt draußen geworden, dass sie nur noch im unteren Stall sind, der windgeschützt und kuschelig ist. Er ist wirklich groß genug für die beiden, da er sich auch über zwei Stockwerke erstreckt und genug Freiraum bietet. Doch zu meinem Ensetzen muss ich feststellen, dass seit die beiden unten sind, sie nicht einfach nicht mehr so gern haben. Es kommt immer wieder zu kleinen Zwickereien seitens Pünktchen und Balu schreckt dann immer zurück und macht sich aus dem Staub. Sie sitzen nie zusammen, putzen sich nicht usw.. Außerdem darf Balu nicht mit ihr essen. Was soll ich denn bloß machen? So haben sich noch nie meine Ninis verhalten..
Was mir auch aufgefallen ist. Pünktchen lag im Garten immer super entspannt in der Gegend rum. Im Stall scheint sie sich nicht so wohl zu fühlen, obwohl er schon immer ihr Zuhause war.. ich mach mir etwas Sorgen um die beiden..
Irgendwelche Ratschläge?


Vielen Dank! :blush5:

Gundel Gaukeley 16.11.2016 16:15

Hallo und herzlich willkommen:seeya:,

gib den Kaninchen einfach Zeit sich aneinander zu gewöhnen, schließlich ist es für beide ein neuer Partner. So was geht in den meisten Fällen nicht von jetzt auf nachher.
Für die erste Zeit könntest du ihnen das Futter auch noch an verschiedenen Stellen geben, wenn sie sich zusammengerauft haben werden sie wohl auch gemeinsam essen.
Du solltest bei unseren (Haus-) Tieren immer bedenken, daß sie sich ihre Partner bzw. Freunde oftmals nicht selbst suchen können, sondern wir sie ihnen praktisch vor die Nase setzen. Deswegen dauert eine VG in der Regel auch einige Zeit.

Liebe Grüße Jule

Angora-Angy 16.11.2016 17:23

Wie groß ist denn der Stall? Wenn er weniger als 4m² bietet - auf EINER Ebene! - ist er zu klein. Das obere Stockwerk könnte sogar kontraproduktiv sein, weil üblicherweise nur ein Auf-/Abstieg da ist und somit gibt das eine Sackgasse. Kaninchen mögen es, einen "Notausgang" zu haben, wenn es den nicht gibt werden sie unsicher und unleidlich. Auf zu wenig Platz werden besonders die Weibchen schnell aggressiv, weil sie territorial sind. Das Hin und Her zwischen Stall und Auslauf ist auch nicht gut. Besser wäre es, wenn sie den AUslauf nach Gusto aufsuchen könnten, ohne nach deiner Entscheidung hin und her getragen zu werden. Mal abgesehen davon dass Kaninchen dämmerungs- und nachtaktiv sind, somit zu ihrer aktivsten Zeit auf engem Raum eingesperrt werden. Das macht Frust.

Gundel Gaukeley 16.11.2016 17:40

Zitat:

Zitat von Angora-Angy (Beitrag 988723)
Das Hin und Her zwischen Stall und Auslauf ist auch nicht gut. Besser wäre es, wenn sie den AUslauf nach Gusto aufsuchen könnten, ohne nach deiner Entscheidung hin und her getragen zu werden. Mal abgesehen davon dass Kaninchen dämmerungs- und nachtaktiv sind, somit zu ihrer aktivsten Zeit auf engem Raum eingesperrt werden. Das macht Frust.

Das ist wohl eine Frage der Gewöhnung/ Erziehung. Meine gehen ja auch tagsüber raus und nachts rein. Bei mir habe ich ja reine Jungs- oder Mädchengruppen, es gab bisher noch nie Stunk, da sie es ja gar nicht anders kennen.
Und so wie ich den text von sophili verstanden habe, hat es ja vorher mit den 2 Mädels? auch funktioniert?

Terry 17.11.2016 09:00

Zitat:

Zitat von Gundel Gaukeley (Beitrag 988734)
hat es ja vorher mit den 2 Mädels? auch funktioniert?

Bloß weil es vorher "funktioniert" hat, heißt ja nicht, dass es gut bzw. ausreichend war.

Von daher würde mich auch interessieren wie groß der Nachtstall ist.

Lupine 17.11.2016 09:50

Ich schließe mich Terry und Angora-Angy an, und würde ebenfalls gerne wissen wie groß der Stall ist und anregen, eine Möglichkeit zu schaffen dass die Kaninchen selbstständig zwischen Gehege und Stall hin und her wechseln können.

@ Gundel Gaukeley:

Es ist möglicherweise so, dass das bei deinen Kaninchen funktioniert. Gerade in der Vergesellschaftungsphase ist ein erzwungener Ortswechsel aber grundsätzlich als kontraproduktiv zu betrachten! Kaninchen sind reviertreu, deshalb ist ein erzwungener Ortswechsel für sie Stress. In einer gut funktionierenden Gruppe und nach ausreichender Gewöhnung kann man diesen Stress evtl. tolerieren wenn die Kaninchen dabei ausgeglichen wirken, nicht aber bei fehlender Gewöhnung an dieses Prozedere und nicht während Vergesellschaftungen!

Und komm jetzt bitte nicht mit der Aussage an, die Vergesellschaftung sei ja schon abgeschlossen, weil sie bereit mal ab und an miteinander gekuschelt hätten. Nein, ist sie definitiv nicht, denn Sophili hat geschildert dass Pünktchen Balu zwar aufgesucht und auch mit ihm gekuschelt hat, ihn aber auch immer wieder gejagt hat. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Rangordnung noch nicht wirklich stabil ist.

Und nur, weil es bei einem funktioniert oder einmal funktioniert hat, muss es nicht zwangsläufig immer funktionieren. Das ist blanker Unsinn, denn es lässt die individuellen Charaktermerkmale des einzelnen Tieres völlig außer Acht. Das ist ungefähr so, als würdest du sagen: "Weil es Diplom-Mathematiker gibt, muss jeder Mensch ein Ass in Mathe sein!" Tausende Schüler werden dir für diese Aussage die rote Karte zeigen, da kannst du sicher sein :cool:

Gundel Gaukeley 17.11.2016 10:09

@Lupine: Meine Aussage in Bezug auf das rein-und rausbringen war eher aufs allgemeine bezogen und nicht auf die VG. So hatte ich jedenfalls den Satz von Angora- Angy aufgefasst.
Und das eine VG lange dauern kann habe ich ja oben schon geschrieben.

Lupine 17.11.2016 10:14

Trotzdem teile ich deine Meinung in Bezug auf das Hin- und Herschleppen absolut nicht - selbst wenn ich das so wie du es jetzt formulierst klar herausgelesen hätte. Das ist niemals ein erstrebenswerter Zustand, sondern immer ein suboptimaler Behelf. Ziel muss grundsätzlich sein, dass die Kaninchen SELBST wechseln können, alles andere sollte man nicht auf Dauer praktizieren.


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