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Sorgen bei der Vergesellschaftung Hallo liebe Forenmitglieder, bis vor wenigen Tagen war ich zufriedene Besitzerin von zwei Kaninchengruppen. Die erste Gruppe bestand aus zwei Kastraten, Schnuppi und Blacky, die aus demselben Wurf stammten und sehr harmonisch zusammenlebten, und die zweite Gruppe aus einem Weibchen und einem Kastraten, Lucy und Ted, wobei Lucy die deutlich dominantere ist und gerne ihren Ted bespringt. Nachdem Schnuppi am Samstag in Folge einer sehr langen Operation gestorben ist, habe ich mich dazu entschieden Blacky zu der anderen Gruppe zu lassen. Die beiden Gruppen haben in zwei verschiedenen Räumen gelebt, wodurch sie zuvor keinerlei Kontakt hatten und sich weder sehen noch riechen konnten. In der Hoffnung, dass sich die Vergesellschaftung beschleunigen lässt, bin ich mit den dreien erst einmal ein wenig Auto gefahren und habe sie dann auf neutralem Boden in ein Gehege ohne Sackgassen und mit zahlreichen Futterstellen gesetzt. Lucy hat die beiden Kastraten fleißig berammelt und dadurch scheinbar beide erst einmal verschreckt. Während Ted sich mittlerweile von dem Schreck erholt hat und herumhoppelt, habe ich das Gefühl, dass sich Blacky gar nicht wohl fühlt. Gestern Abend habe ich ihn noch fressen und trinken gesehen, aber bei der Morgenfütterung hat er zwar Interesse an dem Futter gezeigt, aber nachdem Lucy ein paar Happen davon gefressen hat, hat er sich wieder in seine Ecke gekauert und bis ich auf die Arbeit musste, nicht mehr danach geschaut, obwohl es direkt vor seiner Nase liegt. Ich habe sogar das Gefühl, dass sich Blacky seit Mitternacht nicht mehr aus der Ecke herausgetraut hat. Da ich nicht auch noch ihn verlieren möchte, bin ich zum Teil schon am Überlegen, ob ich die Vergesellschaftung abbrechen soll. Immerhin dauert die Vergesellschaftung schon knapp 24 Stunden. Blutig ist es bisher nicht geworden, aber dass Blacky verängstigt in einer Ecke sitzt, kann doch auch nicht Sinn der Sache sein. Da ich mir absolut unsicher bin, was ich machen soll, möchte ich euch fragen, was ihr von der Situation haltet. Kann diese Vergesellschaftung gelingen oder muss ich doch in sauren Apfel beißen und einen neuen Partner für Blacky suchen? Viele liebe Grüße, Janika |
Ich würde ihm Futter in seine Rückzug-Ecke stellen, so dass er auch in Ruhe fressen kann. Wenn er gar nicht frisst, auch mal prüfen, ob er Bauchprobleme hat, oder es durch die VG kommt. Wenn er nicht anfängt zu fressen, würde ich sie wieder Trennen. Ansonsten solange es nicht zu ernsten Verletzungen kommt: Augen zu und durch. Ausreichend Platz, Rückzugsmöglichkeiten mit mind. 2 Ausgängen, mehrereFutterstellen sollte vorhanden sein. |
Eine Vergesellschaftung kann Wochen dauern, gerade bei Gruppenbildung. Solange kein Blut fließt, sich nicht dauergejagt wird und alle futtern können, ist alles ok. Blacky solltest du separat etwas hinstellen und kontrollieren ob er frisst. Er muss sich nun mit dem neuen Kastraten erstmal auseinandersetzen, zwecns Rangordnung. Bei mir saß meist einer einige Tage im Wohnklo, bis er sich getraut hat rauszukommen und sich lagsam integrierte. |
Vielen Dank für die Tipps. Blacky hatte ich rund um seine Ecke sehr viel Futter hingelegt, aber leider hat er nichts davon gefressen, obwohl sein Bauch in Ordnung zu sein scheint. Der andere Kastrat scheint nicht das Problem zu sein. Lucy hat ihn immer wieder gejagt und vom Futter vertrieben, während Ted Blacky geradezu ignoriert hat. Ich habe die Vergesellschaftung nun abgebrochen, aber bisher sieht es nicht so aus, als würde er alleine wieder anfangen zu fressen. Er hat sich nun zwei Halme Karottengrünes aufdrängen lassen und sitzt traurig und einsam herum. Es bricht mir das Herz ihn so zu sehen. Zum Teil habe ich das Gefühl, dass er sich zu Tode trauert und ich habe keine Ahnung, wie ich ihm helfen kann, damit er über den Verlust seines Bruders hinweg kommt. :( |
Wenn es ihm alleine nicht besser geht, macht es dann nicht mehr sinn ihn wieder dazuzusetzen? |
Ich bezweifle, dass es sinnvoll ist ihn wieder zu dieser Gruppe zu setzen. Bevor ich sie getrennt habe, wollte Blacky etwas trinken, aber als er nur in die Nähe von einem der Wassernäpfe kam, ist er sofort wieder von Lucy vertrieben worden. Sie hat es weder zugelassen, dass er in seiner Ecke frisst, noch dass er etwas trinkt. Nun hat er zumindest ein paar Schluck Wasser getrunken und wird nicht überall verjagt. Außerdem putzt er sich zumindest hin und wieder und bewegt sich ein wenig. |
Klang irgendwie anders... Vielleicht solltest du doch mal zum TA mit ihm, wenn er nicht anfängt zu futtern morgen |
Werde ich machen. Aktuell hat er nun eifrig getrunken und auch etwas Urin abgesetzt. :) Köttel habe ich bisher keine gesehen, aber vielleicht kommt das noch. Freiwillig gefressen hat er bisher nicht, aber er hat sich ein bisschen Futter einflößen lassen. |
Wie war das mit Lucy und ihrem Partner damals bei der VG? Hat sie den auch so vom Futter vertrieben? Mit ihr alles in Ordnung? Sind seine Zähne okay? Auch hinten ? |
Blacky wurde heute beim Tierarzt gründlich auf den Kopf gestellt. Die Backenzähne unten sind ein wenig zu lang, aber da keine Haken an den Zähnen sind, sieht die Tierärztin keinen akuten Handlungsbedarf. Sobald er sich wieder wohler fühlt, werden wir uns überlegen müssen, ob er in Narkose gelegt werden und die Zähne gekürzt werden sollen. Durch das wenige Fressen hat er eine leichte Aufgasung im Magen und in der Nähe des Blinddarms. Nun bekommt er Dimeticon und wird mit Möhrenbabybrei, in dem Schmelzflocken aufgelöst wurden, gepäppelt. Da sein Partner an den Folgen einer Blasenstein-OP gestorben ist und ich auch bei Blacky das Gefühl hatte, dass er ähnliche Symptome wie sein Partner zeigt, habe ich auch darum gebeten ihn darauf zu untersuchen, aber bis auf die Aufgasung war nichts zu erkennen. :) Bis auf die Verdauungsprobleme ist Blacky also topfit und ich hoffe, dass wir diese Probleme mit dem Dimeticon und dem Emeprid Saft wieder in den Griff bekommen. Soweit mir bekannt ist, ist Lucy auch topfit. Ihre letzte Untersuchung war vor ein paar Wochen bei der Cunipravak Impfung und da ist nichts aufgefallen. Bei der Vergesellschaftung mit Ted war sie auch wild, aber sie hat ihn zumindest ans Futter gelassen. Ted hat sich aus ihrem Verhalten auch nicht allzu viel gemacht. Blacky scheint jedoch ein kleines Sensibelchen zu sein und meine Tierärztin hat heute gemeint, dass es möglicherweise noch etwas zu früh für eine Vergesellschaftung ist und ich noch ein wenig warten soll. |
Wir waren heute noch einmal beim Tierarzt und die Aufgasung scheint fast vollständig verschwunden zu sein. Sein Bäuchlein ist wieder schön weich und er hat sogar wieder ein wenig angefangen selbstständig zu fressen. Damit das so bleibt, bekommt er heute und morgen ein leichtes Schmerzmittel, da die Tierärztin vermutet, dass sein Magen ein wenig angegriffen ist. Aktuell frisst er hin und wieder zwei, drei Halme Karottengrünes und auch ein wenig frische Petersilie. Denkt ihr, ich sollte ihn, nun wo er wieder ein wenig selbstständig frisst, noch weiter päppeln oder ist es besser ihn die Futtermenge selbst entscheiden zu lassen? |
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