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Neues Weibchen ist ein Männchen! Trennen oder nicht? Hallo, ich hab hier schon länger nicht geschrieben, aber jetzt bin ich gerade etwas ratlos. Hintergrund: Anfang des Sommers ist unsere Kaninchendame Finchen leider gestorben, so dass wir für unsere Gruppe ein neues Weibchen suchen wollten. Die Gruppe besteht aus: Jock (ca. 3 J., kastriertes Männchen, kam zu uns aus dem Tierheim im letzten Jahr) Freddy (8 J., kastriertes Männchen) Flocke (6 J., Weibchen) Lotte (6 J., Weibchen) Die Tierheime der Umgebung hatten auf Nachfrage leider kein Weibchen, so dass ich über die Ebay-Kleinanzeigen auf eine Privatvermittlung in der Nähe aufmerksam wurde. Hier gab es einen ähnlichen Fall wie weiter unten beschrieben: Häsin wurde zweimal kurz nacheinander gedeckt, warf im Abstand von einem Monat. Plötzlich gab es da ganz viele Kaninchen, Besitzerin selbst schwanger, Umzug war auch geplant, glaub ich. Wir haben uns die Kleinen angeschaut und beschlossen, zweien ein neues Zuhause zu geben. Zum Abgabezeitpunkt waren sie 8,5 und 13 Wochen alt sein. 8,5 Wochen ist recht früh, ich weiß, aber die Mutter war wohl sehr zickig mit den Kleinen und saß dort eh schon getrennt. So, ich bin also mit den beiden kleinen Halbgeschwistern (unterschiedliche Väter) nach Hause und dann zuerst zum Tierarzt. In erster Linie, um das Geschlecht bestätigen zu lassen. Tja... der Große (Brownie) ist ein Männchen. :eek: Laut Vorbesitzerin hat sie die Geschlechter vom Tierarzt bestimmen lassen, aber das ist ja nun schwierig, wenn sie noch sehr jung sind. Hat ihr der Tierarzt aber nicht gesagt... Kastrationstermin ist in einer Woche, dann ist Brownie 15 Wochen alt und die Kleine (Tinky) 10 Wochen und zwei Tage alt. Eigentlich wollte ich diese Woche schon vergesellschaften, das ging ja schlecht. Nicht dass meine beiden "alten" Weibchen noch trächtig werden. :eek: Also sitzen derzeit nun die vier Großen im Außenteil des Geheges (12 qm) und die beiden Kleinen innen (5 qm). War total anders geplant, zumal wir den Außenteil extra komplett ausgeräumt, umgegraben, alles abgespritzt haben - für die bevorstehende VG eben. *seufz* Die beiden Kleinen lieben sich total, noch besteht ja auch keine Gefahr, dass Tinky gedeckt wird. Aber nach der Kastration??? Ich habe gelesen, dass noch 3 - 4 Wochen danach Zeugungsfähigkeit besteht, d.h. Tinky wäre dann 13 - 14 Wochen alt. Besteht da eine Gefahr? Ich hab so unterschiedliche Infos gelesen: Manche Seiten schreiben Geschlechtsreife ab 12 Monaten, manche schreiben bei Weibchen erst ab 16 Wochen. Soll ich die beiden lieber trennen, sobald Tinky 12 Wochen ist? Das täte mir total leid, wenn dann beide für zwei Wochen noch allein sitzen müssen. Aber zur Not würde ich das machen, klar. Aber das wär dann schon ein ziemlicher Zufallstreffer, falls das passiert, oder? Die Besitzerin hat mir übrigens geschrieben, dass die Mutter wieder ein Nest baut. Nun befürchtet sie, dass sie von Brownie auch nochmal gedeckt wurde. :eek: Das wär aber ein ganz enger Zeitplan gewesen... So, das ist jetzt sehr lang geworden. Ich hoffe, ihr habt Tipps für mich, ob ich die beiden trennen muss oder nicht. |
Hm schwierig. Zur Sicherheit könntest du sie trennen. Es gibt ja aber auch die Möglichkeit dass Brownie noch nicht geschlechtsreif ist. Mit der Mutter saß er bis zu seiner 13. Lebenswoche zusammen? Weiß nicht, ob er sie wirklich gedeckt hat... Ich glaub dass es sogar sechs Wochen sind nach einer Kastration (eines geschlechtsreifen Nins), bis die Männchen wirklich garnicht mehr zeugungsfähig sind. |
Ich würde mal behaupten dass er nach der Kastra seinen "Goldenen Schuss" am hinteren Rücken seiner kleinen Freundin absetzen wird. Ihr passiert dann aufgrund des Alters noch nichts, aber er hat dann halt sein Pulver verschossen. Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, dann trenn sie, das geht auch per Gitter, durch das sie sich weiter sehen und riechen können. Übrigens ist die sichere Geschlechtsbestimmung mit 5 Wochen möglich. Wer das nicht kann, sollte kein Geld für seine Ratespiele nehmen. Spätestens mit 8 Wochen ist eigentlich kein Irrtum mehr möglich. Guckst du hier --> http://www.kaninchenwissen.de/knowledge/kb_show.php?id=2 |
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Ich hatte gelesen 4 - 6 Wochen Warten wär o.k.. Hmmm... 6 Wochen wäre sehr schwierig, da ich dann nur 1,5 Wochen für die Beobachtung der VG hätte, bevor wir in den Urlaub fahren. Ich wollte die VG dann eigentlich komplett durch haben. |
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Also ich glaub nicht, dass du sie trennen musst. In dem Alter passiert meiner Meinung nach sehr selten etwas. Ich lasse meine Jungtiere (unabhängig von der Rasse) bis zur 13.-15. Woche bei der Mutter und nach dem Absetzen bleiben sie oft bis zur 16.-18. Woche noch komplett als Wurf zusammen. |
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"Geschlechtsreif werden Zwergkaninchenrassen mit ca. 3 Monaten. Große Kaninchen (Schlachtkaninchen ab ca. 5 kg) mit 4 - 5 Monaten, aber frühreife Damen und Herren sind auch mitunter schon ab 2,5 - 3 Monaten soweit sich zu vermehren, achten Sie also auf eine rechtzeitige Trennung nach Geschlechtern!" Quelle: http://diebrain.de/k-nachwuchs.html#Entwick |
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Ich halt persönlich auch nicht viel von solchen Angaben, wer wann früh-spät oder überhaupt reif ist. Das sieht man beim jeweiligen Tier. Ich lasse sie gerne so lange wie möglich zusammen. Mir ist auch eine Züchterin bekannt, die ihre Kastraten, egal welches Alter, quasi noch am selben Tag der Kastration wieder in seine Gruppe setzt. Vorher hat der jeweilige Kandidat seine "stille Reserve" an einem Plüschhasen abgesetzt, welcher einen Tag lang bei einer Zibbe "gewohnt" hat. Sie macht das seit 3 Jahren so, den Tipp hätte sie wohl von einem TA, sie hat nie Unfallwürfe gehabt. |
Ob man solche Systeme wie von Gundel Gaukeley beschrieben anwendet, kommt auf die persönliche Risikobereitschaft an. Ich selbst halte nichts davon, vor allem nicht wenn man nicht ausreichende Erfahrung mit der Geschlechts- und Altersbestimmung hat. @ Momo07: Ich weiß definitiv von einem Fall, wo ein kleines Rammlerchen (Teddyzwerg) heimlich mit 7 Wochen die Mutter gedeckt hat. Da meinte die Züchterin auch, sie würde rechtzeitig merken wenn die Jungs anfangen zu "probieren". Nur brauchte der vorwitzige kleine Mann offensichtlich kein "probieren", sondern erwies sich als äußerst zielsicher, denn als sie das angebliche "probieren" bemerkte, hatte er den Treffer schon gelandet. Fazit: auch wenn sowas eine ganze Weile gut geht, muss das nicht heißen dass es das auch auf Dauer tut. Übrigens: wer mal in die Vorstellung von Gundel Gaukeley guckt, sieht dort dass sie folgende Rassen aufführt: Thüringer (mittelgroß), Hasenkaninchen (mittelgroß), Deutscher Widder (groß), Großsilber (mittelgroß), Zwergwidder (klein, aber keine Zwergrasse) - eines davon auf ein Tombolagewinn, also kein Zuchttier, die zweite Zwergwidderin die für die erste angeschaffte Gesellschafterin. Wenn sie also schreibt, sie ließe die Jungen eine bestimmte Zeit bei der Mutter, so hat sie leider vergessen zu schreiben dass ihre Kaninchen keine Zwerge sind - und Zwerge sind im Normalfall etwas eher geschlechtsreif als größere Kaninchen. --- Im vorliegenden Fall ist es so, dass auch die Häsin noch sehr jung ist. In diesem Fall würde ich mich Angora-Angys Einschätzung anschließen, und die beiden zusammen lassen. Das gilt aber nicht, wenn erwachsene Häsinnen für den Jungspund erreichbar sind! |
Da schließe ich mich Lupine an - ich habe auch schon öfter gelesen, dass kleine Rassen schneller geschlechtsreif werden als große. Gibt es denn schon einen Kastrationstermin oder war der schon? |
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@Gundel,Lupine: Danke für die ausführlichen Auskünfte! :) ich selbst hatte noch nie Kaninchenbabys zur Aufzucht, daher bin ich Laie auf den Gebiet. Hat mich aber interessiert ;) |
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Danke euch für eure Einschätzung, dann lass ich die Kleinen zusammen. Und was meint ihr, reichen vier Wochen Warten hinterher aus, bevor ich sie mit der Gruppe vergesellschafte? |
@Lupine: Ich muß den Vorstellungstext mal ändern. Letztes Jahr um Weihnachten sind Hugo und Karline noch dazu gekommen, beides Löwenköpfchen die zusammen einige Junge haben. Daisy und Dorle sind eigentlich auch Zuchttiere, aber Daisy hat der Züchter abgegeben, weil sie für einen Zwergwidder zu lang/ schwer geworden ist. Dorle ist ein n.b.(nicht befriedigend) das Weiß an der Unterseite der Vorderpfoten kommt zu sehr nach oben. Ich hab zwar momentan keine "richtigen" Farbenzwerge, aber früher hatten wir auch Hermelinzwerge, da haben wir das auch so gemacht, über 15 Jahre lang. Natürlich gibt es die Frühreifen hin und wieder mal, aber so wahnsinnig of nun auch nicht. Und ich möchte wetten das der kleine Teddy auch Anzeichen gegeben hat, die vielleicht nicht beachtet wurden. |
Ich glaub ich würde sechs Wochen warten. Auf die zwei Wochen mehr kommt es dann ja auch nicht mehr an beim Warten. Aber da sollten sich besser noch andere zu äußern, die mit Vergesellschaftung von Männern in der Kastrafrist mehr Erfahrung haben. |
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