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Ausnahmefall: VG ohne Quarantäne Hallo liebe Foris, in meinem letzten Thread schrieb ich ja bereits, dass von meinem 4 Jährigen Böckchen "Mümmel" die Partnerin plötzlich verstorben ist. Nun habe ich auch eine geeignete Partnerin im Tierheim gefunden: Die Dame ist 2 Jahre alt und seit einem Jahr im TH. Sie verträgt sich nicht mit anderen Damen und wurde daher mit einer Meerschweinchengruppe zusammengesetzt, mit denen sie sich gut versteht. Im TH sagte man ausdrücklich, dass sie ein Ausnahmefall ist und sie das normalerweise nicht machen. Mümmel macht eigentlich einen recht gefassten Eindruck. Wenn ich nicht da bin frisst er alles an und kommt auch oft auf mich zu was er normalerweise nie tat. Er markiert auch alles. Auch ich wurde schon markiert. Ich habe heute auch Kotproben der der letzten 3 Tage beim TA abgegeben und warte bevor ich die kleine hole erstmal die Ergebnisse ab. Im TH und beim TA meinte man, dass keine Quarantäne nötig sei, da sie seit einem Jahr kerngesund im TH lebt und Mümmel ja schon am Sonntag medizinisch durchgecheckt wurde. Mümmel hatte noch nie eine VG, da seine Partnerin seine Halbschwester war und beide auf der Kanincheninsel in Egelsbach geboren und aufgewachsen sind. Nun bin ich etwas ratlos. Quarantäne in meiner Wohnung wäre eh schwierig da sie sich riechen würden und zu den Schwiegereltern will ich sie nicht geben, weil da stark geraucht wird. Könnt ihr mir irgendwelche Empfehlungen oder Erfahrungen geben? Ich hatte Kaninchen vor einer VG normalerweiße immer 2-3 Wochen räumlich von einander getrennt, da meine Eltern genug Platz hattenn und will den beiden auch keinem Risiko aussetzen. Wenn ich ehrlich bin verlasse ich mich bei VG und Quarantäne auch eher auf euch als auf den TA oder das TH. |
Also - ich kann nur für mich sprechen - ich persönlich würde keine Quarantäne mehr machen, wenn du TA und Tierheim vertraust. Habe bei den Abgabetieren von Bekannten damals auch keine richtige Quarantäne gemacht (also nicht sofort VG, aber auch nicht räumlich getrennt), da ich die Tiere gut kannte und wusste das sie nicht krank sind. Eine Quarantäne im Privathaushal ist eigentlich nur bei Parasiten wirklich wirkungsvoll, es sei denn du hast das Tier in einem komplett anderen Raum und duscht dich bevor du zu den anderen gehst. :o Wenn es frei von Parasiten ist und auch ansonnsten keinerlei Krankheitszeichen aufweist würde ich sie gleich dazugeben oder maximal ein paar Tage seperieren - im TH werden ja auch alle Tiere in Quarantäne gegeben bevor sie zu den anderen kommen, die Ansteckungsgefahr ist daher ohnehin schon gering. Allerdings - bei einer plötzlich verstorbenen Partnerin könnte dein Kaninchen ansteckend sein... |
Im Zeitalter von RHD 2 würde ich höchstens dann auf eine Quarantäne verzichten, wenn erstens von dem TH-Tier eine neue Kotprobe untersucht wurde und wenn es zweitens geimpft plus gegen RHD 2 grundimmunisiert ist. Und das sind leider die wenigsten TH-Tiere. |
Hab gerade nochmal in Deinem anderen Thread gelesen. Wann genau ist Dein Weibchen gestorben? Du hattest sie nicht weiter untersuchen lassen, oder? RHD2 hat eine Inkubationszeit von 24-72 Std. Wenn Dein Weibchen tatsächlich an RHD2 gestorben sein sollte, könnte Dein Böckchen weiterhin den Virus ausscheiden und damit andere Kaninchen anstecken. Bitte lass das Weibchen im TH reservieren und mit Cunipravac impfen. Dein Böckchen sollte natürlich auch geimpft werden. Cunipravac hat den Schutz nach 7 Tagen aufgebaut. Danach kannst Du die beiden vergesellschaften. Sollte das TH sich quer stellen, kannst Du das Weibchen vielleicht selbst impfen lassen und für eine Woche woanders unterbringen? Wenn das nicht geht, gibt es bei FB eine Gruppe mit RHD2-überlebenden Tieren die entweder einen Partner oder ein neues Zuhause suchen. |
Danke für die rege Beteiligung :D Gegen RHDV2 sind beide nicht geimpft. Sie sind nur mit Nobivak Myxo+RHD geimpft. Wenn Nanni aber an RHDV2 erkrankt gewesen ist, müsste doch ihr Brüderchen auch erkrankt sein und sterben? :sad: Ich rufe morgen vormittag mal meine Tierärztin an und frage ob sie den Impfstoff besorgen kann. Wenn ja könnte ich ja auch die Impfkosten für beide übernehmen. Dann würde ich mich auch deutlich sicherer fühlen. Vielleicht hätte ich Nanni doch besser eine Leberprobe entnehmen lassen sollen. Dann hätte ich Gewissheit. Auf der Seite vom Hersteller für Cunipravak steht Withdrawal time 0 days. Das sollte doch bedeuten, dass der Impfstoff sofort den nötigen Schutz bietet oder? |
Es soll sieben Tage dauern bis der vollständige Schutz aufgebaut ist. Das Virus, sollte Nanni es gehabt haben, überlebt gute drei Monate außerhalb des Wirtstieres, weswegen zum einen eine mgl. umfassende Desinfektion ihres Lebensbereiches vonnöten ist, als auch die Impfung von Mümmel und dem neuen Tier... Es haben übrigens auch "nur" Nobivac geimpfte Tietre überlebt, danach darf man nicht nur gehen.. Hinsichtlich des Impfstoffes, guck doch mal hier in den ganzen Impf-Threadsim Krankheitsforum, vielleicht ist ja was bei Dir in der Nähe wo Du Dich mit anmelden kannst. |
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