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VG - Wird das harmonischer? Hallo, seit ca. einem Monat lebt Kaninchendame Lizzy zusammen mit meinen beiden Nins in der neuen Voliere. Ich habe schon oft VG durchgeführt, aber diese verunsichert mich etwas. Eigentlich klappt alles gut, wie ich finde. Der Kerl hat Lizzy direkt akzeptiert und ich habe die beiden auch ein Mal beim Schmusen erwischt. Allerdings macht mir mein Weiblein, Malmö, Sorgen. Natürlich muss die Rangordnung neu ausgehandelt werden und deshalb fanden gerade zu Anfang wilde Jagden statt. Jedoch hört es einfach nicht auf. Sie fressen alle gemeinsam, alles kein Problem. Jedoch verjagt Malmö Lizzy des Öfteren und reißt ihr Fell aus, wenn sie ihr zu nahe kommt. Sich am Rücken von Lizzy putzen zu lassen, ist allerdings kein Problem für sie...:confused: Gibt es dafür eine Erklärung? Es kommt mir nun auch vor allem gegen Abend so vor, als würden die beiden Lizzy eher ausschließen. Sie sitzen auf ihrem Aussichtspunkt und die Kleine sitzt in sicherer Entfernung alleine da. Sie wirkt mir aber sehr verschmust, weshalb ich nicht glaube, dass sie das ganz freiwillig so macht. Als Tipp habe ich schon mehrfach gelesen, man solle das Gehege vorübergehend verkleinern, damit die Zicken sich mal konfrontiert sehen. Allerdings weiß ich nicht, ob ich das (jetzt schon) tun sollte oder ihnen noch etwas Zeit geben soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ich hoffe auf euren Rat:seeya: |
Huhu:seeya: Also hast du 3 Kaninchen? Dann kann es schonmal sein das eins ausgeschlossen wird, muss nicht aber kann. Dann sollte man überlegen ob man sich noch eins holt und dann 2 2er Gruppen macht. Dann wird keins ausgeschlossen. Aber erstmal würde ich abwarten, bei meiner 3er Gruppe hat es ca 1/2 Jahre gedauert. Zitat:
Wie viel Platz haben sie 24 Stunden? |
Hallo Hani, das mit dem Vierertrupp habe ich mir auch schon überlegt. Allerdings haben meine drei 18qm Platz, 24 Stunden. Und 18 qm ist zu wenig für vier Nins finde ich. Aber dann bin ich etwas beruhigter und warte noch ein wenig ab :) |
18m² würden locker für 4 Nins reichen (wenn es nicht gerade Riesen sind). Edit: trotzdem könnte ein viertes noch mehr Unruhe reinbringen. So war es bei mir. Die 2 Kastraten verstehen sich einfach nicht und nach 3 Monaten hab ich sie getrennt. |
Ich gebe Meinen jeweils eine 3 Monatsfrist. Das ist genügend lange um zu schauen, ob es klappt (Minimum wäre 2 Monate, um eine Prognose abgeben zu können - vorausgesetzt es wird nicht dramatisch und ist tolerierbar). Sind die Streitigkeiten noch nach 3 Monaten vorhanden, dann sinken die Chance auf Gelingen rapide ab ( Ausnahmen kann es zwar auch mal geben...). Sitzt Deine Häsin also auch selbst für die nächsten 2 Monate noch alleine da - auch wenn es keine Jagereien mehr gibt - dann ist dies natürlich auf Dauer alles andere als gut. Dann wäre ein 4.Kaninchen sicherlich besser. Aber immer eben mit dem Risiko, dass sich ein zweiter Rammler evtl. nicht mit dem Ersten verstehen könnte.... Mit Gruppen habe ich selbst auch nicht viel Erfahrungen. Bei meiner 4-er Konstellation hat sich die Beziehung auch verändert: zu Beginn kamen meine neuen, frisch kastrierten Häsinnen einige Monaten super miteinander klar, dafür die eine Häsin nicht sonderlich mit dem einenRammler. Die Rammler hatten immer schon miteinander Probleme. Dann eskalierte es mit den Häsinnen plötzlich, dafür kamen die Paare plötzlich alle miteinander klar. Daher fand ich es noch tolerierbar, da immer jemand einen Partner abwechselnd hatte. Seitdem mein Rammler gestorben ist, verschlechtert sich die Situation allmählich und Eine ist immer alleine... Wie Du siehst, kann sich auch eine Gruppendynamik mal verändern, selbst wenn eine VG einigermassen gut geklappt hat.... |
Also eine 3 Monatsfrist finde ich definitiv zu wenig. Wie gesagt meine haben über 1 Jahr gebraucht um sich zu verstehen und nun klappt alles, aber das muss naütürlich jeder für sich selber entscheiden, denn jedes Kaninchen ist ja anders. Ich würde einfach abwarten, solange sie sich nicht dauerhaft stark fetzen. Wenn es garnicht geht, entweder ein 4tes Kaninchen mit einer 4 er Gruppe oder 2 2er probieren. :seeya: |
Wenn ein Kaninchen dauernd gemobbt wird, dann riskiert man Krankheiten, die Stressbedingt entstehen. Vermutlich war die Beziehung Deiner Kaninchen auch nicht wirklich schlimm. Sowieso muss man eine Beziehung immer von Fall zu Fall beurteilen und schauen, wie stark der Stresspegel eines Tieres ist. Auch bringt es nichts, wenn ein Kaninchen ständig alleine leben muss. Ich hatte auch schon ein Paar, welches 10 Monate im selben Gehege gewohnt hat, das war aber auch schon alles. Der arme, gemobbte Rammler ist nach der Trennung in einigen Wochen Einzelhaltung komplett aufgeblüht und hat dann erst seinen wahren Charakter gezeigt. Seine Freude war übersprudelnd... Erst dann würde mir bewusst, wie stark er durch mein Verhalten gequält wurde. In den meisten Fällen reichen 3 Monaten aus, um eine Beziehung beurteilen zu können. Mittlerweilen habe ich auch ein gutes Bauchgefühl entwickelt und lag bis anhin mit meinen Einschätzung zu Beginn der VG immer richtig. Ob mir der Ausgang nun gefallen hat oder nicht... |
Zitat:
Ja da hast du recht, also wirklich schlimm war es bei mir nicht. Niemand wurde stark verletzt. Gut das stimmt ich nehme alles zurück :rofl: |
Vielen Dank für die zahlreichen Erfahrungen eurerseits! :) Als "schlimm" würde ich es in meinem Fall nicht bezeichnen. Baldrian akzeptierte sie von Anfang an (ist sowieso ein sehr genügsamer Bursche) und sie sitzen auch öfter mal nebeneinander, sie möchte auch von ihm geputzt werden, was er öfter mal ignoriert, aber die beiden haben durchaus schon Zärtlichkeiten ausgetauscht. Mit der Zicke Malmö frisst Lizzy teilweise sogar am gleichen Halm, wenn sie sich manchmal aber einfach eher unerwartet begegnen "knurrt" Malmö sie aber immernoch an und jagt sie ein Stück weg...im nächsten Moment wird wieder zusammen gefuttert.:out: Also mal so, mal so. Sie wird geduldet, aber nicht wirklich akzeptiert, wirkt aber trotzdem ganz entspannt, wie ich finde. Was mit die meisten Sorgen bereitet ist eben, wenn ich an manchem Abend aus dem Fenster schaue und sehe dass sie eher abseits von den beiden sitzt. Momentan ist aber auch zu beobachten, dass sie sich immer ein Stückchen näher zu den beiden hinbewegt und dann auch nicht weggejagt wird. Ich glaube fast sie tastet sich etwas aktiver ran. :smilewinkgrin: Es handelt sich jedenfalls um ein kompliziertes Thema. Ich weiß nicht weiter. Wenn es jetzt dauerhaft so weitergeht, werde ich ein Viertes holen, aber ungern. Ist die Sache mit dem Gehege kurzfristig verkleinern ratsam? Sind euch Erfolge bekannt? Danke noch mal! :seeya: |
Gehege verkleinern würde ich höchstens dann machen, wenn kaum Kontakte statt finden (und jeder in seinem Teil vor sich hinlebt). Wobei 18 qm schon relativ gross ist, aber wenn genügend Kontakte vorhanden sind und das Ganze aufgemischt (respektive viel Bewegung drin ist), ist das durchaus okay. Würde einer richtig gehend über längere Zeit gemobbt, dann kann das Verkleinern die Situation auch verschlimmern. Ich tendiere inzwischen selbst eher zu mehr Platz, aber es kann bei mir auch bloss Zufall gewesen sein, dass die VG mit viel Platz (=> 20 qm) wesentlich entspannter und harmlos abgelaufen sind als die restlichen ( zwischen 6-12 qm). Zumindest gab es bei mir viele Kontaktaufnahmen, d.h. man ist sich hinterher gehoppelt. Vielleicht ging es dann letztendlich etwas länger, aber das könnte genau so auch mit der Konstellation (Charaktere) zusammen gehangen haben. Keine VG kann man wirklich miteinander vergleichen, da die Bedingungen ja nie exakt gleich sind. Wenn man das Gefühl hat, man müsse an der Situation etwas verändern, damit kein Status Quo eintritt (oder aus Platzgründen etc.), kann man das schon machen. Allerdings könnte die neue Situation die Beziehung theoretisch auch genau so gut verschlechtern. Daher wäre es gut, sich jederzeit die Option zu lassen, das ganze wieder rückgängig zu machen. Meine Häsin sitzt auch sehr oft abseits. Da sie oft aus dem Kaninchenzimmer verjagt wird, sitzt sie dann meist vor der Eingang draussen und schaut rein. Einige Monate habe ich zu Beginn versucht, sie alle im Zimmer einzusperren, aber seitdem ich alles offen lasse, ist sie viel entspannter. In den 15 Monaten gab es dazwischen zwar mal eine Zeit, da sah es richtig gut aus, aber das wird nun wohl nicht mehr eintreten, sofern ich mich nicht von Einer trenne. Zumindest macht die Gemobbte keinen gestressten Eindruck mehr und hat auch einen extrem gesunden Appetit, was auch nicht immer der Fall war zu Beginn. Obwohl gemeinsames Fressen nicht wirklich klappt. Übrigens ist ausserhalb des Kaninchenzimmers fast immer Frieden (aber ohne Kuscheln), es wird auch nur das Zimmer verteidigt... |
Wenn du den Eindruck hast, sie tastet sich aktiv ran (das machen manche Kaninchen), dann würde ich das Gehege nicht verkleinern, sondern ihr erstmal ihr Tempo zugestehen, denn ich denke nicht, dass die anderem sie viel schneller akzeptieren, wenn du sie in ihre Nähe zwingst. Schlimmstenfalls könnten sie es als unaufgeforderte Annäherung interpretieren. |
Es hat sich heute ergeben, dass ich ein männliches Kaninchen von Privat erhalten habe. Das arme Tier war bis heute jeden Tag in einem engen Käfig eingesperrt und gehörte einem Kind, dass nun kein Interesse mehr an dem lieben Kleinen hat. Bin dann zufällig bei ebay Kleinanzeigen auf ihn gestoßen und konnte nicht anders, habe ihn also heute abgeholt. Er ist zwei Jahre alt, nicht kastriert und sehr neugierig und munter. Sobal er sich besser eingelebt hat, werde ich ihn kastrieren lassen. So lange, und die 6 Wochen nach der Kastration, verweilt er in meiner Wohnung und hat durchgehend Auslauf, den er bereits genießt :) Ich hoffe, meine Ninchentruppe integriert ihn, wenn es soweit ist. Vielleicht kan er Lizzy ja ein passender Partner sein. Ich habe Hoffnung und bin froh, das Kerlchen aus schlechter Haltung befreit zu haben. |
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