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Kaninchenpartner plötzlich verstorben.. Haesin ist nun alleine auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von M3llex
Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 04.12.2014
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Geschrieben am 17.03.2016, 22:43

Kaninchenpartner plötzlich verstorben.. Haesin ist nun alleine


Hallo ihr Lieben!

Ich bin "neu" hier und brauche echt einen Rat und irgendwie vllt. auch mal einen „Platz“ an dem ich mich endlich „aussprechen“ kann.

Ich musste leider schweren Herzens meinen Costa am Dienstagmorgen einschläfern lassen. Vor gut 2 1/2 Jahren wurde bei ihm ein Kieferabszess diagnostiziert, der leider nur schlecht operiert werden konnte, da er teilweise an einer Stelle war, an der man hätte nicht operieren können. Es war mit ihm dann extrem auf der Kippe gestanden, ob er das alles schafft oder nicht, da er alle 2-3 Stunden Brei gebraucht hat, sehr schwach war usw. (viele kennen hier sowas ja vllt leider).

Aber er kam nach einiger Zeit gut damit klar, nur dass er kein Heu mehr fraß. Er hatte nie seine Lebensqualität verloren und hat immer super gekämpft.

Ab da ging es mit seiner Gesundheit immer weiter langsam bergab. Er erblindete auf einem Auge (wohl wegen des Kieferabszesses), entwickelte eine Fettleber, bekam Durchfall, da er kein Heu mehr zu sich nahm, entwickelte eine Heuallergie usw usw usw. Die Liste ist echt sehr lang. Aber er hatte IMMER Lebensfreude und deswegen investierte ich immer all mein Geld in ihn, immer unter der Voraussetzung: Solange es ihm gut geht, unterstütze ich ihn wo es nur geht, denn er hatte sich ja a) nicht die Krankheiten ausgesucht und b) konnte er ja nun wirklich nichts dafür, dass er allemöglichen Krankheiten „anzog“.

Naja wie gesagt, dass ging nun 2 1/2 Jahre gut; er nahm sogar wieder über 600 Gramm zu und war soweit ich das beurteilen kann ein glückliches Ninchen.

Vor gut einem halben Jahr kam noch ein Tumor an der Nasenscheidewand hinzu, der ebenfalls inoperabel ist sowie deswegen Nasenausfluss und er speichelte immer mehr.

Da er schon 10 Jahre war, entschlossen mein Tierarzt und ich ihn weiter unter der Schmerzmedikation zu lassen, die er immer hatte und ihm die restliche Zeit einfach zu geben, bis es nicht mehr geht und sein Leben keine Qualität mehr hat.

Lange Rede kurzer Sinn… Kann hier unmöglich alles aufzählen, was er so alles bekommen hat, war immer einiges und mir geht es hier auch nicht um die „Überprüfung“ meines Tierarztes, sondern vielmehr darum:

Dienstagmorgen musste ich meinen Schatz ja leider gehen lassen. Das setzt mir unheimlich zu. Ich mache mir schreckliche Vorwürfe (ich bin so ein Mensch der dann in alle RIchtungen denkt und sich selbst "gerne" die Schuld gibt), kann kaum noch schlafen und bin eigentlich permanent am weinen. Da reicht schon ein Blick zur Uhr „Ah, 20:00 Uhr, eigentlich hätte er jetzt sein Schmerzmittel bekommen“ und mir laufen nurnoch die Tränen runter.

Nun ist es so, dass ich ja noch meine Häsin habe, die nunmehr alleine ist.

Mein Problem damit ist folgendes: Ich habe mir für mich vorgenommen, dass nach ihr erstmal Schluss für mich mit Tieren ist. Mich haben die letzten Jahre doch sehr mitgenommen und wenn ich Tiere habe, dann möchte ich sie auch so halten, wie man sie halten sollte und soviel Aufmerksamkeit schenken, wie sie es benötigen. Auch finanziell muss ich sagen, dass mich mein kleiner Schatz doch in den paar Jahren finanziell sehr gefordert hat (um die 5.000,— Euro für Behandlungen, Spezialfutter usw) aber wie gesagt, das Geld ist und war mir egal, nur merke ich soglangsam dass meine Kraft nun ausgeschoepft ist.

Ich hatte nun ein langes Gespräch mit einem Vorstand von einem Tierheim, den ich persönlich kenne sowie meinem Tierarzt, der meine Häsin auch sehr gut kennt.

Und beide sind -ich hoffe hier bricht nun kein Toben oder sonstiges aus- der Meinung, dass wenn ich nach meiner Häsin erstmal keine Hasen mehr haben mag, sie ggf. alleine lassen sollte, sofern sie sich nicht auffällig verhält oder man merkt, dass sie sehr leidet. Die beiden sind der Meinung, dass ich meiner alten Dame erheblich mehr Stress nun zufügen könnte, indem ich eine neue Vergesellschaftung sozusagen „erzwinge“ und man ggf. erstmal herauskristallisieren sollte, wie sie sich in den nächsten Tagen verhält, da es wohl auch Vergesellschaftungen gibt, die zwar klappen, das aber noch lange nicht heissen muss, dass die Ninchen dann auch mit diesem Partner glücklich sind und es eben ggf. 2, 3 oder mehr Versuche andauern kann, bis man einen Partner findet, der gut zu ihr passt und das jede Vergesellschaftung doch auch einen erheblichen Stress bei ihr auslöst. Ich möchte nun echt ungern irgendwelche Anfeindungen gegenüber deren Meinung hören, da ich finde, dass jeder seine eigene dazu hat und man die respektieren sollte, wenn man sie vllt auch nicht ganz nachvollziehen mag. Ich habe mich auch extra an diese beiden Personen gewandt, da beides Personen sind, die mir nie aus Mitleid zureden wurden: „na klar, können Sie die alleine halten“, sondern ich hier eine objektive Meinung erhalte.

MEIN PROBLEM AN DER SACHE IST: Ich weiss nicht, was richtig ist momentan. Mein Kopf ist eigentlich auch noch gar nicht frei fuer solche Gedanken. Auf der einen Seite schlägt sie seit einem Tag Haken und ist „quietschfidel“, auf der anderen Seite ist die Vorstellung für mich, dass sie keinen Kuschelpartner mehr hat, der ihre Sprache spricht ganz ganz furchtbar. Abgesehen davon, dass ich berufstätig bin und einfach keinen Ersatz für sie als Partner darstellen kann. Alleine schon seit Dienstag (2 Tage also) sitze ich auf der Arbeit und denke ständig an sie und dass sie gerade alleine ist und das macht mich echt VERRUECKT….

Abgeben kann ich sie nicht. Sie ist jetzt gute 10 Jahre alt und ich habe sie seit 8 Jahren bei mir. Ich brings nicht übers Herz (ja ich weiss, Egoismus ist hier eig. unangebracht) sie herzugeben…. Ich (bilde ich mir vllt. auch ein oder hoffe es) denke, dass ich auch eine wichtige „Bezugsperson“ für sie bin, da sie immer stundenlang mit mir kuschelt, mit mir auf dem Bett schläft und dann „knurschelt“ mit den Zaehnen und mir hinterherschlawienert usw.

Naja. Auf jeden Fall stehe ich nun vor der Entscheidung:

Neues Ninchen anschaffen, Vergesellschaftung versuchen, oder nicht.

Und: Sollte das alles super klappen und mein Dämchen stirbt dann vor dem neuen Ninchen ist für mich eigentlich klar: Ich werde diesen dann abgeben. Das finde ich vom Gedanken her auch furchtbar, da man ja auch zu diesem Tier eine Bindung aufbaut und dieses eben auch zu einem. Aber wie gesagt: ich komme aus der Nummer ohne jegliche Gewissensbisse nicht raus.

An der Stelle „lob“ ich mir dann doch diejenigen, die nichtmal über sowas nachdenken und Kaninchen immer nur in Einzelhaltung halten.. Ist nur halbernst gemeint, aber dann hätte ich jetzt so einen Druck nicht.

Noch kommt dazu, dass falls ich mich entschließe ein neues dazuzuholen, dass ich das erst in 1-2 Wochen machen möchte. Auch an dieser Stelle vllt. wieder Egoismus, aber ich bin einfach im Moment nicht bereit, mich mit sowas zu befassen. Meine „erste Phase der Trauer“ ist noch nicht vorbei und ich schaffe es einfach nicht zu sagen: "Joa dann geh ich morgen direkt los und hol eins aus dem Tierheim“.

Hier liegt noch so viel Zeug (Medikamente, Spezialfutter usw) rum, dass ich erstmal Ordnung machen muss, bevor ich mit klarem Kopf an die Sache ran kann.

So ich wurde jetzt sehr gerne von euch eure Meinungen dazu hören.

Wart ihr vllt schonmal in der selben Lage?

Was habt ihr getan?

Oder, was würdet ihr tun?

Ich freue mich über jede Antwort und vielen lieben Dank im Voraus!!

Liebe & leider auch etwas traurige Grüße




Geändert von M3llex (18.03.2016 um 09:35 Uhr).
 



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