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Zitat von Thommyger
(Beitrag 797395)
Aber ist es nicht so, dass Tiere (in dem Fall Kaninchen) wissen was sie essen können und was nicht? Das muss doch in den Genen liegen. Wenn sie draußen in freier Wildbahn leben, passt ja auch keiner auf was sie essen und sie überleben.... | Oder auch nicht. Es sind schon viele Kaninchen an Eibe gestorben.
Kaninchen fressen normalerweise vorwiegend das was sie kennen. Alles andere wird vorsichtig probiert - und dann kommt es darauf an ob
1. das gerade probierte bereits in dieser geringen Menge tödlich giftig ist - das wäre dann ganz schlecht, kommt aber vor
2. das möglicherweise giftige Pflanzenteil Unwohlsein hervorruft - dann würden die Nins es nicht mehr anrühren.
Ein massives Problem ist also vorwiegend die extreme Giftigkeit von Pflanzen wie Eibe, wo schon wenige Nadeln tödlich sein können. Der Probebiss hätte hier einen Umfang, der bereits schlimmste Folgen hat. Wildkaninchen lernen übrigens auch von ihren Verwandten - damit ist sichergestellt dass die Jungtiere von den Alttieren lernen, die wissen dass man Eibe besser gar nicht erst probiert. Leider fehlt dieser Lerneffekt bei Hauskaninchen oft, vor allem wenn zwei Jungtiere ohne erfahrenes Alttier aufwachsen.
Ein weiteres Problem ist, dass es Hauskaninchen gibt die alles sofort in größerer Menge fressen - bei ihnen gibt es das Verhaltensprogramm "Probebiss" nicht mehr. Man muss also gut aufpassen, ob man solch ein Kaninchen hat. |