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kipfi 02.07.2015 11:32

Kaninchen sollen endlich ins Freie
 
Hallo meine Lieben,

nach langer Pause brauche ich mal wieder etwas Hilfe von euch.
Wir haben uns ein Haus gekauft, in das wir ab dem 1. Oktober einziehen können.
Allerdings fallen hier noch ein paar Arbeiten an, nicht viel, aber ein zwei Wochen wird es wohl dauern, bevor wir wirklich einziehen werden.
Meine zwei Kaninchen sind nun ca. 6 Jahre alt und haben bisher nur in der Wohnung gehaust. Da wir nun endlich einen Garten habe ist für mich gleich klar gewesen, dass ich meinen beiden Schlappohren die frische Luft nicht vorenthalten will.
Sie sollen ein Schlafhäuschen bekommen (wie groß es am Ende wirklich werden soll bin ich mir noch nicht einig, da wir keinen riesigen Garten haben), das auch beim Umzug direkt angegriffen werden soll, um meine zwei vielleicht noch vor dem Winter rauszusetzen. Und genau das ist die Frage. Meint ihr dass es noch möglich ist sie im Oktober rauszusetzen, vor allem da sie noch nie draußen waren? Oder soll ich sie lieber den Winter in den Keller setzen und mir mit dem Gehegebau bis zum Frühjahr Zeit lassen?

Danke für eure Meinungen, und liebe Grüße noch aus der stickig, heißen Dachwohnung.

Nathi 02.07.2015 11:39

Huhu,

Ich denke wenn es ein Nachthäuschen gibt, das du vl gut Isolieren kannst, und sie sich da hinein zurück ziehen können, wird das kein Problem sein. Isolieren wäre auch im Sommer von Vorteil wenn die Kaninchen sich von der Hitze zurückziehen wollen.

HaseKnickohr 02.07.2015 11:41

Hallo,

das klingt ja toll mit euren Plänen!

Allerdings würde ich wahrscheinlich unter diesen Voraussetzungen noch warten mit dem Raussetzen und die Kaninchen den ersten Winter lieber drinnen lassen. Oktober ist sehr spät und es wird ja auch ein kleines bisschen dauern, bis ihr dann alles fertig habt. Bis dahin ist es dann Mitte Oktober und schon richtig Herbst. Warte lieber etwas ab. Wenn deine Kaninchen wirklich immer Wohnung gewöhnt waren, dann würde ich lieber ab dem kommenden Frühjahr tagsüber immer mal raussetzen und erst komplett in die Aussenhaltung starten, wenn es wirklich zuverlässig frostfrei usw. ist.

kipfi 03.07.2015 09:00

Vielen Dank für eure Meinungen. Warscheinlich würde es im ganzen Umzugs- und Renovierungsstress auch für mich zu viel werden noch auf die schnelle ein Außengehege auf die Beine zu stellen. Also werde ich die zwei wohl dann bis zum Frühjahr im Keller unterbringen. :wink5: Müssen sie wohl noch ein paar Monate auf die Freiheit warten.

Und noch eine zweite Frage. Ich hatte vor, ein Gehege zu bauen, mardersicher und massiv. Aber es sollte nicht zu groß sein, denn es soll hauptsächlich für die Nacht sein. Ich habe mir vorgenommen einen Teil des Gartens (in dem ich meinen Nutzgarten errichten werde) abzutrennen, und den anderen restlichen Garten (Wiesenfläche, Büsche und Terasse - ca. 150 qm) für die Kaninchen dann tagsüber zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, Grundstücksgrenzen überall absichern, Unterschlupfmöglichkeiten bereitstellen. Dann am Anfang erstmal nur unter Aufsicht raus und später wollte ich sie eigentlich auch unbeaufsichtigt draußen lassen. Meint ihr dass ist mit ca 150 qm umsetzbar? Und ist es auch okay, dass sie nur zu zweit sind? Oder wäre es dann doch besser eine Gruppe (z.B. 4 Kaninchen) zu halten, damit sie sich besser gegenseitig warnen und beschützen können?

Vielen Dank fürs Lesen! :thumbsup:

Nathi 03.07.2015 10:36

Sind es Zwergkaninchen? Dann würde ich mir gut überlegen sie unbeaufsichtig düsen zu lassen.
Greifvögel sind ganz heiss auf die kleinen Racker. Auch habe ich vor kurzem einen Marder um 10 Uhr Vormittag am Straßenrand gesehen. Ich habe den Vorteil das bei uns sehr viele Katzen und Hunde rumdüsen und somit traut sich kein Raubtier in die nähe meiner Tierchen, meine Katze raufte vor ein paar Jahren sogar mal mit einen Falken als der vor unserem Haus eine Maus erlegte.

kipfi 03.07.2015 10:55

Ja es sind Zwerge. Wenn Sie aber genügend Unterschlüpfe hätten, meint ihr nicht, dass es dann trotzdem funktioniert? Ein gewisses Risiko ist sicherlich immer dabei, egal wie klein, egal wie viel Platz. Aber ist es das nicht Wert, dass sie nicht nur auf 10 qm ihr Leben verbringen, sondern auf 150?

Nathi 03.07.2015 11:09

Ein Falke bekommt im Sturzflug eine Geschwindigkeit von 340 km/h. Ein adler kommt auf 320 km/h
Da kann der Unterschlupf direkt neben dem Kaninchen stehen, wird es das nicht mehr schaffen.
Ein Marder kann in den Unterschlupf reinkriechen und das Kaninchen sitzt in der Falle.
Es liegt im Auge des Betrachters ob es lieber nur 10m2 und sicher oder 150m2 und unsicher ist.

EDIT: Ich würde mich für die 10m2 entscheiden, 10m2 sind für 2 Kaninchen ein gutes Maß um herum zu toben.

kipfi 03.07.2015 13:36

Danke Nathi, da hast du Recht. Adler/Falke wären wirklich ein Problem. Aber bei uns in der Gegend gibt es keine Adler bzw. Falken. Wir haben hier allerdings Bussarde. Ich glaube aber dass die kein Problem darstellen. Meine Zwerge wiegen 2 Kilo und so ein Mäusebussard ist jetzt nicht sonderlich groß. Also ich denke Raubvogelmäßig sind wir auch durch die ringsum Bebauung sehr gut geschützt. Ist ja auch nur ein kleiner Garten, der rund ums Haus verläuft (außer der dann abgetrennte Vorgarten). Keine große freie Fläche wo ein Vogel jagen könnte. Habe in der Falkenshow letztes Jahr gesehen wie gejagt wird. So viel Platz haben wir definitiv nicht im Garten. :-)

Und das mit den Mardern stimmt natürlich. Auch Füchse wurden wohl, wie ich hier schon öfter gelesen habe, auch über Tag im Garten gesehen. Aber ob ich sie wirklich einsperren soll, weil ich Angst habe ein Fuchs könnte sie holen? Dann dürfte ich Sie ja nirgendwo laufen lassen.

Meine Bedenken liegen darin, dass ich nicht weiß ob eine 2er Gruppe dafür gedacht ist. Ich fände es einfach wirklich viel zu traurig ihnen den Spaß im Garten zu nehmen. So ein kleines Gehege ist für mich irgendwie kein Leben. Bisher hatten sie in der Wohnung auch knapp 60 qm rund um die Uhr. Ich will sie durch den Umzug ins Freie nicht in ihrer Lebensqualität einschränken.

Nathi 03.07.2015 15:33

Da würden sich vielleicht zwei Deutsche Riesen anbieten meine große hat den kleinen Mann immer (hatten nur 14Tage miteinander) vor der Katze beschützt obwohl sie ja garnix tun würde.

Nathi 03.07.2015 15:36

Das Falken oder Bussarde eine große Fläche brauchen stimmt nicht ganz, es ist nicht lange her als ein Thema in diesem Forum war wo die Kaninchen auf den Balkon verschwunden sind.

Toflolesa 03.07.2015 16:21

Ich wohne extrem ländlich, hinter meinem Haus nur Felder und Wald.
Meine Kaninchen haben 25qm Gehege. Aber ich würde ihnen niemlas die Lebensqualität nehmen, in meinem 1000qm großen Garten flitzen zu können.

Natürllich muss das jeder selbst entscheiden. Klar, wer 100% sicher sein will, der muss die Kaninchen eingesperrt lassen. Aber wer seine Tiere glücklich durch den Garten hoppeln sieht, der überlegt sich sicher, ob es das (meiner Meinung nach sehr geringe) Restrisiko nicht wert ist.
Ich vertraue auf den Instinkt meiner Tiere.

Und wenn du Platz genug hast um noch 2 Tiere dazu zu nehmen wäre das natürlich toll.

Sarabi 03.07.2015 16:32

Ich wäre auch eher für die freie Gartenhaltung. Das Restrisiko ist gering, aber natürlich da. Das darf man nicht vergessen.
Es ist allerdings tausendmal schöner die Kaninchen im Garten herumspringen zu sehen. Meine durften das auch bis vor kurzem. Leider sind wir umgezogen und im jetztigen Garten haben wir vieles neu eingepflanzt. Die Fraßschäden sind ins unendliche gegangen :eek: also haben die Vier erstmal ein großes Gehege(tagsüber dürften sie so ca. 50 m² haben) bekommen und wenn irgendwann alles angewachsen ist dürfen sie auch wieder raus und den kompletten Garten unsicher machen. Aber ich vermute das dauert noch eine ganze Weile :prrr:

F+inchen 03.07.2015 19:43

Freie Gartenhaltung!

Unsere Kaninchen haben immer noch die Bedürfnisse wie ihre wilden Artgenossen aber (und das darf man nicht verschweigen) teilweise auch verkümmerte Instinkte. Trotzdem würde ich es nie wieder anders machen. Ich habe eine Gruppe von 5 Tieren, welche gut 12 Stunden "ihre" ca. 200qm nutzen können. Natürlich ist nicht immer alles von großer Freude. Die Fraßschäden sind sichtbar und ein paar Pflanzen müssen für nächstes Jahr geschützt werden, damit die Kaninchen auch wieder was zu fressen haben. Buddeln tun meine nur sehr mäßig und es bleibt überschaubar. Ein paar Tage lass ich den Tunnel und dann wird er zugeschüttet.
Bei dieser Hitze mache ich mir keine Sorgen, denn es sind genügend Schattenplätze da.

Wozu ich dir aus -leidvoller Erfahrung- raten kann: mach den Garten für dich zugänglich! Verstecke und Büsche sind wichtig für die Tiere aber du musst dort rankommen!

Ansonsten kann ich eine größere Gruppe nur empfehlen :)

Minerva 03.07.2015 21:09

Ich bin auch ganz klar für die freie Gartenhaltung!! Ich habe eine 12-köpfige Bande. Die einzigen, die bei mir noch nicht in den Garten dürfen, sind die 5 Babys, die die 1 kg-Grenze noch nicht geknackt haben. :D

Ich habe Zwerge in meiner Gruppe. Arabella wiegt max 1,2 kg. Filius 1,6 kg. Minerva (17 Wochen alt) wiegt auch erst 1,3 kg. Der schwerste ist momentan mein Sev mit 2,5 kg.

Ich stand der freien Gartenhaltung bis vor einem Jahr auch noch sehr besorgt gegenüber. Dann habe ich es doch gewagt und nach und nach meine Ängste abgebaut. Die Tiere haben dadurch ein Riesenstück Lebensqualität dazugewonnen. Mittlerweile können sie fast den gesamten Garten nutzen (200 m²). Nachts und wenn ich arbeiten bin sind sie im sicheren 36 m²-Gehege. Ich hoffe, dass ich irgendwann auch den Schritt wage, sie während meiner Arbeitszeit rumflitzen zu lassen.

Meine Tiere zeigen sehr gute Instinkte. Auch mein Garten liegt eher ländlich und ich hatte hier vor Jahren schon tagsüber mal einen Fuchs im Garten stehen.

Wenn man seine Tiere einmal auf einer großen Fläche hat rennen sehen, dann weiß man, dass sie dies auf den empfohlenen 2-3 m² pro Zwergkaninchen niemals können werden......

Hase2 03.07.2015 21:56

Ich kann es gut verstehen, warum Leute freie Gartenhaltung haben, aber für mich wäre das nichts (zumindest nicht solange ich Zwerge habe). Dieses zusätzliche Risiko steht bei mir nicht in Relation zum Mehrwert zu meiner derzeitigen Haltung. Aber man kann gerade bei diesem Thema nicht alles über einen Kamm scheren. Da muss man jede Situtaion individuell bewerten in Bezug auf Lebensqualität und Risiko.

Yamashita 04.07.2015 05:38

Ich habe meine Kaninchen über Tag auf einer großen Terrasse 50 qm. Da können sie flitzen und springen.
Unser Haus steht in der freien Natur, ich weiß das hier viele Marder sind, im Hackschnitzellager halten sie sich oft auf. Füchse sehe ich fast tägl. im Morgengrauen auf der Wiese. Auf meine 5 Katzen kann ich mich aber verlassen, die Nins sind nicht 100% sicher, aber auch nicht Schutzlos.

Ich würde ihnen niemals den zusätzlichen Platz nehmen wollen, wenn man einmal gesehen hat, wie sie herumtoben und spielen, weiß man das sie das genießen.

Hase2 04.07.2015 22:05

Ja, wie gesagt, es muss jeder selber wissen. Ich teile die Ansicht "hauptsache drei Tage glücklich" nicht.
Ich bin der Meinung, man muss seine Haltung den äusseren Umständen anpassen, dann lieber nur 95% glücklich und das über Jahre ..

kipfi 06.07.2015 08:57

Danke für eure vielen Meinungen! Das hat mich jetzt ermutigt, mich wirklich an die freie Gartenhaltung zu wagen! Bis dahin ist aber ja noch Zeit bis nächstes Frühjahr, und ich kann alles sorgfältig planen. Wenn es dann so weit ist, werde ich euch bestimmt auch eine Baudoku meines Außengeheges erstellen. :biggrin:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:15 Uhr.



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