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Kaninchen vertragen sich plötzlich nicht mehr Hallo, ich bräuchte mal wieder dringend euren Rat! Meine 2 Kaninchen (männlich & kastriert, 5 Jahre alt) verstehen sich plötzlich nicht mehr. Sie leben seit 4 Monaten zusammen. Im Sommer lebten sie in einem großen Aüßengehene in unserem Garten, seit ca. 6 Wochen haben sie ein eigenes Zimmer zur Verfügung (ca. 10m2). Als sie noch draußen lebten, verstanden sie sich auch nicht. Udo, den wir seit 1,5 Jahren haben, hatte immer Angst vor Rudi, den wir vor 4 Monaten aus dem Teirheim geholt haben, nachdem die Partnerin von Udo krankheitsbedingt eingeschläfert werden musste. Als wir die Kaninchen vor 6 Wochen ins Haus holten, hatten sie sich auf einmal total lieb. Bis vor 3 Tagen lagen sie den ganzen Tag zusammen & putzten sich gegenseitig. Allerdings klaute Rudi Udo ständig das Futter, obwohl er genau das gleiche gekriegt hatte. Rudi ist auch etwas größer als Udo, und Udo ist prinzipiell sehr ängstlich und Rudi etwas aggressiver. Wir waren am Wochenende nicht da und meine Schwiegermutter hat sich um die Häschen gekümmert (wie immer, wenn wir mal verreisen müssen). Sie hat auch minimal die Einordnung der Kaninchenklos in der Fressecke geändert. Seitem bekämpfen sich die Kaninchen. Sie jagen sich gegenseitig, beißen sich und es fliegen die Fetzen. Die Stimmung ist richtig angespannt, sie fressen schlecht und beobachten sich gegenseitig angespannt. So schlimm war es bisher noch nie und ich bin echt verzweifelt. Was soll ich jetzt tun? Sie verhalten sich wie bei einer Vergesellschaftung. Vielleicht war die Rangordnung noch nicht 100% geklärt und sie holes es jetzt nach? Ich würde mich über Ratschläge von euch sehr freuen! |
Zwei gleichgeschlechtliche Tiere sind immer ein Risikofaktor. Ich denke auch dass sie noch nicht wirklich im Team zusammengewachsen waren, und da kann jede minimale Veränderung zum Ausbruch führen. Besser wäre es gewesen, eine Häsin zu holen. Je nach Platz könnt ihr das auch noch tun, dann bitte eine selbstbewusste, dominante Dame, die die beiden Herren in die Schranken weist, wenn sie übertreiben. Im schlimmsten Fall bleibt euch nur, eins der Tiere wieder abzugeben und dafür ein MÄdel zu holen. |
Hallo Angora-Angy, vielen lieben Dank für Deine Antwort. Du hast wahrscheinlich recht, dass die beiden nicht wirklich warm mit einander geworden sind. Jetzt ist die Situation sehr stressig für sie und für mich. Andererseits möchte ich nicht zu früh aufgeben und überlege jetzt das Gehege deutlich zu verkleinern, mit der Hoffnung, dass sie die Rangordnung eindeutig klären. Was meinst du? Ist es einen Versuch wert? Ich möchte kein 3. Kaninchen holen; 2 finde ich optimal. Wir haben ein mänliches Tier als Partner für Udo geholt, weil wir mit dem Weibchen einige Probleme hatten. Sie wurde oft scheinschwanger und musste kastriert werden, was sehr teuer war (was wir anstandslos bezahlt haben, weil wir uns um unsere Teire kümmern). Mit seiner ehemaligen Partnerin verstand sich Udo deutlich besser, da sie kleiner war als er. Auch wenn sie hin und wieder aufmümpfig wurde, konnte er für Ruhe sorgen, da er ihr körperlich überlegen war. In der jetzigen Situation ist er der kleinere und kommt damit - glaube ich mindestens - nicht wirklich klar. Ich würde mich über eine Antwort von Dir sehr freuen, da ich mir echt Sorgen mache. |
Es ist ein Trugschluss zu glauben es hätte mit der Häsin geklappt weil sie kleiner war. Ich kenne durchaus Duos wo das deutlich kleinere Nin das Sagen hat. Zum Teil bei Gewichtsunterschieden von mehr als 2 Kilo, in Extremfällen sogar noch mehr. Wer das Sagen hat, bestimmt der Charakter der Tiere. Grundsätzlich ist es aber so, dass bei Kaninchen zwei Arten von Rangordnung existieren. Einmal die grundsätzliche die alle Kaninchen der Gruppe betrifft, und zum zweiten eine geschlechterinterne Rangordnung, die oft sehr viel verbissener ausgefochten wird. Denn gleichgeschlechtliche Tiere sind Konkurrenten bezüglich der Weitergabe ihrer Gene. Deshalb war es recht kurzsichtig, zum vorhandenen Kastraten einen zweiten zu holen, wenn ihr die Möglichkeit grundsätzlich ausschließt auf 3 Tiere aufzustocken. Ich selbst habe die Erfahrung mit 2 Häsinnen gemacht, erst die Zuvergesellschaftung eines Kastraten brachte Ruhe in die Gruppe. Ich würde aus dieser Erfahrung heraus immer ein gegengeschlechtliches Paar wählen wenn ich tatsächlich nicht mehr als 2 Nins haben möchte. Übrigens: mein Kastrat hat mich weit mehr Geld beim Tierarzt gekosten als meine beiden Häsinnen zusammen, obwohl eine der beiden auch kastriert werden musste und die zweite einer Notkastration unterzogen werden musste. Leo musste nämlich, da er Zahnkaninchen war, alle paar Wochen die Zähne gemacht bekommen. Da fielen jedes Mal ca. 60 Euro an. Kaninchen sind beim Tierarzt genauso teuer wie Hund oder Katze. Und man kann die Anfälligkeit nicht am Geschlecht festmachen, entweder man hat Glück und die Tiere sehen den TA nur zur Impfung, oder man hat eben Pech und ist dort Dauergast. Von einem Verkleinern des Vergesellschaftungsbereiches würde ich unter den gegebenen Umständen dringend abraten. Das macht man nur dann wenn sich die Kontrahenten nicht miteinander auseinandersetzen sondern sich aus dem Weg gehen. Ob am Gehege noch Verbesserungen nötig oder möglich sind, ist so leider nicht zu sagen, es wäre daher günstig wenn du ein Foto des Geheges einstellen könntest. |
Hallo Lupine, herzlichen Dank für Deine Antwort. Es war mir nicht bewußt, dass gleichgeschlechtliche Tiere ein Risikofaktor sind. Ich hatte viel gelesen und dachte, dass es passen würde. Hmm, dann muss ich wohl Rudi zurückbringen...was mir sehr schwer fällt :( Oh je... und eine Partnerin für Udo suchen. Udo ist im Oktober 5 geworden, was meint ihr, wie jung darf die Partnerin maximal sein? Es wird nicht einfach sein, eine passende Kaninchendame zu finden :( Danu |
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