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Weibchen unnatürlich aggressiv Hallo Seit kurzem muss ich feststellen, dass meine Hexe gegenüber allem und jedem extrem aggressiv ist. Sie attackiert ihren Partner grundlos, greift mich an, wenn ich ins Zimmer komme, Futter wechsle oder den beiden ein Leckerchen gebe. Gebissen hat sie mich noch nicht, da ich bisher zu schnell war, aber was könnte die Maus denn haben? Dazu muss ich noch sagen, dass sie nicht kastriert ist. Ich weiß langsam nicht mehr weiter. Und mein Bock leidet ziemlich darunter. Der Arme sieht richtig zerrupft aus. Sie rammelt ihn nicht, baut kein Nest ... Was kann denn nur los sein? |
Wie alt ist sie denn? Oft sind auch Schmerzen der Grund für Aggressionen, wenn es so extrem ist, würde ich mit ihr zum TA und sie mal gründlich untersuchen lassen. |
Sie ist 1,5 Jahre alt. Also wenn ich sie hoch nehme und abtaste, zeigt sie kein auffälliges Verhalten. Sie ist nirgends am Körper druckempfindlich, Zähne und Schleinhäute sind normal, Kot und Urin ebenfalls. Eine Freundin von mir arbeitet als Assistentin bei meinem TA. Sie hat sie sich angesehen. |
Wurde eine Kotprobe gemacht? Ich würde sie schallen lassen, vielleicht ist die Gebärmutter verändert. |
Ja hat sie auch mitgenommen. Nix außergewöhnliches ... Du meinst Ultraschall? Kann sie durch sowas echt derart aggressiv werden? |
Oh ja, Veränderungen an Gebärmutter und/oder Eierstöcken können extrem aggressiv machen. In diesem Fall sollte man über eine Ovariohysterektomie, eine Totaloperation also, nachdenken. Ich würde an deiner Stelle noch einmal mit dem behandelnden Tierarzt sprechen, was genau dieser untersucht hat und was er dabei gefunden bzw. nicht gefunden hat. Oder hat nur die Assistentin sie angesehen? In diesem Fall würde ich auf jeden Fall nochmal den Chef zu Rate ziehen, denn anders als die Helferin hat er nun einmal Veterinärmedizin studiert und sieht möglicherweise etwas, was ihr entgangen ist. Das soll jetzt keine Herabwürdigung ihrer Fähigkeiten sein, jedoch hat er einfach eine andere Ausbildung als sie. Wie ist das Zimmer denn eingerichtet, und haben sie es 24 Stunden am Tag vollständig zur Verfügung? Vielleicht kann man bis die Ursache der Aggressionen klar ist deinem Kastraten die Sache etwas erleichtern. |
Also die beiden haben ein Toiletteneck, viele Tunnel und Versteckmöglichkeiten, können 24 Std am Tag tun und lassen was sie wollen. Futter und Wasser sind immer da ind wenn man den Platz von den Möbeln abzieht, haben sie ca 10 m2 zum Spielen und Toben. Dann werd ich wohl mal wirklich zum TA müssen mit ihr. Es war nur meine Freundin dir sie angeguckt und die Probe genommen hat. Wie könnte ich die Situation denn meinem Bock leichter machen? |
Du hast eigentlich schon fast alles umgesetzt was in solchen Situationen empfohlen wird: viel Platz, viele Unterschlüpfe und die Vermeidung von Sackgassen. :thumbsup: Möglicherweise kann man die beiden ein wenig mehr als bisher über das Futter beschäftigen. So lange sie mit fressen beschäftigt sind, haben sie keine Zeit zu streiten. Was fütterst du? Vielleicht kann man es in Richtung kalorienärmere Fütterung verschieben, damit sie mehr Futter aufnehmen müssen um ihren Bedarf zu decken und damit längere Zeit beschäftigt sind als bisher. Wie würdest du die Häsin - abgesehen von der Aggression - vom Charakter her beschreiben? |
Vielleicht ist sie ja Scheinschwanger, darum sollte man auch Weibchen Kastrieren lassen, um zu verhindern, das sie aggressiv wird. Sowohl gegen Artgenossen aber auch Menschen. Meine Dame frisst meinen Kastrat fast das ganze Futter weg, und wen sie Merkt ich bin gerade mit meinem Lucky beschäftigt, kommt sie von hinten an, und schuppst mit der Nase, was heißen soll, das man sich mit ihr beschäftigen solle. Weibchen sind hier anders als Männliche Kaninchen, das Verhalten ist bei manchen Weibchen in Natur aus aggressiver, als bei den Männlichen. |
Das kann ich so ganz und gar nicht bestätigen, Lucky&Flocke. Meine kastrierte Häsin war ein ganz schöner Besen, ist des öfteren auch nach der Kastration noch hinter ihrer Kollegin her gewesen. Die unkastrierte dagegen war absolut ein Schäfchen, nicht nur optisch - sie ließ so ziemlich alles mit sich machen und war nicht das kleinste bisschen aggressiv. Auch stimmt es nicht dass Häsinnen aggressiver sind als Rammler - vor allem nicht als unkastrierte Rammler. Einen generellen Rat zur Kastration kann ich nicht befürworten, so etwas sollte ausschließlich aus medizinischen Gründen erfolgen, nicht aber aus rein verhaltensmäßigen (so lange hinter dem Verhalten kein medizinisches Problem steckt). |
Ich habs heut mal mit anders füttern probiert, und konnte hab ne kleine Besserung bemerkt. Hab dafür gesorgt, dass die beiden sich mehr fürs Futter anstrengen müssen, Kräuter an dem Wäscheständer festgemacht, so dass sie sich n bisschen strecken müssen ... im Spielball was versteckt und solche Sachen. Sie ging mich heute auch gar nicht an und ihn auch nicht. Vorhin haben sie sogar mal wieder gekuschelt, was ich ewig nicht gesehen hab bei den Beiden. Bei mir gibts immer ein bisschen getreidefreies Trockenfutter und dazu viel Frisches, Obst als Leckerchen .... viele getrocknete Kräuter ... Das sie Scheinschwanger ist glaub ich nicht, weil kein Nestbautrieb vorhanden ist. Vom Charakter her ist sie eigentlich extrem scheu, hat Angst vor der Hand und rennt ab und zu schon weg wenn ich sie nur angucke. Ich hab sie als Baby aus ganz schlechter Haltung bekommen. Sie war für ihr Alter zu klein, zu dünn und komplett verfilzt ... Mal gucken |
Zitat:
:seeya: Meine Kaninchen sehen momentan ziemlich zerpflückt aus. Teilweise kommen richtige Fellbüschel überall raus. Das liegt am Fellwechsel. Ich ham momentan lauter zerrupfte Hühner im Gehege sitzen :D Einer meiner Tierärzte ratet prinzipiell auch zur Weibchenkastration. Aber nicht wegen der Aggressivität. Ich kann bestätigen, dass eine Kastration beim Weibchen nichts in diesem Punkt hilft. Man kann eine Diva nun mal nicht ändern. Der Tierarzt ratet zu einer Kastration, damit erst garkeine gesundheitlichen Probleme entstehen. Denn eine Veränderung an der Gebärmutter fällt meistens erst auf, wenn es so gut wie zu spät ist. Eine meiner Diven, die kastriert wurde, hatte einen hühnereigroßen Tumor in der Gebärmutter. Der lies sich nicht tasten und auch nicht erröntgen. Ultraschall weiß ich nicht, wurde keines angelegt.... Nächstes Jahr, wenn das Wetter mitspielt, lass ich dann die nächsten zwei Mädels kastrieren. Und wahrscheinlich auch noch die beiden anderen Zippen. Es ist eine unheimlich riskante Operation. Ich hab die ersten 3 Tage mit meinen beiden frischkastrierten Mädels so mitgelitten. Aber seit dem der unbemerkte Tumor aufgetreten ist, der dazu auch noch bösartig war (wir hoffen, dass er noch nicht gestreut hat...) bin ich eigentlich für eine Weibchenkastration noch BEVOR irgendwelche gesundheitlichen Probleme auftreten. :o Meine eine Dame hat übrigens auch alles attackiert, was im Stall war. Auch ihr Kastrat hat es mal abbekommen... aber nur, wenn sie ihn für mich hielt. Sie war eindeutig unterfordert. Aber bei dir sieht es ja nicht danach aus. Da würde mir nur noch eine Buddelkiste einfallen. Ansonsten muckte meine Rangniedrigste Dame letztens ordentlich auf und hat sogar dem Big Boss persönlich in den Hintern gebissen - es liegt also etwas in der Luft :hand: Aber ja, Rücksprache mit dem Tierarzt ist sinnvoll. :-) |
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