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NathalieLou 17.07.2014 22:50

Das Vermiss-Problem
 
Hallo ihr Lieben,

ich zerbreche mir schon lange den Kopf über die nächsten Monate meines Lebens und die meines kleinen Loui.

Ich plane, in 3 Wochen für etwa 5 Monate ein Auslandsstudium anzutreten. Gegenwärtig wohne ich mit meinem Freund und meinem 11 Jahre alten, alleine lebenden Zwergkaninchen Lou zusammen.

Lou lebt schon sehr lange alleine und ist dementsprechend stark auf mich fixiert und daran gewöhnt, sehr viel Aufmerksamkeit von mir zu bekommen. Mit meinem Freund bin ich dagegen erst vor einem knappen Jahr zusammen gezogen. In dieser Zeit hat er sich bestens an Lou gewöhnt und Lou ist ihm gegenüber sehr zutraulich und aufgeschlossen. Nur hat mein Freund im Gegensatz zu mir relativ wenig Zeit, ist aber bereit, jegliche freie Zeit mit meinem Kleinen zu verbringen.

Nun kommen wir zum Problemchen: ich befürchte ganz ehrlich, dass Lou mich sehr dolle vermissen wird, sobald ich nicht mehr hier bin. Und ich habe furchtbare Angst, dass er deswegen traurig oder gar unglücklich wird und mir fällt keine Lösung ein. Um sich auf ein neues Tier einzulassen, fehlt ihm definitiv die Kraft und meinem Freund für diese Aktion vermutlich auch die Zeit.

Habt ihr diesbezüglich vielleicht irgendwelche Tipps, wie ich Lou die Zeit ohne mich erleichtern kann? Wie ich verhindern kann, dass er unglücklich ohne mich wird? Ich mache mir wirklich ganz, ganz dolle Sorgen..

Bin über jeden hilfreichen Gedanken dankbar!


Liebe Grüße

Nathalie

SilversWacht 17.07.2014 23:04

Natürlich schade, dass Lou schon so lange alleine lebt. :-( Ist er denn kastriert?
Es wäre vielleicht für den kleinen Lou sehr sinnvoll, ein Partnerkaninchen "anzumieten"

Eine ältere Dame (falls er kastriert ist, sonst fällt das alles weg, außer die Dame ist kastriert). Die so lange an Lous Seite bleibt, bis er stirbt. Er wird damit sehr glücklich sterben. Danach kann man die "gemietete" Dame wieder zurückgeben.

Wenn Lou schon schwächer ist, wäre es sinnvoll, eine sehr liebe Dame zu organisieren.
Eine andere Lösung sehe ich eigentlich nicht.

Außer du nimmst ihn mit. Aber hast du die Zeit im Auslandsstudium dich wieder intensiv um ihn zu kümmern?

Leider unterschätzen wir Menschen das Sozialverhalten der Kaninchen extrem.
Denn egal wie lange wir uns mit einem Kaninchen beschäftigen, wir können in keinster Weise ein Ersatz für ein anderes Kaninchen sein.

Ich habe das selbst gesehen. Ich habe eine so extrem liebe Häsin. Sie musste eine Zeit alleine gehalten werden. Sie wartete immer im Zimmer, bis ich in den Raum kam, sprang aufs Sofa, wollte gesteichelt werden, legte sich genüsslich hin, schlug mal einen Haken.

Aber ich habs ihr einfach angesehen. Ihr fehlte einfach ein Partner. Sie ist nun mega glücklich wieder unter Kaninchen.

Aber deine Frage bezog sich ja nun nicht darauf, dass das Kaninchen alleine ist ohne Kaninchenpartner, sondern was du in deinem Auslandstudium für Lou tun kannst. Daher entschuldige ich mich für den Themenabschweif. Aber wenn man den Unterschied kennt, ist es immer schwer, so etwas nicht anzusprechen.
Tut mir leid :(
Meine Antworten zu deiner Frage siehst du ja weiter oben.

Ich hoffe, ihr findet eine gute Lösung für ihn.


Aber es tut mir dennoch sehr Leid das diese Situtation aufkommen muss.


Edit:
Ich habe mir gerade den Thread durchgelesen, in dem es um die Partnersuche für den kleinen Mann geht. Wirklich unschön mit dem Hoden.

Kastrationen kenn ich noch von 8-9 Jährigen Kaninchenmänner. Die waren noch fitt.
Lou scheint jetzt, im Gegensatz zum damaligen thread, nicht mehr so fitt zu sein...

Tja... Und bei einer kastrierten Dame kann es passieren, dass er seinen Hormonen zum Opfer fällt. Denk ich mal... wobei so ne Dame einen Mann ja nicht mehr so den Kopf verdrehen kann... Ach, was red ich da! Mein Ober-Womanizer-Kastrat rammelt seine Frauen ja auch noch ordentlich, trotz Kastra...

NathalieLou 17.07.2014 23:17

Ja, das ist ein großes Problem. Meine Schwester hatte ihn sich damals alleine geholt und ich wusste zu meiner Schande nicht genug über Kaninchen, als dass ich auf die Idee kam, ihm einen Partner dazu zu setzen. Das bedauere ich auch sehr. :-(

Nun ist er aufgrund eines Hundebisses körperlich sehr eingeschränkt und oft etwas "schlapp", wenn man es so nennen kann. Gleichwohl ist er extrem herrisch und eben nicht kastriert (das war leider auch nicht möglich, da seine Geschlechtsteile nicht so vorhanden sind, wie sie es sollten).

Ich habe Angst, dass ein anderes Tier ihn zu sehr stressen würde und ihm das "den Rest gibt". Er hat mittlerweile nur noch wenig Ausdauer in jeder Hinsicht. Und so eine Vergesellschaftung ist ja doch oft nervenaufreibend für so ein altes Tier. Außerdem hat er fast ein ganzes Zimmer für sich und besteht sehr auf sein Reich.. insofern bin ich etwas ratlos, ob ein Partner wirklich der richtige Schritt wäre..

hasis2011 17.07.2014 23:30

Also ich würde ihm jetzt den Stress mit einem neuen Kaninchen nicht mehr antun, er ist gesundheitlich angeschlagen und schon sehr alt, krass gesagt wird er nicht mehr lange leben...du musst auch damit rechen das er nicht mehr lebt wenn du aus dem Ausland zurückkommst, so hart es klingt.:frown:

Jegliche Art von Stress oder Veränderung würde ich vermeiden, deshalb wäre die beste Lösung für ihn, das er da bleiben kann, wo er jetzt ist, mit oder ohne dir, das er alleine sein muss ist halt nicht schön.


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