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Reza85 24.06.2014 20:46

Große Probleme Vergesellschaft. Häsin apathisch
 
Hallo,
ich habe ein große Problem und weiß nicht genau was für meine Häschen am besten ist. Ich habe zur Vorbereitung einer Vergesellschaftung einiges recherchiert, aber auf diese Art der Begegnung war ich nicht vorbereitet.
Ich habe mir eine 3 Jahre alte Zwerghäsin aus dem Tierheim für meinen 6 Jahre alten kastrierten Rammler geholt.
Die Vergesellschaftung fand Samstag mittag in einem neuen Außengehege ca. 6 qm mit vielen Verstecken und Futterangebot statt.
Der erste Kontakt war sehr zurückhaltend. Paar mal vorsichtiges Jagen und Tubbs sehr vorsichtig schnuppernd. Danach bestieg er sie immer und immer wieder,
aber sie saß nur apathisch da. Als er nach ca. 40 Stunden nicht mehr so penetrant war und sie auch in ruhe ließ (nur noch paar mal eine Jagerunde und geschnuppere) haben wir sie nachts zusammen in den Stall gesetzt.

Im Stall passiert nichts. Aber tagsüber im Gehege, nach nun 3 1/2 Tagen, liegen überall Haare der Kleinen verteilt. Sie sitzt apathisch da, frisst nicht wirklich, bewegt sich nicht, ist am After dreckig und das Mäulchen ist grün verschmiert (von gefressenem Gras?).
Das schlimmste sind die ca. 3 cm großen wunden Stellen ohne Fell am Rücken und an der Hüfte. Wenn ich sie noch länger im Gehege lasse, habe ich Angst dass sie weiter und weiter verletzt wird und nichts dagegen macht.
Seit 3 1/2 Tagen wird sie immer teilnahmsloser. Wenn man sie hoch hebt hängt sie nur im Arm.

Ich weiß man soll das Kennenlernen nicht wegen Kleinigkeiten abbrechen, aber ich hab einfach Angst dass was schlimmes passiert wenn sie nur physisch und nicht psychisch anwesend ist, deshalb habe ich sie vor einer Stunde in ein extra Gehege.

Hat jemand schon Erfahrungen mit so eine Vergesellschaftung gemacht?
Und wie soll ich weiter vorgehen?

hasis2011 24.06.2014 20:50

Wenn sie schon so angeschlagen ist und es auf die Gesundheit geht, musst du sie trennen, das hat so keinen Sinn.

Du schreibst von einem Stall, in dem sie Nachts sind, wie groß ist der? Ist die Häsin gesund?

Hase2 24.06.2014 20:58

Ich würde auch erstmal schauen, ob ihr Verhalten vielleicht garnicht so sehr an der VG liegt, sondern sie eventuell ein gesundheitliches Problem hat.
Hat sie seit der Trennung schon was gefressen? Was ist das dür ein Dreck am After? Kot?

Reza85 24.06.2014 21:02

Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Die Häsin war im Tierheim noch topfit, ist umhergehoppelt und wirkte gesund. Vor Ort haben sie uns auch nix gegenteiliges gesagt. Deshalb bin ich auch so ratlos.
Der Stall ist 120x50. Zweistöckig. Oben geschlossen mit Holz und eine Treppe nach unten. Unten ist es wie ein Gehege. Ach ja, sie wurde noch nie mit einem anderen Kaninchen zusammen gehalten. Mein Tubbs lebte 4 Jahre mit seinem Partner und jetzt ca. 1 1/2 Jahre ohne.
Hab ich irgendwo einen gravierenden Fehler gemacht, den man beheben könnte oder welchen Grund könnte es für das Verhalten geben?

Lg Theresa

Hase2 24.06.2014 21:04

Dass sie im Tierheim noch gesund war, schliesst aber nicht aus, dass sie jetzt gerade z.B. Verdauungsprobleme hat.

Lupine 24.06.2014 21:05

Kaninchen zeigen erst sehr spät wenn es ihnen schlecht geht. Bitte deshalb die Häsin direkt morgen einem Tierarzt vorstellen - falls sie das Futter verweigert oder noch schwächer wird, auch heute abend noch.

Der gravierende Fehler ist der viel zu kleine Stall, der außerdem noch zur Sackgasse für die Häsin wird. Ich vermute außerdem, es ist der Stall von Tubbs?

gerti 24.06.2014 21:11

Ich würde sie auch dem TA vorstellen. Ich nehme an Tubbs ist kastriert? Ich gehe auch davon aus, dass der viel zu kleine STall das Revier von Tubbs ist und es aus diesem Grund nicht klappen kann. Deine Kaninchen brauchen auch nachts ein absolutes Minimum an Platz von 4m², wenn sie tagsüber noch zusätzlich Auslauf haben. Ohne diese Rahmenbedingungen ist eine VG sehr fraglich.

Reza85 24.06.2014 21:12

Hallo,
also im Moment kann ich nicht sagen ob sie krank ist oder verstört von der Vergesellschaftung, deshalb habe ich geschrieben, dass sie vorab gesund erschien. Als sie 10 Min im Gehege saß, war sie schon sehr sehr teilnahmslos und ist wirklich nur geflüchtet wenn er zu viel gerammelt hat
Der After ist nicht verkotet, es wirkt als wäre es getrockneter Urin, gelblich.

Der Stall ist von Tubbs genau. Ich habe ihn gereinigt und neue Unterlage rein. Als die beiden im Stall waren habe ich mich ca. 2 Stunden davor gesetzt um eine Tendenz zu erkennen. aber sie saß nur im Eck geduckt, keinerlei Bewegung und er fraß, hoppelte hin und her und hat sie immer wieder angeschnuppert.

Lupine 24.06.2014 21:13

Wie geht es ihr jetzt im Moment? Taut sie langsam auf? Vor allem: hat sie heute schon etwas gefressen?

Lupine 24.06.2014 21:16

Das gelbliche könnte tatsächlich Urin sein, das kann dann auf eine Blasenentzündung hinweisen.

Kontrollier sie bitte äußerst genau, ob sie vielleicht einen Madenbefall haben könnte!

Reza85 24.06.2014 21:23

Also sie hat heute etwas Gras gefressen, einen Apfel und vom Trockenfutter glaub ich noch nichts. Im Extragehege liegt sie jetzt ruhig und ist etwas gehoppelt. Was mir auffällt, sie legt sich immer nur auf Flächen, die mit Stroh und Heu gefüllt sind. Ich hab grad so eine Vermutung dass sie nicht so oft draußen war. Das kenne ich von meinem Kleinen nicht so. Obwohl im Tierheim gesagt wurde außen und innenhaltung. Hab auch noch einen zweiten Außenstall den ich ihr heute Nacht anbieten wollte. Wenn sie aber die Kälte garnicht so gewohnt ist, sollte ich sie ins Haus holen????

gerti 24.06.2014 21:25

Es ist nachts nicht so kalt, dass Du Dir da Sorgen machen musst ;)

Reza85 24.06.2014 21:26

Ok dann bin ich beruhigt. Aber kann das ein Indiz für eine Blasenentzündung sein, dass sie nur in Kartons oder Wannen mit Heu und Stroh liegt.... oder einfach eine Vorliebe?

gerti 24.06.2014 21:31

Das ist bestimmt nur eine Vorliebe, ist halt kuschelig für sie ;). Bei einer Blasenentzündung machen Kaninchen ganz oft und ganz wenig Pipi und sind überwiegend nass am Popo.

Reza85 24.06.2014 21:42

Ja das klingt danach wenn ich mir den Popo der Kleinen betrachte.
Dann werde ich morgen gleich mal zum Tierarzt zu fahren!
Noch eine Frage zur Vergesellschaftung. Überall lese ich was alles passieren kann,
aber nie, dass ein Kaninchen teilnahmslos ALLES über sich ergehen lässt. Gibt's das
bei normalen Vergesellschaftungen auch und dauert es in diesem Fall länger?

Vielen Dank für die zahlreichen schnellen Antworten!

gerti 24.06.2014 21:49

Ich denke sie wird einfach kapituliert haben und, oder hat keine Kraft sich zu wehren. Lass sie durchchecken. Wenn sie krank ist wäre es kein Wunder! Ansonsten wird sie auch einfach ein ängstliches Wesen sein und eher zurückhalten. Von dem her, musst Du unbedingt für einen komplett neutralen Raum für eine erneute VG sorgen. Bestenfalls sogar noch mit einem kleinen Heimvorteil für den kleinen Angsthasen. Aber jetzt lass erst mal die kleine Maus untersuchen und dann helfen wir Dir weiter ;)

mausefusses 24.06.2014 22:12

Zitat:

Der gravierende Fehler ist der viel zu kleine Stall, der außerdem noch zur Sackgasse für die Häsin wird. Ich vermute außerdem, es ist der Stall von Tubbs?
So ist es . 2 Kaninchen benötigen mind. 6qm Gehege auf ebener Fläche, der Stall ist also viel zu klein.Zudem hättest Du die Tiere länger in dem vergesellschaftungsgehege lassen müssen. Wenn man sich für eine VG auf neutralem Raum entscheidet bleiben die Tiere so lange dort bis sie sich wirklich verstehen, 1,5 Tage ist zu kurz.

Die Häsin wurde ja ziemlich überfordert mit Umzug und direkt VG, und vermutlich auch noch gesundheitlichen Problemen..
Neutiere bite vor jeder VG vom TA checken lassen, außerdem eine Kotprobe abgeben.

Reza85 25.06.2014 12:39

Neuigkeiten!
Der Tierarzt hat eine Blasenentzündung festgestellt, eine Zahnfehlstellung/Zahnschmerzen und sie ist sehr schwach :-( :-(. Sie muss erst mal in Karantäne.
Ich werde beide jetzt einen Monat alleine, getrennt voneinander und außer Sichtweite halten und es dann vielleicht noch einmal versuchen.
Danke für eure Hilfe

Lupine 25.06.2014 14:18

Ach du liebe Güte, das ist ja gleich ein ganzes Paket an Problemen :frown2:

Da sieht man wieder einmal dass man leider nicht allen Tierheimen trauen kann wenn sie einem ein angeblich gesundes Tier aushändigen. Zumindest die Zahnproblematik wird nicht erst seit ein paar Tagen bestehen und hätte dort eigentlich auffallen sollen. So macht ein Tierheim den Ruf von dutzenden anderen kaputt :mad:.

Wie wird die Süße jetzt behandelt? Wo ist die Zahnfehlstellung - sind es die Backenzähne oder die vorderen Zähne?

gerti 25.06.2014 16:09

Oje, die arme Maus! Da ist es kein Wunder, dass es nicht geklappt hat! Hoffentlich ist sie bald wieder fit und kann wieder ordentlich futtern und rumhopsen!


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