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Kaninchen bleibt nicht im Käfig und zwickt! Hallo. Seit gestern habe ich ein neues Kanichen, Coco, das aus einem Freilaufgehege stammt. Jetzt darf sie bei mir laufen, bleibt aber einfach nicht in ihrem Käfig und zwickt mich hin und wieder! Sie frisst, trinkt und putzt sich, ist jedoch etwas scheu, wenn man auf sie zukommt. Ist für ihr Alter, 12 Wochen, recht klein. Habe noch ein zweites Kaninchen, das leider Enzephalitis hat, deshalb halte ich sie getrennt. Er hat sie jedoch gebissen und wollte sich mit ihr paaren, kann Ihre "Angst" davon kommen? Ich halte sie in zwei verschiedenen Käfigen und gehe immer sicher, dass die beiden sich nur treffen, wenn ich anwesend und aufmerksam bin. Ist sie einsam? Meinem Großen reicht der Konakt mit den Menschen, da er mittlerweile sehr zutraulich ist (war früher auch sehr ängstlich), doch sie kommt aus einer dreißigköpfigen Zucht. Sollte ich ein zweites Kaninchenbaby dazuholen und zu ihr setzen? Ich weiß nicht, was ich tun soll. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich sie etwas öfter hochgehoben habe. Ich weiß, dass Kaninchen das nicht wollen, sie hat jedoch keine Anzeichen von Angst gezeigt.. Mein Großer hat das früher gehasst, wrd jetzt jedoch gerne hochgenommen. Sie zwickt mich auch hin und wieder. Nicht so stark, dass man es schon beißen nennen kann, aber trotzdem. Aber vielleicht bin ich auch etwas ungeduldig, immerhin habe ich sie ja seit gestern. Hilfe. :confused: |
Hallo, snowiecoco. Ich fang mal ganz direkt an: Dein Kaninchen sollte nicht im Käfig bleiben, der, davon gehe ich jetzt mal aus, vermutlich eh zu klein ist. Was für Maße haben die Käfige denn? Auf dem Platzmangel entwickeln sich starke Revierbezüge und Coco versucht den wenigen Platz der ihr bleibt zu verteidigen. Wenn du sie oft hochhebst würd ich mich auch nicht wundern wenn sie dich oder deine Hände als Angreifer ansieht - und sich dann durch das Zwicken verteidigt. Kaninchen sind einfach keine Kuscheltiere. Sobald sie den Boden unter den Füßen verlieren beim Hochheben wird ihr Instinkt geweckt, der ihnen in freier Wildbahn sagt, dass sie grade von einem Raubvogel gepackt wurden - sie haben dabei natürlich Ängste. Dran gewöhnen kann man sie eigentlich nicht, Instinkte werden immer bleiben. Aber genau kenn ich mich damit nicht aus. Lass es einfach sie hochzuheben wenn keine wirklicher Grund wie zB. ein Gesundheitscheck vorliegt. Dass sie für ihr Alter zu klein ist muss erstmal nichts heißen, aber bist du sicher, dass sie wirklich 12 Wochen alt ist? Wirkte der Züchter auf dich seriös? Was meinst du mit "dreizigköpfig"? Waren grade viele Junge da, oder hat er/sie so viele Zuchttiere? Das mit dem ständigen Zusammen laufen lassen und wieder trennen und womöglich noch die Käfige in Sicht- und Riechweite haben baut bei den Kaninchen nur Frust auf. Sie sind darauf ausgelegt sozial zu leben - in einer Rangordnung. Heißt: 1. Nicht alleine halten, auch nicht nur ein paar Stunden am Tag. 2. die Rangkämpfe und das Dominanzverhalten nicht unterbinden. Das "paaren wollen" ist, soweit der Herr kastriert ist, nicht sexueller Natur, sondern dient ebenfalls der Festlegung der Rangordnung. Bei diesem "Akt" muss das untere Tier sich eben unterordnen. Was ich dir jetzt raten würde: Bau ein anständig großes Gehege, die Käfigunterschalen kannst du als Toiletten nehmen, ein Gehege lässt sich schnell in einer Ecke aus Freilaufelementen zusammenbauen, das sollte mind. 4-6qm groß sein, je mehr desto besser. Das ganze in einem für beide Kaninchen unbekannten also neutralen Gebiet. Sollte das nicht gewährleistet sein, bitte vorher den Ort wo das Gehege hin soll gründlich putzen und von allen Gerüchen reinigen. Weiterhin sollten die Tiere dann mind. 1-2 Wochen (?) (genau Zeitangaben weiß ich leider nicht) ohne Sicht- und Geruchskontakt gehalten werden. Anschließend kannst du die beiden dann Vergesellschaften. Alles weitere zur Vergesellschaftung kannst du hier nachlesen: [url]http://www.kaninchenforum.de/kaninchen-faq/1038-faq-kaninchen-vergesellschaftung-zusammenf%FChrung.html[/url] (Link mit der Maus markieren, rechtsklick und in neuem Tab öffnen). Die Krankheit deines Männchens stellt dabei eigentlich keine große Barriere dar, insofern er mit dem Stress der VG zurecht kommt und keine Anfälle bekommt. Das wäre etwas worauf du achten solltest. Ansonsten kann ein Partner nur zur Besserung und Heilung beitragen. Wie gesagt, Kaninchen sind soziale Tiere, ein paar Stunden zusammen Auslauf gewähren ihnen nicht das was sie an Sozialleben benötigen. Vorallem dann nicht wenn sie jedes Mal versuchen eine Rangordnung festzulegen und dadurch nur gestresst sind. Dass ist grade für das Männchen mit E.C. nicht gut. Lg, Vanessa. |
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Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe ein Kaninchen aus Einzelhaltung übernommen. Er musste bei mir noch die Kastrafrist absitzen, und wirkte durchaus zufrieden. Wie er sich benahm wenn er wirklich glücklich war, merkte ich später als er mit meinen beiden Mädels vergesellschaftet war. Es war ein ganz anderer Leo, den ich da kennenlernte, ein WIRKLICH glücklicher Leo. Ein schönes Gefühl. Zitat:
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6-qm-Gehege bauen, überlegen ob du noch einen frühkastrierten kleinen Rammler mit dazu nehmen möchtest, und dann alle gemeinsam (ohne dass dort schon mal einer von ihnen schnuppern durfte!) in diesem neuen Gehege vergesellschaften. Zitat:
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