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KaninchenLover2009 17.04.2014 19:51

Meine Hasen vertragen sich nicht mehr
 
Hallo!
Ich habe ein Problem:
Meine Hasen vertragen sich nicht mehr! :eek:
Früher haben sie sich total gut verstanden. Hopsi war fast ein Jahr alt, als wir Krümel holten. Sie haben sich super verstanden. Doch nach einem halben Jahr hat Hopsi angefangen zu beißen. Als es immer schlimmer wurde, haben wir sie auseinander genommen. Sie waren ein halbes Jahr allein. Hopsi hat das nicht gestört, aber Krümel hat gelitten. Schließlich haben sie sich in meinem Zimmer wieder gesehen. Krrümel war total froh, doch als Hopsi näher kam, und schnupperte (sie hat wirklich nichts gemacht) hat Krümel Angst bekommen, und ist weggerannt :willy_nilly:
Sie möchte, das Hopsi bei ihr ist, aber versucht, mögl. keine Kontakte zu haben. Wenn Hopsi von vorn auf sie zukommt, rennt sie weg. Wenn sie ihr den Rücken kehr, geht Krümel zu Hopsi, beißt sich in das Rückenfell fest, und sitzt halb auf Hopsi. Es sieht aus, als wenn sie sich paaren würden. Aber beide sind Weibchen. Hopsi kann sich so nicht währen, was sie allerdings seltener macht, nur wenn Krümel sie "ärgert". Nun sind wir nicht mehr dazwischen gegangen, aber haben sie beaufsichtigt. Aber ich habe Angst um Krümel. Denn sie wiegt die Hälfte und ist halb so groß wie Hopsi. D.h. wenn es zu einen Kampf kommt, wird Krümel nicht unverletzt bleiben. Jedoch sieht es auch so aus, als wenn Krümel sich vor Hopsi unterwerfen würde. Wenn sie keine Chance zum weglaufen hat, duckt sie sich, und versteckt ihren Kopf unter Hopsis Kopf oder Bauch. Hopsi leckt sie zärtlich und mütterlich wie früher, nur manchmal beißt sie, wenn Krümel nicht weggeht.

Noch was: Wenn Krümel richtig Angst vor etwas kriegt, z.B. kurzer Schock, weil Türklingel klingelt, dann rennt sie oft zu Hopsi, und kuschelt sich an sie.
Aber so oohne Geräusche machen sie das selten.

Nochmal Zusammenfassung:
Früher ein halbes Jahr gut verstanden->schließlich hat Hopsi gebissen, Krümel hat Angst. Wir nehmen sie auseinander->Krümel vermisst Hopsi-> wir nehmen sie zusammen->Hopsi tut nichts, Krümel hat Angst->nährt sich nur von hinten->Hopsi währt sich nur selten->bei Angst vor anderen Dingen, wie Krach, rennt sie zu Hopsi->wenn sie keine Chance hat vor Hopsi wegzulaufen, ist sie unterwürfig.

Bilder werden noch hinzugefügt.
Mein Profilbild zeigt Hopsi, kurz bevor Krümel einzog.

Kann mir wer helfen? Können die beiden jemals wieder friedlich miteinander leben?

GLG KaninchenLover

KaninchenLover2009 17.04.2014 19:53

Wie fügt man hier Bilder ein?
Nicht den URL-Code, sondern ein Bild, was ich in einem Ordner gespeichert habe?

Pocket 17.04.2014 19:58

Krümel ist ein Weibchen? Und Hopsi?

Minerva 17.04.2014 20:06

Die Kaninchen sind beide weiblich.

Wieviel Platz haben sie denn dauerhaft zur Verfügung?

hasis2011 17.04.2014 20:29

Ist ja klar, das sie sich nicht vertragen, Hasen sind ja auch Einzelgänger! :p

Nee, Scherz, um dir weiterhelfen zu können, brauchen wir mehr Info´s, wie leben deine Kaninchen, wieviel Platz haben sie Tag und Nacht, usw.
Deinem Schreiben nach wirkt das alles etwas hektisch und durcheinander, trennen, wieder zusammen, dorthin, dahin, ihr müsst mal Ruhe reinbringen.

2 Häsinnen sind meist eine explosive Mischung und klappt oft auf Dauer nicht, vor Allem nicht bei wenig Platz. Und wenn du schreibst, das Krümel auch keine Chance hat, wegzulaufen, gehe ich davon aus das der Platz nicht reicht, denn ausweichen sollte sie immer können!

KaninchenLover2009 17.04.2014 22:25

Naja...also sie leben draußen in einem getrennten doppelstock Käfig.
Länge des Käfigs: so lange wie 2 Körperlängen von Hopsi

Sie sind Kaninchen (Hopsi ist ein Wildkaninchenmix, Krümel ein Farbenzwerg.).
Naja, wir haben sie ein halbes Jahr getrennt, und danach nur für 2-5 Stunden zusammen in mein Zimmer gesetzt. Dort sind viele Versteck- und Grabmöglichkeiten. Einzeln fressen sie, aber wenn sie zusammen sind, nehmen sie nur selten Nahrung zu sich.
Wenn ich meine, keine Chance wegzulaufen, dann hat sie Hopsi nicht so schnell bemerkt.

Was ich denke:
Revierverteidigung

Denn an fremden Orten (wie z.B. im Freigehege an bestimmten Plätzen der Wiese oder im Schlafzimmer) zanken sie sich nicht. Im Gegenteil: Sie suchen Schutz und Geborgenheit aneinander.
In meinem Zimmer ist es mittelmäßig....mal so, mal so
Und im Käfig ist es richtig schlimm, da wird selbst Krümel mutig und etwas aggressiv. Daher lassen wir sie fast nie im Käfig zusammen.
Mama will aber keinen neuen Käfig, und sie möchte die Kaninchen auch nicht im Flur haben, da sie "nur Dreck" machen....
Vielleicht könnten sie aber friedlich zusammen leben, wenn man eine neue Heimat für beide findet, wo keiner zuerst ist, und die beiden sich brauchen- dann werden sie vlt. auch friedlich sein.
Was meint ihr zu der Theorie?

KaninchenLover2009 17.04.2014 22:26

Ich würde euch gerne Bilder schicken, aber wie?

Jacky91 17.04.2014 22:29

Wenn du einen Kommentar schreibst ist oben so eine Büroklammer, da kannst du dann Bilder anhängen.
Wie lange sind sie denn immer in dem Käfig? Denn wenn das ein handelsüblicher Käfig ist liegt dort das Problem wahrscheinlich schon, gerade 2 Weibchen werden bei wenig Platz schnell agressiv gegeneinandern.

Pocket 17.04.2014 22:33

Wenn du schon an Abgabe denkst, könntest du darüber nachdenken, nur eine Häsin abzugeben, und stattdessen einen kastierten Rammler dazu zu holen.
(Ein oder zwei Rammler zu den Häsinnen wären auch eine Möglichkeit um eine harmonische Gruppe zu schaffen, nur bräuchtest du dazu wesentlich mehr Platz.)

Der Hauptanlass für die Unvertäglichkeit wird sein, dass sie eben zwei Häsinnen sind, es steht ja überall zu lesen, dass das eine sehr ungünstige Kombination ist, die oft schiefgeht.
Deine Ställe erscheinen mir aber auch sehr klein, so sollte auch ein Pärchen nicht dauerhaft gehalten werden.

hasis2011 17.04.2014 22:36

Bei deiner Haltung würde ich beide Kaninchen abgeben, Kaninchen gehören NICHT in einen Käfig, das ist Tierquälerei!

Dann ist es kein Wunder, wenn sie sich streiten, bei so wenig Platz klappt das nicht.

gerti 17.04.2014 22:50

Wenn Du Deinen Kaninchen nicht dauerhaft und zwar für 24 Std. viel Platz bieten kannst und das sind mindestens 4m² und das ist schon knapp bemessen, dann wirst Du kein Glück haben, dass sich die Kaninchen vertragen. Auch das ständige Kaninchen mal da mal dort ist purer Stress für die Beiden. Baut doch ein Außengehege für die Kaninchen mit viel Platz, dann fühlen sie sich wohl.

Ich hab grad gesehen, dass Du noch sehr jung bist :). Da find ich das ganz toll, dass Du Dich an das Forum wendest um Hilfe zu bekommen. Ich empfehle Dir mit Deinen Eltern zusammen die Seite von kaninchenwiese.de anzusehen da ist alles sehr gut erklärt wie eine optimale Kaninchenhaltung funktioniert.

KaninchenLover2009 18.04.2014 09:58

Das das klar ist:
Ich würde niemals einen meiner Häsinnen weggeben wegen einer "Auseinandersetzung".
Sie leben getrennt in dem Doppelstockkäfig. Einer unten, einer oben. Dazwischen ist eine Klappe. Dort bleiben sie nicht 24h, sie sind auch oft in meinem Zimmer. Das allerdings nur tagsüber bis 6h. Dort habe ich (außer im Winter) oft das Fenster abgeklappt, damit sie nicht bei 21°C schwitzen :) Dabei achte ich allerdings, das es auch nicht zu kalt wird. In meinem Zimmer sind viele Tunnel und Höhlen aus Pappe, d.h. gaaanz viele Verstecke :) Außerdem sind dort ein paar Kuscheldecken und eine Buddelbox habe ich auch. Auf ihren Tunneln können sie auch laufen. Sie sind niedrig, so dass sie sich beim runterspringen nicht verletzen. Von dort haben sie auch einen schönen Ausblick. Eine Wasserschüssel mit frischem Wasser ist aufgestellt. Und Futter.

NiTi 18.04.2014 10:01

Also verstehe ich das richtig: Sie sind nachts getrennt, und tagsüber laufen sie zusammen? Damit unterbrichst du aber eine Vergesellschaftung jedes Mal wieder, sie können nie richtig die Rangordnung ausmachen und festlegen.

Kannst du sie nicht dauerhaft zusammenlassen?

KaninchenLover2009 18.04.2014 10:34

Wo ist diese Klammer?
Danke, gerti, meine Kaninchen sind in diesem Käfig getrennt, dazwischen ist ne Tür. Es ist ein Doppelstockkäfig.
Der ist fast so groß, dass ich rein passen würde (wenn ich hocken würde). Tagsüber sind sie für mehrere Stunden in meinem Zimmer. Dort ist keine Tür dazwischen :). In meinem Zimmer sind ca. 21°C, daher lüfte ich immer, wenn die Kaninchen rein kommen (damit es nicht zu warm wird).
Außerdem sind dort sehr viele Tunnel zum verstecken, und kleine Kartons zu, klettern. Außerdem gibt es eine Buddelkiste und ein paar decken. In einer Schale steht ihnen immer frisches Wasser zur Verfügung. Auch Futter ist dort.
Wenn ich wüsste, wo diese Klammer mit dem Anhang ist, könnte ich euch ihren Käfig und mein Zimmer zeigen.

KaninchenLover2009 18.04.2014 10:39

Nein kann ich nicht. Im Käfig ist es richtig schlimm mit dem Revierverhalten, und ich habe Angst, das Krümel das nicht überlebt, was ich denke.
Hopsi ist keine Mörderin. Aber sie hasst es, wenn jemand in ihr Revier eindringt. Außerdem ist sie der Boss von beiden. Eigentl. unabsichtlich.
Mama lässt aber (obwohl wir noch einen Käfig für drinnen haben) die Kaninchen nicht bei uns im Haus leben, jedenfalls nicht nachtsüber, denn sie machen soviel "Dreck". Ich finde das nicht so schlimm, Außerdem mache ich ja immer den Käfig + das drum rum sauber.
Krümel war mal das Kaninchen meiner Sis, sie hat es mir aber geschenkt, weil ich mich so "liebevoll" um sie kümmere, und sie momentan kaum Zeit hat.

gerti 18.04.2014 10:56

Es ist kein Wunder, dass sie sich in einem Käfig bekämpfen. Da ist einfach der Platz zu klein. Ich find es toll, wie sehr Du Dich um Deine Kaninchen bemühst. Aber es wäre wirklich sehr wichtig, dass ihr eine gute Lösung findet. Und das bedeutet auch, dass sie nicht in einem Doppelstockstall eingesperrt werden, weil das für die dämmerungsaktiven Tiere wirklich eine große Einschränkung ist! Schau Dir mit Deinen Eltern mal die Außengehegesammlungen an, das ist bestimmt eine gute Ideenhilfe für Euch, damit sich die Tiere verstehen. Wir können Euch da auch prima mit Tips unterstützen.

KaninchenLover2009 18.04.2014 11:05

Habe den Kaninchenstall von meinen Schnuffelchens gegoogelt. So sieht er aus (Das sind nicht unsere Kaninchen, das ist ein Werbungsbild von den Käfig, den wir auch haben:
https://encrypted-tbn3.gstatic.com/s...YcOhb&usqp=CAE

Ich hoffe, das Bild wird angezeigt.

Pocket 18.04.2014 11:06

Zitat:

Zitat von KaninchenLover2009 (Beitrag 629136)
Das das klar ist:
Ich würde niemals einen meiner Häsinnen weggeben wegen einer "Auseinandersetzung"

Wie hast denn dann das hier gemeint?

Zitat:

Zitat von KaninchenLover2009 (Beitrag 629072)
Vielleicht könnten sie aber friedlich zusammen leben, wenn man eine neue Heimat für beide findet, wo keiner zuerst ist, und die beiden sich brauchen- dann werden sie vlt. auch friedlich sein.
Was meint ihr zu der Theorie?

Ich finde es ja gut, dass du das Problem zu lösen versuchst, und keine Häsin leichtfertig abgibst.:thumbsup:

Aber zwei Kaninchen dauerhaft einzeln zu halten, wäre viel schlechter, als wenn du eins in ein schönes Zuhause vermitteln, und stattdessen einen kastrierten Rammler aufnehmen würdest.

KaninchenLover2009 18.04.2014 11:15

Wie gesagt.
Sie verstehen sich in fremden Umgebungen, und wenn sie von Anfang an dort nur zusammen waren, verstehen sie sich auch. D.h. sie würde sich in einem neuen Käfig verstehen, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das Mama beibringen soll...daher freu ich mich auf Ostern. Da lass ich meine Kaninchen zusammen ins Freigehege, wo sie tagsüber miteinander grasen können (da vertragen sie sich, aber sie müssen beaufsichtigt werden, wegen Feinden.). Ich mache es erst zu Ostern, weil Mama vor 1-2 Wochen den Rasen gedüngt hat, und wir warten, bis es dann genug geregnet hat. Außerdem ist es zu Ostern nicht zu warm, und nicht zu kalt :)

KaninchenLover2009 18.04.2014 11:18

Mit neuer Heimat meine ich:
Sie kriegen einen neunen Käfig

Mit nicht weggeben meine ich, ich möchte sie behalten, denn es geht ihnen bei mir gut, und nur, weil die beiden ihr Revier verteidigen, werde ich den einen nicht einfach so verbannen :)

Pocket 18.04.2014 11:23

Ach so, ja die Idee ist an sich gut. aber es kommt wohl weniger darauf an, dass der Käfig neu ist, sondern darauf, dass er richtig groß ist. D.h. ein großes, mardersicheres Gehege, in dem sie dauerhaft frei laufen dürfen, könnte die Lösung sein.

Wenn du einen neuen Stall in ähnlicher Größe wie den alten kaufen würdest, würden sie höchstens kurze Zeit das streiten vergessen, weil sie den neuen Käfig beschnüffeln, sich aber dann wieder genauso fetzen.

KaninchenLover2009 18.04.2014 11:36

Ich habe mich auf kaninchenwiese.de schlau gelesen. Hier sind ein paar Methoden der Zusammenführung. Welche findet ihr am Besten (in meiner Situation)? :

Methode 1: Zusammenführung außerhalb des Revieres
Diese Methode ist besonders gut für Kaninchen-Anfänger oder Menschen geeignet, die etwas ängstlich an die Vergesellschaftung gehen. Zudem birgt sie die höchsten Erfolgschancen gegenüber anderen Zusammenführungs-Methoden.
Vor der Vergesellschaftung sollten die Kaninchen mindestens zwei Wochen getrennt leben (in separaten Gehegen) so dass sie sich weder sehen noch riechen können. Dadurch läuft die Rangordnungsklärung nachher entspannter und weniger gefährlich ab.
Zusammen geführt werden die Kaninchen auf einem Gebiet, dass sie beide noch nicht kennen (außerhalb des gewohnten Revieres) damit sie das andere Kaninchen nicht als Revier-Eindringling wahrnehmen, dies würde die Kämpfe verstärken. Außenkaninchen werden wenn möglich am besten im Haus und Innenkaninchen im Garten vergesellschaftet. Die Kaninchen sollten gleichzeitig dort abgesetzt werden und dürfen sich vorher nicht beschnuppern oder sehen.
Natürlich sollte in diesem Gebiet genug verstreutes Futter wie z.B. Heu und Frischfutter, aber auch neue Unterschlüpfe angeboten werden (keine Unterschlüpfe, die sie bereits kennen!). Bei den Unterschlüpfen ist darauf zu achten, dass kein Kaninchen in die Enge getrieben werden kann (z.B. weil ein Häuschen nur einen Eingang hat).
Die Kaninchen klären nun außerhalb ihres Revieres die Rangordnung indem sie kämpfen, rammeln und Fell ausreißen, so gut wie immer kommt es auch zu Jagereien und Streitereien.
Dieses Verhalten ist ganz normal und nötig, damit sie die Rangordnung klären können, nur mit geklärter Rangordnung ist nachher ein harmonisches Zusammenleben möglich. Die ersten Stunden sollte man dabei bleiben oder sehr oft nach ihnen schauen um eingreifen zu können, falls sie sich ineinander verbeißen (Decke drüber oder dazwischen werfen bzw. sie erschrecken und wieder weiter kämpfen lassen), eines der Kaninchen extrem unter der Zusammenführung leidet (nichts mehr frisst, mit Kopf gegen das Gitter oder die Wand da sitzt etc.) und das andere es weiter quält oder wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt, so dass man den Tierarzt aufsuchen muss.

Es kann mehrere Wochen dauern, bis sie sich beruhigt haben und miteinander vertragen. Wenn sie miteinander fressen und nebeneinander sitzen, können sie zurück ins alte Gehege ziehen (altes Revier eines Tieres). Das alte Gehege sollte zuvor eine Grund-Reinigung mit Essigwasser bekommen, für den Übergang verwendet man erst einmal nur neutrale Gegenstände/Einrichtung und räumt die Gehegeaufteilung etwas um. Es kann noch mal zu leichten Auseinandersetzungen kommen, wenn die Kaninchen in das alte Revier umziehen. Diese legen sich sehr schnell wieder.


Methode 2a: Zwei Rückzugsreviere mit neutralen Treffen in der Mitte
Diese Methode ist nur möglich, wenn jede Kaninchengruppe (bzw. bei 2er-Zusammenführungen jedes Kaninchen) einen eigenen Bereich hat (z.B. ein Zimmer in der Wohnung oder ein Gartenabteil) in dem es sich schon eingelebt hat und den es als Revier sieht. Zudem muss zwischen diesen beiden Revieren ein revierloser Bereich liegen (Flur, weiterer Raum, Gartenabteil). Außerdem dürfen sich die Kaninchen zwei Wochen bevor man sie aneinander gewöhnt nicht mehr sehen oder riechen.
Am Tag der Zusammenführung öffnet man die beiden Reviere zum neutralen Revier hin und baut Pappkartons usw. (ohne Sackgassen!) auf, so dass die Kaninchen neugierig diesen Bereich erkunden. Die Kaninchen können jeder Zeit in ihr altes Revier zurückkehren, der Halter muss jedoch darauf achten, dass die Kaninchen auf keinen Fall in das fremde Revier gehen. Solche Treffen werden nun mehrmals täglich unter Aufsicht des Halters durchgeführt. Die Kaninchen dürfen während der Zeit im neutralen Gebiet auch kämpfen (nicht eingreifen!) und sich jagen um die Rangordnung zu klären. Wenn sie irgendwann miteinander fressen und harmonisch wirken, kann man entweder erlauben, dass sie ins fremde Revier gehen und schauen, wie sie aufeinander reagieren, bis sie sich auch dort aneinander gewöhnt haben und sich gegenseitig akzeptieren. Oder aber sie ca. zwei Tage und zwei Nächte in den neutralen Raum lassen. Das alte Revier wird derweil einer gründlichen Reinigung unterzogen und mit neutraler Einrichtung versehen, so dass sie dann zurück ziehen können.

Methode 2b: Neutrales Treffen mit Unterbrechungen
Ebenfalls ist es möglich, die Kaninchen z.B. nachts in ihre alten Gehege zu setzen (nicht eines der Kaninchen im neutralen Gebiet lassen!) und tagsüber oder wenn man da ist (jeden Tag möglichst lange!) zusammen ins neutrale Gebiet zu verfrachten. Die Kaninchen sollten sich, wenn sie getrennt sind, auf keinen Fall sehen und auch zwei Wochen vor der Vergesellschaftung nicht beschnuppern oder sehen. Nachteile diese Methode sind, dass zum einen nach jeder Trennung wieder etwas angespannter "gekämpft" wird und zum anderen, dass die Vergesellschaftung etwas länger dauert als wenn man sie durchgängig durchführt. Zudem scheitert diese Vergesellschaftungs-Form häufiger als die durchgängige Vergesellschaftung ohne Unterbrechungen. Sie ist eher für erfahrenere Halter empfehlenswert. Der große Vorteil ist, dass man kein mardersicheres neutrales Gebiet braucht sondern sie z.B. einfach nur tagsüber ins neutrale Gebiet setzen kann.

Methode 3: Nebeinander herleben in sehr großen Gebiet
(Diese Methode ist nur bei freier Gartenhaltung oder freier Wohnungshaltung möglich)
Wenn die Kaninchen auf mindestens 150m² frei leben, kann man sie auch direkt im Revier vergesellschaften. Dabei sollte aber auf das neue Kaninchen (Revier-Eindringling) geachtet werden, damit es nicht zu sehr darunter leidet. Die Kaninchen sollten sich gut aus dem Weg gehen können.
Eine solche Vergesellschaftung ist nur für erfahrene Kaninchenhalter zu empfehlen.

Methode 4: Gitter an Gitter (Käfig an Käfig)
Oft wird empfohlen zwei Käfige oder Gehege nebeneinander zu stellen. So eine Vergesellschaftungs-Methode gelingt aber nur, wenn die Kaninchen sehr schüchtern sind und wenig Aggressionen aufstauen. Ansonsten kann es zu heftigen Kämpfen kommen, wenn sie immer Gitter an Gitter leben und plötzlich zusammen gelassen werden, denn dann entladen sie alle durch das Gitter angestauten Aggressionen (sie möchten ihre Rangordnung klären, es klappt aber nicht) auf einmal und es kommt zu üblen Verletzungen. Empfehlenswert ist die Methode für behinderte Kaninchen, die den Rangkämpfen nicht gewachsen sind. Oft hilft es, die Gehege und Einrichtung regelmäßig zu tauschen, also das Kaninchen ins andere Gehege zu setzen, damit sie sich an den Duft des anderen gewöhnen. Auch bei extremen Fällen kann eine solche



Vergesellschaftung manchmal ein letzter Ausweg sein, da so keine Verletzungen möglich sind (z.B. bei Angstbeißern), dann sollte man allerdings sehr viel Zeit (ca. 1/2 Jahr) einplanen und es als letzte Möglichkeit einräumen.



Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!

Methode 6: Kaninchen zusammen aus der Narkose aufwachen lassen
Eine Studie zeigt, dass ein gemeinsames Aufwachen aus der Narkose die Aggressivität hemmt. Diese Methode kann genutzt werden, wenn beispielsweise zwei Rammler gleichzeitig kastriert werden oder als "letzte Möglichkeit" bei sehr schwierigen Kaninchen indem man sie leicht sediert (mit dem Tierarzt absprechen!) und zusammen aufwachen lässt. Natürlich sollten die Kaninchen anschließend trotzdem erst einmal außerhalb des Revieres leben bis sich die Beziehung gefestigt hat (dabei kann es auch zu Kämpfen kommen, nicht eingreifen!), später können sie zurück ins Revier ziehen.
"A. Cherkin und R. O. Meinecke von der Universität in Los Angeles betäubten eine Reihe besonders kampfwütiger Kaninchen mit dem Anästhesiemittel Natrium Pentobarbital. Selbst vierzehn Wochen nach der Betäubung lebten die Kaninchen noch friedfertig in ihrem Käfig zusammen. Dann wurden die Tiere zwei Wochen lang voneinander isoliert. Als die Forscher die Kaninchen anschließend wieder in einem Käfig züsammensperrten, war nichts mehr von ihrer Friedfertigkeit zu spüren: Binnen zwei Minuten entbrannten heftige Kämpfe zwischen den Tieren. Die Isolation hatte — so folgerten Cherkin und Meinecke — das Aggressionspotential der Kaninchen erneut aufgeladen."
"Die Version bestätigte sich in einer zweiten Versuchsserie mit sechsundzwanzig Kaninchen. Die Tiere, die nach der Anästhesie gemeinsam mit ihren Artgenossen das Bewußtsein wiedererlangt hatten, zeigten kaum Aggressionserscheinungen. Hingegen waren Kaninchen, die isoliert aus der Betäubung erwachten, besonders aggressiv. Wurden die vorübergehend befriedeten Kaninchen vier Wochen nach der Anästhesie wieder voneinander getrennt, so erlangten auch sie diese große Aggressivität, die offenkundig von der Isolation bewirkt wurde."

KaninchenLover2009 18.04.2014 11:38

Wie gern ich doch einen neuen, großen Käfig hätte...aber wie soll ich Mama überzeugen?

Angora-Angy 18.04.2014 12:28

Zeig ihr doch mal Fotos von Außengehegen, davon gibts ja im Internet mehr als genug. Es muss halt sicher sein, damit kein Marder oder Fuchs rein und kein Kaninchen raus kann. Den Stall könnt ihr daran anschließen, so dass sie ihn als Rückzugsort nutzen können, aber jederzeit, auch und vor allem nachts, ins Gehege gehen können. Dann hört auch der Streit auf. So ein Außengehege kann man richtig dekorativ gestalten, so dass es dann nicht nicht Garten verunstaltet.

KaninchenLover2009 18.04.2014 14:16

Okay, das ist eine gute Idee, ich gucke mal. Wie viel kostet so ein Gehege?

gerti 18.04.2014 14:20

Das kommt darauf an, wie Ihr es dann bauen wollt. Den mardersicheren Volierendraht gibt es in 25m Rollen im Internet, Holz im Sägewerk oder Baumarkt, als Untergrund entweder Volierendraht eingraben oder günstige Platten legen, das kommt darauf an welche Art von Gehege Euch gefällt ;)

KaninchenLover2009 18.04.2014 15:14

Also Holz und Bausachen haben wir :)
Platten müssten wir auch haben, aber dieses Draht haben wir glaub ich nicht.

gerti 18.04.2014 21:06

http://www.drahtexpress.de/UKracht15-p4h4s8-Volierendraht-19-mm-.html

so etwas ist mardersicher....

KaninchenLover2009 19.04.2014 11:59

Ich habe mich auf kaninchenwiese.de schlau gelesen. Hier sind ein paar Methoden der Zusammenführung. Welche findet ihr am Besten (in meiner Situation)? :

Methode 1: Zusammenführung außerhalb des Revieres
Diese Methode ist besonders gut für Kaninchen-Anfänger oder Menschen geeignet, die etwas ängstlich an die Vergesellschaftung gehen. Zudem birgt sie die höchsten Erfolgschancen gegenüber anderen Zusammenführungs-Methoden.
Vor der Vergesellschaftung sollten die Kaninchen mindestens zwei Wochen getrennt leben (in separaten Gehegen) so dass sie sich weder sehen noch riechen können. Dadurch läuft die Rangordnungsklärung nachher entspannter und weniger gefährlich ab.
Zusammen geführt werden die Kaninchen auf einem Gebiet, dass sie beide noch nicht kennen (außerhalb des gewohnten Revieres) damit sie das andere Kaninchen nicht als Revier-Eindringling wahrnehmen, dies würde die Kämpfe verstärken. Außenkaninchen werden wenn möglich am besten im Haus und Innenkaninchen im Garten vergesellschaftet. Die Kaninchen sollten gleichzeitig dort abgesetzt werden und dürfen sich vorher nicht beschnuppern oder sehen.
Natürlich sollte in diesem Gebiet genug verstreutes Futter wie z.B. Heu und Frischfutter, aber auch neue Unterschlüpfe angeboten werden (keine Unterschlüpfe, die sie bereits kennen!). Bei den Unterschlüpfen ist darauf zu achten, dass kein Kaninchen in die Enge getrieben werden kann (z.B. weil ein Häuschen nur einen Eingang hat).
Die Kaninchen klären nun außerhalb ihres Revieres die Rangordnung indem sie kämpfen, rammeln und Fell ausreißen, so gut wie immer kommt es auch zu Jagereien und Streitereien.
Dieses Verhalten ist ganz normal und nötig, damit sie die Rangordnung klären können, nur mit geklärter Rangordnung ist nachher ein harmonisches Zusammenleben möglich. Die ersten Stunden sollte man dabei bleiben oder sehr oft nach ihnen schauen um eingreifen zu können, falls sie sich ineinander verbeißen (Decke drüber oder dazwischen werfen bzw. sie erschrecken und wieder weiter kämpfen lassen), eines der Kaninchen extrem unter der Zusammenführung leidet (nichts mehr frisst, mit Kopf gegen das Gitter oder die Wand da sitzt etc.) und das andere es weiter quält oder wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt, so dass man den Tierarzt aufsuchen muss.

Es kann mehrere Wochen dauern, bis sie sich beruhigt haben und miteinander vertragen. Wenn sie miteinander fressen und nebeneinander sitzen, können sie zurück ins alte Gehege ziehen (altes Revier eines Tieres). Das alte Gehege sollte zuvor eine Grund-Reinigung mit Essigwasser bekommen, für den Übergang verwendet man erst einmal nur neutrale Gegenstände/Einrichtung und räumt die Gehegeaufteilung etwas um. Es kann noch mal zu leichten Auseinandersetzungen kommen, wenn die Kaninchen in das alte Revier umziehen. Diese legen sich sehr schnell wieder.


Methode 2a: Zwei Rückzugsreviere mit neutralen Treffen in der Mitte
Diese Methode ist nur möglich, wenn jede Kaninchengruppe (bzw. bei 2er-Zusammenführungen jedes Kaninchen) einen eigenen Bereich hat (z.B. ein Zimmer in der Wohnung oder ein Gartenabteil) in dem es sich schon eingelebt hat und den es als Revier sieht. Zudem muss zwischen diesen beiden Revieren ein revierloser Bereich liegen (Flur, weiterer Raum, Gartenabteil). Außerdem dürfen sich die Kaninchen zwei Wochen bevor man sie aneinander gewöhnt nicht mehr sehen oder riechen.
Am Tag der Zusammenführung öffnet man die beiden Reviere zum neutralen Revier hin und baut Pappkartons usw. (ohne Sackgassen!) auf, so dass die Kaninchen neugierig diesen Bereich erkunden. Die Kaninchen können jeder Zeit in ihr altes Revier zurückkehren, der Halter muss jedoch darauf achten, dass die Kaninchen auf keinen Fall in das fremde Revier gehen. Solche Treffen werden nun mehrmals täglich unter Aufsicht des Halters durchgeführt. Die Kaninchen dürfen während der Zeit im neutralen Gebiet auch kämpfen (nicht eingreifen!) und sich jagen um die Rangordnung zu klären. Wenn sie irgendwann miteinander fressen und harmonisch wirken, kann man entweder erlauben, dass sie ins fremde Revier gehen und schauen, wie sie aufeinander reagieren, bis sie sich auch dort aneinander gewöhnt haben und sich gegenseitig akzeptieren. Oder aber sie ca. zwei Tage und zwei Nächte in den neutralen Raum lassen. Das alte Revier wird derweil einer gründlichen Reinigung unterzogen und mit neutraler Einrichtung versehen, so dass sie dann zurück ziehen können.

Methode 2b: Neutrales Treffen mit Unterbrechungen
Ebenfalls ist es möglich, die Kaninchen z.B. nachts in ihre alten Gehege zu setzen (nicht eines der Kaninchen im neutralen Gebiet lassen!) und tagsüber oder wenn man da ist (jeden Tag möglichst lange!) zusammen ins neutrale Gebiet zu verfrachten. Die Kaninchen sollten sich, wenn sie getrennt sind, auf keinen Fall sehen und auch zwei Wochen vor der Vergesellschaftung nicht beschnuppern oder sehen. Nachteile diese Methode sind, dass zum einen nach jeder Trennung wieder etwas angespannter "gekämpft" wird und zum anderen, dass die Vergesellschaftung etwas länger dauert als wenn man sie durchgängig durchführt. Zudem scheitert diese Vergesellschaftungs-Form häufiger als die durchgängige Vergesellschaftung ohne Unterbrechungen. Sie ist eher für erfahrenere Halter empfehlenswert. Der große Vorteil ist, dass man kein mardersicheres neutrales Gebiet braucht sondern sie z.B. einfach nur tagsüber ins neutrale Gebiet setzen kann.

Methode 3: Nebeinander herleben in sehr großen Gebiet
(Diese Methode ist nur bei freier Gartenhaltung oder freier Wohnungshaltung möglich)
Wenn die Kaninchen auf mindestens 150m² frei leben, kann man sie auch direkt im Revier vergesellschaften. Dabei sollte aber auf das neue Kaninchen (Revier-Eindringling) geachtet werden, damit es nicht zu sehr darunter leidet. Die Kaninchen sollten sich gut aus dem Weg gehen können.
Eine solche Vergesellschaftung ist nur für erfahrene Kaninchenhalter zu empfehlen.

Methode 4: Gitter an Gitter (Käfig an Käfig)
Oft wird empfohlen zwei Käfige oder Gehege nebeneinander zu stellen. So eine Vergesellschaftungs-Methode gelingt aber nur, wenn die Kaninchen sehr schüchtern sind und wenig Aggressionen aufstauen. Ansonsten kann es zu heftigen Kämpfen kommen, wenn sie immer Gitter an Gitter leben und plötzlich zusammen gelassen werden, denn dann entladen sie alle durch das Gitter angestauten Aggressionen (sie möchten ihre Rangordnung klären, es klappt aber nicht) auf einmal und es kommt zu üblen Verletzungen. Empfehlenswert ist die Methode für behinderte Kaninchen, die den Rangkämpfen nicht gewachsen sind. Oft hilft es, die Gehege und Einrichtung regelmäßig zu tauschen, also das Kaninchen ins andere Gehege zu setzen, damit sie sich an den Duft des anderen gewöhnen. Auch bei extremen Fällen kann eine solche



Vergesellschaftung manchmal ein letzter Ausweg sein, da so keine Verletzungen möglich sind (z.B. bei Angstbeißern), dann sollte man allerdings sehr viel Zeit (ca. 1/2 Jahr) einplanen und es als letzte Möglichkeit einräumen.



Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!

Methode 6: Kaninchen zusammen aus der Narkose aufwachen lassen
Eine Studie zeigt, dass ein gemeinsames Aufwachen aus der Narkose die Aggressivität hemmt. Diese Methode kann genutzt werden, wenn beispielsweise zwei Rammler gleichzeitig kastriert werden oder als "letzte Möglichkeit" bei sehr schwierigen Kaninchen indem man sie leicht sediert (mit dem Tierarzt absprechen!) und zusammen aufwachen lässt. Natürlich sollten die Kaninchen anschließend trotzdem erst einmal außerhalb des Revieres leben bis sich die Beziehung gefestigt hat (dabei kann es auch zu Kämpfen kommen, nicht eingreifen!), später können sie zurück ins Revier ziehen.
"A. Cherkin und R. O. Meinecke von der Universität in Los Angeles betäubten eine Reihe besonders kampfwütiger Kaninchen mit dem Anästhesiemittel Natrium Pentobarbital. Selbst vierzehn Wochen nach der Betäubung lebten die Kaninchen noch friedfertig in ihrem Käfig zusammen. Dann wurden die Tiere zwei Wochen lang voneinander isoliert. Als die Forscher die Kaninchen anschließend wieder in einem Käfig züsammensperrten, war nichts mehr von ihrer Friedfertigkeit zu spüren: Binnen zwei Minuten entbrannten heftige Kämpfe zwischen den Tieren. Die Isolation hatte — so folgerten Cherkin und Meinecke — das Aggressionspotential der Kaninchen erneut aufgeladen."
"Die Version bestätigte sich in einer zweiten Versuchsserie mit sechsundzwanzig Kaninchen. Die Tiere, die nach der Anästhesie gemeinsam mit ihren Artgenossen das Bewußtsein wiedererlangt hatten, zeigten kaum Aggressionserscheinungen. Hingegen waren Kaninchen, die isoliert aus der Betäubung erwachten, besonders aggressiv. Wurden die vorübergehend befriedeten Kaninchen vier Wochen nach der Anästhesie wieder voneinander getrennt, so erlangten auch sie diese große Aggressivität, die offenkundig von der Isolation bewirkt wurde."

KaninchenLover2009 19.04.2014 12:00

Welche Mögl. gefällt euch am Besten???

gerti 19.04.2014 12:04

Wenn ihr ein Freigehege bauen würdet, wäre es das einfachste, dass die Beiden das Gehege miteinander neu beziehen ;), bevor sie nicht immer genug Platz haben wird das nichts!
Und bitte niemals die 5. Methode, das ist absoluter Schwachsinn!

TanjaZ 19.04.2014 12:08

Ich glaube welche Methode ist jetzt erstmal zweitrangig, solange deine Nins nicht genug Platz rund um die Uhr haben, wird jede Art und Methode der VG scheitern. Deine Nins brauchen einfach mehr Platz und das 24 Stunden am Tag, müssen sich aus dem Weg gehen können und dürfen nicht ständig wieder getrennt werden. Sonst wird das nix..

Um trotzdem deine Frage zu beantworten: Ich finde Methode 1 die einzigst richtige und beste Methode.

Schöne Grüße,
Tanja

KaninchenLover2009 19.04.2014 19:51

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 3)
Hier ist der Käfig. Einmal Hopsis: Anhang 29007
Einmal Krümels: Anhang 29008
Und hier sind die beiden, als wir Krümel erst seit ein paar Tagen hatten (Ach, wie friedlich....) : Anhang 29011

hasis2011 19.04.2014 19:56

Zitat:

Zitat von gerti (Beitrag 629526)
Und bitte niemals die 5. Methode, das ist absoluter Schwachsinn!

Richtig! Mich wundert es, das das auf Kaninchenwiese.de steht! :eek:

@KaninchenLover2009: Solange die Platzsituation nicht verbessert ist, brauchst du über eine VG gar nicht nachdenken, das wird nicht funktionieren!

Kreusa 19.04.2014 20:01

Zitat:

Zitat von KaninchenLover2009 (Beitrag 629523)

Methode 5: Stress-Vergesellschaftung
(Zusammenführungen in einer Transportbox während der Autofahrt oder auf einer Waschmaschine im Schleudergang)
Das Prinzip dieser Methode beruht darauf, dass soziale Tiere sich zusammen schließen, wenn sie einen gemeinsamen Feind haben (z.B. würden Kaninchen keine Revierkämpfe ausfechten, wenn ein Fuchs sie gerade jagt oder viele Menschen schweißt es in besonders schwierigen Zeiten eng zusammen). Deshalb kuscheln sich Kaninchen eng zusammen, wenn sie Todesangst haben oder in große Panik geraten. Ich habe schon viele Möglichkeiten gehört, u.a. Leute die ihre Kaninchen in die Transportbox stecken und eine halbe Stunde lang auf Schotterwegen herumfahren oder die Empfehlung, die Kaninchen im Schleudergang auf die Waschmaschine zu stellen. Ich lehne solche Methoden ab, da sie zum einen das Kaninchen extrem unter Stress setzen und zum anderen kann es zu schweren Verletzungen kommen, wenn die Kaninchen sich in der engen Box doch verbeißen.
Es ist jedoch möglich, Elemente dieser Vergesellschaftung zu nutzen. Zum Beispiel kann man zwei Kaninchen getrennt von einander in einer Transportbox im Auto befördern um sie leicht zu verunsichern und anschließend außerhalb ihres Revieres aneinander gewöhnen, dadurch läuft die Vergesellschaftung meist milder ab. Das sollte jedoch eine der letzten Möglichkeiten sein!

Da steht doch aber eine klare Aussage, dass diese Methode nicht empfehlenswert ist, drin. :confused:

hasis2011 19.04.2014 20:04

Zitat:

Zitat von Kreusa (Beitrag 629630)
Da steht doch aber eine klare Aussage, dass diese Methode nicht empfehlenswert ist, drin. :confused:

Meiner Meinung nach sollte das komplett raus.


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