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Ich kann mich nur anschließen; Gartenfreilauf ist das schönste überhaupt, aber eine komplette Umzäunung ist dabei Pflicht! Kaninchen sind ortstreu, aber darauf sollte man es nicht ankommen lassen. Ganz ohne Umzäunung ist die Gefahr groß, die Kontrolle zu verlieren. Abends einsperren ist lebenswichtig, aber was tust du, wenn sie mal nicht mögen und du sie durch die Nachbargärten verfolgen musst oder wenn du sie gar nicht mehr rechtzeitig findest? Als Beutetiere sind Kaninchen draußen mehr Gefahren ausgesetzt als freilaufenden Katzen. Entsprechend sollte man schauen, das Risiko möglichst klein zu halten und dabei hat ein Zaun oberste Priorität. Was die Haltung angeht, möchte ich persönlich keine Kaninchen innen halten. Aber auch reine Gehegehaltung kommt für mich nicht mehr infrage, sofern das Gehege nicht wirklich groß ist (vielleicht ab 50 Quadratmeter aufwärts). Gehegehaltung ist zwar besser als ein Käfig, aber diese 6 Quadratmeter Mindestmaße, die man überall findet, haben noch lange nichts mit "artgerecht" zu tun. |
Dürfen sie denn dann bei euch bei jedem Wetter in den Garten, auch wenn es regnet oder es am morgen noch überall feucht ist? |
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Und bietet man einen zusätzlichen Auslauf im Garten an, haben die Tiere die Möglichkeit zu grasen, in natürlichem Untergrund zu buddeln (Gänge anlegen klappt in keiner noch so großen Buddelkiste).... Ich finde also schon, dass Außenhaltung den Kaninchen mehr bieten kann, als die reine Wohnungshaltung - es ist ein Stück mehr Natur, dass wir den Tieren bieten. ABER: Ich möchte jetzt wirklich nicht die Innenhaltung schlecht machen! Es gibt hier viele Beispiele, die zeigen, dass man auch bei dieser Haltungsform seinen Tieren gerecht werden kann. Ich habe selbst früher Innenhaltung betrieben - nur seit ich die Außenhaltung kenne, will ich meine Tiere nicht mehr anders halten! Und auch ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Langohren. Innig heißt für mich: Meine Kaninchen sind entspannt, wenn ich in der Nähe bin, sie nehmen Leckerlies aus der Hand, ich darf sie streicheln. sie kommen immer ans Gitter, wenn ich ans Gehege gehe und sie lassen mich als Beobachter an ihrem interessanten Sozialverhalten teilhaben - DAS ist für mich eine innige Bindung. Mehr brauche ich nicht! |
Meine fünf Leben auch draußen ! Ich habe auch ein gutes Verhältnis zu ihnen zu zweien haben ich eine sehr innige Beziehung, aber auch zu dem Rest trifft das was minerva bereits sagte zu;)! |
Ich finde eine Mischhaltung sehr schön. Wir haben die Hasen drinnen (da wir für die Nacht kein Mardersicheres Gehege haben) und über den Tag können sie in den Garten. Da wir eine Terasse haben, welche auf den ebenen Garten hinausführt, hüpfen die Kaninchen immer nach Lust und Freude raus - oder bleiben auch drinnen. Mein früherer Muffel hat oft das Innenwohnen bevorzugt und ist nur mit in den Garten, wenn ich auch raus bin. Ist der Garten nicht eingezäunt, kannst du nie sicher sein, dass die Kleinen nicht doch mal zu den Nachbarn schauen. Auch wenn sie meistens in der Nähe bleiben - Kaninchen sind neugireige kleine Tierchen. Sie lieben Tagesausflüge. Ich hatte auch schon mal Besuch von Nachbars Lumpi, der es sich vor meinem Auto bequem gemacht hatte. Deswegen mein Tipp: Wenn der Garten nicht gesichert ist nur unter Aufsicht draußen toben lassen ;) |
Minerva, auch drinnen haben sie viele Sinneseindrücke. Neue Geräusche, Besucher etc. auch das gibt es drinnen alles. Meine waren letztens ganz fasziniert von dem Handwerker, der das Fenster eingestellt hat. Ausserdem kommt man (ich jedenfalls) viel öfter an ihnen vorbei als wenn sie aussen in einem Gehege sitzen würden. LG |
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Auch Kaninchen in Innenhaltung erleben verschiedenes, aber eben meist nicht "naturnah". |
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Das ist richtig. Hält man sie innen, dann streichelt man sie auch mal im Vorbeigehen kurz oder steckt ihnen ein Leckerlie zu. Bei freier Wohnungshaltung kommen sie u. U. immer wieder zu einem und suchen Kontakt. Will ich das bei Außenhaltung, dann muss ich mir die Zeit nehmen und zu ihnen sitzen. Und das ganz bewusst. Ich selbst bin mindestens 4-5 mal am Tag (wenn ich arbeite mindestens 2 mal) bei meinen Tieren draußen: In der Zeit mache ich sauber, füttere, beobachte und warte, bis die Tiere den Kontakt zu mir suchen und sich auch streicheln lassen. Bei Regen sitze ich dann eben mitten im Gehege, das zum Teil überdacht ist. Zudem kann ich sie vom Fenster jederzeit beobachten, was ich auch gerne mache. :p Fazit: Es ist jedem selbst überlassen, ob und wie viel er den Kontakt zu Kaninchen in Außenhaltung sucht. Und es ist eine Tatsache, dass man da eher aktiv werden muss, als bei Innenhaltung, wo sich das "im Vorbeigehen" erledigen lässt. Aber möglich ist es auch in Außenhaltung. Man muss sich halt zum "Vorbeigehen zwingen". ;) |
Schönes Fazit:) dem schließe ich mich an |
Wenn ich meine Kaninchen innen halte, nur, weil das für mich als Halter bequemer ist, handle ich nicht im Sinne der Tiere, sondern rein aus Egoismus. Wer die Möglichkeit hat, seine Tiere draußen zu halten, der sollte das auch tun - meine Meinung. Eine gute Innenhaltung ist besser als eine schlechte Außenhaltung, keine Frage. Aber keine Form der Innenhaltung kommt an großzügigen Gartenfreilauf heran. |
Wie Marci schon gesagt hat, auch in der normalen Aussenhaltung sind sie in einem Gehege. Freihaltung ist doch eher die Ausnahme, und deswegen kann man daraus nicht folgern, dass Aussenhaltung generell besser als Innenhaltung ist, zumal man auch Innenkaninchen in den Garten setzen kann. Mit Egoismus hat das nichts zu tun, wenn man der Meinung ist, man wird seinen Tieren so besser gerecht und man darf auch nicht vergessen, dass jedes Kaninchen anders ist mit eigenen Vorlieben. LG |
Also Innenhaltung mit Egoismus zu assoziieren finde ich ein wenig übertrieben... Wenn man es so drastisch sieht ist es schon egoistisch, dass man überhaupt Tiere hält um sich an ihnen zu erfreuen, auch in einem Freigehege:) |
Es gibt durchaus auch Bereiche wo eine unbeaufsichtigte freie Gartenhaltung auch tagsüber nicht machbar ist, obwohl ein Grundstück zur Verfügung steht. Zum Beispiel, weil man einen jagdwütigen und nicht zu vertreibenden Kater in der Nachbarschaft hat der liebend gerne Kaninchen jagt :mad:. Die Sinneseindrücke sind draußen vielfältiger. Dabei darf man nicht vergessen, dass Kaninchen einen ausgezeichneten Geruchssinn haben. Draußen trägt ihnen der Wind Geruchsspuren zu die ihnen drinnen entgehen. Meine Kaninchen waren draußen ausgeglichener und gleichzeitig aufmerksamer - ich habe den Vergleich, da ich von Innen- auf Außenhaltung umgestellt habe. Generell würde ich Außenhaltung bevorzugen, soweit nicht Fellstruktur oder Erkrankungen dagegen sprechen. Aber es gibt durchaus Fälle, wo selbst eine Gehegehaltung draußen trotz vorhandenen Grundstücks nicht sinnvoll ist weil die Tiere zu gefährdet sind. Es muss also jeder abwägen, wo die Tiere am besten aufgehoben sind. Das sollte im Vordergrund stehen. Nur weil man als Halter die Innenhaltung vielleicht als bequemer empfindet, sollte man ihr aber nicht den Vorzug geben. Als Halter muss man da zurück stehen. Nur Gründe die von den Tieren selbst oder den möglichen Unterbringungsorten draußen ausgehen sind wirklich maßgeblich. Übrigens ist Außenhaltung auch gut für den Halter :smilewinkgrin: Ganz im Ernst - während meiner Außenhalterzeit war ich robust, wenig infektanfällig, wetterfest und außerdem psychisch besser drauf im Winter, weil ich trotz des Wetters regelmäßig dem natürlichen Licht ausgesetzt war ohne dass Fensterscheiben seine positive Wirkung beeinträchtigten. Und ich merke jetzt, dass mir etwas fehlt. Ich glaube ich muss mir allein schon aus gesundheitlichen Gründen irgendwann wieder Nins anschaffen :o Man wird gezwungen, etwas für sein Wohlbefinden zu tun. |
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