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Arha 10.10.2013 14:23

Freilandhaltung bei Abwesenheit
 
Hallo,

ich beschäftige mich gerade intensiv damit, wie unser neu eingezogener Dr. Snuggles nach seiner Kastra-Einzelhaft und mit der noch zu findenden Partnerin dann nach draußen umziehen kann, damit ich mein Arbeitszimmer wieder bekomme.


Fakt ist, es gibt ja mehr oder weniger zwei Varianten, die in Frage kommen:
  • Außengehege mit gesichertem, großem Freilauf
  • Freilandhaltung, kleineres Gehege, dafür den gesamten Garten nutzbar machen
Hier stellt sich mir aber die Frage, wie macht ihr zweiteres, während ihr arbeiten seid? Ist bei euch immer jemand da, der zwischendrin mal nach den Kaninchen schauen kann, während sie mehr oder weniger "frei" im Garten rumhoppeln? Oder geht das nur, wenn immer jemand daheim ist, der sie dann "festsetzen" kann, wenn er zb. einkaufen geht? Bei uns ist es halt so, dass wir beide berufstätig sind, sprich, ca. 8 Stunden am Tag ist keiner von uns zu Hause, das kann auch mal noch länger werden, die Nins wären also so lange unbeobachtet frei im Garten. Auf der anderen Seite: selbst, wenn man zuhause ist, würde man sie ja nicht den ganzen Tag im Garten überwachen?

Ich liebäugele tatsächlich mit der zweiten Variante, weil ich ein Verfechter von "möglichst viel Freiraum für das Tier" bin und auch gerne selbstständige Entscheidungsmöglichkeiten bieten will, ohne zu viel vorzugeben, habe aber Bedenken wegen der langen Abwesenheitszeiten.

Kurzum: mich interessieren eure Erfahrungen zu dem Thema sehr, zumal ich ja noch reichlich Zeit für die Planung und Umsetzung habe, da jetzt vor dem Winter keine Außengewöhnung mehr stattfinden kann.

Lg
Arha

PS: Ich hoffe, ich bin im richtigen Unterbereich gelandet und falls es schon ein Thema mit diesem Inhalt gibt, bitte ich um den Link, ich habe bisher explizit nix gefunden, obwohl ich schon den ganzen Tag lese! :)

Bibi&Tina 10.10.2013 14:35

Interessantes Thema mit dem ich mich momentan auch wieder beschäftige :rolleyes:

Grundsätzlich sind unsere Kaninchen tagsüber mehr oder weniger unbeobachtet. Das sehe ich prinzipiell auch als unproblematisch an. Schwierig wirds nur - bei uns zumindest - im Winter. Da gehen wir aus dem Haus, wenn es noch dunkel ist und kommen oft auch erst im Dunkeln wieder zurück. Da es bei uns Marder und Füchse gibt, will ich die Kaninchen vor allem im Winter (=Futterknappheit bei den Raubtieren) nur im Hellen raus lassen.

Wie würde das denn bei euch aussehen?

janh 10.10.2013 14:36

Ich kann nur sagen,wenn man einmal Ninchen frei im Garten hoppeln,hüpfen und springen gesehen hat,wird man nix anderes mehr wollen ;)
Klar,besteht ein gewisses Risiko bei dieser Art der Haltung.Aber für die Ninchen gibt´s nix schöneres.Das Gelände sollte aber rundum eingezäunt sein und genügend Versteckmöglichkeiten für die Ninchen bieten.
Ich habe meine beiden langsam dran gewöhnt und sie anfangs immer nur für kurze Zeit frei laufen lassen.Mittlerweile lasse ich sie von morgens bis spätnachmittags unbeaufsichtigt draussen.Und es ist nie was passiert.
Minnie z.B. genießt es nachmittags stundenlang unter der Hecke zu sitzen und von da aus die Welt "draussen" unbemerkt zu beobachten.Und jeden morgen,wenn ich sie rauslasse wird erstmal eine Kontrollrunde gedreht,hier und da geschnüffelt und geknabbert und ausgiebig gehoppelt.Ausbruchversuche haben sie keine unternommen.Die wissen schon,wo ihr Revier aufhört und fühlen sich da zuhause.
Für nachts habe ich aber auch ein mardersicheres Gehege,wo ich meine Ninchen dann abends immer einsperre.Das akzeptieren sie aber auch ohne großes Murren.

Lupine 10.10.2013 14:38

Freilandhaltung bei längerer täglicher Abwesenheit würde ich persönlich nur für größere Kaninchen wählen. Sie sind nicht ganz so gefährdet durch Raubtiere wie kleinere Nins. Und gerade im Winterhalbjahr ist man oft ja erst im Dunklen daheim, und zu dieser Zeit sind die Marder dann teils auch schon unterwegs.

Ich habe aus Sicherheitsgründen die Variante eines festen, gesicherten Geheges gewählt und zusätzlich wenn ich da war noch Freilauf angeboten. Bei mir musste dafür allerdings ein steckbares Gehege (ca. 10 zusätzliche qm) herhalten als Jule noch lebte, denn die wäre mir sonst ausgebüxt. Sie war äußerst temperamentvoll und ihr hätten die 100 Gartenquadratmeter die ich bieten kann nicht gereicht. Mein Flummi-Ninchen war eine echte Ausbrecherkönigin. Wuschel und Leo waren eher brav, die konnte man auch so laufen lassen. Obwohl Leo durchaus ein Schlitzohr war :D Nur mein Swiffer-Nin war wirklich brav - oder dusselig, wer weiß? :o

Arha 10.10.2013 14:49

Oho, erst mal danke für eure Antworten, das ging ja echt fix :)

Unser Garten ist eh schon relativ gut eingezäunt, da müsste nur an einigen Stellen noch nachgearbeitet werden. Mit nem guten Pflanzenbuch bewaffnet müsste ich dann auch noch alles schädliche und giftige eliminieren, aber auch das sollte kein Problem sein.

Ein sicheres Gehege für Nachts ist natürlich ein Muss, das wird es auch geben, die Frage ist halt nur, wie groß es dann ausfallen wird, wenn sie eh tagsüber den ganzen Garten nutzen könnten.

Besonders im Winterhalbjahr empfinde ich es auch als schwierig. Morgens könnte man mit einer Zeitschaltuhr am Ausgang lösen, mein Freund ist da Tüftler und Bastler, er hat das auch am Hühnerhaus meiner Mutter so geregelt. Nur abends in der Dämmerung sehe ich dann das Problem, denn da ist es wirklich so, dass wir oftmals erst im Dunkeln wieder daheim sind. Das stellt dann tatsächlich ein Problem dar, das ich wirklich noch gar nicht in meiner Betrachtung einbezogen hatte. Danke, Bibi&Tina für die Gedankenanregung.

Auf der anderen Seite hat janh natürlich auch Recht, ich denke schon, dass die Nins diese Freiheit auf jeden Fall genießen würden, ist ja bei meiner Katze zum Beispiel nicht anders, sie genießt alle Freiheiten der Welt, kann kommen und gehen, wann sie will, aber es bleibt auch da die Gefahr, dass ihr irgendwas passiert. Das kann man bei den Nins dann ja auch nur eingrenzen aber nie ganz vermeiden.

@Lupine: Wo fängt bei dir ein größeres Kaninchen an? Riesenschecken und Co? Snuggles ist zwar kein ganz kleiner Zwerg, aber besonders groß auch nicht. Freilauf dann nur bei Anwesenheit ist halt im Winterhalbjahr auch recht schwierig, da hat man ebenfalls die Dunkelheit als Gegner und kann ja auch nicht stundenlang mit im Garten sitzen.

Letztendlich steht und fällt diese ganze Idee auch damit, wie sich Snuggles und die noch zu findende Freundin dann auch mit meiner Katze vertragen, wenns da schon Probleme geben sollte, kann ich den unbegrenzten Freilauf vermutlich eh abhaken. Wie gut, dass für Überlegungen und Planungen und Tests noch ein paar Monate zeit sind :D

Bibi&Tina 10.10.2013 14:57

Hehe witzig, die Überlegung mit der Zeitschaltuhr hatten wir auch :biggrin:
Aber für das "Abendproblem" ist uns dann eben auch keine Lösung eingefallen. Im Moment leben die Kaninchen noch bei meinen Eltern im Garten und meine Mutter ist bereits in Rente. Da ist das also kein Problem.
Aber für unser Haus im Bau haben wir uns jetzt für die Variante mit dem großen, komplett sicheren Gehege entschieden :rolleyes:

Arha 10.10.2013 15:00

Im Grunde ginge vielleicht auch eine Katzenklappe, chipgesteuert. Aber ich bin mir nicht sicher, ob man Kaninchen auch chippen lassen kann (vermutlich ja) und ob die das dann auch lernen. Müsste man die KLappe so einstellen, dass sie abends dann nur noch in eine Richtung funktioniert und dann braucht man drinnen irgendwie ein Lockmittel, dass die herrschaften reinlockt :)

Ja, für abends dann einen "Schließer" zu haben, ist schon praktisch. Vielleicht könnte ich die Nachbarstochter überzeugen, die liebt Tiere über alles und sittet schon immer unsere Katze, wenn wir mal im Urlaub sind. Aber jeden Abend diese Lösung zu finden, wird auch schwierig. Alternativ könnt ich natürlich auch einfach schwanger werden und dann daheim beim Nachwuchs bleiben :hand: dann gäbe es auch kein Kaninchen-zu-Bett-bring-Problem mehr. (nicht ganz ernst gemeint).

Bibi&Tina: wie groß plant ihr das Gehege denn dann? Und komplett aufrecht begehbar?

Bibi&Tina 10.10.2013 15:03

Ich denke, wenn man auf "Fremde" angewiesen ist, ist das immer so ne Sache mit der Zuverlässigkeit. Da würd ich glaub ich trotzdem ständig wie auf heißen Kohlen sitzen, aus Angst dass es doch mal vergessen wird :blush5:

Hinter unserem Haus bleibt eine Fläche von 6,5 x 5m. Die soll dann komplett gesichert und aufrecht begehbar sein.

Lupine 10.10.2013 15:08

Größere Kaninchen fangen bei mir so ca. bei 3,5 bis 4 Kilo an. Meine Wuschel hatte zu ihren besten Zeiten 2,7 Kilo, das war mir noch etwas zu heikel. Hier gibt es nämlich z. B. Katzen, die Nins gern als Spielzeug missbrauchen würden.

Chip und Katzenklappe wäre eine Überlegung wert - aber man müsste das vermutlich dann kombinieren mit einem Anreiz auch ins Gehege zu gehen. Also quasi die Nins an ein Signal gewöhnen das etwas besonders leckeres jetzt gereicht wird (Haferflocken zum Beispiel), und dann einen Futterautomaten entsprechend ausrüsten. Sozusagen automatisches Kaninchen-einsperren. Irgendwie eine spaßige Vorstellung :D

Arha 10.10.2013 15:10

Okay, bei nem Neubau stell ich mir das einfacher vor, da kann man es direkt von vornherein mit in den Garten einplanen. Unser Garten ist schon sowas von zugebaut und verwachsen, dass wir den Winter über mit rausrupfen und abbauen beschäftigt sein werden. Ich mach mal ein Bild, sobald ich mal im hellen und trockenen daheim bin, damit man sich von den Gegegebenheiten besser ein Bild machen kann.

@Lupine: grins: genauso hatte ich mir das auch gedacht, mit Futterautomat. Setzt natürlich voraus, dass man sie vorher gut auf dieses reingehen kondtioniert hat, aber das klappt ja bei anderen Tieren auch ganz gut. Klar, ein Restrisiko bleibt immer, aber für den Komfortgewinn der Kaninchen würde ich das wohl in Kauf nehmen.

Lupine 10.10.2013 15:12

Denkt bei aufrecht begehbaren Gehegen bitte an die örtlichen Bauvorschriften. Es wäre gar zu ärgerlich, wenn ihr die nicht beachtet und dann aus irgendeinem Grund auffliegt. Sei es Nachbarn die sich über irgendwas ärgern, oder die bei uns in der Gegend alle paar Jahre mal stattfindenden Luftbildauswertungen. Bin mal gespannt was die Nachbarn hier im Neubaugebiet noch alles wieder abreißen müssen, hier stehen eine Menge Carports/Überdachungen und Gartenhäuser an Stellen, wo sie eigentlich nicht stehen dürfen. Besonders die Vorschriften zur Grenzbebauung sind da für manchen schon zum Fallstrick geworden.

april 10.10.2013 15:13

Die Frage hat etwas tief Philosophisches (Wieviel Gefahr mute ich meinen Kaninchen zu), ist hochinteressant und lässt sich pauschal nicht beantworten, weil die Gefahrensituation an einem bestimmten Ort, die Strukturierung des Geländes und der Buddelehrgeiz des Kaninchens nicht überall gleich sind.
Meistens besteht die Gefahr aus Hunden und Katzen, nur sehr selten aus Füchsen oder Mardern, und nur in exotischen Ausnahmefällen aus Greifvögeln. Bei Hunden und Katzen ist die Grösse der Kaninchen de facto ganz egal; bei allen anderen Gefahren spielt sie eine gewisse Rolle, nur spielen diese Gefahren selbst bei der Diskussion um stundenweisen Gartenfreilauf meistens keine grosse Rolle.
Wenn man die Kaninchen unbeaufsichtigt (und "nicht im Garten sitzen" ist de facto: Unbeaufsichtigt) im Garten laufen lässt, dann sollte prinzipiell ein Schutz vor solchen Feinden vorhanden sein. Also entsprechende Häuschen, Versteckmöglichkeiten oder Gehegezugänge einrichten, dann haben es die Kaninchen leichter, vor einer Gefahr abzuhauen.

Jedoch - hilft auch nur eingeschränkt. Bei sehr grossen Kaninchen, etwa französische Widder, Schecken und so, kann da, wo ein Kaninchen rein kann, auch ein Fuchs, ein Marder oder eine Katze hinein (wobei die Gefahr durch die Katze bei dieser Grössenordnung ein einmaliger Biss ist, nicht die Tötungsabsicht, Nachstellen, in den Bau eindringen usw.). Für sehr kleine Kaninchen kann eine Europalette mit geschlossener Decke bereits die sichere Lösung sein.
Leider, leider können sich die Kaninchen in solchen Strukturen natürlich auch abends verstecken, wenn sie in's Nachtgehege sollen ;)

Und dann können sich die Kaninchen noch einen Bau graben, sagen wir: während Deiner Teamsitzung, und dort können sie sich ebenfalls verschanzen - gegen Feind und Nachtgehege.

Ich habe sehr viele Hunde in der Umgebung, meine eigenen vier Katzen, Füchse in der Scheune über die Wiese und irgendwo saust ein Marder herum. Ich mache dennoch Gartenfreilauf (und tagsüber sitzt niemand im Gehege), drumherum ist ein ein Meter hoher Zaun, die Kaninchen haben zwei Eingänge in's Gehege und dort massenhaft Versteckmöglichkeiten. Mir ist das Risiko bewusst, ihnen nicht; sie geniessen einfach die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten und die grosse Freiheit.
Wobei es eine Einschränkung gibt: Im Winter, wenn es spät hell und früh dunkel wird, müssen sie leider im relativ sicheren Gehege bleiben. Eben wegen der Gefahren Fuchs und Marder lasse ich sie nach Möglichkeit nicht im Dunkeln frei im Garten laufen. Ihre Chancen würden in's Bodenlose sinken.

april 10.10.2013 15:14

Zitat:

Zitat von Arha (Beitrag 566588)
Im Grunde ginge vielleicht auch eine Katzenklappe, chipgesteuert.

Wenn es auf der Flucht schnell gehen muss, geht die Klappe nicht schnell genug auf. Das würde ich nicht riskieren.

Arha 10.10.2013 15:18

@Lupine: bei den Bauvorschriften bin ich vom Fach, da würde also alles bedacht werden. Aber du hast schon recht, das muss man mitbedenken. Die können nämlich örtlich auch sehr unterschiedlich sein.

@April: auch interessante Gedanken die sich mit meinen decken. Restrisiko bleibt egal bei welcher Haltungsform, man muss es für sich ja abwiegen. Und die Katzenklappensteuerung wäre nur für das gezielte abends reingehen. "Draussen" sollten sie natürlich auch noch die angesprochenen "sicheren verstecke" bekommen, die sie schnell aufsuchen können, allerdings für abends dann eben den "weggeschlossenen". Das klingt irgendwie blöd, aber vielleicht versteht man, was ich meine?

Benny 10.10.2013 15:29

Meine leben auch im 200qm großen Garten mit gesichertem Nachtgehege. Morgens dürfen sie Winter wie Sommer um 6.00 Uhr (am WE etwas später) raus. Abends müssen sie ins Gehege, sobald die Dämmerung kommt.

Du könntest ein großes, gesichertes Gehege bauen und den Garten auch sichern. Unter der Woche dürfen sie halt dann im Winter nicht in den Garten, sondern nur am WE, wenn ihr zuhause seid. So kannst du sie bei Dämmerung einsperren. Und von Frühjahr bis Herbst können sie ganztags auch den Garten benutzen, denn da ist es ja länger hell.

april 10.10.2013 15:38

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 566610)
Und von Frühjahr bis Herbst können sie ganztags auch den Garten benutzen, denn da ist es ja länger hell.

Da haben Fuchs und Marder auch besseres Nahrungsangebot :D

Bibi&Tina 10.10.2013 15:38

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 566599)
Denkt bei aufrecht begehbaren Gehegen bitte an die örtlichen Bauvorschriften. Es wäre gar zu ärgerlich, wenn ihr die nicht beachtet und dann aus irgendeinem Grund auffliegt. Sei es Nachbarn die sich über irgendwas ärgern, oder die bei uns in der Gegend alle paar Jahre mal stattfindenden Luftbildauswertungen. Bin mal gespannt was die Nachbarn hier im Neubaugebiet noch alles wieder abreißen müssen, hier stehen eine Menge Carports/Überdachungen und Gartenhäuser an Stellen, wo sie eigentlich nicht stehen dürfen. Besonders die Vorschriften zur Grenzbebauung sind da für manchen schon zum Fallstrick geworden.

Bei uns soll es nur einen kleineren geschützten Bereich geben (mit entsprechender Überdachung) und der Rest dann eben "nur" mit Draht gesichert.

Lupine 10.10.2013 15:44

Zitat:

Zitat von Benny (Beitrag 566610)
Meine leben auch im 200qm großen Garten mit gesichertem Nachtgehege.

Deine sind auch eine Größenklasse wo eine Katze vermutlich lieber das Weite sucht :D

Benny 10.10.2013 15:48

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 566620)
Deine sind auch eine Größenklasse wo eine Katze vermutlich lieber das Weite sucht :D

Die beiden Widder haben am Schluß auch so gelebt. ;)

Unser Garten ist allerdings von keiner Seite einsehbar, da er rundum durch eine Thujenhecke geschützt ist:

Hier mal ein Foto, da kann man die "Umzäunung" des Kaninchengartens sehen. Rechts, wo man die Gehwegplatten sieht, steht parallel zur Hecke das Haus:

http://abload.de/img/dscn328132srr.jpg

april 10.10.2013 15:56

Zitat:

Zitat von Lupine (Beitrag 566620)
Deine sind auch eine Größenklasse wo eine Katze vermutlich lieber das Weite sucht :D

Hat mit der Gefährlichkeit von Katzen nichts zu tun - eine verunsicherte oder sich bedroht fühlende Katze beisst auch bei einem 6-kg Kaninchenapparat, der dann eine krasse eitrige Entzündung abbekommt und Gliedmassen verlieren könnte - so bei mir passiert.

janh 10.10.2013 16:09

Zitat:

Zitat von Arha (Beitrag 566583)
Mit nem guten Pflanzenbuch bewaffnet müsste ich dann auch noch alles schädliche und giftige eliminieren, aber auch das sollte kein Problem sein.

In diesem Punkt haben sich meine anfänglichen Bedenken nicht bestätigt.ich achte nur drauf,dass keine hochgiftigen Pflanzen im Garten wachsen,die schon bei einmaliger,geringer Aufnahme tödlich sein können.
Meine Ninchen erkennen Giftpflanzen instinktiv.Tomate und Buchsbaum z.B. interessieren sie erst gar nicht und werden links liegen gelassen.Wobei ich im Moment beobachte,dass sie an einige schwachgiftige Pflanzen gezielt rangehen wie Efeu und Fliederbusch.Warum weiss ich nicht.Das hängt irgendwie mit dem nahenden Winter zusammen.
Und andererseits futtern sie auch viele Sachen,wo ich selbst nie auf die Idee gekommen wäre,dass ihnen das schmecken könnte.Jdenfalls haben sie durch den Gartenfreilauf jetzt viel mehr Auswahl an Pflanzen.
Und wieder andere Pflanzen mussten wir einzäunen,um sie vor den Ninchen zu schützen.Sonst hätten wir jetzt keine Erdbeerpflanzen mehr.Auch Blumen werden gerne mal angeknabbert,vom Kräuterbeet ganz zu schweigen :rolleyes:

Schneehäschen 10.10.2013 16:17

Zitat:

Zitat von april (Beitrag 566600)
Ich habe sehr viele Hunde in der Umgebung, meine eigenen vier Katzen, Füchse in der Scheune über die Wiese und irgendwo saust ein Marder herum. Ich mache dennoch Gartenfreilauf (und tagsüber sitzt niemand im Gehege), drumherum ist ein ein Meter hoher Zaun, die Kaninchen haben zwei Eingänge in's Gehege und dort massenhaft Versteckmöglichkeiten. Mir ist das Risiko bewusst, ihnen nicht; sie geniessen einfach die vielen Beschäftigungsmöglichkeiten und die grosse Freiheit.

Ich muss da april und janh Recht geben. Hat man einmal ein Kaninchen im Garten springen sehen, möchte man es am liebsten nie wieder einsperren müssen.

Tagsüber haben meine Kaninchen viel Freilauf, was aber nicht wirklich sicher (vor "Einbrechern") ist. Ein ca. 90cm hoher Zaun ist die Umgrenzung.
Hier gibt es Katzen, Hunde, auch einen Fuchs und einen Marder.
Doch ich gehe dieses Risiko ein. Die Nins sind so glücklicher und viel ausgeglichener.
Zudem haben sie sehr viele Versteckmöglichkeiten.

Leider ist dieses Risiko manchmal zu hoch....vor nicht allzu langer Zeit kam ein Jagdhund in das Tagesgehege und nahm einem meiner Kaninchen das Leben.
Die anderen haben sich in ihrem Bau versteckt, wo der Hund natürlich nicht reinkam.

Doch ich lebe weiterhin mit diesem Risiko und würde ihnen den Freilauf nie wieder nehmen wollen :o

Sarabi 10.10.2013 16:30

Meine Kaninchen haben auch ein Mardersicheres Nachtgehege und täglich Freilauf im Garten.
Der Freilauf ist zu 3/4 der Fläche von oben durch einen großen baum "gesichert", Die Gitterelemente die die Fläche abstecken sind nur 90cm hoch. Grabschutz wurde an den Rändern angebracht. Unser Garten ist für andere Hunde nicht zugänglich (2m hoher, blickdichter Zaun), Füchse habe ich zum Glück hier noch nie gesehen, Katzen werden von meinen Hunden "sehr freundlich" begrüßt :blush5: also kann man (fast) sagen in unseren Garten kommen keine Katzen mehr. Jetzt bleibt nur noch das Thema Marder. Ja bei uns gibt es Marder (wie fast überall), dennoch gebe ich meinen Kaninchen von morgens 6:00-6:30 bis abends 21:30Uhr diesen Gartenauslauf. Meine Emma (Collie) saß im Sommer immer! vor dem Kaninchengehege und hat bewacht, jetzt seit es kalt ist möchte sie doch gerner in die warme Stube :rolleyes:

Hmmm... das Marderproblem bleibt und ein gewisses Risiko ist immer aber ich möchte diese "Freiheit" meinen Kaninchen nicht nehmen. Das Einzige was ich warscheinlich jetzt ändern werde sind die Zeiten in denen sie rausdürfen, damit das Risiko eines Übergriffes gesenkt wird.

Liebe Grüße

suntrek 10.10.2013 17:01

Ich lasse sie auch tagsüber frei im Garten laufen. Nachts dann alle 5 (von 1,5kg-4,5kg alles dabei) ins 7m² Nachtgehege.
Dazu habe ich mich entschlossen obwohl wir direkt nebenan einen Jagdhund (Münsterländer meien ich) haben. Das gute ist die Nachbarn sind wirklich freundlich und haben extra schon total gut abgesichert. So das er zwar rüber kommen will, aber nicht kommt.
Sobald ein kaninchen im Beet zu diesen Nachbar sieht und von weiten es hört, meistens Josefine, klopft sie sofort mehrfach los. Danach laufen alle zu einer bestimmten Stell ein den Garten und wachen dan gemeinsam. Zur Not wird in ein sicheres versteck geflüchtet.

Auch 2kg Kaninchen müssen nicht von einer Katze verletzt werden sondern andersrum. vor ein paar Wochen hat Molly hier erst eine Katze verprügelt.

Arha 10.10.2013 17:52

Benny, so ähnlich würde ich mir das bei uns auch vorstellen, wir müssen aber den garten auch erst noch richtig aufräumen.

Ich freue mich wirklich darüber, dass hier so ein reger Austausch zu dem Thema entsteht, das bringt mir viele, viele Anregungen, wie das ganze hier ablaufen könnte zukünftig. Fremde Hunde sehe ich gar nicht als Problem an, die haben keinen Zugang zu unserem Garten. Katzen sind da schon eher das Problem, die kommen einfach leichter über sämtliche Zäune, Bäume, usw. Allerdings haben wir ja eine eigene Katze, die ihr Revier verteidigt, und ich denke, sofern sie mit den Kaninchen kein Problem hat, würde sich das von selbst regeln.

Füchse habe ich hier so direkt auch noch nicht gesehen, allerdings gibts reichlich Marder, dagegen müssen die guten dann wirklich nachts gut abgesichert sein. Tagsüber besteht zwar auch eine gewisse Gefahr, aber die hält sich in Grenzen. Das schwierige ist bei Mardern ja, dass die, wenn sie in den Stall geraten, so eine Art Blutrausch bekommen können und sich nicht nur ein Kaninchen holen sondern alle. Wir hatten das einmal bei unseren Hühnern, als die noch nicht ordentlich gesichert waren. Das möchte ich, ehrlich gesagt, nicht noch mal erleben. Seither gleicht der Hühnerstall einem Fort Knox, allerdings ist bei Hühnern ja auch der Vorteil, dass sie von sich aus schlafen gehen, sobald es dunkel wird. Kaninchen kann man dementsprechend nicht dressieren, oder?

Wow, 21.30 erst rein, dann wären die ja nach mir im Bett :) Ich muss morgens um vier aufstehen...

Benny 10.10.2013 18:09

Die Gitter vor der Thujenhecke stehen übrigens nicht dort, damit sich die Kaninchen nicht vergiften können, sondern die stehen dort, damit sie meine Hecke nicht killen, denn die wurde letzten Winter als Schnee lag und die Wiese bedeckt war, ziemlich in Mitleidenschaft gezogen.
Daher musste ich die Hecke vor den Kaninchen schützen und nicht die Kaninchen vor der Hecke.:rofl:

Ich habe meinen Kaninchen "antrainiert", dass sie ins Gehege kommen, wenn ich mit der Haferflockendose klappere. Haferflocken gibt es ausschließlich abends beim Einsperren. Das funktioniert super.

hasis2011 10.10.2013 19:32

Meine Kaninchen laufen auch tagsüber frei im Garten, das ganze Jahr über, auch wenn ich arbeite. Ich lass sie, je nachdem ob ich arbeite oder daheim bin, um 5.00 oder 7.00 Uhr raus und Abends sperre ich sie etwa um 21.30 Uhr wieder ein. Im Winter ist es in der früh und am Abend schon dunkel, raus lasse ich sie aber trotzdem.

Ich hab aber Riesen zw. 6-8 Kilo, da ist die Gefahr weit geringer als bei Zwergen. Seit einem Jahr hab ich einen Zwergwidder, da mache ich mir natürlich schon etwas Sorgen, aber er ist sehr wachsam und hat viele Versteckmöglichkeiten.

gerti 10.10.2013 19:44

Unsere Kaninchen sind zwischen 1,8 kg und 2,5 kg schwer. Ich hatte auch erst Schiss vor freier Gartenhaltung, weil bei uns tatsächlich schon kleine Kaninchen Beute einer Main Coon Katze 9kg Modell gefressen wurden. Auch unsere Meerschweinchen um die 1kg waren sehr schmackhaft.
Aber zum Glück ist außer einem Hüftbiss bei einem Kaninchen den ich behandeln lassen musste und länger spülen nichts mehr passiert. Meerschweinchen dürfen nur noch in Alcatraz sein.
Die Kaninchen dürfen morgens raus und wenn es düster wird müssen sie wieder ins sichere Gehege rein. Daran haben sie sich schon ganz gut gewöhnt. Ab und zu bleibt mal wieder einer in einem sehr guten Versteck und sitzt dann in der früh einsam im Garten....aber dafür wird dieses Kaninchen dann am nächsten Tag der erste sein :D. Ab und zu vergessen wir die Kaninchen und müssen sie dann im Dunkeln mit den Taschenlampen reinschicken. Aber grundsätzlich würde ich sie abends vor der Dunkelheit ins "Bettchen" schicken ;).
Wichtig ist nur, dass Du Dich mit der Gestaltung Deines Gartens nach Kaninchenart abfindest oder halt wichtige Pflanzen eingitterst. Unsere Pflanzhügel sind inzwischen Blumen und Staudenfrei und mit Buddellöchern verziert :). Aber wir haben lauter glückliche ausgeglichene und super sportliche Kaninchen. Und Unkrautpflücken fand ich eh sch...., jetzt gibt es keins mehr :D. Auch der Rasen braucht keinen Rasenmäher und Dünger mehr, wird alles von den Kaninchen erledigt!

janh 10.10.2013 20:20

welcher Rasen? :rofl:

Nee,ganz so gefräßig sind sie denn doch nicht.Aber wenn mein Papa sieht,dass sie seine Rosen angeknabbert haben :eek:

hasis2011 10.10.2013 20:26

Zitat:

Zitat von janh (Beitrag 566705)
welcher Rasen? :rofl:

Nee,ganz so gefräßig sind sie denn doch nicht.Aber wenn mein Papa sieht,dass sie seine Rosen angeknabbert haben :eek:

Sag ihm das ist der notwendige Winterschnitt.:smilewinkgrin:

Keks3006 10.10.2013 23:52

:rofl:

Ich finde Gartenfreilauf klasse. Plan das Gehege trotzdem groß genug, dann brauchst du im Winter kein so schlechtes Gewissen haben, wenn sie nur am Wochenende raus dürfen. Evtl. habt ihr auch jemanden in der Nähe, der das Einsperren hin und wieder für euch übernehmen könnte?

Ich habe auch zwei Katzen, die großen Respekt vor den Kaninchen haben und brav vor ihnen zurückweichen. Weil das Größenverhältnis zwischen Kaninchen und Katzen hier recht ausgeglichen ist, kommen die Katzen in jeden Winkel, in dem sich die Kaninchen verstecken könnten. Sie gehen auch durch den Kanincheneingang ins Gehege und legen sich in die Schutzhütte... Bisher ist trotzdem absolut nichts passiert. Die Nachbarkatze saß auch schon zwischen den Kaninchen, war aber auch sehr schüchtern dabei. Mittlerweile hat sie wohl das Interesse verloren.

Hunde reagieren interessanter Weise nicht auf die Kaninchen, solange sie sie nicht sehen (Sichtschutz am Zaun).

Ninnifreak 11.10.2013 00:09

Ich finde es toll Kaninchen frei zu halten nachbuchstabiere Suchmaschine seit Jahren und auch nich nie Probleme gehabt obwohl der Gärten nicht richtig eingezäunt is. Im Winter wird's echt schwierig weiß auch noch nich wie ich das mache. Viel Glück und lg. :-)

hasis2011 11.10.2013 00:15

Zitat:

Zitat von Ninnifreak (Beitrag 566781)
Ich finde es toll Kaninchen frei zu halten nachbuchstabiere Suchmaschine seit Jahren und auch nich nie Probleme gehabt obwohl der Gärten nicht richtig eingezäunt is.

:confused:Hast du heute schon was getrunken?:p

Arha 11.10.2013 06:30

:D

Guten Morgen,

so, gestern habe ich mal versucht, die doch sehr neugierige Katze mit ins Kaninchenzimmer zu lassen - ohne Erfolg. Solange die Türe zum ZImmer gschlossen bleibt, ist das Interesse wahnsinnig groß, aber als ich Dr. Snuggles dann eh mal kurz im Käfig hatte, um besser sauber machen zu können und die Türe aufstand, sprich, die Katze hätte reinkommen können, blieb sie doch lieber sicherheitshalber jenseits der Türschwelle sitzen. Hab sie dann mal reingetragen und so schnell hab ich sie schon lange nicht mehr flüchten sehen ;) Snuggles hat gar nicht reagiert. Einen positiven Effekt hatte das ganze dennoch: die Katze ist mir den restlichen Abend und die ganze Nacht nicht mehr von der Seite gewichen (in den letzten Wochen und Monaten war ich nur noch als Futtergeber interessant). Ich hoffe mal, dass sich daraus kein Konflikt bzw. Eifersüchteleien entwickeln, denke mal aber, das wird harmlos von statten gehen.

Mein Freund und ich haben gestern auch noch mal abends heiss das Thema diskutiert und am Ende kommt wohl bei raus, dass das normale Gehege eh recht groß werden wird, da er eine maximale Gruppengröße von 5 Kaninchen anstrebt :p Ich sags euch, dauert nicht lange, und wir haben nen ganzen Zoo.

Und was meine Pflanzen im Garten anbelangt, ich hab kein Problem, das alles mit den Kaninchen zu teilen. Hat jemand von euch schon mal Hühner gehalten? Dagegen sind Kaninchen-Fraß und Buddeleien harmlos :rofl: Außerdem: alles, was sie abfressen, muss ich dann nicht mehr abschneiden. Rasenmäher adé?

Lupine 11.10.2013 09:06

Klasse, noch 4 weitere Fellnasen denen ein paradiesisches Leben bevorsteht :thumbsup::thumbsup::thumbsup:

@ april: Natürlich hast du Recht mit dem Einwand dass auch größere Nins von einer Katze fies verletzt werden können. Einem Winzling von knapp 1 Kilo würde sie aber weit schneller den Tod bringen als einem 6-Kilo-Nin. Die Gefahr einer tödlichen Verletzung sinkt mit zunehmender Größe des Kaninchens.

Ninnifreak 11.10.2013 10:18

Also den Rasenmäher Würde ich erstmal behalten. Ich war NICHT betrunken aber Au meinem Handy is sone blöde autokorrektur!!!! Meine Hühner sind nich so schlimm wie die Ninnis. Aber meine Nins sind auch buddelwütig. Was habt ihr euch für ne Zusammenstellung mit 5 Kaninchen überlegt?

Lupine 11.10.2013 11:23

Zitat:

Zitat von Ninnifreak (Beitrag 566837)
Ich war NICHT betrunken aber Au meinem Handy is sone blöde autokorrektur!!!!

Das kenne ich, diese Autokorrekturen sind echt eigensinnig. Ist manchmal sehr lustig was da alles bei rauskommt :rofl:

Rasenmäher würde ich auch behalten - meine Nins haben vorzugsweise das "Unkraut" aus dem Rasen gefressen, und einen großen Teil vom Gras selbst stehen gelassen. Nur die groben, längeren Halme waren meist sehr beliebt - keine Ahnung was für eine Gräsersorte das war, da kenne ich mich nicht aus.

hasis2011 11.10.2013 15:45

Wenn du fit bist mach es so wie ich, die Wiese im Garten wachsen lassen, mit der Sense mähen und trocknen, so hat man tolles Heu für den Winter.:wink5:

Arha 11.10.2013 18:21

Wirst lachen, hab bei meiner Mutter schon angekündigt, dass ich die Sense mitnehmen will :) allerdings sind meine letzten Sensenerfahrungen schon laaaaange her und soweit ich mich dunkel erinnere, würde ich dann den Buddellöchern der Kaninchen Konkurrenz machen. Aber probiert wirds auf jeden Fall.


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