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es2203 17.07.2013 20:16

meine Maja büchst aus und verletzt mich dann
 
Hallo ihr Lieben. Ich hoffe ihr könnt mir helfen,


ich habe viele Threads gelesen aber nicht das richtige gefunden.

Mein Problemfall ist Maja. Sie ist jetzt ca 1 Jahr bei mir, also ca. 1 1/4 Jahre alt. Sie war schon immer sehr dominant. Drängelte sich immer beim Essen vor und weist Lou und Nelly öfter zurück. Sie verstehen sich aber alle drei sehr gut. Ich habe alle in den Urlaub zu meinen Eltern mitgenommen. Dort hatten sie zuerst ein kleinen Käfig und ein großes Freilaufgehege daran (24h). Es war EIGENTLICH ausbruchssicher. Von oben gut gesichert und alles mit Kabelbindern sehr fest gemacht. Dort ist sie...wie auch immer....rausgekommen. Sie lief dann im ca. 100 qm großen Garten frei rum. Das gute war, dass sie selber zu mir gekommen ist. Dann musst ich sie schnell packen, woraufhin sie mich am Arm verletzte. Sie hat mich nicht gebissen, aber so heftig gekratzt dass ich geblutet habe. Jetzt haben wir alle umgesiedelt. Haben einen 6 qm großen Zwinger (24h) umgebaut und Kaninchendraht verbaut, von oben eine Plane die über das ganze Gehege reicht festgemacht und alles sehr sicher gemacht. Vorhin ist sie WIEDER irgendwie rausgekommen. Ich kann es mir einfach nicht erklären wo sie rauskommt. Diesmal lief sie im ca. 50 qm großen Innenhof. Sie kam heute nicht auf mich zu.......Als ich sie greifen konnte verletzte sie mich wieder so, dass ich geblutet hab. Ich weiß nicht was ich machen soll......Sie hat genug freilauf, hat viele Beschäftigungsmöglichkeiten, ist nicht allein, bekommt gutes Essen...Keine Ahnung. Ich werd richtig böse wenn ich sie wieder einfangen muss und habe darauf einfach keine Lust und hab keinen Nerv dafür. Habe Angst ihr aus der Situation heraus dann wehzutun und mir kommt dann immer der Gedanke, dass ich sie weggeben will. Das tut mir natürlich im nachhinein sehr weh, aber ich weiß einfach nicht was ich tun soll.....
Könnt ihr mir helfen???

janaundeddy 17.07.2013 20:22

Kann es sein, dass sie sich unten durch gebuddelt hat?

gerti 17.07.2013 20:23

Da würd ich mir einen Kescher bauen oder besorgen ;). Damit kannst Du sie dann einfangen ohne dass Du davor Angst haben musst. Oder Dur ziehst Dir Arbeitshandschuhe an, aber da sind dann auch die Unterarme frei. Unsere Gewitterwolke konnte man auch nur so fangen, sie hatte so starke Krallen, dass man immer gleich ein paar Millimeter tiefe Schlitze hatte :(
Gut wär halt, wenn Du rausfindest wo sie rauskommt! Irgendwo muss ja eine Lücke haben.

es2203 17.07.2013 20:24

Zitat:

Zitat von janaundeddy (Beitrag 534222)
Kann es sein, dass sie sich unten durch gebuddelt hat?


Nein, dass hätt ich ja gesehen ;)

es2203 17.07.2013 20:26

Zitat:

Zitat von gerti (Beitrag 534223)
Da würd ich mir einen Kescher bauen oder besorgen ;). Damit kannst Du sie dann einfangen ohne dass Du davor Angst haben musst. Oder Dur ziehst Dir Arbeitshandschuhe an, aber da sind dann auch die Unterarme frei. Unsere Gewitterwolke konnte man auch nur so fangen, sie hatte so starke Krallen, dass man immer gleich ein paar Millimeter tiefe Schlitze hatte :(
Gut wär halt, wenn Du rausfindest wo sie rauskommt! Irgendwo muss ja eine Lücke haben.

Ja muss ich mal beobachten....Und ich hatte auch später auch Handschuhe an, aber anfang must ich so schnell reagieren, dass ich gar keine Zeit dafür hatte, mir welche zu holen....

es2203 18.07.2013 06:48

Grade eben mussten wir sie wieder einfangen.... toll um die uhrzeit....wir haben jetzt gesehen wie sie rausgekommen ist. so jetzt ist halt die große frage was nun..... wir fahren samstag zurück und nehmen sie natürlich wieder mit nach hause. ich hab aber jetzt angst dass sie überall n weg findet um abzuhauen. zu hause auch.... im moment fällt es mir wirklich seehr schwer sie lieb zu haben. das einzige was mich jetzt noch mit ihr "verbindet" ist, dass ich sie von klein auf groß gezogen hab... :(:(:( manno

W.Rabbit 18.07.2013 07:02

Na ja, sie kratzt dich schonmal nicht aus Absicht. Sie will sich eben Freistrampeln und nicht angefasst werden. Was meinst du... unser Tierarzt war auch fast im Krankenhaus, unsre hat ihm als wir hinmussten den halben Unterarm aufgeschlitzt, und das nicht gerade oberflächlich.

Du musst es irgendwie hinkriegen, das zu sichern. Ich hab auch so ein Kaninchen, dass gerne ausbüchst. Eigentlich sogar alle beide... habe eben auch nicht richtig aufgepasst beim Zuschieben der Absperrung und dann war ne Lücke da und schon haben sie beide im Schlafzimmer gehockt und die Ecken umgegraben...:rolleyes:
Sie versuchen es immer wieder.

Aber auch so. Ist das denn Mardersicher? Du hast sie als Tag und Nacht draußen und das alles ist mit Planen gesichert. Aber das Gitter und am Boden, ist das echt sicher? Da fände ich es ziemlich gefährlich, die nachts draußen rumlaufen zu lassen.

Und nimm das ganze nicht so schwer. Wenn du siehst, wo dein Gehege einen "Fehler" hat, mach es dicht und guck dann, wie es läuft. Eventuell schafft sie es noch ein paar Mal, aber irgendwann hast du ihr alle Möglichkeiten versperrt.
Unsre hassen Gitter auch, glaube meine würde da auch ständig drüberhopsen.. am Anfang war das ein ziemlicher Ärger.
Aber man übersteht es :o

Pinkie 18.07.2013 07:27

Wenn sie immer wieder ausbricht hat sie wahrscheinlich zu wenig Platz und das Gehege ist nicht gesichert.
Verletzten wird sie dich nicht absichtlich. Wenn ich meine nicht mehr "Lieb haben" würde wenn ich sie hochnehmen muss und sie sich wehren, mit dabei kratzen, dann hätte ich wahrscheinlich keine Kaninchen mehr.
Kaninchen sind nun mal keine Kuscheltiere die sich gerne hochnehmen lassen.

Lupine 19.07.2013 08:43

Meine Jule war auch so eine Ausbrecherin, meine Mutter bekam es zu spüren während der Urlaubspflege. Ich weiß wie ich darauf reagiert habe, und ich weiß wie meine Mutter darauf reagiert hat - und darum verstehe ich nicht, warum du deine Ausbrecherin nicht mehr lieb hast. Das macht mich sehr traurig.

Jule war ein unglaublicher Clown, ein so intelligentes Kaninchen! Sie war sehr selbstständig, und auch sehr bewegungsfreudig. Und ich vermisse sie unendlich und hätte so gern mehr als knappe 4 Jahre Zeit mit ihr verbracht.

Meine Mutter hat mir, als ich aus dem Urlaub zurück war, eine Geschichte übergeben - ihre Erlebnisse als Nin-Urlaubs-Mama. Diese Geschichte gehört mit zu meinen liebsten Erinnerungen an Julchen, sie ist mit so viel Liebe geschrieben, trotz übler blauer Flecken beim Versuch das ausgebüxte Julchen wieder einzufangen. Und nachdem ich mich von den Schilderungen erholt hatte (es war mir schon wirklich unangenehm dass meine Mum so viele Scherereien mit meinen Nins hatte) und meine Mutter mir glaubhaft versicherte, das den Nins nicht übel genommen zu haben, habe ich mehr als einmal sehr herzlich über die Geschichte gelacht.

Die Ausbrüche erfolgten übrigens nur bei meiner Mutter, wo die Nins in einem handelsüblichen Gitterelementegehege mit Netzabdeckung im Gartenhaus untergebracht waren.

Denn aus einem mardersicheren Gehege kommt kein Nin raus - nicht Julchen, und sicher auch nicht deine Ausbrecherin. Es kommt also nur darauf an, dass du dein Kaninchengehege mardersicher machst. Das geht, wie ich bewiesen habe, und wie so viele Außenhalter hier immer wieder beweisen.

Du solltest dir eines klar machen: Kaninchen sind sehr individuelle Charaktere. Sie sind weder Deko-Gegenstände noch sind sie Kuscheltiere. Sie sind eigenständig, intelligent und eigensinnig. Das eine mehr, das andere weniger. Sie haben eigene Ideen! Jeder kann von jedem seiner Kaninchen eine sehr typische Eigenart nennen, da bin ich absolut überzeugt davon.

Nimm deine Ausbrecherin an als das was sie ist: extrovertiert, intelligent und bewegungsfreudig. Du hast nur deshalb keine Beziehung mehr zu ihr, weil sie nicht deinen Vorstellungen von einem Kaninchen entspricht, nämlich lieb und nett anzusehen im Gehege zu sitzen und keine Scherereien zu machen. Das passt aber auf die allerwenigsten Kaninchen - ich würde bei einem solche Nin echt misstrauisch werden, ob es auch gesund ist, ehrlich gesagt. Meine hatten alle ihre individuellen Macken :o

Versuche, sie einmal ganz neu kennenzulernen. Was will sie? Sie darf doch ihren eigenen Willen haben, und sie zeigt dir sogar sehr deutlich was sie braucht um sich gut zu fühlen: Platz zum austoben, und Beschäftigung. Biete ihr beides, und wenn du genau hinschaust dann wirst du merken, dass es gerade diese Nins sind, die am meisten mit ihrem Menschen kommunizieren! Lerne sie WIRKLICH kennen - und du wirst feststellen, WIE intelligent sie ist. Sie "redet" mit dir, ist dir das klar? Sie versucht dir zu sagen, was sie möchte.

Und mach dein Gehege ausbruchsicher, dann bleibt sie zwangsläufig da wo sie hingehört ;) Aber vergiss darüber nicht, dass sie sich austoben können muss.

Lupine 19.07.2013 09:05

Damit du mal eine Vorstellung davon bekommst, wie liebevoll dieser Text geschrieben wurde, der Jule charakterisiert, hier ein paar Auszüge. Vielleicht bringen sie dich zum nachdenken:

Zitat:

Aufgabe:

Wie schafft man es, Oma als „Urlaubs-Karnickel-Sitter“ ohne größere physische und psychische Schäden (an der Oma!) durch die Zeit der Kaninchen-Pflege zu bringen?

Lösungsvorschlag:

1. Erfreue Dich an dem Anblick der fröhlichen 3 Kaninchen in ihrem Urlaubs-Domizil in Eurer Hütte. Es ist schön zu sehen wie sie sich dort wohl fühlen. Genieße diese Augenblicke sehr, denn es kann noch ganz anders werden! Noch sind sie ein wenig schüchtern.

...

5. Suche Jule.

6. Wenn Du sie siehst, überlege wie Du sie ins Gehege zurückbringst bzw. wie Du sie fangen kannst.

7. Als leichteste Übung kannst Du eines der Türchen des Geheges öffnen und hoffen, dass Jule hinein hüpft ohne dass Leo und Wuschel heraus hüpfen. (Manchmal sollen innige Gebete in Erfüllung gehen!) Sollte dies also – wider Erwarten – geglückt sein, freue Dich ganz doll – sieh aber sofort nach, wo Jule ausgebrochen ist.

8. Bevor Du den Fluchtweg entdeckt hast, lass Dir von Jule vorführen, wie sie das gemacht hat. (Sie hat ein Loch in das Abdeck-Netz über dem Eckhäuschen geknabbert.) Beobachte sie so gelassen wie möglich, wie sie auf der Kommode herumhüpft. Weil Du sie daran hindern willst, alle Gegenstände dort umzuwerfen, klemmst Du Dich in den Spalt zwischen Gehege und Tisch und erwischt Jule, als sie die Tempo-Taschentücher-Box zerpflücken will.

9. Oma, Du hast Dir zwar nun ein paar dicke blaue Flecken eingefangen, aber auch Karnickel Jule. Gut gemacht!

... (Schilderung der nächsten Tage inclusive weiterer Ausbrüche :D)

42. Nimm Dein Herz in beide Hände, als Du morgens bei Deinem Blick durch das Hüttenfenster keines der Kaninchen durch das Gehege sausen siehst. Dieser Frieden ist Dir unheimlich – Du kennst ihn noch aus den Anfangstagen, wenn Jule nicht im Gehege war. Atme erleichtert ganz tief durch, als Du Jule trotzdem innen entdeckst – sie war wohl nur noch nicht richtig wach. Alle 3 Karnickel haben einen guten Appetit und Du kannst frohgemut zum Haus zurückkehren und nun auch für die Menschen Frühstück vorbereiten.

Der eigentliche Text ist viel länger, aber diese wenigen Ausschnitte zeigen, wie lieb selbst meine Mutter Jule hatte, obwohl sie sie nur zur Urlaubszeit in ihrer Nähe hatte.

Vielleicht bringt es dich ja zum nachdenken - der Fehler liegt nicht bei deiner Ausbrecherin.

aliena 19.07.2013 09:56

Da hilft wirlich nur: Gehege ausreichend groß machen (6qm für drei Kaninchen in Außenhaltung ist zu klein!) und dann ordentlich sichern. Es sollen ja nicht nur die Kaninchen im Gehege bleiben, sondern Feinde sollen auch nicht hineinkommen. Wo ein Kaninchen herauskommt, kommen Marder und Füchse auch rein. Also unbedingt ordentlich sichern!

Solltest du sie dennoch einmal wieder einfangen müssen: Treibe sie ruhig in eine Ecke und sperre sie dort mit Gehegeelementen ein (das geht am besten, wenn man mindestens zu zweit ist). Stelle eine Transportbox in den abgetrennten Bereich und locke sie dort rein. So musst du sie nicht jagen und hochheben (das löst bei jedem Kaninchen Panik aus - logisch!).


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