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Familie den richtigen Umgang mit Kaninchen beibringen auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2013, 20:37

Familie den richtigen Umgang mit Kaninchen beibringen


Hallo,
Solangsam weiß ich nicht mehr ganz ob ich versuche mit meiner Familie oder einer Wand zu reden, wenn es um meine zwei Süßen geht.
Mein kleiner Bruder ist so ziemlich der einzige, der versteht was ich meine, wenn ich Sachen aufzähle wie z.B. Kaninchen wollen nunmal nicht hochgenommen werden und sind eben keine Kuscheltiere etc. ..
Von meinen Eltern, speziell von meiner Mutter, kommt immer nur ein "du übertreibst" nicht nur im Zusammenhang mit dem richtigen Umgang sondern auch wenn ich sage ich hätte gerne mehr Platz für die beiden. Hinter meinem Rücken redet sie dann noch mit meiner großen Schwester, die auch ständig, wenn ich nicht da bin, in mein Zimmer geht und die Kaninchen auf den Schoß nimmt und schon fast zwangssteichelt - es interessiert sie garnicht, dass die Kaninchen sogar schon weglaufen, dann geht die Hand halt hinterher.
Erst gestern wieder: Ich hab das Gehege sauber gemacht und hab die zwei wie immer ins Wohnzimmer verfrachtet. Der Fernseher war meiner Ansicht nach viel zu laut und hab gebeten das leiser zu machen - nach großem Über-Mich-Lustig-Machens geschah das dann endlich auch mal.. Als ich in den Keller gegangen bin konnte ich dann noch von oben hören, wie meine Mutter wieder angefangen hat mit meiner Schwester zu lästern: "Der Fernseher ist zu laut, Bloß nicht hochnehmen, Nur kein TroFu füttern, Am besten garnicht mehr anfassen - die übertreibt doch ich sag und mach einfach garnichts mehr..."

Insgesamt wäre das ganze ja nicht so schlimm, wenn mir mal einer von denen zuhören würde.
Ich muss dazu sagen, dass ich, unteranderem, seid dem Tod meines ersten Kaninchens vor 2 1/2 Jahren- leider Einzelhaltung, fast nur TroFu und Käfighaltung über Nacht - massive Probleme bekommen habe. Ich weiß nicht genau woran er gestorben ist, irgendwas am Bauch jedenfalls. Deshalb versuche ich jetzt möglichst alles richtig zu machen. Ich war damals 7, als ich ihn bekam, da wusste ich es noch nicht besser.
Ich hab mir immer die Schuld an seinem Tod gegeben, ich hab gemerkt, dass was nicht stimmt und wollte zum Tierarzt - meine Eltern haben das auf den Fellwechsel abgeschoben.

Naja hab mich deswegen gerade ziemlich mit meiner Mutter in die Haare gekriegt. Sie war sauer weil mein Bruder und ich über eine Aussage von ihr lustig gemacht haben und dann hab ich ganz patzig zurückgegeben, dass es aber ok wäre über meine Aussagen abzulästern während ich mal eben was aus dem Keller hole.
Dann ist sie ausgeflippt und in die Küche abgehauen mit den Worten: "Du holst dir jetzt nen Termin ich hab lange genug Geduld mit dir gehabt!"
Der Termin bezog sich auf einen Psychologen, da ich wie gesagt massive Probleme habe und sie das vor ca. 5 Monaten über meine Schule erfahren hat.. Seitdem schiebe ich das immer vor mich hin aber ich glaub jetzt würde sie mich sogar dazu zwingen :/
Falls das ganze im schlimmsten Fall sogar auf einen Klinikaufenthalt hinausläuft hätte ich nurnoch mehr Sorge, dass meine zwei nicht richtig behandelt werden.

Lange Rede kurzer Sinn - ich hoffe ihr versteht so in etwa meine Situation und habt ein paar Tipps, wie ich meinen Eltern noch deutlich machen kann, dass sie die Sache mit den Kaninchen mal etwas ernster nehmen könnten, weil mir das momentan noch das einzig wichtige ist..



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Leo † 06.09.2010

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Benutzerbild von Applejack
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Registriert seit: 08.11.2010
Beiträge: 10.250
Applejack befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2013, 20:51

Oh, das liest sich nicht schön, du brauchst dringend Hilfe und kannst sie nicht annehmen, weil du Sorge hast, deine Tiere werden nicht richtig und absichtlich falsch versorgt.Wie alt ist dein Bruder? Kann er vermitteln? Oder eine andere neutrale, erwachsene Person? Vertrauenslehrer?



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Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2013, 21:06

Zitat:
Zitat von Applejack Beitrag anzeigen
Oh, das liest sich nicht schön, du brauchst dringend Hilfe und kannst sie nicht annehmen, weil du Sorge hast, deine Tiere werden nicht richtig und absichtlich falsch versorgt.Wie alt ist dein Bruder? Kann er vermitteln? Oder eine andere neutrale, erwachsene Person? Vertrauenslehrer?
Dass ich sie brauche ist mir schon länger als meinen Eltern bewusst.. Meine zwei Hoffnungsschimmer auf vier Pfoten hab ich jetzt seit knapp drei Monaten. Nach und nach wurden mir mehr und mehr Sachen bewusst, die ich an der Haltung ändern musste - meine Eltern kamen wohl irgendwann nicht mehr mit. Toffie und Nele sind aber nicht der Hauptgrund wieso ich mir keine Hilfe holen würde - ich hatte es nie vor und das wissen meine Eltern glaube ich auch. Ich denke meine Mutter hat jetzt nur auf einen Moment gewartet um einen richtigen Grund zu haben um mich zu 'zwingen'..
Das Problem ist eher, dass ich nicht glaube das jegliche Hilfe noch was bringen würde.. Aber Tiere sind wundervolle Wesen, die werfen einem nichts vor und bringen einen weiter, wenn andere dich fallen lassen. Ich habe eher Angst sie zu verlieren, sie sind mir so wichtig.
Die drei Monate zwischen dem Anruf der Schule, der meiner Mutter die Augen mal richtig geöffnet hat und dem Einzug meiner Kaninchen waren reine Qual. Seitdem geht es mir zumindest etwas besser - nicht perfekt, aber ich hatte auch nicht erwartet, dass es das je werden würde.
Mein Bruder (14) saß grade bei der Situation dabei und hat mich auch unterstützt als ich meine Meinung ausnahmsweise mal gesagt hab. Auch aufgrund meiner psychischen Probleme ist das normalerweise nicht der Fall. Ich weiß nicht ob meiner Mutter das klar ist, dass sie mit ihrem Verhalten wieder mal bestätigt hat, dass ich der Ansicht bin besser nicht den Mund aufzumachen, aber naja..
Ich hab noch nächste Woche Ferien und werd mich erstmal mit 'ner Freundin drüber unterhalten und danach mal fragen, ob meine Vertrauenslehrerin Zeit hat. Sie hat mir auch in der Zeit bevor meine Eltern das alles rausgefunden haben geholfen, ich hoffe sie tut es wieder.
Aber bis dahin muss ich eben noch eine Woche überstehen und ich hab echt Angst, dass, wenn ich nochmal was sage, ich beim nächsten Therapeuten auf'm Stuhl sitze..



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Leo † 06.09.2010

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Benutzerbild von Lady_Dynamite
Kaninchen
 
Registriert seit: 03.01.2012
Beiträge: 1.838
Lady_Dynamite befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2013, 21:06

Ohje, das hört sich aber nach einem ganz schönen Batzen Probleme an

Hast du nicht mal Regeln aufgestellt also zu Papier gebracht? Alternativ könntest du z.B. noch das Zimmer abschließen wenn du nicht zu Hause bist, damit deine Schwester nicht immer die Nins angrabscht.

Ich an deiner Stelle würde den Termin beim Psychologen machen und deine Sorgen um die Nins auch dort ansprechen. So wie es sich anhört nehmen deine Eltern dich und die Bedürfnisse deiner Tiere nicht ernst, was für eine gesunde Psyche ja nicht unbedingt förderlich ist.

Solltest du tatsächlich in eine Klinik müssen such für deine Nins eine Pflegestelle für diese Zeit, wo sie gut aufgehoben sind. Dann musst du dir keine Sorgen um sie machen.



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Do not wait for the storm to pass. Learn to dance in the rain


At some point, you have to make a decision. Boundaries don't keep other people out, they fence you in. Life is messy. That's how we're made. So you can waste your life drawing lines or you can live your life crossing them. But there are some lines that are way too dangerous to cross. Here's what I know: If you're willing to take a chance the view from the other side is spectacular.



Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 192
Sinchen93 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.03.2013, 23:04

Also ich würde da aber nicht eine Einzeltherapi machen ehrlich gesagt, sondern wirklich eine familientherapie... ich bin da jetzt zwar kein Experte aber ein bisschen Erfahrung habe ich aus dem Unterricht (Pädagogik - Psychologie )..
Vielleicht kannst du sie mal Seiten im Internet zeigen wo steht wie man Kaninchen artgerecht hält und sie lesen es selbst?
Zimmer abschließen finde ich auch noch ne gute Idee.. vielleicht kannst du deinem Bruder den.Schlüssel geben wenn du mal länger weg bist? er scheint deine Worte ja zu respektieren




Benutzerbild von Tinachen
Kaninchen
 
Registriert seit: 26.09.2010
Beiträge: 11.070
Tinachen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.03.2013, 14:18

Mach das unbedingt mit der Therapie. Irgendwann lassen sich die Probleme sonst nicht mehr lösen. Ein guter Therapeut wird auf jeden Fall die ganze Familie mit einbeziehen. Was ich zwischen Deinen Zeilen so herauslese ist das auch mehr als nötig und angebracht(womöglich sogar die Ursache). Ich finde es ganz toll das Du offen über Deine Probleme redest. Das ist schon ein sehr großer Schritt in die richtige Richtung.
Für Deine Eltern/Schwester würde ich mir hier aus den FAQs für die Kaninchen wichtige Informationen ausdrucken und Deine Angehörigen bitten sie zu lesen. Manchmal bringt Geschriebenes mehr Erkentniss. LG Tina



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Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 01.04.2013, 12:02

Danke erstmal noch für eure Antworten.
Ich dacht ich meld mich nochmal, da meine Worte vielleicht endlich mal gefruchtet haben. Zumindest unterstützt und verteidigt meine Mutter mich jetzt wenn irgendwer was über meine Haltung sagt. Nicht, dass sie das vorher nicht auch ab und zu getan hätte aber dann kam halt eben dieses Drüber-Lustig-Machen dazu.
Ich denke ich werde echt mal ein paar Regeln zu Papier bringen und auch Internetseiten dazu schreiben. Wenn sie es mit mir und den Kaninchen ernst meinen gucken sie sich das hoffentlich auch an.
Ich hab zwar schon öfter vor den Augen meiner Eltern z.B. auf Diebrain auf die Frischfutterliste geschaltet um meiner Mum zu zeigen, was die fressen dürfen und sollten. Theoretisch hätte sie sich dann auch weiter durch die Seite klicken können aber naja, hat sie nicht. Auch als ich ihr die Innengehege bei kaninchenwiese.de gezeigt hab hat sie sich davon eher nicht beeindrucken lassen..
Naja momentan kämpf ich ja noch um eine Vergrößerung des Geheges auf 6qm ich hoffe das lässt sich im Laufe der Woche klären..

Zu der Therapie: Ich versuche möglichst zu vermeiden mit meinen Eltern darüber zu sprechen, das ist mir einfach unangenehm. Auf der einen Seite denk ich dann immer sie machen sich zu viele Sorgen und auf der anderen, dass sie mich eben nicht ernst nehmen. Meiner Meinung nach geht die das garnichts an was ich mit meinem Leben mache. Wenn sie meinen mich zu einer Therapie zwingen zu müssen von mir aus aber das wird das Verhältnis eher schlechter machen..
Naja erstmal abwartet, wie sich die Situation entwickelt..
Lg, Vanessa.



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Kaninchen
 
Registriert seit: 13.02.2012
Beiträge: 3.102
Clagiostro befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2013, 05:39

Guten Morgen xVannix,
das Problem mit dem "nicht miteinander reden können" kenne ich auch sehr gut.
Wenn Du trotz der Schwierigkeiten beim Miteinanderreden mit deiner Familie reden möchtest, solltest du vielleicht mal einen Brief an die Person schreiben, von der du denkst sie könnte mit dem Rest der Familie reden. Oder eben doch ein "Familiengespräch" einberufen.
Schreibe in diesem Brief von deinen Problemen mit der Schule, der Familie, dem Umgang mit den Tieren und deinen Ängsten und wie sehr du auf das Verständnis und die Hilfe der Familie angewiesen bist - auch um dir professionelle Hilfe zu suchen.
Ich glaube auch deine Mutter weiß noch nicht genau, wie schlecht es dir geht. Wenn sie es versteht wird sie dir helfen wollen. Aber das kann sie auch nur, wenn sie versteht wie wichtig es für dich ist.
Schreibe sachlich ohne direkte Vorwürfe oder Angriffe und betone wie viel dir deren Hilfe bedeuten würde.
Ich drücke dir beide Daumen dass du die Kraft hast so zu handeln und es dir dann Hilfe einbringt.
Liebe Grüße.




Gesperrt
 
Registriert seit: 17.02.2013
Beiträge: 92
Mandarine befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:17

Huhu,
Zitat:
Zitat von xVannix Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach geht die das garnichts an was ich mit meinem Leben mache.
das sehe ich nicht so. Es sind schließlich deine Eltern und auch, wenn es dir so vorkommt als hätten sie manchmal kein Verständnis für deine Interessen oder sie würden nicht auf deine Bedürfnisse eingehen, sorgen sie sich um dich.

Versuche die ganze Sache doch mal aus ihrer Sicht zu sehen. Deine Probleme belasten sie sicherlich auch, sonst würde deine Mutter nicht mit dem Gedanken spielen, dich therapieren zu lassen, was euch alle übrigens voranbringen würde! Zudem bist du (und dein Bruder auch) noch in der Pubertät, da ist der eine oder andere heftige Streit unvermeidbar .

Wenn ihr auch immer in diesem Muster bleibt, wo ihr nur gegeneinander und nicht miteinander umgeht, wird das sowieso nichts. Rede doch mal mit deinen Eltern offen über eure Probleme, auch wenn es nicht leicht ist, und verstecke dich dabei bitte nicht hinter deinen Kaninchen, denn das ist nur ein Vorwand, den Problemen, die ihr habt einen oberflächlichen Grund zu geben.
Liebe Grüße, Mandarine



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Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 12:55

Oh man, wenn ich könnte würde ich hier jetzt wahrscheinlich heulend sitzen - ein Hoch auf die Gefühlslosigkeit..
Ich bin euch unendlich dankbar für euer Verständnis und ja es stimmt schon, dass ich immer alles andere vor mich und meine Probleme stelle, weil ich Angst habe, damit konfrontiert zu werden...
Um dem Beispiel von Panzerknacker nachzugehen einmal die Kurzfassung:

Ich bin sicher jeder kennt das, die erste große Liebe: Alles sollte super sein. War es bei mir nicht aber gut könnte man ja drüber hinwegkommen. Nur wenn Freunde sich darüber lustig machen, dass man abgewiesen wird und trzd. dem Kerl noch hinterherläuft wird das ganze nicht so einfach. Auch weil keiner wusste, dass ich von zuhause aus für alles was ich falsch gemacht oder gesagt hab Gewalt erfahren musste.. Dann gab es immernoch meinen kleinen Tröster, Leo, der dann am 6. September 2010 verstorben ist.. Ab da wusste ich einfach nicht mehr weiter, hab mich einfach in mein Zimmer verkrochen und die Lebenslust verloren. Im darauffolgenden Frühling, wenn das Wetter eigentlich besser und damit auch die Laune es werden sollte, wurde es bei mir einfach nur schlimmer. Ich machte erste Erfahrungen mit Selbstverletzendem Verhalten, was sich jetzt über die zwei Jahre hingezogen hat.
Narben haben meine Eltern oft zu Gesicht bekommen, aber da hat es gereicht, wenn ich gesagt hab, ich wäre am Dornenbusch oder so hängengeblieben..
Ich hab mir beigebracht Gefühle abzustellen und alles nurnoch in einem Blickwinkel zu sehen, weshalb ich mich auch schwer in andere hineinversetzen kann um ihre Sicht auf mich zu haben.
Ich würde mich schon fast als leere Hülle bezeichnen, die hier durch die Gegend läuft - ohne Sinn, ohne Ziel.
Meine Schulnoten werden auch immer schlechter, weil ich durch die Gewalterfahrung furchtbare Angst vor Fehlern bekommen hab. Ich denke stundenlang über Sachen nach um möglichst alle Konsequenzen im Blick zu haben und entscheide erst dann. In der Schule setz ich mich einfach in den Unterricht, höre zu und schreibe meine Klausuren. Schriftlich bewegt sich das alles im 3er Bereich, mündlich 4-5. In der Oberstufe bei einer Notenzusammensetzung aus 50:50 Schriftlich:Mündlich nicht sehr vorteilhaft..

Ich hab ehrlich gesagt letzten Herbst die Hoffnung auf Besserung aufgegeben, ich wollte nicht mehr. Der letzte Versuch aktiv Hilfe zu bekommen endete bei meiner Lehrerin. Sie zeigt endlich mal Verständnis was ich vorher kaum bekam, hat zugehört aber eben meiner Meinung nach zu früh gehandelt als sie der Schulleitung Bescheid gegeben hat, die dann letzten November bei mir zuhause angerufen hat.. Grund war ein Brief den ich ihr noch gegeben hatte, wo ich mich entschuldigt habe, dass ich einfach nicht mehr kann und nicht weiß wie lange das alles noch gut geht. Schweigepflicht hatte sie ja nicht, dann geht das schon in Ordnung, weil sie das ja melden muss.. Aber anstatt vorher mich nochmal drauf anzusprechen (den Brief hab ich ihr mitten in der Woche gegeben) sofort so zu entscheiden.. Naja jetzt wissen es nunmal meine Eltern. Meine Vater benimmt sich wie immer, nur meine Mutter schaut mich immer so komisch an.. Ich kann ihr nicht mehr richtig in die Augen schauen geschweige denn mit ihr reden.. In einem Moment tut es mir leid, dass sie meinetwegen Sorgen hat und im nächsten ist es mir plötzlich wieder egal, weil ich mir sage es ist mein Leben - ob ich mich umbringe oder nicht ist meine Sache, um es mal direkt auszudrücken...

So.. Das war jetzt doch alles andere als kurz aber naja erstmal so grob ein Überblick. Ich hoffe ich hab jetzt alles drin was ich sagen wollte. Ich verliere leider schnell den Überblick, weil ich wie gesagt immer nur einen schmalen Blickpunkt vertreten kann..



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Leo † 06.09.2010

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Pinkie
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Beiträge: n/a
Geschrieben am 03.04.2013, 13:02

Zitat:
Zitat von xVannix Beitrag anzeigen
Ich würde mich schon fast als leere Hülle bezeichnen, die hier durch die Gegend läuft - ohne Sinn, ohne Ziel.
Mädel, du bist gerade mal 16!
Ich kann dir nur raten schnellstmöglich einen Arzt und dann einen Therapeuten zu Rate zu ziehen!



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Benutzerbild von Pünktchen und Anton
Zwergkaninchen
 
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Beiträge: 160
Pünktchen und Anton befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 13:29

Hallo Vanni,

aber so kann es doch nicht weiter gehen. Dass du zu Hause Gewalterfahrungen machst / gemacht hast, ist wahrscheinlich Schuld daran und das muss als erstes abgestellt werden.
Es ist leider wie so oft und wie meine Freundin, die Therapeutin auch sagt, du bist nicht schuld, du hast nichts falsch gemacht, sondern die vielen Verletzungen durch Eltern, Freunde, den Ex, haben dazu geführt, dass es dir jetzt so schlecht geht. Ich glaube du bist depressiv, aber das weißt du bestimmt selbst. Die Gefühllosigkeit, die du dir antrainiert hast, um nicht mehr verletzt zu werden führt dann wiederum zu anderen Dingen, wie z. B. dem Borderline.
Und bei all dem ist es natürlich auch nicht verwunderlich, wenn du schlecht in der Schule bist, dir ebenfalls "antrainiert" hast, so lange über alles nachzudenken, bist du dir sicher bist, nicht wieder für deine Entscheidung bestraft zu werden.
All das behindert dich aber und stört dich einfach nur zu leben und glücklich zu sein. Aber jeder Mensch hat ein Recht darauf, glücklich zu sein, du auch!

Ich weiß, dass deine Angst groß ist, wieder verletzt zu werden, viell. auch von einem Therapeuten und du deswegen wahrscheinlich deine Tiere den Menschen vorziehst, aber bitte, bitte, um deinetwillen und wegen der Kaninchen, such dir Hilfe!
Es gibt sicher eine Möglichkeit, dass du dich nicht von deinen Tieren trennen musst. Selbst, wenn du und der Therapeut (und du wirst von einem guten Therapeuten immer gefragt und die Entscheidung mit einbezogen) entscheidet, dass es das Beste für dich ist von zu Hause rauszukommen gibt es sicherlich Möglichkeiten, wo du deine Tiere hin mitnehmen kannst.
Selbst wenn du eine Zeit lang in eine Klinik müsstest, was du aber erst weißt, wenn du mal hingegangen bist und ihr drüber geredet habt, wird sich eine Möglichkeit finden, wo sie gut betreut werden und hinterher hast du deine Nins wieder.

Deine Lehrerin hatte sicherlich Angst, dass du dir was antun könntest und hat deswegen so schnell und viell. auch unüberdacht gehandelt.
Klar, deine Eltern schweigen das ganze Problem tot.
Was sagt denn dein jetziger Freund dazu? Unterstützt er dich? Habt ihr mal überlegt, ob es mit Zustimmung deiner Eltern möglich wäre mit zu ihm zu ziehen?
All das sind Fragen, die du in einer Therapie überlegen und bearbeiten könntest, er könnte eine Art Vermittler zwischen dir und deiner Familie sein.
Bitte, tu es für dich und dein Leben, sobald wie möglich. So wie es jetzt ist, kann es nicht weiter gehen, das weißt du selber. Und eigentlich ist das Leben doch viel zu schön, um es sich von anderen kaputt machen zu lassen?!



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Pinkie
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Beiträge: n/a
Geschrieben am 02.04.2013, 08:50

Zu der Therapie kann ich nur sagen, mach das! Ich geh auch regelmäßig zu einem Therapeuten. Und das ist super!
Und mach dir schnellstmöglich einen Termin. Je nachdem wo du wohnst sind die Wartezeiten zwischen 1/2 - 1 Jahr



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Kaninchenfreund
 
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Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2013, 11:30

Vanessa, ich meine, Du schätzt die Therapie falsch ein. Eine Therapie ist super, ich kann das nur jedem empfehlen, egal, ob man psychische Probleme hat oder nicht. So ein Therapeut wird dafür bezahlt, 60 Minuten lang (oder 45, je nachdem, wie lange so eine Sitzung geht) nur für DICH da zu sein, nur Deinen Standpunkt zu hören, Deine Position zu stärken usw. Das gibt es sonst nirgendwo.
Natürlich hört der Therapeut auch etwas von Dir und das kann einem sehr seltsam vorkommen oder unangenehm sein - ich hab mich deshalb immer darauf konzentriert, dass die Therapeutin für mich da ist und mir das ganz gleich ist, was sie denkt oder wie sie etwas bewertet (ausser vom professionellen Standpunkt aus), weil ihre Meinung keinerlei Bedeutung hat. Ich gehe da hin wegen ihrer professionellen Einschätzung. So wie ich zum Automechaniker gehe, damit der mir sagt, was diese unangenehmen Motorgeräusche zu bedeuten haben, aber seine Meinung über die abgekaute Bananenschale vor dem Beifahrersitz interessiert mich nicht. Kopf hoch! Therapie ist eine saucoole Sache!




Benutzerbild von xVannix
Kaninchen
 
Registriert seit: 31.01.2013
Beiträge: 1.465
xVannix befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2013, 17:31

Ich danke euch für euer Verständis was die Therapie-Sache angeht, hatte ich jetzt so ehrlich gesagt nicht erwartet.
Ich werd mal schauen was sich da machen lässt, auch wenn das eigentlich wichtiger als alles andere ist muss ich das erstmal mit mir selbst vereinbaren, da, wie von april schon richtig erkannt wurde, eine Therapie für mich garkeinen Sinn machen würde. Aber ich glaube das geht vielen in dieser Situation so..

Ich hab erstmal beschlossen die Kaninchenhaltung nebenbei zu erklären so wie vorhin im Auto als mein Vater mal wieder meinte ich soll den Kaninchen mal mehr "festes Futter" (TroFu) geben und nicht nur Grünzeugs sonst bekämen sie ja noch Durchfall. Erstmal aufgeklärt, dass eben TroFu zu Durchfall führt, weil der Kaninchenmagen und -darm nicht darauf ausgelegt ist + die Zusammensetzung davon (also eigentlich nur gefärbter Abfall + Lockstoffe damit die Kaninchen das fressen).
Ob er das aufgenommen und verstanden hat weiß ich nicht, gehört haben muss er es aber.^^
Samstag geh ich dann mal wieder nach nem Hochbett schauen mit meinen Eltern, da ich immernoch um die 6qm Gehegegröße kämpfe. Bei einer Zimmergröße von etwas über 7qm nicht so einfach, dann muss halt ein anderes Bett her.^^

Wenn das mit dem Erklären nebenbei immernoch nichts bringt dann kommt die schriftliche Form und wenn auch das nichts bringt dann weiß ich auch nicht ich glaub dann würd ich die nurnoch anbrüllen.. So schwer ist sowas doch nicht zu verstehen, oder..?



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Benutzerbild von Pünktchen und Anton
Zwergkaninchen
 
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Pünktchen und Anton befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 02.04.2013, 18:21

Hallo Vanni,

ich find es schön, wie liebevoll du dich um deine Tiere kümmerst und wie du sich wehemend für sie einsetzt, auch wenn du selber dafür unter deiner Mutter und deiner Schwester leidest.

Das mit der Therapie würde ich auch überlegen. Eine Freundin von mir ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und die ist echt voll normal, gar nicht so furchtbar, wie man sich das vorstellt ;-)
Ganz im Gegenteil, eine Therapie kann dir helfen, dich noch besser kennenzulernen, auf deine Signale zu hören, dich zu stärken, etc.
Manchmal ist es gar nicht schlecht, mit jemandem zu reden, der "unvorbelastet" ist und viell. einen neuen, anderen Blick auf eine Sache eröffnet.
Ich wünsch euch auf jeden Fall ganz viel Glück, dir und deinen Süssen!



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Pinkie
Gast
 
Beiträge: n/a
Geschrieben am 03.04.2013, 09:24

Zitat:
Zitat von xVannix Beitrag anzeigen
Ich werd mal schauen was sich da machen lässt, auch wenn das eigentlich wichtiger als alles andere ist muss ich das erstmal mit mir selbst vereinbaren, da, wie von april schon richtig erkannt wurde, eine Therapie für mich garkeinen Sinn machen würde.
Eigentlich macht eine Therapie immer Sinn. Mein Therapeut hat auch Klienten die nur 5 Sitzungen haben und danach entlassen werden.
Mach dir einen Termin und höre was ein Therapeut zu sagen hat und dir vorschlägt.

Zitat:
Zitat von xVannix Beitrag anzeigen
Bei einer Zimmergröße von etwas über 7qm nicht so einfach, dann muss halt ein anderes Bett her.^^
Du wohnst mit deinen Nins zusammen in nur 7m²? Warum hast du überhaupt ein Gehege und lässt sie nicht frei laufen?

Zitat:
Zitat von Pünktchen und Anton Beitrag anzeigen
Das mit der Therapie würde ich auch überlegen. Eine Freundin von mir ist Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und die ist echt voll normal, gar nicht so furchtbar, wie man sich das vorstellt ;-)
Was meinst du mit voll normal und wie man sich das so vorstellt?
Wie stellt man sich Therapeuten denn vor?




Benutzerbild von gerti
Kaninchen
 
Registriert seit: 18.11.2012
Beiträge: 15.579
gerti befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 10:06

Wie stellt man sich Therapeuten denn vor?[/quote]


Hahaha, das ist echt gut! Aber ich hab mit meiner Tochter schon ein paar sonderbare Exemplare kennengelernt! Und wir hatten ausreichend viele Gelegenheiten dazu! Du musst schon Glück haben auf einer Wellenlinie zu sein!
Aber ich gib meine Tips lieber per PN, ich hoffe das findet Verständnis!




Kaninchenfreund
 
Registriert seit: 06.12.2012
Beiträge: 991
april befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 08:53

Vanessa, ich hab nicht gesagt, eine Therapie mache keinen Sinn - ich bin ganz im Gegenteil der Meinung, eine Therapie ist immer sinnvoll und mega-interessant. Meine Freundin hat als Alleinerziehende ihre Töchter deren ganze Kindheit lang zur Therapeutin geschickt, weil sie sicher stellen wollte, dass die Kinder immer einen Menschen haben, bei dem sie sich über alles aussprechen können, auch über die Mutter. Gibt viele Gründe, so eine Therapie zu machen.




Benutzerbild von Pünktchen und Anton
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 20.03.2012
Beiträge: 160
Pünktchen und Anton befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 03.04.2013, 10:10

Ich glaube, viele Menschen, zumindest in Deutschland, haben Angst vor Therapeuten, weil sie denken, dass dieser gleich jedes Wort analysiert, den Menschen irgendwie "bewertet" und ihnen, in ihren Augen viell. was schlechtes will. Dabei sind Therapeuten ganz "normale" Menschen, die sich für diesen Beruf entschieden haben, um den Menschen zu helfen, zuzuhören und eine Stütze zu sein.
In vielen anderen Ländern ist es hingegen überhaupt kein Thema zum Therapeuten zu gehen, weil man den Wert so eines Gesprächs erkannt hat.



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