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Kreusa 26.02.2013 21:11

Zitat:

Zitat von Flocke9 (Beitrag 471437)
Ich finde ihr habt alle recht, aber solltet ihr nicht lieber ein anderes Thema anfangen, denn das hier find ich zu traurig :(

Wieso liest du hier, wenn es dich traurig macht?

Es ist doch nur natürlich, dass man sich über den Tod und die "Bestattung" auch mal Gedanken macht, wenn man seine Tiere liebt, und sich darüber austauscht. Ich denke jeder ist irgendwann soweit den Drang zu haben, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen...

Siriox 27.02.2013 09:28

Abstand vom Nachbarn einhalten und mind. 1 m tief.
Ausser du wohnst in einem Wasserschutzgebiet da ist es verboten.
Bis ins Jahr 2002 war jedem klar, dass tote Haustiere im eigenen Garten vergraben werden dürfen. Doch vor dem Hintergrund der BSE-Krise schaltete sich die EU ein und verfasste eine für alle Mitgliedsstaaten verbindliche Richtlinie. Demnach müssen alle Tierkadaver in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht werden.

In Deutschland wurde diese Verordnung durch das "Tierische Nebenprodukt-Beseitigungsgesetz" vom 25.10.2004 in nationales Recht umgesetzt. Gewöhnungsbedürftig ist, dass unter diese Bezeichnung auch das Vergraben toter Haustiere fällt. Voreilige Presseberichte verkündeten nun, dass tote Haustiere gar nicht mehr oder nur mit einer Ausnahmegenehmigung im Garten vergraben werden dürfen.

Sowohl die EG-Verordnung als auch das deutsche Gesetz stellen es jedoch den Landesbehörden frei, das Vergraben von Haustieren unter Einhaltung bestimmter, mit dem Naturschutzrecht vereinbarten Vorgaben zuzulassen. Dazu bedarf es einer "Allgemeinverfügung", mit der eine Angelegenheit bis zu deren Widerruf geregelt wird.

Tendenziell lässt sich bei den Behörden, die bislang eine Allgemeinverfügung erlassen haben, erkennen, dass sie sich an den ehemaligen Vorgaben orientieren. So gilt z.B. in Braunschweig: "Tote Kleintiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Vögel usw. dürfen auf dem eigenen Grundstück in einer Tiefe von mindestens 50 cm begraben werden, sofern das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet liegt."
Keine Einschränkungen gibt es bei Urnenbestattungen. Die Asche dürfen Tierfreunde mit nach Hause nehmen und dort in einer Urne aufstellen oder vergraben
Frag um sicher zu gehen bei deiner Gemeinde nach

iLulu 27.02.2013 11:04

Wir haben früher auch unsere toten Tiere im Garten vergraben. So hat mein erstes Kaninchen - Lissi - noch heute ihren kleinen Grabstein. Jedesmal wenn ich dort vorbei gehe denke ich an sie.

Wenn jetzt eines meiner Tiere sterben würde hätte ich immernoch die Möglichkeit diese bei meinem Papa zu beerdigen. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht, ob ich es tun würde. Ich glaube es hängt auch davon ab ob das Tier friedlich eingeschlafen ist oder auch im Tod noch gequält da liegt. Das sind aber nur persönliche "Befindlichkeiten".

Ich kann JayJay's Ansicht verstehen und sehe es ähnlich. Auf der anderen Seite verstehe ich auch Leute, die einen Platz brauchen zu dem sie gehen können. Jeder geht anders mit dem Tod um...

Siriox 27.02.2013 11:08

Man könnte auch ans die Umwelt/Grundwasser denken und über unsere Zukünftige Gesundheit :>

Hasi95 27.02.2013 11:24

irgendwie eckelhaft bilder von seinen toten tieren zu posten

JayJay 27.02.2013 12:21

Ja, das Thema ist traurig - allerdings geht ja ganz deutlich aus der Threadüberschrift hervor, worum es hier geht - Jemand, der sich damit nicht auseinandersetzen kann, oder möchte, hat hier genug andere Threads.

Zitat:

Zitat von Sushi (Beitrag 471403)
@ JayJay

durch den Fleischwolf gedreht und dann abgekocht werden ist was anderes wie verbrennen!

Erdbestattung = natürlich
Feuerbestattung = schnell und sauber
Fleischwolf + Kochen = geht garnicht
Biotonne = geht auch nicht

Einfach nur sagen - das ist ja nur noch ne tote Hülle, egal was damit passiert - also ich weiss nicht *Kopfschüttel*

Ich verurteile niemanden und ich kann sehr, sehr gut nachvollziehen, wenn mein Denken bei manchen sauer aufstößt. Ich kann jede Arte der Trauerbewältigung nachvollziehen. Manchen hilft es einen festen Ort zum Trauern zu haben und ist der Überzeugung so das verstorbene Tier am meisten zu ehren und sein Leben zu würdigen.
Ich habe stattdessen die Vorstellung, dass alles was dieses Lebewesen ausgemacht hat (meinetwegen kann man es Seele nennen), nicht mehr diesen leeren Körper bewohnt - für mich ist das dann nur noch eine leere Hülle.
Ich betrauer die Seele, den Charakter, mein geliebtes Tier - aber dafür brauche ich seinen toten Körper nicht und auch keinen festen Ort zu dem ich gehen kann.

Und mal ganz abgesehen davon :
Da leider nicht jedes Tier eines natürlichen Todes stirbt, ansteckende Krankheiten hat oder mit Medikamenten behandelt wurde, sollte man hier ggf auch bei der Erdbestattung auch an die noch lebenden Tiere denken, die evtl. Zugang zum Grab haben...

Jinro 27.02.2013 13:27

Zitat:

Zitat von JayJay (Beitrag 471628)

Und mal ganz abgesehen davon :
Da leider nicht jedes Tier eines natürlichen Todes stirbt, ansteckende Krankheiten hat oder mit Medikamenten behandelt wurde, sollte man hier ggf auch bei der Erdbestattung auch an die noch lebenden Tiere denken, die evtl. Zugang zum Grab haben...

Deshalb hat fast jede Stadt eine eigene Verordnung, wie man sein Haustier bestatten darf. Bei uns darf man zB keine Hunde selbst bestatten, nur Kleintiere im eigenen Garten in einer Mindesttiefe von 50 cm. Und in den Müll geben, selbst Biotonne, ist strikt verboten - genau wie wild im Wald verbuddeln.

Lady_Dynamite 27.02.2013 18:37

Übrigens eine Anekdote zu dem Thema: Als vor ca 10 Jahren mein Meerschwein gestorben ist (ja ich habs alleine gehalten, und ich hasse mich heute noch dafür) war das Anfang Januar. Ich wollte es im Garten begraben, hab das Meeri in einen Schuhkarton als Sarg mit kleinen Beigaben gepackt, die Nachbarskinder zur Beerdigung eingeladen und aufgrund des gefrorenen Bodens das Grab eben nicht sonderlich tief ausgehoben. Der Sarg passte gerade so rein und eine Schicht Erde oben drauf.

Ein paar Tage später sieht meine Ma aus dem Küchenfenster und erblickt ein aufgewühltes Grab, Pappfetzten und weiße Fellbüschel (mein Meeri hatt hauptsächlich weißes Fell). Da hatte ich dem Marder ein kostenloses Essen serviert :cool:

Týr 27.02.2013 21:16

Wir vergraben die immer sehr tief, sowas ist bei uns noch nicht passiert, obwohl der Garten direkt in den Wald übergeht. Im Garten sind auch oft Füchse, aber die haben noch nie ein Grab aufgewühlt.
Und wenn wir die Hasen frei im Garten hoppeln haben, machen sie immer einen großen Bogen um die Gräber, wie wenn sie spüren würden, dass da wer begraben liegt.


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