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Hallo! Wir haben auch schon viele Tiere im Garten begraben, denn ich bin vor 5 Jahren wieder in mein Elternhaus gezogen. Vom Berner Sennenhund bis zum Hamster ist hier alles unter der Erde. Hätten wir keinen Garten hätte ich die Tiere im Wald bestattet. Ich habe aber auch Verständnis wenn man sein Haustier nach Euthanasie beim Tierarzt lässt. Nur in die Mülltünne werfen - das finde ich nicht schön und würde ich auch nicht über mich bringen! Grüße Ellie*Klopfer |
Mein geliebtes Haustier beim Tierarzt lassen wäre wohl das letzte. Hier mal ein kleiner Auszug was mit dein geliebten Kaninchen gemacht wird. In der Tierkörperbeseitigungsanstalt werden die Tierkörper zerkleinert, bis zum Zerfall der Weichteile erhitzt und anschließend mindestens 20 Minuten lang ununterbrochen bei einer Temperatur von mindestens 133 °C und einem mit gesättigtem Dampf erzeugtem Druck von mindestens 3 bar heiß gehalten. Blut, Fette, Haare, Häute u.ä. können in gesonderten Verfahren behandelt werden, wenn sie besondere Anforderungen erfüllen. Tiermehle dürfen grundsätzlich nicht mehr an landwirtschaftliche Nutztiere verfüttert werden. Tierfett kann an die chemische Industrie abgegeben werden oder wird in der Biogasanlage genutzt. Dann lieber in einen Sarg und in meinen Garten bestatten! |
Nein, eben das wird nicht mit meinem geliebten Kaninchen gemacht, sondern nur mit seinem Körper ! Die Vorgänge unter der Erde sind dir bekannt !? Ich weiß nicht, ob das unbedingt eine schönere Vorstellung ist, wenn du da mal drüber nachdenkst. |
Aber immerhin kommen sie zur Erde zurück- von wo sie herkommen. Is doch viel schöner. :rolleyes: und mit den tierischen Fetten??? Dann hast du dein Kaninchen (oder das was durch Erhitzen etc. noch übrig bleibt) in Eis und sonstigen Lebensmitteln ( als Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren). |
da hast du zwar recht, aber ein kaninchen ist doch auch ein familienmitglied! und würdest du deine mutter oder eines deiner kinder einfach "verarbeiten" lassen, nur weil unter der erde auch verwesung stattfindet? meine kaninchen haben im leben ihren platz und im tod genauso. |
Außerdem ist es doch schön, das Kaninchen bei sich zu begraben. :-) man kann es so oft man will besuchen und beten oder einfach nur trauern. |
Wow... das machst du wirklich schön diese letzte Würdigung so feierlich. Es zeigt, dass dir die Tiere viel bedeuten. Ich muss gestehen, habe immer nur einen passenden "Schuhkarton" bislang besorgt und Kuscheltücher reingelegt, das Kaninchen zugedeckt und dann vergraben. Da wir keinen eigenen Garten haben, an einer öffentlichen Stelle, die aber recht versteckt ist (ich weiss, dass man das nicht darf, aber man kann das Tier doch nicht einfach irgendwo "entsorgen"). Zur Erinnerung haben wir uns einen schönen Quarz-Stein geholt, der bei uns im Flur steht... eben in Gedenken an alle zusammen, die schon gegangen sind und noch gehen werden :( . |
Ja natürlich ist es schwierig, wenn man keinen Garten hat. Wir haben im Garten schon einen richtigen Kaninchenfriedhof. :( Aber das wär mir auch egal, ob das illegal ist! Da zählt nur das Kaninchen selbst. |
Also bis jetzt ist bei mir kein Kaninchen gestorben. (Zum Glück) Aber mein Liebstes Schaf welches jetzt fast ein Jahr tot ist, haben meine Eltern für mich (weil ich in den USA war) unter meinem Walnussbaum begraben welcher für mich gepflanzt worden ist als ich klein war. Einen Grabstein hat sie nicht, aber das heißt nicht, dass sie mir deswegen weniger bedeutet hätte. Ich frage mich nur was sie damit gewollt hätte. Sie ist ein Schaf und Schafe mögen am liebsten frisches Graß, also wächst nun Graß über ihr :) |
@JayJay ja, ist mir bekannt was unter der Erde abgeht. Und? Ist das natürlichste auf der Welt! Zerkocht werden nicht! |
Meine Gesangslehrerin hatte auch einen Hasen, auf dessen Grab sie einen Baum gepflanzt hat. :-) ist auch ne gute Idee, finde ich. |
Zitat:
Naja, aber gerade das Thema Bestattung ist,finde ich, ein sehr persönliches. Ich habe (berufsmäßig ;)) schon eine Menge Bestattungsformen (und was davon letztendlich übrig bleibt) gesehen und mir "gefallen" auch einige besser als andere, aber das ist -wie gesagt- ein vollkommen subjektives Gefühl. Ich finde es bei so etwas besonders wichtig, es so zu machen, wie man selbst sich am wohlsten fühlt, ohne darüber Rechenschaft ablegen zu müssen. |
Ich habe ja damit gerechnet, das ich da Gegenwind und Kritik einstecken muss. Ich bin mir schon bewusst, das meine Meinung und Einstellung zum Tod und jemandem die letzte Ehre zu erweisen wahrscheinlich etwas pietätlos und gefühlskalt wirkt - deswegen möchte ich da gerne nochmal auf alle Fragen antworten und ein paar Dinge richtigstellen: Zitat:
Ob der Körper nun unter der Erde zersetzt wird, oder verdampft macht doch keinen Unterschied - der Körper geht so oder so wieder in den Lebenskreislauf ein. Zitat:
Ja, Meine Tiere sind wie Familienmitglieder und gute Freunde und Ihnnen soll es IM LEBEN nach Möglichkeit an nichts mangeln. Ich liebe meine Tiere und ich opfere auch gern viel für Sie - aber halt zu Lebzeiten. Ich verehre und betrauere das Lebewesen wenn es stirbt, aber doch nicht mehr die leere Hülle. Da ist doch nichts mehr drin. Und mal ganz davon abgesehen, dass man Menschen ja nicht zu Seife verarbeiten kann, wäre mir auch das egal - wobei ich selbstverständlich die Wünsche meiner verstorbenen menschlichen Familienmitglieder respektieren würde.. Zitat:
Ich stehe auch in meiner Familie mit dieser Meinung alleine da und gehe deswegen auch eher behutsam mit Äußerungen dieser Art um. Nicht jeder hat ein eigenes Haus mit Garten und habt ihr vielleicht mal daran gedacht was passiert, wenn man umzieht, oder das Haus verkauft !? (Gerade passiert, aber ich werde einen Teufel tun meine Schwester daran u erinnern, dass ihre Hündin da noch im Garten liegt) Meine verstorbenen Tiere trage ich im Herzen immer bei mir und statt eines Grabes, dass man besucht habe ich einen kleinen Fotoaltar, bei dem ich nach Bedarf eine Kerze anzünde. Zitat:
Wenn ich hier genau schildern würde, was unter der Erde passiert, so wie du es mit dem Verbrennungsprozess beschrieben hast, gibt es da eigentlich keinen Unterschied. Und ganz ehrlich gesagt habe ich schon zu viel verlogene Menschen gesehen, die sich bei Lebzeiten niemals um den Verstorbenen gekümmert haben, aber dann heulend vor dem Grab stehen - dann gehen sie ein paar Monate jeden Sonntag auf den Friedhof um ihr Gewissen zu beruhigen und damit die Nachbarn es auch alle mitbekommen, aber irgendwann schläft auch das ein. Was gibt es schlimmeres, als ein Grab, dass verwahrlost, weil sich niemand mehr darum kümmert. Und irgendwann werden auch diese Gräber eingeebnet. Wenn ich das Grab meiner Oma sehe, könnte ich jedesmal heulen - nicht, weil es für mich wichtig wäre, sondern weil ich weiß wie schlimm das für meine Mutter ist, weil sie aufgrund der Entfernung viel zu selten dorthin kommt. Wenn man überhaupt von einer "romantischen" Vorstellung beim Begräbnis reden kann, dann wäre ich für Verbrennen und die Asche verstreuen. So soll es mir auch mal ergehen, muss ich dann nur noch meiner Familie beibringen... |
Ich habe einige Kaninchen im Garten begraben und eines (die Käthe letztes Jahr) beim Tierarzt gelassen, damit sie kremiert wird. Die andere Option wäre gewesen, sie Montags tot mit nach Hause zunehmen und im Hochsommer entweder in der Abstellkammer stehen zu lassen oder sie in das kleine Eisfach im Kühlschrank zu stecken, neben der Pizza, damit ich sie Samstags bei meiner Mutter im Garten hätte begraben können. Ich finde das nicht pietätlos. Ich habe sie solange gepflegt, wie ich konnte und sie bis zu ihrem letzten Atemzug gestreichelt und mich dann von ihr verabschiedet. Danach war der Körper nun mal tot und ob der jetzt verwest oder verbrennt, finde ich persönlich schnurzpiepegal. Wir haben trotzdem zuhause einen "Beerdigungskaffee" veranstaltet. Abschied nimmt nun mal jeder auf seine Weise, dazu brauche ich weder Grab, noch Kreuz, noch Sarg. |
Dann melde ich mich auch einmal zu Wort. Genau die Fragen, was man denn mit dem toten Körper des Tieres machen solle, hatte ich mir nach dem Tot von Lilly auch gestellt. Ich akzeptiere hier vollkommen alle Meinungen, die bezüglich des Todes und dem Umgang damit gefallen sind, es ist ja auch, wie viele schon erwähnt haben, etwas wirklich sehr persönliches und jeder geht damit nun mal anders um, was sicherlich teilweise auch von Religion, Erziehung und persönlicher Einstellung abhängt. Deshalb würde ich es nicht verurteilen. Außer natürlich das Tier in die Mülltonne zu werfen - das muss echt nicht sein. Zumal ich das auch den armen Müllsortierern am Band nicht zumuten mag, ständig verweste Tiere vor sich zu haben - das müsst ihr ja auch bedenken. Nichts desto trotz ist das Begraben, wie auch schon des Öfteren erwähnt, im öffentlichen Raum nunmal illegal und kann sogar echt viel Geld kosten, wenn man erwischt wird (mehrere Tausend wenn man Pech hat). Einerseits ja auch verständlich, denn wenn ein Tier tatsächlich eine Krankheit hat, illegal begraben wird und sich dann wilde Tiere, die es wieder ausbudeln daran anstecken, wäre es vielleicht nicht so toll oder auch wenn bestimmte giftige Substanzen ins Grundwasser gelangen. Dennoch haben wir unsere Lilly in einem riesigen Wald begraben - natürlich möglichst tief, damit wilde Tiere sie nicht sofort wieder ausbuddeln. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass es so schwer ist im Wald ein Loch zu graben - rieisige Wurzeln überall! Aber zum Glück haben wir es dann doch kurz vor der Dämmerung geschafft und auch eine kleine Blume draufgepflanzt. Ein Kreuz haben wir jedoch nicht aufgestellt - immerhin wollten wir nicht, dass unser kleines Grab dort zu sehr auffällt ;-) Tja so schlimm das Thema auch ist, aber es ist natürlich nicht wegzuschieben, denn rein praktisch gesehen kann man einfach den toten Körper nicht wochenlang in der Bude liegen haben - wie dann jeder genau damit umgeht, ja das ist dann eben wieder diese persönliche Sache. |
@ JayJay durch den Fleischwolf gedreht und dann abgekocht werden ist was anderes wie verbrennen! Erdbestattung = natürlich Feuerbestattung = schnell und sauber Fleischwolf + Kochen = geht garnicht Biotonne = geht auch nicht Einfach nur sagen - das ist ja nur noch ne tote Hülle, egal was damit passiert - also ich weiss nicht *Kopfschüttel* |
Ich persönlich finde, JayJay hat Recht. Es bleibt jedem selbst überlassen, wo und wie er mit dem Körper seines toten Tieres umgeht. Und trotz meiner Ansicht, dass es der Körper eines Freundes ist, mit dem ich persönlich würdevoll umgehen würde, so ist es immer noch ein totes Stück Tier. Die Erinnerung an das Tier lebt in dir weiter, daran wie du an ihm gewachsen bist, und eventuell auch an den Dingen, die du durch es gelernt hast, die Freude, die ihr euch gegenseitig beschert habt und all solche Dinge. Ich finde so etwas viel viel wichtiger, als das, was mit dem Kadaver passiert. Und was soll denn jemand machen, der keinen Garten zur Verfügung hat (und sich nicht durch illegale Tierkadaverbeseitigung strafbar machen will)?. Ist der jetzt automatisch ein schlechter Mensch, weil ers beim TA lässt oder in die Biotonne packt? (Wobei ich letzteres nicht soooo prickelnd finde). Ich persönlich finde es übrigens auch geschmacklos, das tote Nin im Sarg zu fotografieren und das dann hier reinzustellen. Wenn deine Oma stirbt, machst du dann auch ein Bild, druckst es auf ne Karte und schickst die deinen Verwandten mit der Überschrift "Oma ist gestorben"? |
Oma ist gestorben, GEIL, dann gibt es was zu Erben. (Satire) |
Ich finde ihr habt alle recht, aber solltet ihr nicht lieber ein anderes Thema anfangen, denn das hier find ich zu traurig :( |
Wie gesagt, ich hab kein Bild, auf dem nur der Sarg ist. |
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