 | Kaninchen | | Registriert seit: 09.08.2009
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Geschrieben am
01.01.2013, 19:49
| | | | Es gibt durchaus Hamster, die sogar von selbst nicht nur zur Hand, sondern sogar auf die Hand kommen. Aber ja, es sind Beobachtungstiere, da hast du Recht. Kaninchen allerdings auch eher - viele lassen sich zwar gegen Bestechung anfassen, einige sogar streicheln, aber eine Garantie hast du nicht.
Wenn du keine Insekten verfüttern möchtest, kommt aber ein Hamster für dich nicht in Frage, denn alle Tiere sollten so artgerecht wie möglich ernährt werden. Und da gehört zur Hamsterernährung eben auch, Insekten zu geben.
Übrigens ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, einen Hamster könne man artgerecht in einem der typischen Hamsterkäfige halten, wie auch beim Kaninchen sind diese viel zu klein. Die Meerschweinchen- und Kaninchen-Käfige wären vielleicht geeignet, haben aber zu große Gitterabstände. Bei Goldhamstern können die zum Hamsterbau gehörigen Gänge bereits eine Länge von bis zu 9 Metern aufweisen! Im Schnitt buddelt er etwas über einen halben Meter tief. Nicht einfach also, dem gerecht zu werden. Beim Goldhamster geht man von einer Mindestgehegegröße von 1 qm aus.
Meerschweinchen wären durchaus eine Alternative, allerdings solltest du beachten dass die Süßen ganz schön laut quiecken können. Kaninchen allerdings sind auch nicht unbedingt leise, ein Untermieter wird sicher nicht gern morgens um 4 Uhr von einem beherzten Klopfen geweckt werden wollen.
1 qm Gehegefläche darf auch bei Meerschweinchen keinesfalls unterschritten werden, ist jedoch wirklich die absolute Untergrenze die man eigentlich deutlich überschreiten sollte. Denn Meerschweinchen sollten eine Rennstrecke zur Verfügung gestellt bekommen, die zwischen 1,80 m und 2,00 m in der Länge haben sollte. Die Gehegetiefe darf 70 - 80 cm nicht unterschreiten, damit die Schweinis auch noch aneinander vorbeilaufen können wenn noch Häuser im Gehege stehen. Somit beträgt die absolute Mindestfläche 1,26 qm für 2 Meerschweinchen. Meerschweinchen fühlen sich am wohlsten in Gruppenhaltung. Hierbei wird ein Kastrat mit mehreren Säuen gehalten. Kastraten untereinander sind meist unverträglich wenn Säue in der Nähe sind, allerdings gibt es - falls keine Säue in der Wohnung sind - gut funktionierende Bockgruppen, meist aus einem erwachsenen Bock und einem oder mehreren Baby-Böcken. In diesem Fall geht eine Haltung auch unkastriert meist gut, Streitigkeiten werden fast immer durch die Anwesenheit von Säuen ausgelöst. Bockgruppen brauchen aber auf jeden Fall mehr Platz pro Tier als gemischte Gruppen. |