|
| ||||||
| Willkommen bei Kaninchenforum - Das Kaninchen Forum Online. |
Du schaust Dir das Kaninchen-Forum gerade als Gast an, und kannst noch nicht alle Funktionen nutzen. Hier kannst Du Dir jetzt kostenlos einen Benutzernamen auswählen. (Als angemeldeter Kaninchenforum-Benutzer siehst Du diese Box nicht!) |
![]() |
| | Themen-Optionen | Thema durchsuchen | Ansicht |
| ||||
|
|
|
| |||
| Du kannst das mit den vielen Frei-Spalten ändern indem du deinen Beitrag editierst. Dazu klickst du direkt unter dem Text den du verbessern möchtest auf die Schaltfläche "editieren" und löscht die Freizeilen heraus. Danach noch ein Klick auf "Änderungen speichern" und dann sind die Freizeilen aus deinem Post verschwunden.
|
|
| |||
| So, nun aber zu deiner Frage: Eine Pflegestelle zu sein ist nicht einfach. Es ist gut, wenn man helfen möchte - aber man darf sich nicht übernehmen. Da wäre zuerst einmal der Platz. 2 qm sollten pro Kaninchen zur Verfügung stehen können, nur bei großen Notfällen darf es vorübergehend - aber wirklich nur vorübergehend - mal weniger sein. Diesen Platz musst du getrennt von eigenen Tieren zur Verfügung stellen können, denn die Neuankömmlinge bringen vielleicht ansteckende Erkrankungen mit. Dann die Kosten, denn Kaninchen artgerecht zu ernähren kann im Winter ziemlich teuer sein. Dazu kommen Tierarztkosten, da die meisten Tiere die in einer Pflegestelle landen krank sind. Da kommen auch schon mal 200 oder 300 Euro zusammen in wenigen Wochen. Pro Tier. Dann die Impfkosten, und auch die Kastrationskosten - denn die Rammler werden meist unkastriert in den Pflegestellen ankommen. Als nächstes die Zeit - es muss ausreichend Zeit vorhanden sein. Kranke Kaninchen gesund zu pflegen bedeutet auch mal, nachts sich um das Tier zu kümmern oder alle 2 Stunden Medikamente zu verabreichen. Kenntnisse - die benötigt man auch, jede Menge. Vor allem was die häufigsten Erkrankungen und ihre Symptome angeht, so dass man möglichst schnell abschätzen kann ob das Tier was man gerade aufgegabelt hat krank ist. Ja - und dann: die Vermittlung. Die ist alles andere als einfach Gute Stellen sind leider rar. Selbst Jungtiere sind da keine Ausnahme, ich weiß von einem Fall wo sich seit Wochen überhaupt nichts bewegt. Dort wurden zwei angeblich nicht trächtige Häsinnen in eine Pflegestelle aufgenommen, und überraschten wenige Tage später ihre Pflegerin beide mit je einem Wurf! Die ganzen Kastrationskosten, die Unterbringung - die Pflegestelle ist sehr belastet und hofft, dass sich im Frühjahr etwas bewegt wenn die Süßen auch in echte Außenhaltung umziehen können, denn momentan sind sie in Innenhaltung, zwar kühl aber eben nicht draußen, da ist eine Umquartierung nach außen zu gefährlich.
|
|
| |||
| Ich kann Lupine nur zustimmen. Es gibt viele Leute, die eine Pflegestelle eröffnet haben, aber diese letztendlich doch schließen mussten - aus Geldmangel. Du musst ja immer viel Geld haben, für Futter (manche Pflegefälle benötigen spezielles Futter), für Tierarzt, Kastration usw. Und wie willst du dich selbst über die Runden bringen? Ich behaupte nicht, man lebt wie ein Armer, aber du musst oft tag und nacht für deine Tiere da sein. Zwar bringen dir die Abgabegebühren etwas in die Kasse, aber sonst nicht viel. Ein Nebenjob ist hier oft schwierig, da du nicht den ganzen Tag weg sein kannst.
__________________ Viele Grüße von BlackJack und ihren Katzen Tiger und Jacky, den Schildkröten und den Degus
|
|
| ||
| Wenn du wirklich eine Pflegestelle anbieten willst frag doch im Tierheim oder bei einer Tierschutzorga nach. Dann werden auch zum größten Teil die Kosten übernommen. Ich hatte auch das ein oder andere Mal Pflegenins zur Kastraquarantäne absitzen. Aus meinen anderen zwei Pflegenins sind eigene geworden, weil es unmöglich war sie aufgrund ihrer Krankheit weiterzuvermitteln. Aber ich sehe gerade das du erst 11 bist. Was sagen denn deine Eltern dazu?
|
|
| |||
| Ich kenne eine Stelle in Berlin, die hat sich darauf spezialisiert, Tiere aufzunehmen, die niemand mehr haben will. Habe dort einen Tag ehrenamtlich gearbeitet. Ich kann nur eins sagen: das ist harte Arbeit, du musst ständig Ehrenamtliche und Praktikanten einstellen, denn ohne die schaffst du die ganze Arbeit gar nicht. Obwohl diese Familie sich ausschließlich über Sponsoring finanzierte, also Mann und Frau und Kind täglich arbeiteten. Sie haben auch eine eigene Webseite eingerichtet, wo sie regelmäßig über Neuzugänge und Behandlungen von kranken Tieren berichten. Auch die jeweiligen Spender werden dort genannt, das funktioniert offensichtlich als Marketingkonzept ganz gut. Die Haltung der Tiere fand ich übrigens zum Teil nicht optimal, ich habe lange überlegt, ob ich den Tierschutz einschalten sollte, hab's aber dann gelassen, denn wer würde so so arme und teilweise verkrüppelte Tiere schon nehmen? Was mich am meisten ekelte war aber vor allem der fließende Übergang von Tier und Mensch. Ich hätte jedenfalls die Krise gekriegt, wenn mein Kind in so einer Umgebung aufwachsen würde. Für den Menschen absolut unhygienisch und ich bin wirklich keine Putzsüchtige, das könnt ihr mir glauben! Lange Rede, kurzer Sinn: Das Ganze muss gut durchdacht sein. Arbeitszeiten, Räumlichkeiten, Gehegekonstruktionen, Tierarztkosten müssen vorher kalkuliert werden. Ich würde dir raten, das nicht aus dem Ärmel zu schütteln, sondern ein halbes Jahr vorher alles zu planen. Sponsoring ist meiner Ansicht nach gut möglich, aber auch das muss durchdacht sein; Tierhandlungen kontaktiert werden, Anzeigen geschaltet werden, Webseite einrichten usw. Geändert von CutestRabbitonEarth (29.12.2012 um 23:54 Uhr).
|
![]() |
| |
Ähnliche Themen | ||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Notaufnahme, Pflegestellen, Mitfahrgelegenheiten | Sanny0093 | Kaninchen FAQ (in Arbeit) | 40 | 05.03.2015 13:02 |
| Kastrapaten/Pflegestellen/Zuhause gesucht! | Keks3006 | Kaninchenhaltung & Allgemeines | 0 | 11.02.2012 15:15 |