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Das Dilemma auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von Viola156
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 16.07.2011
Beiträge: 151
Viola156 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 23.11.2012, 19:44

Das Dilemma


Also, ich stehe vor einer Art Dilemma:

Am letzten Sonntag ist meine Kleine (Lena) verstorben. Schon eine Woche zuvor hat sie nichts mehr gefressen, eine Verstopfung durch einen Haarballen war vermutlich die Ursache, der TA-Besuch stand auf dem Tagesprogramm.
Über die Therapie brauche ich im einzelnen ja kein Wort mehr zu verlieren, weil es leider leider eh zu spät ist, nur so viel: ich habe wirklich alles gemacht, was man einem Kaninchen zumuten mag!
Es läuft mir aber nach, was wohl daran liegt, dass ich sie bis zum letzten Moment ihres Lebens hin begleitet habe. Vllt. hätte ich das Leiden des Tieres eher beenden können, aber man hat ja bis zuletzt Hoffnung und am Sonntagmittag sah es auch nach "über den Berg" aus...

Dass ich in der letzten Woche zu einem kleinen Haufen Elend geworden bin, konnte ich durch intensive Beschäftigung mit dem Forum hier und dem Gedanken, mir ein neues Kaninchen zu beschaffen, verhindern.
Aber man möchte ja alles besser machen als zuvor, deshalb die Idee: 2 sollens sein.

Nun also das Dilemma: Ich wohne bei meinen Eltern in einem dreistöckigen Haus, Lena lebte in freier Wohnungshaltung in der 1. Etage und konnte sich frei bewegen, wann immer sie wollte. So solls bitte auch für die nächsten Tiere hier sein.
Allerdings konnte ich auch nach fast einer Woche Beschäftigung mit dem oben genannten Gedanken meine Mutter bisher noch nicht davon überzeugen, dass es für ein Kaninchen besser ist in einer Partnerschaft (am liebsten Böckchen und Weibchen) zu leben - aus den bekannten und viel diskutierten Gründen. (Auch mein Vater ist nicht wirklich begeistert von der Idee zwei Kaninchen zu halten aber das ist nicht das Hauptproblem.)
Einige Diskussionen, in denen ich alle Argumente FÜR eine Haltung von mehr als einem Tier dargelegt habe, waren bisher wenig erfolgreich.
Sie leuchten ihr zwar ein, sie habe aber folgende Bedanken:

Was geschieht mit dem Tier, wenn du ausziehst? (Ich habe ne fertige Ausbildung zur Krankenschwester und wohne, solange ich hier in der Nähe arbeite, noch zu Hause, möchte aber möglichst bald endlich Medizin studieren.)
Ein Tier über den Urlaub weg zu geben ist einfacher als zwei Tiere zu vermitteln!
Die zwei Kaninchen pinkeln den ganzen Teppich voll!
Ich möchte keine zwei Tiere da rum laufen haben, das eine kann man sich gut zum Kuscheln holen.
Ich möchte kein Böckchen, die markieren alles und pinkeln auch an die Wand.



Die Frage ist: Was tun?

Zunächst einmal: Vllt. ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis ich sie weich gekloppt habe und sie es zulässt, weil uns die ganze Sache mit Lena ziemlich mitgenommen hat und 9 Jahre schließlich eine lange Zeit mit einem Kaninchen sind.

Sie sagt auch: Wenn du zwei halten willst, kannste das gerne im Garten machen.
Das wäre die Alternative, einen relativ großen Garten haben wir. Es wäre aber wesentlich mehr Aufwand, der einfach nicht nötig ist. (Wobei ich dann Liz aus dem TH Lev nehmen könnte, die aktuell in Außenhaltung lebt und mich schon ein wenig verzaubert hat xD).

Ich habe mir überlegt, ihr einfach mal den Thread über Kaninchenhaltung (mind. 2 Kaninchen) zum Lesen zu geben, ich befürchte aber, dass das nicht viel bringt, weil sie die Argumente ja nachvollzieht, aber es trotzdem anders aufziehen will.
Weitere Diskussionen werden auch noch folgen, in denen ich vllt. erwähnen kann, dass man einen Hund oder ne Katze auch nicht einfach so in einen Stall sperrt und ihnen max. 1 Stunde am Tag Kontakt zur Außenwelt, zu anderen HUnden oder Katzen gewährt.

Allein schon, dass ebenso meine Mutter als auch ich berufstätig sind und mein Vater in seiner Beweglichkeit ziemlich eingeschränkt ist und keiner von uns 24 h am Tag den Entertainer für EIN einsames Kaninchen spielen kann, ist für mich schon ein wichtiges Argument...

Wenn all die Überzeugungsarbeit erfolglos ist, ist die Konsequenz, kein Kaninchen zu halten oder eben "nur" in Außenhaltung, wovon meine Eltern bestimmt auch nicht begeistert wären.
Hoffnungslos bin ich zwar nicht, aber vllt. habt ihr noch ein paar Tipps wie ich insbesondere meine Mutter davon überzeugt bekomme, zwei Tiere zu halten. Darüber wäre ich sehr dankbar!



 



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