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Lupine 06.09.2012 15:52

Zitat:

Zitat von Lisalein (Beitrag 399940)
Ich zeige euch jetzt mal, was ich mit kahl meine, und das ist wirklich kahl!
Aber keine Sorge: Das war schon im Frühjahr, waren natürlich sofort beim TA. Er hat den kleinen Mann auch untersucht auf Milben und allen möglichen anderen Kram, aber er konnte nichts finden. So schlimm ist es jetzt allerdings nicht.
Und nachgewachsen ist das Fell natürlich auch!

Das sieht sehr erschreckend aus!

Was ist an Diagnostik gemacht worden im Frühjahr? Und ist er jetzt auch so kahl, bzw. an einigen kleineren Stellen?

Lisalein 07.09.2012 10:27

Also er hat ihn auf Milben untersucht und ne Kotprobe gemacht. Und dann hat er ihn auch noch weiter untersucht, also das hat alles sehr lange gedauert, so ganz genau kriege ich das jetzt nicht mehr auf die Reihe. Es ging dann auch darum ob er evtl. was falsches gefressen hat, irgendwas giftiges angenagt hat, wir haben hin und her überlegt, aber sind zu keinem Ergebnis gekommen. Er hat dann Tropfen bekommen, weil unser TA evtl. vermutet hatte, dass er sich vergiftet hat, konnte aber auch nicht 100%ig festgestellt werden. Das Fell ist dann zum Glück wieder nachgewachsen, unser TA hatte schon Sorge, dass es evlt. gar nicht mehr nachwächst weil ja schon 8 Jahre alt ist. Aber alles gut, ist alles nachgewachsen und sonst erfreut er sich auch bester Gesundheit.
Jetzt verliert ja auch gerade wieder Fell, allerdings nicht annährend so schlimm wie damals. Eine kleine kahle Stelle hat er am Hals, die sieht man aber eigentlich überhaupt nicht, wenn man nicht genauer hinschaut und das Fell zur Seite streicht.
Also er hatte schon immer sehr ausgeprägten Fellwechsel, möchte ich jetzt mal so ausdrücken. Allerdings nie so schlimm wie auf dem Foto. Woher das kommt kann ich mir aber auch einfach nicht erklären.

Lupine 07.09.2012 10:52

Wie wurde auf Milben untersucht? Tesa-Abklatsch?

Wurde eine Pilzkultur angelegt (4 - 6 Wochen Brutschrank)?

Wurde eine Hautbiopsie angefertigt? Es gibt Grabmilbenarten die sich so tief in die Haut bohren dass sie mit normalen Mitteln nicht diagnostizierbar sind, hat mir mein TA damals erklärt als Wuschel großflächige kahle Stellen hatte. Wir haben damals eine solche Biopsie durchgeführt und das Präparat in einem spezialisierten Labor untersuchen lassen, in diesem Fall übrigens ohne Befund - die Ursache bei Wuschel war Jule, die ihre Mitbewohnerin plötzlich zu rupfen begann. Ich habe das erst nach mehreren Wochen intensiver Beobachtung festgestellt.

Lupine 07.09.2012 10:53

Die kahle Stelle am Hals, ist die an einer Stelle wo eine Hautfalte ist? Also eher in Kinn-Nähe? Oder ist sie direkt im Nacken?

Lisalein 07.09.2012 11:17

Ja Tesa wurde gemacht. Eine Pilzkultur? Meinst du vom Kot? Nee wurde nicht gemacht. Also zumindest nicht, dass irgendwas 4 bis 6 Wochen gedauert hat!
Und eine Hautbiopsie auch nicht! Wie macht man sowas denn? Das wäre dann ja mal ganz ratsam...
Die kahle Stelle jetzt ist im Nacken!

Lisalein 07.09.2012 11:20

Ach so, da fällt mir gerade noch eins zu ein: Es ist jetzt nicht so, dass wir nach Hause kamen und er war so nackt und das Fell lag daneben. Man konnte das Fell halt beim zupfen so rausnehmen. Darum frage ich mich ja auch ob ich evtl. zu doll zupfe?! Aber es hat sich halt noch nie einer von den Kleinen beklagt! :confused:

Lupine 07.09.2012 16:07

Also wurde wohl keine Pilzkultur angelegt. Dafür schabt der Tierarzt über die betroffenen Hautstellen mit einem kleinen Schaber, und befördert die abgeschabten Hautzellen mit allem was sich dort drauf befindet in eine Petrischale mit einer Nährsubstanz. Das ganze kommt in einen Schrank in dem ein für Pilze ideales Klima herrscht, und in gewissen Zeitabständen wird das angesehen. Wächst etwas, kann man dann unter dem Mikroskop erkennen um welche Pilzart es sich handelt, und kann auch gleich an dieser Kultur ausprobieren ob das Medikament das man einsetzen möchte den Pilz auch abtötet. So etwas gehört bei solchen Befunden normalerweise zur Standarduntersuchung, oder sollte es zumindest.

Für eine Hautbiopsie wird eine kleine örtliche Betäubung gesetzt und das entsprechende Hautareal, falls es nicht ohnehin kahl ist, rasiert. Dann wird eine ca. 3 mm im Durchmesser messende Hautprobe herausgestanzt und die entstehende Wunde mit 1 oder 2 Fäden verschlossen.

Da es sich um einen - wenn auch kleinen - operativen Eingriff handelt wird das nur dann durchgeführt wenn man mit anderen diagnostischen Mitteln wie der Pilzkultur keinen Erfolg hat.

Ist die kahle Stelle im Nacken genau in der Mitte, oder ist sie seitlich von der Mittellinie verschoben? Falls sie genau in der Mitte ist, nicht gerötet ist und weder Kratzspuren noch Schuppen zeigt, ist es am wahrscheinlichsten dass es sich um eine öfter bei langhaarigen Kaninchen (auch bei Löwenköpfchen) auftretende "natürliche" Kahlstelle handelt. Viele Langhaarkaninchen haben im Nacken, wo bei Kurzhaarkaninchen das Fell sehr weich und fein ist, ebenfalls sehr weiches, feines und oft sehr dünnes Fell, einige natürlicherweise auch eine kleine kahle Stelle. Wenn diese größer wird muss man untersuchen, ist sie aber unauffällig und bleibt in der selben Größe, ist es wahrscheinlich eben diese typische Langhaarkaninchenauffälligkeit.

Lisalein 10.09.2012 08:25

Guten Morgen!!
Sorry, dass ich erst jetzt antworte!

Also da hast du recht, von diesen Dingen wurde dann nichts gemacht!
Das hört sich ja brutal an mit dem herausstanzen! Ich habe immer Angst mit Herrn Bert zum TA zu fahren, weil er ja schon älter ist und auch immer sehr klapperig ist, wenn wir dahin müssen, weil er immer total die Angst bekommt. Als er klein war, war er halt nicht so. Aber jetzt schon :(

Also bei der neuen kahlen Stelle würde ich schon sagen, dass sie eigentlich mittig liegt. Allerdings ist er kein Langhaarkaninchen, wie ein Löwenköpfchen oder ähnliches...

Lupine 10.09.2012 09:05

Wie groß ist diese Stelle denn? Und findest du dort irgendwelche Auffälligkeiten wie Rötungen oder kleinste Kratzer, oder Schuppen?

Wer lebt mit ihm zusammen und könnte derjenige evtl. exzessiv schlecken oder fellknabbern?

Lisalein 10.09.2012 09:35

Nein überhaupt nicht, keine Rötungen, keine Kratzer, nichts dergleichen. Auch im Frühjahr als es so extrem war, konnte nichts dergleichen festgestellt werden. Das hat unseren TA auch verwundert, dass es keine Kratzspuren oder Rötungen gab.

Ich würde sagen, die Stelle ist ungefähr so groß wie ein 20 Cent Stück.

Er lebt mit einer Widderdame zusammen. Im Frühjahr hatte er allerdings noch eine anderen Partnerin (sie musste leider aufgrund eines Kieferabszesses eingeschläfert werden :(). Diese hat ihn überhaupt nicht geputzt. Wir hatten sie aus dem TH. Darum auch der Abszess, weil sich keiner um ihre Zähne gekümmert hat, die mussten dann gezogen werden und daher kam dann der Abszess. Sie kannte keine anderen Kaninchen, da sie immer allein gelebt hat. Ich nehme an, dass sie ihn deswegen nie geputzt hat.
Die neue Partnerin putzt ihn total ausgiebig. Aber eigentlich kann da ja auch kein Zusammenhang bestehen, wenn vorher quasi nicht geputzt wurde und es da ja viel viel schlimmer war oder?!

Ich bin in dieser Sache wirklich komplett überfragt :confused:

Lupine 10.09.2012 15:51

Möglicherweise handelt es sich um zwei verschiedene Ursachen.

Da die Stelle momentan noch relativ klein ist, kannst du es noch ein paar Tage beobachten. Am besten wäre es, wenn du z. B. ein Zentimetermaß dran hälst und den Durchmesser ermittelst und dir aufschreibst, so kannst du dann nachvollziehen ob sich die Stelle ausbreitet. Falls ja, muss nochmal ein TA draufsehen, falls nein und er kratzt sich nicht und benimmt sich normal, kannst du weiter abwarten. Dann handelt es sich vielleicht um eine kleine Fellwechselstörung wegen seines Alters. Der Nacken ist da besonders oft betroffen weil das Fell hier eine andere Struktur hat als an den meisten anderen Körperstellen.

Bei Wuschel war es eben so ein Rätsel mit dem heftigen Fellausfall wie bei euch. Schau dir das mal an, da war es schon am abheilen:

http://www.abload.de/img/wuschelkrankg8rf.jpg

Oben, die rosa schimmernde Stelle, ist noch kahl.

Die Verursacherin der ganze Sache siehst du ebenfalls auf dem Foto :rolleyes: Scheinbar pure Harmonie, trotz allem solche Auswirkungen. Jule hat das übrigens nur das eine Mal gemacht, später nicht wieder.

Und wegen der Harmonie und fehlender Kratzspuren sind wir lange nicht auf die Ursache gekommen. Erst Tage nachdem das Biopsie-Ergebnis da war, habe ich Jule dabei erwischt wie sie am Fell zog!

Lisalein 11.09.2012 11:12

Ui, das sieht ja genauso schlimm ist wie bei uns. :( Da kriegt man erstmal nen Schock wenn man sowas sieht!

Das mit dem Zentimetermaß ist eine super Idee, hab ich gestern auch gleich gemacht. Vom Augenmaß her würde ich behaupten, dass es schon kleiner geworden ist. Es handelt sich jetzt um 1,2 cm. Wollen wir mal schauen wie es weiter geht. Ich hoffe, dass es nicht wieder so schlimm wird!!!!

Lilly98 11.09.2012 15:09

ich finde auch, das sieht echt übel aus!

Lupine 11.09.2012 16:31

Ja, es sah wirklich übel aus! Ich bin fast verrückt geworden vor lauter Sorge, bevor ich wusste was los ist. Ich habe auch nie aufklären können was Jule dazu trieb Wuschel so zu rupfen und war froh, dass sich das nicht wiederholt hat.

Lisalein, ich denke in 2 - 3 Tagen kannst du eine erste Einschätzung treffen wie sich die kahle Stelle im Nacken entwickelt.

Lilly98 13.09.2012 06:21

achso, da sfell ist nicht etwa von alleine ausgefallen, sondern wurde rausgerupft??

Lupine 13.09.2012 07:41

Bei Wuschel definitiv ja - denn nach einem recht langen Zeitraum, wenn ich das recht erinnere waren es ca. 3 Wochen, habe ich Jule endlich dabei erwischt wie sie es ausrupfte.

Diagnostisch haben wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft gehabt damals bis auf ein großes Blutbild mit Bestimmung der Hormonwerte. Die Haut war definitiv in Ordnung und es gab keine Spuren eines Pilz- oder Parasitenbefalls. Der nächste Schritt wäre dann die Blutuntersuchung gewesen, aber meine Beobachtung kam dem zuvor. Mir ist es dann gelungen Jule mit sehr viel Beschäftigung von Wuschels Fell abzulenken, so dass sie es irgendwann dann aufgegeben hat.

Lilly98 13.09.2012 14:31

ah... da sist ja wirklich ärgerlich, wenn sie ihr das fell rausgerupft hat... meine luna rupft lolly (wenn sie scheinschwanger ist) auch oft fell raus, aber nur ein bisschen, wiel lolly dann schon immer enormen abstand von ihr hält!wie ist das eigentlich im winter? also luna rupft nichtnur lolly, wenn sie scheiscahwanger ist, sich selbst rupft sie uahc undzwar brutal! ich hab i-wann mal ein foto voin ihr gemahct, wo siesich den ganzen bauch/brust/halsbereich rausgerupft hat... also etwas fell stand noch, siehat sich das so... wie soll ich das nennen, so furchenweise fausgerupft... wa ist, wnen sie im winter mal scheinschwanger wird, friert sie dann nicht? oder erkt sie dann selber, das sie sich nicht ganzsoviel rausrupfen sollte?

Lupine 13.09.2012 14:35

Eine Scheinschwangerschaft bei Außenhaltungsnins im Winter ist eher unwahrscheinlich, ich denke dass du dir da keine Sorgen machen solltest. Die "typische" Scheinschwangerschaftszeit ist bei Außennins der Frühling, außerdem treten sie auch im Sommer und Herbst noch auf. Im Winter habe ich das aber noch nicht erlebt bei Außennins, da kenne ich so etwas nur von Innennins.

JenIam 18.09.2012 15:14

Huhu,

ich habe da auch mal eine Frage. ich habe ein Angorahasi und die Kleine hat einen richtigen Puschelpo :-) einmal war ich beim TA und habe die Verfilzung entfernen lassen, aber ich würde sie eigentlich lieber selber "frisieren". sie steht nicht so auf den TA :-P. habt ihr ne Ahnung womit und wie ich das am stressfreiesten für sie anstelle??

Liebste Grüße
Jenny

Lupine 18.09.2012 17:33

Bei einem echten Angora ist eine professionelle Schur notwendig. Am besten wendest du dich an einen Angorakaninchenzüchter und lässt es dir zeigen und dir eine Maschine empfehlen. Angoras dürfen nicht gebürstet werden, das fördert das verfilzen!

Ist dein Kaninchen kein Angora, sondern ein Langhaarkaninchen anderen Typs, kannst du es bürsten. Das sollte regelmäßig geschehen, abhängig von der Begrannung im Fell. Bei einigen Kaninchen muss man täglich bürsten, bei anderen reicht auch ein- bis zweimal wöchentlich. Dabei musst du ausprobieren was am besten funktioniert.

Bei meiner Wuschel kam ich am besten mit folgendem System zurecht: Erst wurde sie abgetastet am ganzen Körper nach Filzknoten. Die habe ich dann mit einer Fellschere herausgeschnitten (am besten beim TA zeigen lassen, damit du das Nin nicht verletzt!). Danach habe ich sie mit einer kleinen Zupfbürste (kleine gebogene Metallhäkchen als Borsten) OHNE Druck durchgebürstet.

Andere haben aber auch gute Erfahrungen mit Fellkämmen gemacht - es gibt Modelle mit drehbaren Zinken die nicht so ziepen (Hunde- oder Katzenabteilung) oder auch mit der Langhaarversion des Furminator.

Lilly98 18.09.2012 20:21

ah, ok. also sie war auch schon ca 3 wochen nichtmehr scheinschwanger... ich dachte nur... denn bis jetzt hat sie sich immer ganzschön heftig gerupft, aber wo du es sagst, macht es sinn, das sie das nur im frühling sind.... danke für die anzwort!

Lisalein 19.09.2012 10:01

Guten Morgen!

Also, die aktuelle kahle Stelle ist nicht größer geworden bzw. kann ich sie gar nicht mehr wieder finden! ;) Also denke ich mal, dass alles gut ist! :)

Mal schauen wie es beim nächsten Wechsel wird!

LG

Lupine 19.09.2012 10:42

Super :) Es hat sich also mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich um einen Zusammenhang mit dem Fellwechsel gehandelt, die Stelle am Nacken ist eigentlich recht typisch dafür wegen der dort vorhandenen besonderen Fellstruktur.

JenIam 19.09.2012 16:33

alter schwede...dann darf ich sie garnicht bürsten? laut Tierheim und Schutzbrief ist sie ein Angora...dann werde ich mich mal schlau mach und sie scheren lassen

thx


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