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saloiv 28.05.2012 10:14

AW: Aggressiv, wild und nachtaktiv. Tips?
 
Stell dir vor du hältst einen Hund in einem Käfig. Was würde er machen? Die Einstreu rausscharren, am Käfig kratzen und beißen, da drinnen durchdrehen, bellen, dich anfallen wenn du das Futter rein schieben möchtest...

So ähnlich geht es gerade deinen Kaninchen:

- Kaninchen buddeln gerne und brauchen eine große Buddelkiste mit Sand gefüllt (wenn sie diese nicht haben, wird das Einstreu verwendet und landet überall...)

- Kaninchen knabbern gerne und reagieren sich so auch ab (wenn sie nichts zum knabbern haben, dann wird der Käfig angenagt und die Einrichtung)

- Kaninchen springen und rennen gerne (können sie das nicht, dann stauen sie Energie an und sind unausgelastet, das mündet in Aggressivität und Verhaltensstörungen...)

- Kaninchen sind wechselaktiv, vor allem sind sie nachts, in den frühen Morgen- und späten Abendstunden aktiv

- Kaninchen brauchen Beschäftigung und Platz


...

armanichanel 30.05.2012 15:51

AW: Aggressiv, wild und nachtaktiv. Tips?
 
So, ich habe jetzt mal den TA um Rat gefragt. Dieser meinte, dass ich sie auf keinen Fall kastrieren lassen sollte, da das bei Häsinnen zu gefährlich ist. Außerdem sagte er, dass es bei den Kaninchen - wie bei den Menchen auch - verschiedene Verhaltensmuster gibt. Sie ist halt aufgekratzt und er ist die Ruhe im Kaninchen. Außerdem teilte er mir mit, dass die Kaninchendame wohl merkt, dass im Haus ein großer Jagdhund lauert. (Keine Angst, der Hund kommt niemals an die Nins ran). Ich werde die beiden Nins demnächst ausquartieren, sprich in einen Garten stellen wo sie sogar ein Holzdach über dem Käfig haben. Da werde ich dann auch wieder den Freilauf anbauen können :D Ich freu mich so für sie. Danke euch. Ich füttere übrigens Bunny. Sollte ich das ändern? Wie kann ich sie gut beschäftigen?????
GLG

marinahexe 30.05.2012 16:36

AW: Aggressiv, wild und nachtaktiv. Tips?
 
Jegliches Trockenfutter aus dem Handel taugt nichts. Stell sie langsam auf Frischfutter um, Wiese, Wiesen-/Küchenkräuter, Salate (sh. kaninchenwiese.de). Nach Möglichkeit blättriges Grünzeug, das sättigt wenig. D.h. sie verbringen einen großen Teil ihrer Zeit mit Fressen. Außerdem sorgt das Mahlen von Grünzeug für den nötigen Zahnabrieb. Du kannst ihnen eine Buddelkiste, gefüllt mit Mutterboden oder Sand, zur Verfügung stellen. Über einen Rascheltunnel oder ein Plastikrohr (Baumarkt, Abflußrohr), in dem sie sich verstecken können, werden sie sich auch freuen.

Viel Spass beim einrichten
marinahexe


PS: Achte darauf, dass der Stall/das Gehege Schattenplätze hat.

saloiv 30.05.2012 17:19

AW: Aggressiv, wild und nachtaktiv. Tips?
 
Der Gartenplan klingt gut. Hast du schon unsere Gehege-Sammlung angeschaut? http://www.kaninchenforum.de/kaninchenstall-kaninchengehege/4213-aussengehege-foto-sammlung-macht-alle-mit.html

Lupine 30.05.2012 18:26

AW: Aggressiv, wild und nachtaktiv. Tips?
 
Ich finde auch dass der Gartenplan prima klingt - denk aber an die Mardersicherheit und die schon erwähnten Schattenplätze.

Häsinnenkastrationen sind tatsächlich heikler als Rammlerkastrationen, allerdings habe ich schon eine Häsin aus medizinischen Gründen (Vergrößerung der Gebärmutter) kastrieren lassen und diese Entscheidung nicht bereut. Durch einen erfahrenen Operateur kann man das Risiko deutlich senken, ich halte es zwar für gut dass dein TA selbst an die OP nicht heran will wenn er nicht die nötige Erfahrung hat, seine generelle Aussage ist aber falsch finde ich. Von den Häsinnenkastras von denen ich weiß sind bisher alle gut gegangen.

Von dem Bunnyfutter halte ich gar nichts - das einzige trockene was meine Nins angeboten bekommen sind Heu, gemischte Trockenkräuter und -blätter sowie ein paar Sämereien. Stark verarbeitetes Futter ist nicht gut für den Kaninchendarm, es enthält zwar oft auf dem Papier einen hohen Rohfaseranteil - nur ist der so zerkleinert und zerschreddert dass er den Darm nicht mehr "durchputzen" kann und auch dem Zahnabrieb nicht dient. Bei den Pelletvarianten kann es darüber hinaus noch zum aufquellen im Magen kommen und im Extremfall dadurch zu einer Magenüberladung - eine lebensgefährliche Komplikation leider. Auch Fälle wo Pellets zum verschlucken und dadurch zum Ersticken führten sind bekannt, auch wenn es sich in den meisten derartigen Fällen eher um kleinteilige Pellets und nicht um die großen Trimellos oder Quadbits handelte.


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