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Lümmelspatze 19.05.2012 18:16

VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Hallo liebe Forenmitglieder!

Dies ist mein erster Beitrag und ich hoffe auf hilfreiche Tips von euch.

Gestern zog Zwergkaninchen Karsten (ca. 2011 geb.) aus dem Tierheim zu uns. Er hat nach einem Unfall nur noch drei Beine, ein Hinterlauf musste ab dem Knie amputiert werden. Er ist sehr lieb, ruhig, ängstlich und neugierig.

Isabell lebt seit vier Monaten bei uns, sie ist 6 Monate alt, ein Widderchen, manchmal etwas schreckhaft, ansonsten eine ganz liebe und ruhige, die aber in ihren 5 Minuten Speedy Gonzales in den Hintergrund stellt.

Nachdem vor kurzem unerwartet ihr Partner verstarb, wollten wir sie natürlich nicht alleine leben lassen.

Nun zu meinem "Problem", bei dem ich Hilfe brauche:

Als wir sie am Freitag gg. 18:30 Uhr auf neutralem Grund zusammensetzten, erstarrte er nach einem kurzen Geschnupper an Isabell zur Salzsäule. Man sah ihm die Panick deutlich an. Isabell hat ihn ein paar Mal berammelt und ihn dann nach kurzer Zeit die Öhrchen geleckt. Sie legt sich auch immer wieder neben ihn und schläft ein. Allerdings ist er davon nicht begeistert, er hat große Angst vor ihr und lässt ihre Nähe nur über sich ergehen.

Karsten kann trotz seiner drei Beine erstaunlich schnell "rennen". Immer wenn sie in seine Nähe kommt, dann rast er davon. Er erstarrt nun nicht mehr zur Salzsäule, sondern ergreift die Flucht. Wenn sie aber mal außer Sichtweite ist, dann guckt er sich um und scheint neugierig zu sein. Bis heute morgen hat er auch immer wieder mit seinem Hinterlauf geklopft, das hat jetzt aber aufgehört. (Ein Fortschritt?) Im Allgemeinen hat er anscheinend Angst vor Artgenossen...

Was meint ihr dazu? Karsten ist seit Ende Februar im Tierheim und wurde allein in einem Käfig gehalten. Davor ging er anscheinend durch mehrere Hände. Ob er Gesellschaft hatte ist fraglich. Die Tierheimpflegerin meinte, vier Wochen wird er schon mal mit einem Kaninchen verbracht haben, er hat einmal Kinder gezeugt...

Ich freue mich auf Beiträge,
Stephi

marinahexe 19.05.2012 18:23

AW: VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Hallo Lümmelspatze,

herzlich willkommen bei uns!

Das hört sich für mich alles ganz normal an. Ich denke, die beiden brauchen noch etwas Zeit. Die Angst bei ihm wird sich legen, das Alarmschlagen hat ja schon aufgehört.

Schau mal hier in die Kaninchen-FAQ, dort findest Du die Vergesellschaftungsregeln. Lies sie Dir mal durch, dann bist Du etwas ruhiger. Es hört sich wirklich gut an.

lg
marinahexe

Lümmelspatze 19.05.2012 19:13

AW: VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Hallo marinahexe,

die Regeln/Tips habe ich mir vorher schon durchgelesen, zwar nicht auf dieser Seite, aber sie sagen dasselbe aus. Wahrscheinlich brauche ich mehr Beistand als die beiden Raufbolde.
Hätte Karsten noch seine vier Beine, wäre ich bestimmt nicht so besorgt. Aber der Anblick, wie er voller Panik auf seinem Stumpf davonrennt, das ist schon sehr hart. Ich habe aber nachgesehen und der Stumpf ist nicht wund oder entzündet.
Ich muss auch zugeben, dass ich mich an seine Behinderung gewöhnen muss. Aber das wird mit der Zeit, wenn man sieht, wie gut er damit umgeht.
Danke für deine zusprechenden Worte!

Bunny x3 19.05.2012 19:13

AW: VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Hallo und herzlich Willkommen!

Für mich hört sich das auch alles ganz normal an, gib ihnen Zeit ;)
Ich finde es super, dass du dich für ein "behindertes" Nin entschieden hast, das machen sicherlich nicht viele Menschen. Ich hatte auch mal ein dreibeingies Kaninchen (bei meinem war auch eine Hinterpfote amputiert) und es ist wirklich erstaunlich, wie wunderbar Nins damit klar kommen. Ich wünsche dir und deinen Nins noch viel Glück bei der VG und hoffe, dass Karsten bei euch bleiben kann :)
LG Bunny

Lümmelspatze 19.05.2012 20:12

AW: VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Hallo Bunny x3,

Karsten saß auch recht lang im Tierheim, das war auch ein Grund uns für ihn zu entscheiden. Als wir dort anriefen wurde uns gesagt, dass viele kein behindertes Kaninchen möchten, das hat mich ehrlich erstaunt. Ich weiß, dass evtl. später höhere Tierarztkosten anfallen, weil die Wirbelsäule sich verkrümmt, die Muskeln anders belastet werden etc. und er Arthrose bekommen kann, aber das ist ok.
Allein die Kosten für Gemüse jeden Monat liegen bei mir bei etwa 50 - 60€.

Mein Freund und ich haben uns eh schon zu sehr in ihn verliebt, er hat einen tollen Charakter und es wäre schön, wenn er bei uns bleiben kann. Er wird nach dem kleinen Käfig im Tierheim bei uns bestimmt aufblühen. Hier hat er 20 m² für 2 Kaninchen.

Bunny x3 19.05.2012 20:16

AW: VG mit ängstlichem, dreibeinigem Tierheimkaninchen
 
Dann hat er ja jetzt ein Traumzuhause gefunden ;)
Ja, oft werden behinderte Kaninchen nicht genommen, weil sie ja angeblich nicht so süß sind. Als Stupsi (verstorbene Häsin von mir) ihr Bein gebrochen hat und der TA, das Beinchen müsste amputiert werden, hab ich auch einen Schrecken gekriegt. Aber ich hab mich dran gewöhnt und es ist auch eig gar nicht so aufgefallen. Durch diese ganze Sache ist Stupsi viel zutraulicher geworden. Auch behinderte Kaninchen können einen wundervollen Charakter haben :) Ich würde auch wieder ein behindertes Kaninchen nehmen, zur Zeit habe ich allerdings kein Behindertes.


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