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Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Huhu Ich wollte mal euch fragen ist es normal das mein Weibchen jedes mal Scheinschwanger ist? Sie baut grade ihr nest... lg |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Wie oft genau ist sie in diesem Jahr denn schon scheinschwanger gewesen? Und ist sie "Dauer-Scheinschwanger"? |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Was heißt "jedes Mal"? Wie alt ist sie? Kaninchenweibchen leiden sehr häufig unter bösartigen Veränderungen an der Gebärmutter (Krebs), viele sterben auch daran. Manche Halter lassen daher mittlerweile ihre Mädels vorsorglich kastrieren. Häufige Scheinschwangerschaften (mehr als 2mal im Jahr) können ein Hinweis auf solche Veränderungen sein oder sie, glaube ich, auch verursachen. Du solltest sie mal untersuchen lassen (Ultraschall), wobei eine unauffälige Untersuchung nicht immer sichere Entwarnung bedeutet (manchmal sind Veränderungen erst an der entfernten Gebärmutter erkennbar). Mein ein Jahr altes Weibchen ist zum dritten Mal in diesem Frühling scheinträchtig und wird es wahrscheinlich auch weiterhin alle vier bis sechs Wochen werden, daher werde ich sie im Sommer wohl vorsichtshalber kastrieren lassen. Es heißt zwar, dass sich das bei älteren Tieren manchmal wieder legt, ich möchte aber kein Risiko eingehen und ihr diesen Stress auch nicht mehr regelmäßig antun, denn sie baut immer wieder ein riesiges Nest und rupft sich kahl. |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Wenn du sie schallen lassen willst, dann geh zum TA, wenn deine Zippe gerade nicht scheinschwanger ist, sonst siehst du sowieso eine Verdickung der Eierstöcke und Gebärmutter, ausgelöst durch die Scheinschwangerschaft! Ist sie wirklich mehr als 2-4 mal im Jahr scheinschwanger würde ich sie an deiner Stelle auch kastrieren lassen, wobei ich es davon abhängig machen würde wie alt dein Kaninchen ist. Junge Tiere stecken sowohl die Narkose, als auch die OP gut weg. Bei älteren Tieren ist es natürlich immer ein höheres Risiko, gerade bei der Narkose, denn die Dosierung bei Kaninchen ist nicht ganz einfach und jedes reagiert anders, je nachdem wie gut das Herz-Kreislaufsystem arbeitet. Dazu kommt noch der Eingriff an sich, der natürlich auch wieder ein Risiko darstellt, aber das ist ja bei jeder OP der Fall! |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Bella (gerade ein Jahr alt) ist auch schon vier Mal scheinschwanger gewesen (seit Weihnachten). Habe aber mal eine Frage - es schreiben in dem Zusammenhang so viele von "Stress" - das empfinde ich gar nicht so... Seit den SSSch ist sie ruhiger geworden, lässt sich auch eher streicheln - das verändert sich auch in der akuten SSSch nicht... Sie hat noch nie gebrummt oder gar gebissen... Selten rammelt sie ihren Partner Henry (der sich aber zu wehren weiß)... Deshalb scheue ich eine OP irgendwie... |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Das könnte auch daran liegen, dass sie seit Weihnachten nicht mehr in der Pubertät steckt. Allgemein werden Weibchen durch Kastrationen eher ruhiger oder es ändert sich gar nichts. Sollte sie tatsächlich eine Gebärmutterveränderung haben/bekommen (zur Risikogrppe gehört sie ja anscheinend), ist eine Kastration einfach notwendig und sinnvoll und die Entscheidung für oder gegen die OP sollte nicht davon abhängen, dass du das Kaninchen streicheln möchtest. Scheuen kann man die OP wegen der Risiken, aber es wegen so etwas evtl. nicht zu machen, ist ziemlich egoistisch, meinst du nicht? ;) |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Bis zum 2 Lebensjahr ist es doch normal, dass das Weibchen häufiger Scheinschwanger ist oder? Ich meine sowas mal i.wo hier im Forum gelesen zu haben :/ |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Habe ich auch mal gelesen, würde aber wie gesagt das Risiko nicht unbedingt eingehen, mit der OP unnötig lange zu warten, da jüngere Tiere sie besser wegstecken können. Man liest auch überall was anderes, z.B. dass nur 2 Scheinschwangerschaften noch normal sind statt wie hier erwähnt 4. Ein Auszug aus einem interessanten Infoblatt von einem sehr guten Tierarzt, das in meinen Augen eine Kastration eigentlich aller Mädels nahelegt: * VERHÜTUNG von GEBÄRMUTTERKREBS: Dies ist der häufigste medizinische Grund weibliche Kaninchen zu kastrieren. In manchen Kaninchenlinien liegt die Adenokarzinomrate (eine bösartige Krebsart) der Gebärmutter, bei 80%. Man vermutet eine genetische Verankerung bei Kaninchen. Obwohl wir die genetische Komponente unseres Kaninchens bezüglich des Gebärmutterkrebses nicht kennen, ist es besser die Kastration als Krebsvorsorge durchzuführen. Gebärmutter-Adenokarzinome können rasch in andere Organe streuen, so in die Leber, die Lunge und die Haut und geraten hier als Metastasen außer Kontrolle. Solche Fälle beobachten wir häufig jedes Jahr und traurigerweise hätte man dieses Problem vermeiden können. Kaninchen unter 2 Jahren Alter sind sehr selten betroffen, so dass es am besten ist, die weiblichen Tiere vor diesem Alter zu kastrieren. * VERHÜTUNG von ANDEREN GEBÄRMUTTERERKRANKUNGEN: Obwohl der Krebs die häufigste Erkrankung der Gebärmutter bei weiblichen Kaninchen ist, sehen wir doch häufiger auch die PYOMETRA (eitrige Gebärmutterentzündung), HÄMMOMETRA (blutgefüllte Gebärmutter) und die ENDOMETRITIS (entzündete Uterusschleimhaut). Wie auch der Gebärmutterkrebs betreffen diese Erkrankungen meistens Kaninchen über 2 Jahre Lebensalter. * VERHÜTUNG von SCHEINSCHWANGERSCHAFTEN: Weibliche Kaninchen können ausgelöst durch hormonelle Eierstocksaktivitäten agieren, als seien sie schwanger, obwohl keine Schwangerschaft vorliegt. Dieser Zustand ist medizinisch unbedenklich, kann aber für die Kaninchendame sehr stressig sein, wenn es alle Schwangerschaftsstadien durchläuft. Dazu gehören Nestbau, Milchproduktion und aggressives Territorialverhalten. Diese Aggressivität macht es dem Kaninchenhalter während dieser Zeit häufig sehr schwer, das Tier ordnungsgemäß zu versorgen. Manche Kaninchen fressen während der Scheinschwangerschaft kaum und manche neigen zu Magen-Darm-Störungen. * VERHÜTUNG von BRUSTDRÜSENERKRANKUNGEN: Brustkrebs findet sich nicht so häufig bei Kaninchen, aber wenn er diagnostiziert wird, breitet er sich häufig rasch aus und ist schwierig zu therapieren. Die häufigste Brustkrebsart beim Kaninchen ist das Mamakarzinom, das fast immer mit Gebärmutterkrebs kombiniert auftritt. Brustdrüsenzysten sind eine weitere Abnormalität der Brustdrüse. Obwohl diese Erkrankung gutartig ist - die Brustdrüsen sind mit zystösem Gewebe durchsetzt -, kann sie das Wohlbefinden des Kaninchens beeinträchtigen. Diese Brustdrüsenerkrankungen können durch eine Kastration vor dem zweiten Lebensjahr verhindert werden. * VERHÜTUNG von AGGRESSIVEM VERHALTEN: Wenn Kaninchen geschlechtsreif werden , können sowohl Weibchen als auch Böcke plötzlich aggressives Verhalten zeigen. Viele Kaninchen sind als Jungtiere niedlich und einfach zu halten, aber mit Beginn der °Teenagerjahre° etwa im Alter von 6 bis 12 Monaten können sie quasi über Nacht zum °Monster° werden. Dann wollen sie nicht mehr berührt oder hochgehoben werden und wollen alles zerstören, was in ihr Blickfeld kommt. So lernen sie, sich, ihr Territorium und ihre zukünftige Familie zu schützen, und sich ihren sozialen Rang in der großen Kaninchenwelt zu sichern. Häufig jedoch zeigen sie diese Aggressivität auch gegenüber ihrem Pfleger. Sie werden bissig, aufsässig, rammeln an Armen oder Beinen des Pflegers und jagen überstürzt durch ihr Gehege. Daher ist es besser, sie vor oder kurz nach der Geschlechtsreife zu kastrieren. * VERHÜTUNG VON URIN SPRITZEN: Beide Geschlechter können an senkrechten Flächen Urin verspritzen, um ihr Territorium zu markieren. Böcke machen das etwa 10 mal häufiger als Weibchen. Zusätzlich hat der Urin des geschlechtsreifen Bockes einen für Menschen sehr unangenehmen Geruch. Wenn das Urinspritzen über längere Zeit toleriert wird, ist es nicht mehr möglich, dieses Verhalten ganz zu verhindern. Also ist es auch hier besser, die Bunnies vor oder kurz nach der Geschlechtsreife zu kastrieren. |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Zitat:
Es geht mir nicht darum, das ich sie streicheln will - sondern um eine Abwegung von Nutzen und Risiko, wenn ich meine, dass die SSSch für sie eben gar nicht so stressig scheinen, eine OP aber ein großes Risiko ist - verstehst du? Das sie untersucht werden muss, um dies abzuklären, ist mir ebenfalls klar! |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Zitat:
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AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Ich würde sagen, lass sie erstmal untersuchen und sprichs dann mit deinem TA ab... Ist ja schön, dass es soviele Argumente für eine Kastra gibt, aber ich bin gegen unnötige Eingriffe und dass dann auch "gegen Aggressivität" und "gegen Urin spritzen" aufgeführt wird... nja nicht ganz die Gründe, die mich dazu bewegen würden... Zu den Tumoren kann man sagen, dass viele davon erst bei ner Kastra entdeckt werden (auch im hohen Alter) und bis dahin keinerlei Konsequenzen für das jeweilige Nin hatten. Ich finde, es kommt ganz auf die Situation bei deinem Nin speziell an, was sich dann halt nur vom behandelnden TA wirklich sinnvoll einschätzen lässt :) Ich hoffe, du hast da nen kompetenten Ta für :P Will damit niemanden auf den Schlips treten :x |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Gegen Aggressivität kann es aber sinnvoll sein, wenn die Dame gegen den eigen Rammler oder gegen die eigene Gruppe aggresiv ist. Wenn sie nur gegen den Menschen aggressiv ist, finde ich es auch unnötig. Das mitm Urinspritzen verstehe ich sowieso nicht. Olis Weiber hatten aufgehört damit o.o |
AW: Kaninchen ist öfters Scheinschwanger Ich denke auch, dass man das abwägen muss. Bin eigentlich auch nicht für unnötige Eingriffe. Aber die Erfahrungen anderer Halter zeigen doch, dass ein Großteil der Mädels irgendwann Tumore hat, die nicht mehr operabel sind. In dem Fall spricht sogar einiges für eine vorsorgliche Kastra, in einem Alter, in dem die Kaninchen es noch gut wegstecken und gesund sind und bei einem erfahrenen TA. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, welches Risiko er bervorzugt - das von Krebs oder von Komplikationen bei der OP... Das mit dem Urinspritzen wäre für mich jetzt auch kein Argument :D |
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