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Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Hallo liebe Foris! Lange habe ich als stille Leserin viele Infos von Euch erhalten... nun habe ich ein Problem, für das ich keine Lösung weiß. Ich befürchte, dass ich mich nicht kurz fassen kann und die Textmenge ausartet, aber ich hoffe, es nimmt sich dennoch jemand meiner Sache an. Dafür schon einmal vielen Dank! :o Kurz zu meiner Situation: Mein Name ist Diana und ich bin 25. Mit mir leben 3 Kaninchen in einem Balkongehege - ich natürlich in der Wohnung :D. Es sind 2 Kastraten: Piccolini (fast 5 Jahre) und Loui (3,5 Jahre) mit Wollsockendame Rosalie (1,5 Jahre). Das Gehege ist knapp 4qm groß und steht ihnen 24h am Tag zur Verfügung. Ich weiß, es ist eigentlich nicht ausreichend, aber leider gibt der Balkon nicht mehr her... Wir wohnen hier seit einem Jahr und Rosalie kam kurz nach unserem Einzug mit einem halben Jahr zu uns. Vorher lebten Piccolini und Loui bedauerlicher Weise nur in einem einfachen Käfig in meinem Zimmer. Als die beiden dann mit mir umgezogen sind, bekamen sie den Balkon. Ich fand es so schön, wie viel Platz die beiden nun hatten und dachte mir, ich gebe noch einem anderen Kaninchen die Chance auf ein schönes Leben und nahm Rosalie auf. Leider kannte ich bis dahin Eure Seiten noch nicht und wusste nichts über die Platzbedürfnisse. Ich habe zu diesem Zeitpunkt auch nicht daran gezweifelt, war es doch soviel schöner als vorher... wahrscheinlich ein Fehler :(. Tja mit der Pubertät begannen die Probleme: Piccolini war der Chef der Truppe. Als Rosalie nun in ihre Rappelphase kam, wollte sie natürlich die Chefin sein. Was ihr auch gelang... Nach heftigen Auseinandersetzungen gab Piccolini auf. Bis dahin war auch erstmal alles in Ordnung. Als Rosalie im Januar pünktlich zu Ihrem 1. Geburtstag das 1.Mal scheinschwanger wurde, begannen die Kämpe erneut. Hier muss ich sagen, dass Piccolini erst kastiert wurde, als ich Loui hinzuholte - also mit 1,5 Jahren. Er hat also seine "Triebe" nicht vergessen und besteigt Rosalie, wenn sie scheinschwanger wird. (Das nenne ich Safer-Sex :rolleyes:). Das hat aber zur Folge, dass sie nach der Scheinschwangerschaft ihren Rang zurück möchte und Piccolini heftig attackiert. Am Ende sitzt er dann allein und völlig gerupft im Schutzhäuschen. Loui stört bei all den Streitigkeiten nie - klar kommt er mal dazwischen und wehrt sich, aber mehr passiert nicht. Er hat nie die Chefposition beansprucht und hat sich demjenigen immer untergeordnet. Wenn dann bei allen wieder Ruhe eingekehrt ist, ist auch alles wieder gut. Es gibt natürlich auch ohne Scheinschwangerschaft ab und an Zoff zwischen Rosalie und Piccolini, aber der legt sich nach ein paar Tagen wieder. Wenn ich die 3er Gruppe so ansehe, muss ich auch sagen, dass Loui und Rosalie zusammengehören. Die beiden machen alles zusammen... während Piccolini auch oft mal allein rumliegt. Und jetzt zum eigentlichen Problem und meinen Fragen: Rosalie ist seit April bereits 5x schweinschwanger gewesen und hat auch immer ein Nest gebaut. Glücklicherweise dauert das nie länger als einen Tag, aber der Stress bei den Kämpfen ist doch immens. Piccolini sieht dem entsprechend aus und tut mir furchtbar leid. 1. Sind das bereits viel zu viele Scheinschwangerschaften? 2. Sollte ich sie kastrieren lassen? 3. Führt die Kastration eine Wesensveränderung herbei bzw. wird sie dann ruhiger? 4. Nehmen dann auch die "normalen" Streitigkeiten ab? So... das wars dann erstmal und ich hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann!!! Bitte entschuldigt den Roman, aber ich wollte möglichst alles genau beschreiben. Viele Grüße Diana und die Hoppels |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Hallo Diana und herzlich willkommen bei uns Kaninchenverrückten :) Seit April 5 Scheinträchtigkeiten? Das ist auf jeden Fall zu viel...ich würde das auch mal beim TA abklären lassen und die Gebärmutter untersuchen lassen, nicht, dass da schon eine Veränderung vorliegt. Ich persönlich würd ein deinem Fall auch zu einer Kastration raten, ABER ich weiß nicht, ob das an der Situation was verändert. Ein bisschen ruhiger werden die Häsinnen oft, aber ihren Grundcharakter behalten sie und ich denke leider, dass bei dir einfach der Platzmangel mit reinspielt.... |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Hallo Picollini, ich habe Flocke (Zwergwidder Weibchen) dieses Jahr nach acht Scheinschwangerschaften in nicht ganz sechs Monaten kastrieren lassen. Zuvor war bei ihr eine Therapie zur Sexualhormonregulierung gescheitert. Es zeigte sich nach der OP, dass sich bereits Veränderungen an den Eierstöcken (Zystenansätze) eingestellt hatten. Vor der OP haben wir sie erst untersuchen lassen (Ultraschall ohne Befund) und eben versucht sie mit einem Hormonsuppressivum auf ein natürliches Hormonlevel zu bringen. Zu den Auswirkungen: Flocke ist noch ganz die Alte. Frühlingsgefühle hat sowohl sie, als auch ihr Partner (beide kastriert). Hier wird gebuddelt, gejagt, gerammelt. Nur die Scheinträchtigkeit bleibt eben aus. |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Vielen Dank Ihr beiden für die schnellen Antworten! Oh Mann...dann werde ich wohl mal bei den Tierärzten anrufen. Also ist es wohl definitiv so, dass die Mädels nach einer Kastration wieder "die Alten" werden? Ich hatte gehofft, dass sie ähnlich wie die Rammler danach "gelassener" ihr Leben bestreiten... Was mache ich, wenn sich nach der Kastration gar nichts ändert? Können die vermehrten SSS auch dadurch ausgelöst werden, dass sie mit 2 Kastraten zusammen lebt und nicht nur mit einem? |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Also nach ein paar Telefonaten mit einigen TAs in meiner Umgebung habe ich nun erstmal eine Kosteninfo: Hier liegt die Spanne bei 110-130 €. Einer war sogar mit 300 € dabei :eek:! Die Praxen waren sich auch einig bei der Aussage, dass die Kämpfe und Streitigkeiten, die ich zur Zeit durch die SSS habe, nicht mehr auftreten würden. Territoriale Kämpfe würden bleiben, da dies ja am Charakter der Kaninchen liegt. Das würde ja Euren Aussagen entsprechen, richtig? Sollte ich vielleicht nochmal intensiv beobachten, ob es dauerhaft Stress in der Gruppe gibt? Da Rosalie ja so oft in letzter Zeit scheinschwanger war, weiß ich mittlerweile gar nicht mehr, wann sie "normal" war. Mir gegenüber ist sie eine Seele von Kaninchen... Ach Mensch... ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist! :( Mal sitzen die 3 wie eine riesengroße Plüschkugel zusammen und dann knallts wieder... |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Zitat:
Ich hab selber 2 Mädels kastrieren lassen, beide waren danach wie vorher. Das zusammenleben wurde nur bedingt ruhiger und es braucht seine Zeit. Die Hormone sind erst nach ca. 6 Monaten abgebaut, so lange konnte ich meine Krwallschachtel leider nicht beobachten - sie ist dann über die Regenbogenbrücke gehoppelt :( Meine TÄ hat mir auch von einem extrem aggresiven Kaninchen erzählt, da hat es über ein Jahr gedauert, aber dann wurde sie ruhiger.... Zitat:
Das es immer mal kracht ist irgendwie auch normal, gerade bei Gruppen. Ich würde das mit dem Mädel abklären lassen, wie gesagt schon allein aus gesundheitlichen Gründen. Preise um die 100 Euro sind da auch ganz normal. So gestresst wie während der Scheinträchtigkeit wird die Häsin dann nichtmehr sein und auch Hormonbedingte streitereien fallen natürlich weg. Die Fetzen geflogen sind bei meinen aber auch noch - ich hatte aber auch 2 Mädels, eh eine schwierige Kombi. |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Die Kastration scheint mir unumgänglich... Ich möchte schließlich kein unnötiges Risiko eingehen! Und es sieht so aus, dass bei derart häufig auftretenden SSS eine Entartung der Eierstöcke oder Gebärmutter fast zwangsläufig die Folge ist. Oh meine Arme! Ihr habt ja beide schon solche Kastrationen durchführen lassen. Wie sieht es mit den Nachbehandlungen im Anschluss an die OP aus? Eine TA meinte, dass sie Schmerzmittel benötigen und evtl. gepäppelt werden müssen? Wie waren Eure Erfahrungen? |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Also meine Mädels haben normal bei uns frei im Eingang gelebt, konnten auch Treppen rauf und runter usw. Nach der Kastra hab ich sie die ersten tage in einen Käfig gepackt mit Handtüchern als Untergrund. Ich hab auch 2 Nächste mit bei ihnen im Zimmer geschlafen :o Mein eines Mädel war schnell wieder fit, hat noch beim TA gefuttert usw. Die andere hats leider bisschen schlechter weggesteckt, sie wollte nix futtern und war nur rumgelegen. Ich hatte kein Schmerzmittel mitbekommen, musste aber eh nochmal zum TA, weil sie sich gleich das Pflaster von der Wunde gerissen haben :o Die agilere hat überhaupt kein Schmerzmittel bekommen, nur die andere. Ich hab dann auch Babybrei gekauft und bisschen gepäppelt, aber die hat dann auch selber wieder angefangen zu futtern. Es is alles super geheilt und die Weiber haben sich sehr bald die Fäden selber gezogen.... Ich würde an deiner Stelle das Mädel nach der Kastra erst wieder zu den Jungs setzen, wenn die Fäden gezogen sind. |
AW: Löst Kastration meiner Dame die Probleme in der Gruppe? Zitat:
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