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muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen?? auf Kaninchen Forum

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Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.08.2009, 00:04

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Noch als Ergänzung. Frische Kräuter können in rießigen Mengen angeboten werden, denn wenn die Nahrung wasserreich ist, macht ein hoher Kalziumgehalt nichts aus. Wenn man getrocknete Kräuter füttert ist die Menge von der Frischfuttermenge abhängig. Wenn man beispielsweise eine Ad-libitum-Ernährung praktiziert, kann man auch getrocknete Kräuter ad libitum anbieten, denn dann ist der Wassergahalt der Nahrung allgemein recht hoch. Man sollte auch beachten: Heu ist im Prinzip auch nicht anders schädlich als getrocknete Kräuter. Auch Heu enthält meist kalziumreiche Pflanzen die getrocknet sind.
Also wenn ihr Frischfutter ad libitum anbietet, könnt ihr auch getrocknete Kräuter ad libitum anbieten. Ich habe den Zusammenhang auf meiner Seite bei den Mythen erklärt. Ich zitiere mal:

Zitat:
7. „Kräuter/Karottengrün etc. enthalten zu viel Kalzium und sollten daher nicht zu viel verfüttert werden.“

Nachdem die Grundnahrung unserer Kaninchen Kräuter sind, ist es natürlich absoluter Unsinn, zu behaupten, ihre Grundnahrung wäre nicht ideal. Kaninchen sind auf die Aufnahme und Verwertung von Kräutern spezialisiert.

Trotzdem hier noch einmal die Erklärung zum Kalzium-Problem:

Kalzium ist ein überlebenswichtiges Mineral, dass dem Körper über die Nahrung zugefügt werden muss. Normalerweise sind auch Kalziumüberschüsse kein Problem, denn der hohe Wassergehalt in der natürlichen Nahrung unserer Kaninchen (Kräuter bestehen aus ca. 80% Wasser) verdünnt es und so wird es ohne Probleme wieder ausgeschieden. Ist der Wassergehalt jedoch niedriger (Konzentratfütterung – auch Heu ist ein Konzentrat!), so sammelt sich das Kalzium in konzentrierter Form in den Organen an. Mangels Wasser entsteht eine konzentrierte Kalziumpampe, die sich gut ablagert. Wäre mehr Wasser vorhanden, so käme es nie zu dieser konzentrierten Form von Kalzium, das Wasser würde das Kalzium verdünnen und spielend mit rausspülen (durch viel Wasser kommt es zu einer guten Durchspülung) und Ablagerungen kämen gar nicht zu Stande. Der Übeltäter der vielen Blasen- und Nierenerkrankungen ist somit nicht das Kalzium, sondern in erster Linie eine trockene Fütterung – die unnatürlich ist.

Füttert man also artgerecht mit viel Frischfutter, so ist Kalzium kein Problem. Zum Problem wird es bei Konzentratfütterung, noch dazu, wenn die Konzentrate viel Kalzium enthalten (Trockenfutter, Heu…).
Quelle: kaninchendorf.de.ki



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Benutzerbild von Sternschnuppe1906
Zwergkaninchen
 
Registriert seit: 27.07.2009
Beiträge: 161
Sternschnuppe1906 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 28.08.2009, 23:04

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Zitat:
Zitat von Lupine Beitrag anzeigen
Ist es momentan sehr warm bei euch, kaninchen2000? An sehr warmen Tagen wird hier auch fast ausschließlich Gras und etwas Salat und Heu gefuttert, viel weniger als bei kühleren Wetterlagen.

@ Sternschnuppe1906: ich ziehe die Grenze sehr eng, und gebe getrocknete Kräuter insgesamt alle zusammen nur ca. 1 - 1,5 Teelöffel pro Nin und Tag.
Ich versuche es morgen mal zu wiegen, wieviel in einer Schale so drin ist...

Zitat:
Zitat von saloiv Beitrag anzeigen
Noch als Ergänzung. Frische Kräuter können in rießigen Mengen angeboten werden, denn wenn die Nahrung wasserreich ist, macht ein hoher Kalziumgehalt nichts aus. Wenn man getrocknete Kräuter füttert ist die Menge von der Frischfuttermenge abhängig. Wenn man beispielsweise eine Ad-libitum-Ernährung praktiziert, kann man auch getrocknete Kräuter ad libitum anbieten, denn dann ist der Wassergahalt der Nahrung allgemein recht hoch. Man sollte auch beachten: Heu ist im Prinzip auch nicht anders schädlich als getrocknete Kräuter. Auch Heu enthält meist kalziumreiche Pflanzen die getrocknet sind.
Also wenn ihr Frischfutter ad libitum anbietet, könnt ihr auch getrocknete Kräuter ad libitum anbieten. Ich habe den Zusammenhang auf meiner Seite bei den Mythen erklärt. Ich zitiere mal:


Quelle: kaninchendorf.de.ki
Dann wäre ja doch alles ok :-)



__________________
LG Kimberly mit Baily, Tequila, Ying und Yang



Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 29.08.2009, 13:59

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Saloiv, du lässt in deinen Betrachtungen leider außer Acht, dass es neben dem Wassergehalt der Nahrung auch auf das Kalzium-Phosphor-Verhältnis der angebotenen Futtermittel ankommt. Dieses Verhältnis muss stimmen, idealerweise sollte es 1,5 Mengeneinheiten Kalzium zu 1 Mengeneinheit Phosphor betragen.

Ja, es stimmt das auch Heu bereits getrocknete Kalzium-reiche Bestandteile enthält, darum sollte man mit der Zufütterung weiterer stark Kalzium-haltiger Futterbestandteile vorsichtig sein und diesen entsprechend einen angeglichenen Nahrungsbestandteil zugesellen der eine erhöhte Phosphormenge bietet, wie z. B. Blumenkohl oder Topinambur.

Trockenkräuter sind wirklich nur etwas, um das Heu Tag für Tag abwechslungsreicher gestalten zu können, nicht um die Kaninchen damit "zu füttern", eher wie für uns ein Stückchen Schokolade, oder der Klecks Sahne in der leckeren Tomatensuppe.

Anders sieht es mit den frischen Kräutern aus, davon darf es auch schon mal ein bisschen mehr sein als Ergänzung zur täglichen Gras- und Gemüseration. Denn das entspricht durchaus dem, was Kaninchen auch in der freien Wildbahn zu sich nehmen würden, ein Gemisch aus verschiedenen Gräsern und Kräutern und dazu Gemüsearten und Salate der Saison. Aber bitte auch hier auf Abwechslung achten!




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 30.08.2009, 13:13

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Bei einer Ad-libitum-Ernährung ist das Kalzium-Phosphor-Verhältnis bereits ideal. Durch diese Ernährungsform kommt es zur Selektion und das Kalzium-Phosphor-Verhältnis wird ideal aufgenommen.

Ich schrieb:

Zitat:
Wenn man getrocknete Kräuter füttert ist die Menge von der Frischfuttermenge abhängig. Wenn man beispielsweise eine Ad-libitum-Ernährung praktiziert, kann man auch getrocknete Kräuter ad libitum anbieten, denn dann ist der Wassergahalt der Nahrung allgemein recht hoch.
Das könnte man in diesem Fall noch ergänzen mit:
...und das Kalzium-Phosphor-Verhältnis ideal.

Fütterst du Heu dann auch rationiert? Heu hat auch einen extrem hohgen Kalziumgehalt (vergleichbar mit getrockneten Kräutern). Interessanterweise wird Heu aber fälschlich als "Grundnahrung" bezeichnet während getrocknete Kräuter (die deutlich hochwertiger als Heu sind) als "in großen Mengen schädlich" bezeichnet werden.

Ps. übrigens ist die Wissenschaft sich noch nicht ganz einig zum Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Es existieren sehr verschiedene Angaben. Man geht mittlerweile davon aus, dass es zwischen 1,2:1 und 1,4:1 liegt.




Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 30.08.2009, 20:10

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Nein, ich füttere Heu nicht rationiert, achte aber bei den Gemüsesorten die ich füttere auf eine erhöhte Phosphor-Zufuhr.

Warum gehst du eigentlich so selbstverständlich davon aus, dass ein Kaninchen das aus einer jahrhundertelangen vom Menschen bestimmten Zucht kommt die selben Instinkte in der selben Stärke besitzt wie seine wilden Vorfahren? Warum schützt denn unser Instinkt uns Menschen nicht vor einer falschen Ernährung? Sonst gäbe es nicht so viele ernährungsbedingte Erkrankungen, oder?

Und auch in der Natur haben Kaninchen nicht jedes Futtermittel jeden Tag zur freien Verfügung, sondern meist streng rationiert - es kommt immer auf Jahreszeit, und auch auf äußere Bedingungen wie Störungen, andere Reviere etc. an. Eine Ad-Libitum-Ernährung kann sehr leicht falsch verstanden werden und es wird zuviel und das jahreszeitlich bedingt falsche Futter zur Auswahl angeboten. Das kann, auch wenn Instinkte noch funktionieren, ganz leicht zu einer Fehlernährung führen, zum Beispiel darf Obst nur dann angeboten werden wenn auch Obst natürlicherweise zur Verfügung steht, Getreide ebenfalls, und Gräser dürfen auch nur ausschließlich dann angeboten werden wenn sie auch in der Natur wachsen. Auch Getrocknetes darfst du dann nicht anbieten, nur wenn du es auf der Wiese bereits getrocknet findest. Außerdem gilt dies alles nur für Außenhalter, da nur deren Tiere dem jahreszeitlich unterschiedlichen Energiebedarf unterliegen (Getreide und Obst im Herbst füllen die Energie- bzw. Fettreserven für den Winter auf).

Versteh mich nicht falsch, am besten wäre ein riesiges Grundstück mit einer richtigen Wiese, einem Stückchen Waldrand sowie einigen Feldrändern darin. Dort könnten sich die Kaninchen tatsächlich ad libitum ernähren, und das wäre mit absoluter Sicherheit das allerbeste, und ich würde es gerne meinen Tieren bieten können! Sehr gerne!

Aber wer kann das leisten? Fast niemand. Eine durch den Menschen gelenkte Ad-Libitum-Ernährung ist immer eine Fütterung, der Mensch wählt zuerst aus, erst dann das Kaninchen. Das kann also immer nur eine Pseudo-Ad-Libitum-Ernährung sein, niemals eine vollwertige!




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
Beiträge: 4.686
saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.08.2009, 12:14

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Man muss Kaninchen ad libitum ernähren, das ist Pflicht. Sie brauchen rund um die Uhr Nahrung und nehmen viele kleinere Mahlzeiten zu sich.
Dass sie also immer Nahrung brauchen ist schoneinmal Voraussetzung. Die nächste Frage ist, welche Nahrung es sein sollte.

Bei der rationierten Fütterung haben wir Heu und Wasser (teilweise auch Äste) ad libitum gereicht, dazu 2x täglich etwas Gemüse.

Bei der Ad-libitum-Ernährung stellt man den Kaninchen rund um die Uhr ein vielfältiges Angebot zur Verfügung. Eine Ad-libitum-Ernährung ist es aber erst, wenn die Futtermittel entsprechend ausgewählt werden und das Kaninchen die Wahl hat.

Jetzt schauen wir uns als nächstes am besten die Futtermittel an:
Wildkaninchen ernähren sich von Wildkräutern und Gräsern. Hinzu kommen Wurzeln, Äste, Blätter und andere Pflanzen(teile).

Bei der rationierten Fütterung liegt der Schwerpunkt auf Heu. Bei einer Ad-libitum-Ernährung auf Frischfutter bzw. (Gemüse)Blättern, Kräutern, Gräsern.
Wenn du das jetzt vergleichst, siehst du, was an natürlichsten ist.

Hinzu kommt das Weidelgras-Problem in Deutschland. Das Heu ist damit verseucht, teilweise besteht das Heu aus reinen Weidelgräsern. Damit wird der gesamte Verdauungstrakt der Kaninchen geschädigt, das Kaninchen wird vergiftet.
Bei einer Ad-libitum-Ernährung kann das Kaninchen ausweichen und muss dieses Heu nicht fressen, bei einer rationierten Fütterung hingegen schon.

Man bedenke auch die fehlende Flüssigkeit (durch eine vorallem trockene Ernährung durch Rationierung), die später zu Nierenversagen, Nierensteinen, Blasensteinen etc. führt...

Kaninchen sind Kräuterfresser, sie sollten auch ihre artgerechte Nahrung erhalten und nicht getrocknete Gräser als Hauptnahrung.

Zur Selektion...
Meine Kaninchen bekommen alles Mögliche von der Wiese (Kräuter/Gräser...), Äste, Gemüse, Obst und Samen. Alles ad libitum.
Sie fressen an erster Stelle Kräuter, an zweiter Gräser. Gemüse wird manchmal etwas aufgenommen, Obst vorallem im Herbst und Winter, Samen teilweise garnicht, manchmal bis zu einem EL/Tag.

Alle Leute die ihre Kaninchen ad libitum ernähren berichten ebenso, dass ihre Kaninchen so auswählen.

Zitat:
Und auch in der Natur haben Kaninchen nicht jedes Futtermittel jeden Tag zur freien Verfügung, sondern meist streng rationiert - es kommt immer auf Jahreszeit, und auch auf äußere Bedingungen wie Störungen, andere Reviere etc. an.
Selbst in Winter gibt es noch unzählige Pflanzen. Mal ein kleiner Einblick:
- Gräser und Pflanzenreste, die Kaninchen buddeln sie frei
- Äste und Blätter
- Knollen, Wurzeln (werden ausgebuddelt)
- ...

Zitat:
Eine Ad-Libitum-Ernährung kann sehr leicht falsch verstanden werden und es wird zuviel und das jahreszeitlich bedingt falsche Futter zur Auswahl angeboten. Das kann, auch wenn Instinkte noch funktionieren, ganz leicht zu einer Fehlernährung führen, zum Beispiel darf Obst nur dann angeboten werden wenn auch Obst natürlicherweise zur Verfügung steht, Getreide ebenfalls, und Gräser dürfen auch nur ausschließlich dann angeboten werden wenn sie auch in der Natur wachsen.
Nicht nur eine Ad-libitum-Ernährung. Im Moment kämpfe ich fast täglich wegen falsch verstandenen rationierten Fütterungen.
Obst kann man ganzjährig bei einer Ad-libitum-Ernährung füttern, denn die Kaninchen fressen es sowieso nur im Herbst oder Winter. Auch Getreide in seiner natürlichen Form (in Ähren) werden bei einer Ad-libitum-Ernährung nur im Herbst und Winter aufgenommen, bei mir noch nichteinmal im Herbst.

Zitat:
Außerdem gilt dies alles nur für Außenhalter, da nur deren Tiere dem jahreszeitlich unterschiedlichen Energiebedarf unterliegen (Getreide und Obst im Herbst füllen die Energie- bzw. Fettreserven für den Winter auf).
Eine Ad-libitum-Ernährung lässt sich ja lenken. Wer sich nicht traut füttert ersteinmal nur Kräuter, Gräser und Blattgemüse ad libitum und dann anderes Gemüse, irgendwann Obst und irgendwann Getreide und Samen. So bin ich auch vorgegangen, das Vertrauen wächst von ganz alleine .

Zitat:
Aber wer kann das leisten? Fast niemand. Eine durch den Menschen gelenkte Ad-Libitum-Ernährung ist immer eine Fütterung, der Mensch wählt zuerst aus, erst dann das Kaninchen. Das kann also immer nur eine Pseudo-Ad-Libitum-Ernährung sein, niemals eine vollwertige!
Sicherlich, aber trotzdem ist sie um 100% besser als jede rationierte Fütterung. Aber ich spreche hier von einer Ad-lbitum-Ernährung mit allen Eckpfeilern, diese MÜSSEN alle erfüllt sein... Dann ist man schon sehr nahe an einer natürlichen Ad-libitum-Ernährung dran .
Es gibt einige Tricks eine Ad-libitum-Ernährung kostengünstig zu praktizieren. Im Sommer kann man sogar fast kostenlos füttern.




Geändert von saloiv (31.08.2009 um 12:16 Uhr).

Benutzerbild von Lupine
Kaninchen
 
Registriert seit: 09.08.2009
Beiträge: 19.399
Lupine wird schon bald berühmt werden
Geschrieben am 31.08.2009, 13:18

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Tja, wenn du aber lenkst, ist es meiner Meinung nach wieder nur eine - wenn auch anders strukturierte - rationierte Fütterung... wenn du aber mit Ad-Libitum-Ernährung meinst, dass du das tägliche Nahrungsspektrum um 20 Sorten erweiterst, aber du als Halter nach wie vor eine Auswahl triffst, handelt es sich meiner Meinung nach nicht um eine echte Ad-Libitum-Ernährung.

Aber ich sehe dass unsere Diskussion an den unterschiedlichen Begriffsdefinitionen hakt, für dich ist eine Ad-Libitum-Ernährung offensichtlich eine erweiterte gelenkte Ernährung, für mich wäre sie dagegen eine vollständige Zur-Verfügung-Stellung des gesamten in der Natur verfügbaren Nahrungsspektrums in genau der Form die in der Natur geboten wird - nämlich zum "selberpflücken", alternativ müsste man um die Frische zu gewährleisten 10 bis 20 Mal am Tag frisches Futter ernten. Denn viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe werden bereits in den ersten 1 - 2 Stunden nach der Ernte zerstört, darum wird hochwertige Tiefkühlgemüse für die menschliche Ernährung z. B. bereits auf dem Feld eingefroren.

Bei so unterschiedlichen Begriffsbestimmungen werden wir meiner Meinung nach die Diskussion nicht sinnvoll weiterführen können.




Benutzerbild von saloiv
Moderatorin
 
Registriert seit: 06.08.2009
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saloiv befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Geschrieben am 31.08.2009, 17:43

AW: muss ich ihnen neue heusorten angewöhnen??


Nein, ich verstehe unter einer Ad-libitum-Ernährung auch eine große Auswahl an versch. Futtermitteln zur freien Verfügung.

Allerdings ist es trotzdem nötig sie ein wenig zu lenken, denn man muss ja ersteinmal von der rationierten zur Ad-libitum-Ernährung kommen. Das kann man nicht auf einen Schlag tun. Kaninchen müssen erst lernen mit den Futterstoffen umzugehen. Idealerweise fängt man mit Blattgemüse und Wiesenkräutern und Gräsern an und füttert diese immer mehr, bis man sie ad libitum anbietet. Jetzt kann man Gemüse hinzunehmen. Anschließend Obst ad libitum. Dann sollte man diesen Zustand ersteinmal beibehalten und nach ca. einem Jahr kann man auch saisonal Getreide in Ähren (nicht als Futterkörner!) und Samen ad libitum anbieten. Auch diese sollte man erst rationiert anbieten und dann zur zum Angebot (ad libitum) übergehen.
Interessanterweise fressen Kaninchen rationiert mehr Samen als wenn sie ad libitum angeboten werden.

Trotzdem ist es nötig teilweise einzugreifen. Beispielsweise bei Wohnungshaltung, denn dann sollte man schauen ob die Kaninchen nicht zu viel Samen und Getreide zu sich nehmen und es (wenn nötig) rationieren.



 
 
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