Erfolgreiche Zusammenführung - ein Erfahrungsbericht
Hallo zusammen,
ich möchte an dieser Stelle mal die gelungene Zusammenführung meiner beiden Kaninchen beschreiben.
Die Ausgangssituation: Frosty, das Böckchen, 5,5 Jahre alt, wurde nach Trennung von seiner 6,5 Jahre alten und krebskranken Partnerin einsam und aggressiv. Es war also klar, dass er wieder eine Partnerin brauchte. Am Samstag, 25.6. kam Rhona zu uns, ein 13 Wochen altes Hasenkaninchen. Der Altersunterschied machte mir natürlich Bedenken, aber probieren wollte ich es trotzdem.
Ich habe Frosty und Rhona auf Anraten meiner Tierärztin (und entgegen aller Ratschläge in den gängigen Kaninchenforen) in einem Gehege mit einer Trennwand gehalten, durch die sie sich beschnuppern, aber nicht beißen konnten. Immer wieder habe ich die Klos oder die Kaninchen in den Gehegeseiten getauscht, damit die beiden sich an den Geruch des anderen gewöhnen.
Nach einer Woche, also am vergangenen Samstag, 2.7. habe ich beide zum ersten Mal auf neutralem Boden (Badezimmer) laufen lassen und sie haben sich sofort ineinander verbissen. Ich war niedergeschlagen und habe den Versuch abgebrochen. Am Sonntag habe ich einen neuen Versuch gestartet. Dieses Mal gab es keine Beißereien, sondern "nur" das übliche Knurren, aufeinander los springen, jagen und aufreiten. Ich habe nicht eingegriffen, bin aber den ganzen Tag dabei geblieben.
Abends war es dann soweit - die erste Schmuserunde wurde eingeläutet.
Nachts habe ich beide wieder ins Gehege mit Trennwand gesetzt und heute morgen wieder zusammen ins Bad gesetzt und sie den ganzen Tag da gelassen - dieses Mal aber nicht unter permanenter Beobachtung. Alles war super, so dass die beiden eben in das gemeinsame Gehege eingezogen sind - ohne Trennwand! Und außer dass Rhona ein oberflächliches Stückchen am Ohr eingebüßt hat ist nichts weiter passiert!
Das krebskranke Weibchen musste ich leider am Sonntag, den 26.6. einschläfern lassen. Ruhe in Frieden, kleine Maus!
Nun hoffe ich, dass Frosty und Rhona noch eine lange gemeinsame Zeit bleibt!
Man sieht also, Zusammenführungen können auf unterschiedliche Art vorgenommen werden. Das Ergebnis ist immer ungewiss. Man muss eben Zeit, Geduld und natürlich harte Nerven haben - nicht immer geht es so schnell wie bei meinen beiden.