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nathalie_0.0 08.05.2011 21:26

Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Hallo alle zusammen :)

Traut euch an den Text die Story lohnt sich :P

Seit langem beschäftigt mich ein Thema, über das ich mich gerne mal mit euch austauschen würde.
Jeder schreibt hier ganz selbstverständlich dass es das beste ist, ein Tier aus dem Tierheim zu holen.
Genau das dachte ich mir auch, als ich vor einem Jahr, nachdem ich mein 7qm großes Außengehege fertig gestellt hatte, und rief beim Tierheim Bielefeld an.
Ich fragte ob es möglich sei, drei Kaninchen aus dem Tierheim zu bekommen. (Drei schien mir gut weil es mehr Leben in die Bude bringt als bei 2 Tieren, vier schien mir allerdings etwas zu viel für den Anfang)
Die Tierheim Mitarbeiterin, ich nenne sie mal Mitarbeiterin A sagte mir: "natürlich da nehmen wir die klassische Kombo von zwei Weibchen und einem kastrierten Rammler.Kommen Sie doch einfach vorbei mit einem Bild von Ihrem Gehege"
Gesagt.Getan.
Als ich im Tierheim ankam, traf ich auf eine andere Mitarbeiterin (B), die mir sagte: "Nein Nein drei Kaninchen funktioniert nicht. Wenn dann bekommst du von uns 2 "
Das wunderte mich ich hatte davon nie etwas gelesen und ich habe mich vorher sehr gut informiert muss ich sagen!
Ich fuhr nach Hause um mir alles nochmal durch den Kopf gehen zu lassen und rief am nächsten Tag nochmal an um mich zu vergewissern weil Mitarbeiterin A ja zuvor von einer klassischen Kombo gesprochen hatte.
Die hatte ich dann auch am Telefon und sie riet mir vorbei zu kommen und direkt drei Tiere zu reservieren obwohl ich sie auf die gegenteilige Meinung ihrer Mitarbeiterin angesprochen hatte.
Also fuhr ich hin und reservierte einen kastrierten Rammler und zwei Häsinnen, die ich die Woche darauf abholen konnte.
Bevor es jedoch dazu kam bekam ich einen Anruf, Mitarbeiterin B war am Telefon und sagte mir sie habe meine Reservierung gesehen und wundere sich darüber da 3 Tiere reserviert waren. Ich sagte es sei mit M A so abgesprochen und darauf hin holte sie M A auch schon ans Telefon, die dann doch tatsächlich abstritt dieser Anzahl an Kaninchen zugestimmt zu haben :-/ Warum auch immer.
Ich war maßlos enttäuscht :(
Vorallem weil ich von Anfang an versucht habe die Mitarbeiterinnen zu überzeugen, dass ich mir gründlich Wissen angeeignet hatte, Ihnen das Bild von meinen Auslauf gut gefallen hat und ich bereits 18 bin, also volle Verantwortung übernehmen kann.
Es kam mir so vor als wollten die Mitarbeiterinnen garnicht, dass ihre Tiere ein schönes Zuhause finden.
Letztendlich habe ich mir dann 3 Kaninchen woanders gekauft, die sich von Anfang an super verstanden.
Was meint Ihr dazu?
Habt ihr auch solche enttäuschenden Erfahrungen?
Wow langer Text, würde mich freuen wenn sich einer rantraut und mir Antwortet ;)

Lg Nathalie

Kaninchenfan 08.05.2011 22:17

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ich kann nur von ähnlichen Erfahrungen berichten als ich mir einen Hund aus dem Tierheim holen wollte. Im ersten Tierheim gab es einfach keinen passenden Hund und im zweiten auch nicht. Einen passenden Hund zu finden ist ja auch recht schwierig, da ich auch recht genaue Vorstellungen hatte. Dann im 3. Tierheim hatte ich mir eine Schäferhündin ausgesucht. Schwarz und groß, also eigentlich der Typ Hund, der ewig im Tierheim sitzt... Ich fand die Hündin klasse und wollte sie gerne aufnehmen. Wir gingen auch mehrere Male spatzieren (auch mit unserem bereits vorhanem Dackel) und alles hat super funktioniert. Dann wollten wir sie adoptieren. Wir haben von unserem Zuhause berichtet. Eigener Garten, Zweithund vorhanden, Hundeerfahrung, Besitzer von Eigentum also nicht auf Nachbarn, Vermieter und co. angewiesen, ausreichend Zeit (hätte so maximal ca. 6 Std. alleine bleiben müssen). Aber die erste Zeit hätte sie halt im Badezimmer schlafen müssen, da man uns nicht sagen konnte, ob sie alleine bleiben kann, stubenrein ist oder Sachen kaputt macht. Die Frau hat schon etwas skeptisch geguckt und meinte dass die Hündin dann ja noch länger alleine sei, also die Zeit in der wir arbeiten und die Zeit in der wir schlafen. Also haben wir erstmal gesagt, dass es dann wohl nicht klappt. Es tat uns Leid, aber wir wollten uns bei aller Liebe nicht womöglich die Möbel zerstören lassen oder so. Wir sind nach Hause gefahren. Da hat uns dann ein anderer Tierheim Mitarbeiter angerufen und gemeint es ginge doch mit der Hündin. Meine Mutter war jetzt aber verunsichert und meinte sie würde noch einmal darüber nachdenken. Wir haben uns dann dazu entschlossen die Hündin aufzunehmen. Haben angerufen und auf den Anrufbeantworter gesprochen. Direkt hat man niemanden erreicht. Doch wir haben nie eine Antwort erhalten :( Leider hat die Hündin noch ein ganzes Jahr im Tierheim gesessen. Habe es übers Internet verfolgt... Noch mal hinfahren wollten wir dann aber auch nicht. Dann macht man sich Hoffnungen und dann klappt es doch nicht.

Im 4. Tierheim (ich wollte unbedingt einen aus dem Tierheim holen, bin da halt recht stur :D und hab deshalb immer noch weiter gesucht), waren die Leute von Anfang an total sympatisch. Haben eventuelle Bedenken geäußert (die Hündin die ich mir ausgesucht hab ist eine echte wilde Hummel und für einen alten Dackel nicht unbedingt als Zweithund geeignet), aber standen der Vermittlung nicht im Weg. Und für mich war klar, dass man dass mit dem Spielen in den Griff bekommt. Mit dem Dackel meine Hündin einfach Spielverbot, dafür kann sie dann mit der anderen "verrückten" Junghunden in unserem Dorf toben ;)

Es hängt sehr stark vom Tierheim ab, wie einfach/schwierig es mit der Vermittlung gemacht wird. Manchmal wiedersprechen sich die Menschen aus dem Tierheim auch. Es hat auch nicht jeder Ahnung von Tieren nur weil er im Tierheim arbeitet. Leider. So wie bei dir. (Zwei Häsinnen und ein Kastrat funktionieren nicht? So ein Blödsinn!)

Man muss also schon manchmal ziemlich Durchhaltvermögen mitbringen, wenn man ein Tier aus dem Tierheim haben will. Manchmal gehts ganz leicht. Ist wohl auch glückssache. Dass nächste Tier was ich mir hole wird bestimmt wieder aus dem Tierheim Nr. 4 sein.
Wenn du dir nochmal ein Tier aus dem Tierheim holen willst, dann such in einem anderen nach einem passenden Tier. Irgendwo gibt es die kompetenten Mitarbeiten, die ihre Tiere vermitteln wollen und sich für diese FREUEN wenn sie ein neues Zuhause finden ;)

Kreusa 09.05.2011 12:32

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ich habe mit Tierheimen auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Zwar waren die Mitarbeiter zu mir immer sehr freundlich und sehr bemüht. Wirklich kompetent was die Kaninchenhaltung angeht waren sie aber nicht. Mir wurden Kaninchen ungeimpft abgegeben ("Ach, die muss man nur einmal im Leben impfen..."), falsche Ratschläge zur Vergesellschaftung wurden gegeben ("Käfig an Käfig, damit sie sich schonmal aneinander gewöhnen...")... ich könnte noch viele andere Beispiele nennen.

Die Mitarbeiterin war sehr nett, drängte mir die Tiere aber auch ziemlich auf. Ich war erst nur da um mir nur mal anzusehen, welche Kaninchen sie so da haben, habe aber gleich eines als Partner für meine Bonnie ins Auge gefasst. Ich wollte es reservieren lassen, damit ich zu Hause vorher ein Übergangsgehege für den Kleinen einrichten kann und wurde erstmal etwas schief angeguckt ("Streu in den Käfig tun kann doch nciht so lange dauern, nehmen sie ihn doch gleich mit und lassen sie ihn so lange in der Kiste..."). Ich musste die Frau wirklich überzeugen mich den Kleinen einen Tag später abholen zu lassen. Ich hatte den Vertrag schon unterschireben und die Schutzgebühr schon bezahlt, also bestand für sie auch nicht das Risiko, dass ich inh dann doch nicht nehme... Eine Nachkontrolle fand auch nie statt.

Blueeys24 09.05.2011 12:53

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Huhu!

Ich habe auch ganz schlechte Erfahrung gemacht im Tierheim in Göttingen. Habe schon einmal darüber berichtet.
Mein Freund und ich wollten eine Katze aus dem Tierheim holen, aber in Göttingen wurden wir schon total unfreundlich empfangen und man hatte wirklich das Gefühl, dass man uns garkein Tier vermitteln wollte. Angeblich hätte man keine passenden Katzen für die Wohnung. Und als ich die Mitarbeiterin aber auf 2 Katzen von der Internetseite angesprochen habe meinte sie nur: "Ach ja die beiden...kann ich euch mal zeigen". Das Thema hatte sich dann schnell erledigt.
Leider musste ich vor einiger Zeit ein Kaninchen in die Hände des Tierheims geben. Darüber habe ich auch berichtet. Es war leider ein Rammler der unkstriert war und kein Mädel wie angepriesen. Ich hatte leider keinerlei Unterbringungsmöglichkeiten, somit musste ich ihn unter Tränen abgeben. Als ich mit ihm das Gelände betreten habe wurde ich schon mit einem richtig finsterm Blick "begrüßt". Keinerlei Interesse an mir und dem kleinen Kerlchen. Dann wurde er im Hauruckverfahren aufgenommen und in einen Käfig gestopft. Man ich hatte sowieso schon ein richtig schlechtes Gewissen und nun wurde es nur noch schlimmer.
Ich hatte das Wochenende vorher den kleinen Hoppler noch ins Internet bei Ebay Kleinanzeigen gestellt. Es haben sich dann nach einiger Zeit auch 3 Interessenten gemeldet, da ware der kleine aber schon im Tierheim. Also gab ich den Tipp ihn doch bitte bitte aus dem Tierheim zu holen, wenn man wirklich Interesse hat. Und dann bekam ich nach ca. 1 Woche eine Mail von dem Tierheim in Göttingen, das ich doch bitte endlich meine Anzeige aus dem Internet nehmen solle, da er ja schließlich nicht mehr bei mir sein. Unglaublich dachte ich mir, denn ich wollte nur helfen, dass der Kleine schnell wieder ein tolles zu hause findet!

Aber das Katzenhaus in Göttingen hat uns eine wunderschöne kleine Mieze vermittelt und das mit wirklich großer Liebe und Zuneigung. Ich war begeistert! Das Katzenhaus ist im gegensatz zum Tierheim wirklich klasse!:D

saloiv 09.05.2011 13:00

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Hier geht es ein wenig in die andere Richtung. Ich bekam ein Kaninchen nicht, weil es zusammen mit einem Meerschweinchen lebte und die Beiden ja nur zu zweit vermittelt werden, sie verstehen sich ja so blendend. Mir hat es bei diesem Ausspruch so die Sprache verschlagen, dass ich kaum reagieren konnte. :D

Ich habe mich auch beim Deutschen Tierschutzbund beschwert, weil sie öffentlich gegen Massentierhaltung von Kaninchen vorgehen (die böse böse Industrie) aber ihre Kaninchen im Tierheim verwahrlosen lassen. Man sollte immer erst mal vor der eigenen Türe kehren. Hier sitzen die Kaninchen ungepflegt (zu lange Krallen etc.) in Mini-Käfigen, größtenteils alleine und werden in Knast-Haltung mit Meerschweinchen vermittelt. Sie haben nicht einmal ein Häuschen im Käfig.
Und da könnten sie viel eher etwas ändern als in der Industrie...

Wobei es ja so ist, dass Tierschutz ehrenamtlich getragen wird und ich sage immer wer mit seinem Tierheim nicht zufrieden ist soll selber aktiv helfen und Ställe putzen, Tiere pflegen usw. Sie können nur das leisten, was von außen unterstützt wird.

nathalie_0.0 10.05.2011 15:10

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ich kann nicht verstehen warum Tierheim Mitarbeiter einem immer Steine in den Weg legen. Wenn die merken, dass jemand wirklich Interesse an einem Hund hat und auch schon Erfahrung mit Hunden usw. dann ist es doch völlig egal wenn der die ersten paar Tage im Bad bleiben muss, solange gesichert ist, dass er danach ein besseres Leben haben wird.
Ich glaube die zwei Probleme die man immmer wieder findet ist, dass die Tierheimmitarbeiter manchmal einfach zu eigen sind mit ihren Tieren und dass anscheinend keine klaren Regeln herrschen, wann ein Tier abgegeben wird und wann nicht.
Ich finde das schade denn dadurch wird ja auch vielen Tieren die Chance genommen, schnell ein schönes Zuhause zu finden.

camel73 10.05.2011 16:22

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Also ich habe bis jetzt nur ein Tier aus dem Tierheim. Was mir auch schon aufgefallen ist, das ich mich stark getäucht habe damit wieviel Sachverstand die Mitarbeiter haben. Wobei man sich in meinen Augen auch nicht auf Fremdwissen zu sehr verlassen sollte, und sich schon über die Tierart informiert bevor es ins Haus kommt. Leider erlebe ich es immer wieder, das Leute sich wenn überhaupt erst dann informieren, wenn es Probleme gibt.

Aber sind wir mal ehrlich. Das meiste läuft über Ehrenamt im Tierheim, sprich man ist dort froh über jeden der hilft. Es mag hier und da Probleme geben, aber insgesamt bin ich froh das es solche Leute und Stellen gibt.

So jetzt könnt ihr auf mich einträschen :D

Eine Frage hätte ich noch. Ist es eigentlich üblich Verträge für Tiere unterschreiben zu müssen, die einem so gut wie alle Rechte an dem Tier nehmen?

(Beispiele so weit mir das einfällt:
- ich bin nur der Pfleger;
- da es ein fundtier ist, kann man es mir 6 Monate lang wieder wegnehmen sofern sich der Besitzer bis dahin meldet (die Schutzgebühr ist natürlich dann weg)
- ich darf das kanichen nicht verschenken, verkaufen usw (als ob ich den süssen je wieder hergebe :p)
- muss den melden wenn das kaninchen irgendwann mal stirb
- unangemeldeter Besuch, um zu sehen wie es dem tier geht (das finde ok)
- und ich glaube sogar das die mir vorschreiben wollen zu welchem arzt ich gehe

Kreusa 10.05.2011 16:26

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Zitat:

Zitat von camel73 (Beitrag 164575)
Also ich habe bis jetzt nur ein Tier aus dem Tierheim. Was mir auch schon aufgefallen ist, das ich mich stark getäucht habe damit wieviel Sachverstand die Mitarbeiter haben. Wobei man sich in meinen Augen auch nicht auf Fremdwissen zu sehr verlassen sollte, und sich schon über die Tierart informiert bevor es ins Haus kommt. Leider erlebe ich es immer wieder, das Leute sich wenn überhaupt erst dann informieren, wenn es Probleme gibt.

Aber sind wir mal ehrlich. Das meiste läuft über Ehrenamt im Tierheim, sprich man ist dort froh über jeden der hilft. Es mag hier und da Probleme geben, aber insgesamt bin ich froh das es solche Leute und Stellen gibt.

So jetzt könnt ihr auf mich einträschen :D

Eine Frage hätte ich noch. Ist es eigentlich üblich Verträge für Tiere unterschreiben zu müssen, die einem so gut wie alle Rechte an dem Tier nehmen?

(Beispiele so weit mir das einfällt:
- ich bin nur der Pfleger;
- da es ein fundtier ist, kann man es mir 6 Monate lang wieder wegnehmen sofern sich der Besitzer bis dahin meldet (die Schutzgebühr ist natürlich dann weg)
- ich darf das kanichen nicht verschenken, verkaufen usw (als ob ich den süssen je wieder hergebe :p)
- muss den melden wenn das kaninchen irgendwann mal stirb
- unangemeldeter Besuch, um zu sehen wie es dem tier geht (das finde ok)
- und ich glaube sogar das die mir vorschreiben wollen zu welchem arzt ich gehe

So einen Vertrag habe ich auch unterschrieben. Es wurden bei Missachtung der Regeln auch hohe Vertragsstarfen angekündigt (etwa 400 €).
Soweit ich weiß sind solche Verträge aber unwirksam, da Tiere (leider) als "Sache" gelten, die man mit der Schutzgebühr bezahlt und erworben hat - damit ist man dann Eigentümer.
Kann aber sein, dass ich da falsch informeirt bin...:D

Sanny0093 10.05.2011 16:53

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ja so einen wundervollen Vertrag durfte ich vor 3 Wochen auch Unterschreiben:rolleyes:


Ich gehe ihn mal eben holen :D

Also erstmal wollten die viel Wissen:o

Name:
Geburtstag & ort:
personalausweisnummer:
von wem ausgestellt:
adresse:
Wohntort:
Eatge:
seit wann wir dort wohnen:
telefon:
beruf:
arbeitgeber:
ob wir zur miete wohnen:
kinder im haushalt und wie alt:
welche tiere vorhanden sind:
ob man das tier für sich kauft/ für wen sonst:
wielange das tier alleine bleiben muss:
wo das tier untergebracht werden soll: (da haben sie mir gesagt, dass das eine Fandfrage ist :p dadurch habe sie schon erfahren, dass jemand sein kaninchen im keller vorm Vermieter verstecken wollte:mad:)

dann wurde mir vorgeschrieben:

1. Sich bei Umzug zu melden.

2. Falls das Tier versterben sollte bescheid zu geben.

3. Der Übernehmer erwirbt das Eigentum an dem Fundtier erst nach 6 Monaten. ( die Regelung finde ich beschissen, hat sich dann ein Tier in einem artgerechtem Zuhause eingelebt, wird es da rausgerissen und am besten noch zu seinem Partener wieder in den 1,20m Käfig gesperrt. ) :(

4. Die Verwendung des übernommenen Tieres zu zwecken der Zucht ist untersagt. Im falle, wenn man sich diesem wiedersetzt und das Tierheim dies herausfindet wird ein Strafgeld in höhe von 400€ erhoben. ( Endlich mal eine tolle Regel, wie ich finde ;) )

5.Beauftragte werden mehrmals jährlich nach dem Tier schauen. Personen mit entsprechendem Ausweis müssen reingelassen werden und können jeder Zeit den Zustand des Tieres und der Haltung überprüfen.

6. Bei wiederholtem Verstoß wird das Tier dem Besitzer abgenommen und wieder ins Tierheim geholt.

7. Die Rückgabe des Tieres erfolgt nur an unser Tierheim.

8. Der Tierschutzverein --------- e.V. übernimmt keinerlei Haftung für das Tier, entstandene Schäden und keine Gewähr für dessen Eigentschaften oder Mängelfreiheit.




Dazu muss ich sagen, dass ich vor der Vertrags unterzeichnung darüber aufgeklärt wurde, dass die Häsin trächtig sein könnte, da sie sich noch keinen Monat in den Händen dess Tierschutzvereins befand. Jedoch wurde mir erst, nachdem ich den Vertrag unterschrieben hatte, gesagt, dass die Häsin eine Zahnfehlstellung hat!:mad: Und dies selbst nur auf Nachfrage... hätte ich nicht nachgefragt, hätten sie ihr nicht noch einmal ins Maul geschaut -.-*

Jetzt draf ich also, ohne dass ich es vor der Unterschrift wusste, alle 6 Wochen zum TA zähne kürtzen und Geld da lassen. Ich meine, ich mache es ja gerne für sie, aber das Problem ist, dass ich eig. nicht so viel Zeit habe und Oma mit ihr nun zum Zähnekürtzen muss... was diese natürlich auch nicht toll findet :D


liebe Grüße
Vanessa

saloiv 10.05.2011 17:13

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Verträge die dich als Interessent nur zur "Pflege" des Kaninchens engagieren würde ich nicht unterschreiben. Außer sie kommen dann auch für alle Kosten auf, wenn es in ihrem Besitz ist...
Schutzverträge sind unwirksam bzw. gesetzlich nicht zu verwerten. Pflegeverträge hingegen schon. In einem Schutzvertrag würde ich also alles unterschreiben, er ist sowieso nicht wirksam. ;) Bei Pflegeverträgen wäre ich vorsichtig!

Kaninchenfan 10.05.2011 19:59

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ich habe bei meiner Hündin auch so einen Schutzvertrag unterschrieben. Ich fand die Dinge aber nicht schlimm, wenn ich mal umziehe kann ich von mir aus Bescheid geben und wenn jemand sich ansehen will wie es der Maus geht habe ich da auch kein Problem mit. Wobei ich eh so alle drei Monate mit ihr beim Tierheim vorbei komme und eine Spende abgebe, da sehen sie dann auch die Hündin. Ich nehme meine Hündin nämlich immer mit, weil sie sich so über die Leute freut, die sie im Tierheim betreut haben. Die müssen sich wohl gut um sie gekümmert haben :)
Bisher ist auch noch niemand gekommen und hat geguckt. Züchten will ich eh nicht ihr (geht auch gar nicht mehr sie wurde kastriert) und weg nehmen wird mir sie niemand, die ist hier nämlich rundum glücklich :D

Zitat:

3. Der Übernehmer erwirbt das Eigentum an dem Fundtier erst nach 6 Monaten.
Das ist zwar für den neuen Besitzer blöd, aber wenn mein Kaninchen weg laufen würde und das Tierheim vermittelt das mal einfach so weiter, würde ich das auch wieder haben wollen... kann ich also auch verstehen...

Zitat:

( die Regelung finde ich beschissen, hat sich dann ein Tier in einem artgerechtem Zuhause eingelebt, wird es da rausgerissen und am besten noch zu seinem Partener wieder in den 1,20m Käfig gesperrt. )
Das wäre natürlich sch*, muss aber ja so nicht sein und außerdem kann es auch andersrum passieren. Ein Kaninchen kommt aus guter Haltung und wird in Käfighaltung vermittelt (manche Tierheim vermitteln auch in Käfighaltung). Dann wäre es ja nur gut, wenn es zurückgegeben werden muss.

Ob die jetzt rechtskräftig sind weiß ich nicht, aber ich fand die ganzen Dinge nicht so besonders tragisch und habs deshalb unterschrieben. Welchen Tierarzt ich aufsuche hat das Tierheim aber ja mal gar nicht zu interessieren. Meine Tiere haben die schlimmeren Sachen meistens Sonntags und da hätte ich keine Lust erst das TH fragen zu müssen wo ich hin soll...

Zitat:

Wenn die merken, dass jemand wirklich Interesse an einem Hund hat und auch schon Erfahrung mit Hunden usw. dann ist es doch völlig egal wenn der die ersten paar Tage im Bad bleiben muss, solange gesichert ist, dass er danach ein besseres Leben haben wird.
Das sehe ich auch so. Besonders geärgert hat mich, dass die sich unser Zuhause noch nicht einmal angesehen haben. :mad: Unser Badezimmer ist ja kein winziges Gästeklo oder sowas. Da kann ein Hund durchaus mal drin schlafen... Zumal es ja wirklich nur übergangsweise geplant war...
Und die Bedenken sind ja durchaus gerechtfertigt. Man weiß ja häufig nicht wie der Hund vorher gelebt hat. Und ein Schäferhund kann ja auch durchaus mal ein Möbelstück in deine Einzelteile zerlegen, wenn er nicht weiß, wie man sich benehmen soll...

Sandstern 10.05.2011 20:47

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Bei dem Vertrag für Toffee und Pino steht nur drin, dass ich artgerecht halten muss und nicht an Tierversuchsanstalten weitergeben darf. Sonst muss ich 255,65 € (??) Strafe zahlen. Und es muss unter Umständen Nachweiß vom Vermieter erbracht werden, dass das Tier gehalten werden darf.

Im Vertrag für Popcorn stand damals drin, dass artgerechte Haltung und tierärtzliche Versorgung Pflicht sind. Nachkontrolle wäre jederzeit möglich. Bei Geltendmachen von Besitzansprüchen Dritter muss das Tier zurückgegeben werden. Zucht ist verboten (finde ich persönlich sehr gut). Das Tier darf nur mit schriftlicher Erlaubnis des Vereins weitergegeben werden. Man verpflichtet sich, im Falle von Zuwiderhandlung 1000 € Strafe an das Tierheim zu zahlen.

Sonst ging bei dem oberen Tierheim die Vermittlung viel schneller und unkomplizierter. Das kann man sowohl positiv als auch negativ sehen. Hier wurde eine Nachkontrolle gemacht.
Im unteren Tierheim mussten wir ewig auf die Vorkontrolle warten. Das ist natürlich total nachvollziehbar, aber man wird ja auch ungeduldig :D
Von artgerechter Haltung hatten das obere nicht wirklich Ahnung, aber das kann man ja kaum erwarten. Das untere bietet Kaninchen und Meerschweinchen in einer Gruppe immerhin viel Platz.

camel73 11.05.2011 09:04

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Wenn ich das so lese habe ich einen Pflegevertrag unterschrieben. Im Grunde gibt man bei meinem Vertrag alle Rechte ab, und hat jede Menge Pflichten. Sollte sich der alte Besitzer melden, wird das integrierte Kaninchen aus der Gruppe gerissen und ich habe keinerlei Anspruch auf Rückerstattung der Schutzgebühr oder Kostenerstattung für Futter und sonstiges. Ich denke da wird der ein oder andere schon einmal geklagt haben, so das die Wasserdichte Verträge machen. Ich will dem Kaninchen ein gutes Zuhause bieten, allerdings wäre ich schon sehr entäucht wenn mir das Tier weggenommen würde. In dem Fall würde ich das nächste mal eher ein Tier vom Züchter oder der Tierhandlung erwerben. Nicht wegen dem Geld, sondern weil ich den kleinen Kerl in mein Herz geschlossen habe.

Züchten will ich ja eh nicht. Wäre auch schwierig mit meinen 4 Kastraten.

Klar verstehe ich Leute die ihr entlaufenes Kaninchen wieder haben wollte. Würde mir auch so gehen. Allerdings würde ich mich dann sofort darum kümmern, und die Tierheime usw. anrufen. Das sollte selbst wenn man da im Urlaub war, keine 4 Wochen gehen. Wenn da erst nach 3 Monaten was ist, da stimmt was in meinem Augen nicht.

Den Tierarzt lasse ich mir auch nicht vorschreiben. Ich habe eine super Tierärztin direkt um die Ecke, der vom Tierheim ist 30km weit weg. Und den kenne ich nicht.

sambo 11.05.2011 11:05

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Hallo,

ich habe sehr schlechte Erfahrung mit unserem Tierheim gemacht. Ich hatte mich in einen kleinen süßen Zwerghasen entschieden, der aus einer verwahrlosten Wohnung kam. Ich entschied mich für ihn aber sie wollten ihn noch untersuchen. 2 Tage später holte ich ihn ab, sie sagen es wäre alles ok und bezahlte die Schutzgebühr. Mir fiel aber auf, dass die Ohren sehr komisch aussahen daher fuhr ich selbst nochmal zu meinem Tierarzt und da stellte sich heraus, dass er ganz dolle Ohrräude hat.
Ich fuhr hin um es dem Tierheim zu sagen, das interessierte sie gar nicht. Die Antwort die ich bekamm war nur, wir haben noch so eins nehmen sie das mit. Hab ich natürlich nicht gemacht. Aber ich finde es frech da kann man nicht mal dem Tierheim glauben. Mein zweites hab ich mir dann vom Züchter geholt.

Ich würde nie wieder ein Tier aus diesem Tierheim holen.

Kaninchenfan 11.05.2011 13:37

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Wow das finde ich ist jetzt echt eine Frechheit. Einfach so ein krankes Tier abgeben und so tun als wäre es gesund. Zumindest waren die Tierheimmitarbeiter zu mir immer ehrlich. Als ich meinen Hund bekommen hab, hatte die teilweise neu wachsendes Fell. Im Tierheim wusste man nicht wo das herkommt (sie wurde beschlagnahmt). Und in meinem Vertrag steht, dass sie eventuelle Probleme mit dem Fell auf ihre Kosten übernehmen, wenn es noch mal wieder kommt (bis zu einer Dauer von 2 Monaten). Das fand ich schon super. Mussten wir aber keinen Gebruch von machen, denn das Fell ist jetzt top. War vermutlich stressbedingt ausgefallen...

nathalie_0.0 11.05.2011 20:39

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ich finde es wirklich überraschend, wie viele Leute sich hier melden und schlechte Erfahrungen mit dem Tierheim hatten.
Dabei liest man hier auch immer wieder "Hol dir bloß kein Tier vom Züchter, im Tierheim warten noch so viele Kaninchen auf ein neues Zuhause.."
Aber ich finde es absolut ok wenn man sagt man möchte lieber eins vom Züchter, da weiß man dass es gesund ist und man weiß wo es her kommt und das man es dann auch behalten darf und man ist nicht auf die Launen von Tierheimmitarbeitern angewiesen.
Klar tun mir die Tiere im Tierheim unfassbar leid aber ich kann jeden verstehen der sagt ich hole mein Tier lieber vom Züchter.
Ich selbst hab schon mal mit dem Gedanken gespielt sowas wie eine kleine private Notstation für Kaninchen zu machen, wo ich Kaninchen aus schlechten Verhältnissen weitervermittle.
Platz hab ich hier zuhause genug, ist allerdings auch ne kostspielige und zeitaufwändige Sache...
Mal sehen obs was wird jedenfalls weiß ich schon wie ich auf jeden Fall NICHT mit potentiellen neuen Besitzern von den kleinen umgehen werde :D

Kaninchenfan 11.05.2011 21:26

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Naja ich gehöre auch zu den Leuten die immer empfehlen zuerst mal im Tierheim zu gucken. Denn wie gesagt ich habs auch schon anders erlebt. Und der größte Grund ist, dass man die Vermehrung von Tieren unterstützt, wenn man Tiere vom Züchter holt. Meiner Meinung nach gibt es einfach genug Tiere und man sollte erst mal sehen, dass man die Tierheime leer bekommt, bevor man neue Tiere in die Welt setzt. Klar ist das manchmal mit Unannehmlichkeiten verbunden ein Tier aus dem Tierheim zu holen, aber dass kann einem auch bei einem Züchter passieren.
Meine Mutter hat zB einen Dackel vom Züchter, der Dackellähme hat. So viel dazu, dass Tiere vom Züchter immer gesund sind. Und beim Züchter ist man immer noch auf die Launen des Züchters angewiesen, zumindest wenn es ein Züchter ist, der sich einigermaßen um seine Tiere sorgt, und etwas anderes ist in meinen Augen einfach kein Züchter. Da muss man ja auch den Züchter überzeugen, dass es dem Tier in dem neuen Zuhause gut geht...
Außerdem glaube ich nicht, dass es viele Tiere gibt, die wieder zurückgegeben werden müssen. Zumal hier ja schon häufiger gesagt wurden, dass die Verträge nicht wirksam sind. Dann müsste man die Tiere ja gar nicht abgeben...

Ich hab jedefalls für mich entschlossen: Jedes mal wieder aus dem Tierheim und nie wieder vom Züchter. Einfach weil ich finde, dass man sich aktiver kaum am Tierschutz beteiligen kann.

nathalie_0.0 11.05.2011 22:15

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Was ich einfach sagen will, ist dass es recht einfach ist, das Tierheim als super Lösung hinzustellen, und den Züchter als "Buhmann".
Zum Züchter muss ich sagen, dass wir ohne Ihn garnicht diese Vielfalt an Kaninchen hätten die wir doch so lieben.
Außerdem leben in Deutschland ne ganze Menge Kaninchenhalter, denen auch hin und wieder ein Kaninchen stirbt und die sich eine Neuanschaffung wünschen. Daher muss es Züchter geben, die (natürlich kontrolliert und artgerecht) neue Kaninchen in die Welt setzten.
Würden alle Züchter aus moralischen Gründen ihre Zucht stoppen wären die Tierheime zwar im nu leer aber bald darauf hätten auch viele Kaninchenfans nicht mehr die Möglichkeit Kaninchen zu halten weil einfach keine mehr geboren werden.
Ich will nicht sagen lasst die Tierheime links liegen und geht nurnoch zum Züchter.
Ich will sagen dass wir Kaninchenfreunde genauso gut Züchter brauchen die unsere kleinen erst in die Welt setzen.
Daher sollte man sich wohl um richtig zu handeln zuerst einmal darauf einzulassen, vielleicht ein Tier aus dem Tierheim zu holen aber wenn es da direkt Schwierigkeiten gibt und man sogar am Telefon angelogen wird und so weiter dann ist es absolut nicht falsch sich beim nächsten mal an den Züchter zu wenden. Dass man sowohl Züchter als auch Tierheimmitarbeiter davon überzeugen muss dass man dem Tier ein gutes Zuhause bietet ist selbstverständlich aber wenn einem das Tierheim trotzdem kein Tier vermittelt, weil die Mitarbeiter ihre eigenen Regeln aufstellen (3 kaninchen funktionieren nicht...) dann kann der gute Wille dass das Tier ein neues Zuhause bekommt ja nicht so groß sein. Dann stimmt wohl die Chemie zwischen Tierheim und Interessenten nicht, man selbst wendet sich an den Züchter und hat aber das gute Gewissen es wenigstens probiert zu haben. Würden alle so handeln wären die Tierheime sicher nie wieder überfüllt und es wäre keine Schande auch zum Züchter zu gehen oder selbst Züchter zu sein.

Kaninchenfan 12.05.2011 00:05

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Im großen und Ganzen sehe ich das genau so. Allerdings haben wir im Moment (wie eigentlich schon immer) zu viele Züchter im Vergleich zu der Anzahl an Abnehmern. Daher landen immer mehr Tiere im Tierheim, werden ausgesetzt oder werden schon als Jungtiere getötet (was ja bei schlechten "Züchtern" nicht selten ist, wenn der Nachwuchs nicht "gut genug" ist). War man jedoch bei einem Tierheim und es hat aus welchen Gründen auch immer nicht geklappt, dann ist es mir schon klar, dass ich dann nicht erwarten kann, dass jeder so hartnäckig ist und es weiter versucht, ein Tier aus dem Tierheim zu bekommen. Mich haben meine Erlebnisse gerade am Anfang sehr enttäuscht. Das ist dann natürlich frustrierend so kann ich es verstehen wenn man eines vom Züchter nimmt. Aber wie du ja auch sagtst, sollte man zumindest versuchen ein Tier aus dem Tierheim zu übernehmen, denn wenn es einem gelingt, dann hat man etwas sehr gutes getan - und so unwahrscheinlich ist es jetzt ja auch nicht das einem ein Tier vermittelt wird ;) Und wenn man zum Züchter geht, dann muss es aber unbedingt ein guter Züchter sein, der seine Tiere artgerecht hält, und niemand, der einfach seine Tierchen vermehrt und damit am Besten noch groß Geld verdienen will... PS: Wenn wirklich alle Züchter aus moralischen Gründen aufhören würden zu züchten und man alle Kaninchen aus den Tierheimen vermittelt hätte, dann könnte man auf Nachfrage züchten ;) Dann müsste auch niemand auf ein Kaninchen verzichten ;) Aber das ist ja sowieso nur Wunschdenken :(

saloiv 12.05.2011 01:27

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Zitat:

Zitat von nathalie_0.0 (Beitrag 165166)
Aber ich finde es absolut ok wenn man sagt man möchte lieber eins vom Züchter, da weiß man dass es gesund ist

Da habe ich aber auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht...

nathalie_0.0 12.05.2011 09:25

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ja warscheinlich habe ich da auch einfach zu wenig Erfahrung wie es bei anderen Züchtern so abläuft. Ich habe mich jedenfalls an eine junge Dame aus Bielefeld gewand, von deren Homepage ich beeindruckt war. Ich war auch da und hab mir alles angesehen und die gibt sich wirklich mühe ihre Tiere alle artgerecht zu halten mit täglichem Auslauf, dem richtigen Futter usw.
Während ich da war haben ihr auch andere Familien fast "die Bude eingerannt" :D
Also die hatte (zumindest was ich so mitbekommen hab) mehr Interessenten als Abgabetiere.
Und jeder wurde vorher befragt wie das Kaninchen gehalten werden soll und sie hat sich einen Schutzvertrag unterschreiben lassen und auch eine Frau abgewiesen, nachdem sie erfahren hat, dass das Kaninchen in der Wohnung in einen Käfig kommen soll.
Mag sein, dass ich daher ein zu gutes Bild von Züchtern allgemein hab aber ich fand das da schon echt in Ordnung wie sie das macht und ich hatte auch das Gefühl, dass sie mir echt gute Tipps geben konnte und Rat (im Gegensatz zum Tierheim).
Warscheinlich ist meine Ansicht einfach sehr durch persönlicher Erfahrungen beeinflusst nur ich finde einfach nicht dass man alle Züchter so über einen Kamm scheren kann und Zucht als etwas generell falsches darstellen sollte wie ich es schon oft gelesen hab hier.
Das gleiche kann man wohl auch für Tierheime sagen :D es gibt sicher auch Tierheime die tiptop arbeiten das ist garkeine frage. Nur in meiner Umgebung anscheinend nicht ;)

saloiv 12.05.2011 14:13

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Die allermeisten Tierheime sind tip-top,leider aber nicht alle. Bei Züchtern ist es meist eher anders herum. Die meisten Züchter lassen ihre Tiere nicht einmal durchgängig tierärztlich versorgen, weil es bei der Tieranzahl kaum leistbar ist. Zudem werden sie oft in Ställen gehalten. Aber es gibt auch ein paar wirklich gute Züchter.

Der Unterschied wenn man ein Kaninchen von einem schlechten Züchter oder einem schlechten Tierheim holt:
- Der Züchter produziert weiter Tiere die er schlecht hält, informiert weiterhin falsch usw.
- Das Tierheim produziert keine Tiere nach, es ist ja nur eine vorübergehende Unterbringung für Not-Tiere und kein "Dienstleister" wie es ein Züchter ist.

Blume 12.05.2011 14:18

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Wir haben unsere Tiere weder vom Züchter, noch aus dem Tierheim. Unseren ersten Hund haben wir von einer privaten Vermittlung und meine Kaninchen habe ich aus dem baumarkt (wohl die schlechteste Alternative, aber so weit hab ich da nich gedacht...). Als wir vor einigen Jahren einen 2. Hund wollten, hat meine Mutter gesagt auf keinen Fall ein Welpe und nur einen der es Nötig hat (also aus dem tierheim)...also haben wir in den Tierheimen in der Nähe angefragt und es schien so, als wollten sie garkeinen Hund vermitteln. Überall hieß es nur unfreundlich es gäbe keinen Hund nach unseren Vorstellungen oder die Weibchen verstehen sich eh nich mit anderen Hunden...am Ende haben wir dann eine kleine Spanierin von einer Tierhilfsorganisation geholt und sind Glücklich mit ihr :) Ich überlege mir noch ein 3. Kaninchen zu holen und bin jetzt auch bei den Tierheimen am suchen, aber um wirklich was zu finden oder an freundliche Mitarbeiter zu geraten musste ich die Distanz schon sehr ausweiten...ich bin trotzdem der Meinung, dass man erstmal den Tieren im Tierheim eine Chance geben sollte, bevor immer mehr "nachproduziert" werden...

Valentina 12.05.2011 14:39

AW: Erfahrungen mit dem Tierheim (insb. Bielefeld)
 
Ein Erfahrungsaustausch finde ich gut. Allerdings sollte man nie alle TH über einen Kamm scheren.
Durch meine ehrenamtliche Arbeit im Tierschutz, sehe ich oft die unterschiedlichsten Tierheime. Die meisten haben ein offenes Ohr für Veränderungen, andere sind schon soweit gut informiert und andere, naja, es muss immer schwarze Schafe geben.. Aber von den rund 35TH die ich letztes Jahr gesehen habe, waren etwa 5 echt übel. Sei es von der Haltung, dem Umgang zum Tier etc.
Allerdings steht hier die Beratung und Entlastung an erster Stelle.
Wer schonmal ein Praktikum oder einen Schnuppertag im TH gemacht, wird die Belastung und die Mühen etc kennen.
Ansonsten ist sowas immer zu empfehlen - Vorallem doch für die, die hier so schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Oft habe ich auch als Mitarbeiterin im TH negative Erfahrungen mit den zukünftigen Haltern gemacht.
Hier einige Bsp.:

Ein junges Pärchen kommt und möchte gerne einen kleinen Hund. Dieser sollte nicht größer als 25cm sein, kein allzu langes Fell haben, nicht älter als 1 Jahr, stubenrein, gehorsam, sollte mind 8 Stunden alleine bleiben können und sollte allgemein keinen großen Aufwand aufbringen.

Ich habe Backsteine gelotzt. 1. sind wir kein Wunschexpress 2. jünger als 1 Jahr und dann 8 Stunden alleine und am Besten schon perfekt erzogen? Wo gibts denn das?
Das ist ein Ausschlusskriterium! Die haben bei uns den Hund nicht bekommen, da die Umstände nicht passten.

Bsp. 2:
Eine junge Familie kam zu uns, als wir Tag der offenen Tür hatten und wollte sich über Kaninchen informieren.
Ich habe sie mit einer Kollegin 2 Stunden lang aufgeklärt (am Tag der offenen Tür, eigentlich eine Meisterleistung!), Infomaterial rausgegeben etc.
Die Familie war begeistert und hat sich auch gleich 2 süße Kaninchen reservieren lassen.
Die Haltung der Familie war top und wir waren guter Dinge.
Ein paar Tage später kam das junge Mädchen mit ihrer größeren Schwester, um die 2 abholen.
Alles schien ok.

2 Wochen später kam die Mutter wutentbrannt mit den beiden zurück und sagte mir, dass sie die beiden zurückgeben müsse, da sie im Freilauf Böbbel verlieren *schock* *verwunderung*
Ich habe versucht ihr zu erklären, dass auch die kleinsten Haustiere Dreck machen würden und daraufhin war ihre Antwort, das sie das aber nicht wolle... ^^ Da die Kaninchen für die Kinder gedacht waren und sie nicht einsieht, diese Tiere dann sauber machen zu müssen.

Ich habe noch einige mehr solcher Beispiele.
Allerdings natürlich, weit mehr positive.

Ich bin der Meinung, es kommt auch immer darauf an, mit welcher Einstellung man ins Tierheim fährt.
Im Grundsatz ist es doch aber so, dass TH unterfinanziert sind, die Mitarbeiter den ganzen Tag harte Arbeit verrichten und nicht zu selten, dafür noch bepöpelt werden, weil viele zukünftigen Halter nur ein Tier wollen, aber keine Beratung oder Hilfe.


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