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Schoko&Blanca 08.08.2010 11:42

Lebensbäume
 
Hallo,
eine Frage. Dürfen Kaninchen Äste oder Nadeln von Lebensbäumen fressen? Wir würden meinen beiden nämlich gerne eine Art kleine Höhle aus den Ästen von Lebensbäumen bauen. Daher möchte ich fragen ob es schädlich ist wenn sie genannte Äste oder Nadeln futtern würden. Weil ich bin mir sicher dass sie das tun werden, auch wenn sie es einfach nur mal probieren möchten.

Al

santascorpio 08.08.2010 12:51

AW: Lebensbäume
 
Generell ist der Lebensbaum giftig aber wenn deine Nins Ad Libitum (zur freien Verfügung) gefüttert werden, dann dürfte das kein Problem sein.
In meinem Freigehege wächst eine Tuja Hecke (Lebensbaum).
Meine Nins zupfen dort immer mal wieder kleine Spitzen ab und mümmeln sie bzw. oder lassen sie dann gleich wieder fallen.
Die Tuja wird auch in der Homöopathie eingesetzt und wirkt wie ein Antibiotika.
Ad Libitum gefütterte Nins wissen sehr gut, was ihr Körper gerade benötigt und wenn meine Meeris und Kaninchen mal an der Tuja sind, weiß ich, dass sie gerade ein bisschen "Antibiotika" brauchen ... :D

Eike

Lupine 08.08.2010 15:25

AW: Lebensbäume
 
Ich würde dringend davon abraten, man sollte die Nins auch bei ad-libitum-Fütterung nicht in Versuchung führen! Denn die Äste und Nadeln trocknen mit der Zeit, und verlieren ihren charakteristischen Eigengeruch zum großen Teil, nicht aber ihre Giftigkeit. Kommt nun eins deiner Nins aus Langeweile auf die Idee doch dran zu knabbern, ist es passiert.

In der freien Wildbahn haben Kaninchen keine Langeweile, weil sie mit dem Überlebenskampf beschäftigt sind, aber unsere Haustiere haben oft, selbst in abwechslungsreichen Gehegen, Langeweile. Und die führt dann häufig zur "Selbstbeschäftigung" wie Gehege oder Einrichtung annagen, Wassernapf umschmeißen und ähnliches. Hat man in dieser Situation dann etwas giftiges verbaut, ist die Gefahr groß dass auch dieses mit angefressen wird.

Haus- und Wildkaninchen sind schon rein anatomisch nicht 100%ig zu vergleichen. Kaninchen suchen sich zwar bei großer Auswahl zunächst das leckerste heraus, das ist richtig. Vorzugsweise Dinge die sie kennen und die dem entsprechend ungefährlich sind, auch das ist richtig.

Aber sie sind eben nicht mehr Wildkaninchen, haben auch körperlich einige Domestikationserscheinungen von denen noch niemand genau weiß inwieweit sie sich auf die Schutzmechanismen vor giftigem Futter auswirken, zum Beispiel sind Hirn und Herz kleiner als bei den wilden Verwandten. Dies kann unter Umständen direkte Folgen im Fall leichter Vergiftungen haben, der Kreislauf ist bei einem größeren und leistungsfähigeren Herzen einfach stabiler. Und inwieweit sich die kleinere Gehirnmasse auf die Futterauswahl oder auch das Vermeiden der Aufnahme giftiger Stoffe aus Langeweile auswirkt, darüber gibt es keine belastbaren Untersuchungen.

Ob du das Risiko eingehen willst, ist im Endeffekt deine Sache, aber es gibt eine Menge ungiftige Alternativen - ungespritzte Tanne zum Beispiel. Und deshalb stehe ich persönlich auf dem Standpunkt, dass man das Risiko nicht eingehen sollte.

Die Idee der Ad-Libitum-Fütterung ist noch sehr jung, und dem entsprechend gibt es nur eine geringe Anzahl an Erfahrungswerten, auch über die tatsächliche Fähigkeit zur Selektion der Futtermittel.

Schoko&Blanca 08.08.2010 15:53

AW: Lebensbäume
 
Dankeschön für die Antworten.
Ich füttere Ad-libitum aber trotzdem werde ich den Lebensbaum selbstverständlich nicht verwenden. Ich wusste nur nicht ob er gifitg ist.

Könntet ihr mir vielleicht auch noch sagen wo ich hier im Raum Essen Schonnebeck oder Umgebung Tanne finde?

Al


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