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Marthe 01.09.2020 22:20

Winterfutter
 
Hallo ihr lieben,

da der Sommer nun langsam nach und nach zu Ende geht und irgendwann nichts mehr finden sein wird in der Natur, besteht für mich folgendes:

Wie kann ich nach und nach auf Winternahrung umstellen?

Und welches Gemüse ist für die Wintermonate immer gut Geeignet?

Mein Problem ist, dass Fienchen und Lotte nun nur noch wiederwillig Eisbergsalat und Gurke essen. Beide lieben es wenn ich draußen sammeln gehe und das Gesammelte war in den letzten Wochen bei uns das Hauptnahrungsmittel.

Ich lese viel, was die kleinen dürfen, bin aber nicht schlüssig, was für die Wintermonate immer am besten geeignet ist.

Ich habe die beiden erst seid dem 1.7 und von daher noch nicht genügend Erfahrung wie man im Winter am besten Füttern sollte

Würde mich über viele Ratschläge freuen

dangerschaf 01.09.2020 23:02

Kluge Häschen hast du ;) Eisbergsalat und Gurke sind minderwertiges Futter.
Für den Winter lohnt es sich Kohl anzufüttern. Damit kannst du jetzt schon parallel zur Wiese beginnen und die Menge sukzessive steigern. Zur Ergänzung eignen sich Kräuter, Gemüsegrün, Spinat, ... damit kommt man ganz gut durch die kalte Jahreszeit.

Sir.Hoppselot 02.09.2020 09:15

Wir füttern im Winter auch hauptsächlich verschiedene Kohlsorten und das Grün aus den Gemüseabfalltonnen im Supermarkt (z.B. Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Radieschengrün, Selleriegrün, Blätter vom Blumenkohl etc.). Wichtig bei Kohl neben der genannten langsamen (streifenweisen) Anfütterung ist auch, dass du parallel kein Trockenfutter gibst. Wenn man das beachtet ist Kohl aber ein super Winterfutter und geht auch nicht ganz so sehr ins Geld wie teurere und wenig nahrhafte Salate. Gurke lieben meine, bekommen davon aber schnell Durchfall, also sei froh, dass deine sie direkt meiden.

Hier ist eine Liste für geeignete Gemüsesorten für Kaninchen:
https://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/futterlisten/gemueseliste/

Ich habe damals mit Wirsing, Spitzkohl und Brokkoli angefangen. Grünkohl ist ihre Lieblingssorte. Sorten wie Weißkohl, Chinakohl und Rosenkohl mochten sie erst nach einigen Monaten der Eingewöhnung aber das kann man ja immer mal wieder gut testen. Rotkohl mögen meine bis heute nicht.

Betsy69 02.09.2020 10:51

Zitat:

Zitat von Sir.Hoppselot (Beitrag 1222100)
Wichtig bei Kohl neben der genannten langsamen (streifenweisen) Anfütterung ist auch, dass du parallel kein Trockenfutter gibst.

Diese Aussage ist so pauschal formuliert nicht richtig.

Bei Kohlfütterung kann Strukturfutter oder auch Extrudate (z.B. Cuni complete) sowie Saaten und natürlich Trockenkräuter zugefüttert werden.

Trockenfutter in Pelletform sollte vermieden werden, da die Bestandteile sehr stark zermahlen sind und es im Verdauungstrakt stark aufquillt. Das kann zu Problemen zusammen mit Kohl bei der Verrdauung führen.

Marthe 02.09.2020 20:25

Vielen lieben Dank für die Antworten.

Da ich nicht weiß, wie beim Vorbesitzer Kohl gefüttert wurde, werde ich nun die Zeit nutzen und langsam anfüttern. Kann dann ja immer jeweils eine Kohlsorte anfüttern. Ich hatte immer große Bedenken mit dem Kohl, bezüglich aus Angst zu Blähungen.

Wie lange sollte ich immer eine neue Sorte anfüttern bis ich es bedenkenlos geben kann? Und wie groß sollten die Stückchen immer sein?

Sir.Hoppselot 03.09.2020 13:10

@ Betsy69: Den Hinweis finde ich trotzdem immer wichtig und ergänzenswert und unter "Trockenfutter" verstehen viele - gerade Neulinge - denke ich auch nicht Spezialfutter wie Cunis, Saaten oder Kräuter sondern das Zeug aus dem Zooladen auf dem "Trockenfutter für Nager" drauf steht, also klar, Pellets und Presslinge aller ungesunden Art. :rolleyes:

@ Marthe: Am Anfang noch keine ganzen Blätter, sondern nur streifenweise. Ich habe das damals glaube ich über fast zwei Wochen gesteigert bis ich ihn ihnen frei zur Verfügung angeboten habe. Allerdings wurden sie beim Vorbesitzer mit Pellets gefüttert und hatten bei mir ohnehin schon einen "harte" Umgewöhnung auf Wiese.

ShirinSan 07.09.2020 11:37

Ich hoffe, ich darf mich mit meinem Anliegen hier einfach einklinken, da es gut zum Thema passt.

Am kommenden Samstag ziehen meine beiden Ninchen ein. Auf Nachfrage bei der "Züchterin", was sie bisher an Grünfutter gegeben hat, habe ich keine Antwort erhalten. Natürlich werde ich bei der Abholung nochmals nachfragen, allerdings möchte ich auch gut verträgliches schon vor Ort haben, ehe ich die beiden in ihr Gehege bringe.

Sollte ich nur bei Kohlsorten aufpassen und dort vorsichtig anfüttern oder gilt dies auch für alle anderen Grünfutter? Welches Grünfutter ist im allgemeinen gut verträglich, wo ich defintiv nichts falsch machen kann bei der Eingewöhnung?

Parat stehen schon grünhopper junior (bekamen sie bisher) und Streuobstwiesenheu (ebenfalls von grünhopper)...wobei ich hier intuitiv bestellt habe, da ich auch hier keine Auskunft der Züchterin bekommen habe.
Unsere Korkenzieherweide wird dann am Samstag auch ein paar Zweige loswerden.

Die Liste von kaninchenwiese.de ist bereits ausgedruckt und wird die kommenden Wochen, bis sich eine Routine einstellt, immer wieder mit zum Einkauf genommen :-D

Tintenherz 08.09.2020 13:46

Zitat:

Zitat von ShirinSan (Beitrag 1222770)
Ich hoffe, ich darf mich mit meinem Anliegen hier einfach einklinken, da es gut zum Thema passt.

Am kommenden Samstag ziehen meine beiden Ninchen ein. Auf Nachfrage bei der "Züchterin", was sie bisher an Grünfutter gegeben hat, habe ich keine Antwort erhalten. Natürlich werde ich bei der Abholung nochmals nachfragen, allerdings möchte ich auch gut verträgliches schon vor Ort haben, ehe ich die beiden in ihr Gehege bringe.

Sollte ich nur bei Kohlsorten aufpassen und dort vorsichtig anfüttern oder gilt dies auch für alle anderen Grünfutter? Welches Grünfutter ist im allgemeinen gut verträglich, wo ich defintiv nichts falsch machen kann bei der Eingewöhnung?

Parat stehen schon grünhopper junior (bekamen sie bisher) und Streuobstwiesenheu (ebenfalls von grünhopper)...wobei ich hier intuitiv bestellt habe, da ich auch hier keine Auskunft der Züchterin bekommen habe.
Unsere Korkenzieherweide wird dann am Samstag auch ein paar Zweige loswerden.

Die Liste von kaninchenwiese.de ist bereits ausgedruckt und wird die kommenden Wochen, bis sich eine Routine einstellt, immer wieder mit zum Einkauf genommen :-D

Wenn die beiden vorher schonmal Grünes bekommen haben, würde ich mit ordentlich Wiese anfangen, soweit ich weiß ist nur Kohl ohne Anfüttern problematisch. Wiese ist ja immer das beste, was du machen kannst. Unsere junge Riesin wird jetzt gerade langsam vom Trockenfutter entwöhnt und parallel an Grünfutter gewöhnt, Kohl kommt dazu, wenn das Trockenfutter ganz aus der Ernährung raus ist, vermutlich in so ungefähr einer Woche. Zu schnell will ich das nicht machen, weil hier zusätzlich noch ne Vergesellschaftung läuft.

Honeymouse 08.09.2020 14:57

Kohl ist vorallem mit Trockenfutter problematisch. Junge Tiere kann man meist ohne große Probleme flott umstellen, denn deren Verdauungssystem ist noch nicht geschädigt.
Perfektes Futter wäre artenreiche Wiese, alternativ alles, was grün und blättrig ist. Alles was fest ist, sprich Gemüse (Karotte, Sellerie, Kohlrabi, ...) und Obst, sind allenfalls Leckerchen, denn die Zähne sind auf blättriges Futter ausgelegt. Alles was zerbissen werden muss ist absolut nicht gut für die Zähne

ShirinSan 08.09.2020 15:24

Vielen Dank euch beiden. Trockenfutter gibt es eh nicht. Eben nur die Trockenkräuter und Heu. Dann werde ich blättriges Grün einkaufen und Richtung Winter dann nach und nach Kohlsorten einführen. Mit Wiese ist es hier schwierig, inmitten von Kiefernwäldern wächst nicht viel. Wobei ich bereits einen Teil des Gartens umgekruppert habe und die Woche noch eine Wiesensaat streue. Wird effektiv vermutlich aber erst ab Frühjahr etwas.

Terry 08.09.2020 21:52

Nur mal nebenbei...
Zitat:

Zitat von ShirinSan (Beitrag 1222770)
Auf Nachfrage bei der "Züchterin", was sie bisher an Grünfutter gegeben hat, habe ich keine Antwort erhalten.

Warum unterstützt Du dann so einen „Vermehrer“?

Wie sind dort ansonsten die Haltungsbedingungen?

In Buchten oder mit zwei bis drei qm pro Tier Freilauf?

Die Rammler alleine oder mit einem oder mehr Kastraten gemeinsam!

Wurden die Tiere mit vier bis fünf Wochen erstmalig mit Filavac gegen RHD 2 geimpft?

Liegen dafür die Impfpässe vor?

Sind die Rammler frühkastriert?

Wenn Du nur eine der Fragen mit „nein“ beantworten musst, kann ich nur an Dich appellieren von einer solchen Vwrmehrung keine Tiere abzunehmen, auch aus dem Grund, dass sich so etwas irgendwann mal rumspricht und solche „liebevollen Hobbyzücher“ *kotz* endlich irgendwann keine Abnehmer mehr finden und ihre Vermehrungen endlich zum Wohle der Tiere sind einstellen!!

ShirinSan 08.09.2020 22:43

@ Terry


Ich antworte mal per PN, da es sonst hier akut ins Offtopic abrutschen würde.

mandyherold 09.09.2020 11:15

Da hätte ich auch gleich mal eine Frage: Darf man das Futter von Grünhopper Adult, Winter, Purgrün usw. mit Kohl verfüttern im Winter? Da mir der erste Winter bevor steht und ich da keine Erfahrung hab und nichts falsch machen möchte, wäre es schön wenn mir hier jemand einen Tip geben könnte.

Honeymouse 09.09.2020 11:21

Ja, da es ja nur getrocknete Kräuter sind. Allerdings sollten die auch nur eine kleine Menge ausmachen, denn wirklich gesund sind Trockenkräuter auch nicht unbedingt (zu trocken, hoher Kalziumgehalt, viel zu harte Bestandteile wie Johannisbrot oder Erbsenflocken).

mandyherold 09.09.2020 11:30

Okay danke für die Information. Momentan fressen Sie ja fast nur Berge von Wiese und früh geb ich immer einen kleine Teller mit Chicoree, Möhre, Peterselie, Stangensellerie, Kohlrabi- Radieschenblätter, Peterselienwurzel, Eisbergsalat, Fenchel, Spinat, Paprika je nachdem was ich im Garten gerade hab oder wir selbst gerade für uns da haben. Ab und zu wo es so heiß war ein Stückchen Melone und Apfel, aber nur als Leckerli. Der eine bekommt abends etwas Banane zerdrückt mit Ingwer oder Meerettich aus dem Garten wegen Abszess und Schnupfen, da er es ohne Banane nicht frisst. Und Zweige vom Hasel, Eiche usw. haben sie meistens frisch jeden Tag mit im Außengehege, da ich alles am Grundstück habe. Das Kräuterbeet mit Salbei, Basilikum, Pfefferminze rühren sie nicht an, das steht wie es steht.

Tamou 12.09.2020 09:00

Ich hatte ja eigentlich Bedenken mit Kohl, aber aus Kostengründen und weil Maja den meisten "normalen" Salat inzwischen immer mit Matschkot beantwortet, will ich es jetzt doch versuchen. Kohlrabiblätter haben sie jetzt schon immer mal ein Stück (inzwischen knapp handtellergroß) bekommen. Wie schnell darf man denn steigern? Ich trau mich nicht so richtig.
Blumenkohlstück in Kirschgröße hatte ich gestern von unserem abgeschnitten. Moritz hat natürlich abgelehnt. Er lebt nach dem Motto " kenn ich nicht, mag ich nicht." Der braucht etwas mehr Überredung, weshalb ich immer sehr aufpassen muss, weil Maja sonst seine "Anfütterungsmenge" mitfressen würde.
Aber wenn ich jetzt zB Spitzkohl oder Wirsing hole, mit welcher Menge fängt man an? Wie schnell füttert man ohne auf Menge zu achten? Verdoppelt man immer? Morgens und abends oder erstmal n Tag warten?

Ihr merkt schon, vor Aufgasung hab ich echt Schiss.

Pellets haben sie in ihrem Leben nie bekommen. Abends gibt es bei uns JR Farms grainless herbs in den Napf und als Leckerchen immer mal wieder Cunis.

Tamou 15.09.2020 15:33

Also ich stelle fest, je öfter ich Kohl anbiete, desto weniger möchten sie ihn essen :confused:

Bei Kohl mäkelt selbst Maja, die sonst alles schnell vernichtet. Eigentlich mochten sie Kohlrabiblätter. Jetzt werden sie nur noch "mit spitzen Zähnen" genommen. So nach dem Motto "der Hunger treibt es rein und der Ekel runter".

Wirsingkohl braucht auch viel Überredung. Grünkohl wurde eben komplett abgelehnt .. von beiden.

Sie schütteln sich tatsächlich regelrecht. Dieses Schütteln, was sie auch vorm Putzen machen. Und genau das machen sie, wenn ich ihnen Kohl vor die Nase halte. Schnuppern, schütteln, nochmal schnuppern, nochmal schütteln und dann weggehen.:confused: So hab ich mir das nicht vorgestellt.

Luke 15.09.2020 17:52

Zitat:

Zitat von mandyherold (Beitrag 1223079)
Da hätte ich auch gleich mal eine Frage: Darf man das Futter von Grünhopper Adult, Winter, Purgrün usw. mit Kohl verfüttern im Winter? Da mir der erste Winter bevor steht und ich da keine Erfahrung hab und nichts falsch machen möchte, wäre es schön wenn mir hier jemand einen Tip geben könnte.

Ich habe eine Mischung aus Grünhopper Adult , Purgrün und Kraut und Rüben . Das wird sehr gerne gefressen . Darunter mische ich noch ein paar Cunis .
Erbsenflocken sind ganz wenige darin und meine bekommen dann nicht noch extra welche .

Tintenherz 15.09.2020 23:32

Zitat:

Zitat von Tamou (Beitrag 1223899)
Also ich stelle fest, je öfter ich Kohl anbiete, desto weniger möchten sie ihn essen :confused:

Bei Kohl mäkelt selbst Maja, die sonst alles schnell vernichtet. Eigentlich mochten sie Kohlrabiblätter. Jetzt werden sie nur noch "mit spitzen Zähnen" genommen. So nach dem Motto "der Hunger treibt es rein und der Ekel runter".

Wirsingkohl braucht auch viel Überredung. Grünkohl wurde eben komplett abgelehnt .. von beiden.

Sie schütteln sich tatsächlich regelrecht. Dieses Schütteln, was sie auch vorm Putzen machen. Und genau das machen sie, wenn ich ihnen Kohl vor die Nase halte. Schnuppern, schütteln, nochmal schnuppern, nochmal schütteln und dann weggehen.:confused: So hab ich mir das nicht vorgestellt.

Bei uns werden auch einige Kohlsorten abgelehnt. Einfach durch probieren. Unsere Beiden mögen Chinakohl ganz gerne zum Beispiel, der ist ja auch etwas milder im Geschmack

ShirinSan 16.09.2020 05:05

Meine beiden probieren sich aktuell durch die ganze Palette an Blattgemüse. Feldsalat wird bisher als einziges verschmäht (zumindest sind sie sich darin einig :wink5:)

Vorgestern gab es dann zwei Kohlrabiblätter, die sie ratzfatz verputzt haben.
Da die Frage bisher nicht beantwortet wurde: Wie schnell darf man denn bei Kohl die Menge steigern?


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 10:49 Uhr.



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