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Der Hauptgrund für die Empfehlung sind aber die Gärprozesse und das Nachschwitzen während der Trocknung. Und da sind Kaninchen genauso empfindlich wie Pferde. |
Viele Pferdehalter füttern ja Heu von eigenen Wiesen, wo die Pferde zu anderen Zeitpunkten auch drauf stehen und grasen und wo sie gezielt vorher nach Giftpflanzen suchen können. Trotzdem kann auch dieses Heu nicht direkt nach der Ernte verfüttert werden. |
Ich kenne mich nicht mit Pferden oder heuherstellung aus. Aber ich vertraue meinen Kaninchen dass sie bei ausreichend Auswahl nichts schädliches fressen. Ich schmeiß was nicht gefressen wird einfach weg und lege neues nach. |
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Ich glaube einfach, dass mit dieser Wartezeit keine Kleinstmengen, die locker auf dem Rasen getrocknet werden oder in der Raufe verbleiben gemeint sind. Aber egal, ich bin da ebenfalls vorsichtig und tausche die Wiese nach max. 24 Std. aus um auf Nummer sicher zu gehen. |
Nochmal: Gras, das locker und trocken irgendwo rumliegt, gärt nicht. Bei frischem Heu, das man zu Heuballen presst oder als Heuberg lagert, kann eine Gärung, ebenso wenig wie Bakterienwachstum, nicht gänzlich ausgeschlossen werden, da ja noch Restfeuchte enthalten ist, aber auch dann passiert dies nicht binnen Stunden. Und du wirst wohl kaum zu Ballen gepresste Wiese oder turmhohe Berge verfüttern... |
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Die Threaderöffnerin hat gefragt, ob sie ausschließlich Frischfutter füttern kann und ich habe ihr meine Gründe geschrieben, warum ich immer mehrere Komponenten nebeneinander anbiete. Denn ich kann den Kaninchen ja nur vertrauen, dass sie nichts schädliches fressen, wenn sie überhaupt eine andere Wahl haben. Und immer frische Wiese nachlegen, sobald sie welkt geht halt bei hohen Temperaturen nicht, wenn ich auf der Arbeit bin. Aber wer ausschließlich frisches Grün füttern möchte und damit gut zurecht kommt, weil er entweder genug Zeit hat mehrmals täglich nachzulegen oder die Kaninchen auch mit welker Wiese keine VerdauungsProbleme bekommen, bitte. |
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Scroll mal runter zu "Die Ursachen von Blähungen" und dann Punkt 1. Primäre Fehlgärung https://www.masterhorse.de/expertentipps/pferd/magen-verdauung/blaehbauch-beim-pferd |
Ich vertrau da meinen Kaninchen auch volll und ganz!!! |
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Meinst du das gemähte, sich erwärmendes Gras? Damit ist sicher "normal" gemähtes Gras gemeint. Das gärt durch das Abschlagen ja in der Tat sehr schnell. Bei allen anderen Punkten sprechen sie nämlich von jungem Heu und nicht Gras. Bin mir relativ sicher, dass sich das Nachschwitzen auf größere, gepresste Mengen Heu bezieht. Aber ist ja egal :) Ich würde grundsätzlich keinem Neuuser empfehlen Wiese für mehrere Tage in der Heuraufe aufzubewahren. Sicher ist sicher. |
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Und ich würde einem Neuuser eben nicht dazu raten nur eine Futterkomponente zu füttern. Diese Oxidationsprozesse laufen immer ab, wenn das Gras bei recht hohen Temperaturen irgendwo rumliegt und zu welken anfängt, egal ob geschnitten oder gepflückt. Bei ganz klein geschnittenem Gras, wie zB aus dem Rasenmäher geht es natürlich nur wesentlich schneller. Aber ob gepflückt oder zB mit der Sense geschnitten wird nicht viel Unterschied machen. Ich frage mich außerdem, was bei Fütterung von ausreichend Frischfutter (Wiese 2mal täglich), so dass bei der nächsten Fütterung immer noch reichlich da ist dagegen spricht zusätzlich noch Heu anzubieten, für den Fall, dass das Frischfutter eben doch nicht mehr gefressen wird nach Stunden, ob jetzt welk oder aus anderen Gründen. |
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Im Sommer fressen meine zwar so gut wie kein Heu, aber es steht immer zur Verfügung. Sofern man genügend Frischfutter anschleppt, kann man es aber theoretisch weglassen. Frisch ist ja generell besser als trocken. Da ich aber nur abends füttere und es tagsüber dann nur noch die Reste + den Garten gibt, würde ich persönlich das Heu nicht weglassen. Im Winter wird hier dann im Verhältnis deutlich mehr Heu gefuttert zum Gemüse. |
Hey Sasa, ich biete meinen im Sommer rund um die Uhr frisches Grün von der Wiese z.B. Luzerne, Beifuß, Goldrute, Löwenzahn, Vogelmiere, Gänsefuß usw. und von Bäumen/Sträuchern wie Birke, Haselnuss, Pappel, Linde, Brommbeere und viele weitere an. Gewöhnliche Gräser werden bei der Auswahl meist liegen gelassen, weshalb ich sie kaum noch pflücke. Kaninchenwiese wurde dir ja schon mehrfach empfohlen. Daran und an deren Wildkräuter- und Zweigeliste habe ich mich am Anfang auch orientiert. :) Hin und wieder gibt es mal einen Kohl (z.B. Weißkohl oder Wirsing), Kohlrabiblätter und Möhrengrün aus den Tonnen in der Gemüseabteilung oder einen halben Brokkoli, Paprika und anderes Gemüse. Obst verfüttere ich nur wenig (Apfel oder Banane) und meistens als Belohnung während ich sie bürste oder die Ohren checke. Knollengemüse (z.B. Möhre und Knollensellerie) sollte auch nur wenig gegeben werden, da es viel Zucker enthält und z.B. zu starkem Hefebefall und Verdauungsproblemen wie bei meinem Kastraten einmal führen kann. Qualitativ hochwertiges Heu (vom Ballen im Karton vom Bauern) steht zwar immer zur Verfügung, wird von meinen aber eher im Winter gefressen. Im Sommer ist es bei so abwechslungsreicher Wiesenfütterung mehr Deko im Gehege. Das Weibchen stürzt sich die fünf Minuten darauf, nachdem ich es hingelegt hab und schaut es dann nicht mehr an. Aber das ist auch ok. So lange sie die Wahl haben, gehe ich davon aus, dass sie einfach das zu sich nehmen was ihnen gerade gut tut. Aber dazu muss wie gesagt die Vielfalt der Auswahl stimmen. Als Belohnung gibt es hier auch Cunis, allerdings nie zur freien Verfügung. Meine Kaninchen sind recht groß und fressen dementsprechend viel. Ich gehe alle zwei Tage mit einer 70l IKEA-Tüte in den verwilderten Park und schnippel mich durchs Gestrüpp bis die Tüte mit dem oben genannten Grünzeug vollgestopft ist. Die Zweige stelle ich in einen Eimer mit Wasser, die andere Hälfte gebe ich sofort und besprühe sie noch etwas mit Wasser, dann hält sich das Grün im Sommer etwas länger. Diese großen Portionen füttere ich deshalb auch vor allem abends. Mein Weibchen hat in ihrem alten Zuhause ungesundes Trockenfutter bekommen. Hier habe ich gelernt, dass ich sie davon nicht langsam entwöhnen muss und ihr sofort auf Wiese und Zweige umstellen kann. Kohl habe ich dann erst etwas später gegeben und am Anfang erst mal Streifen davon abgefüttert. Hat problemlos geklappt. Ich hoffe das hilft etwas. Viel Spaß beim Sammeln und Kaninchendinner bereiten. :) |
Hi, ich möchte noch gerne eine Anmerkung loswerden zum Thema "abwechslungsreiche Ernährung in der freien Wildbahn" (weil das hier auch angesprochen wurde). Ich glaube, dass wir uns bei dem Thema falsche Vorstellungen machen. Wir müssen uns ja vergegenwärtigen, dass Kaninchen nicht weit umherstreifen, sie bleiben in der Regel innerhalb ihrer vergleichsweise engen Reviergrenzen (1000 bis maximal 2000qm habe ich gelesen). Ich kann's nicht wissenschaftlich belegen, aber ich würde meinen, dass die ERnährung abhängig vom besetzten Habitat und der Jahreszeit wfolglich oft eher eintönig sein wird. Man denke - als Extrembeisspiel - z.B. an Kaninchen, die in Parks leben. Was glaubt ihr, wir abwechslungsreich deren Ernährung ist? Gras, Gras, Gras und zwischendurch vielleicht mal Blätter, Blätter, Blätter der immer gleichen Parkbäume. Natürlich versuchen wir alle, unseren Kaninchen möglichst große Abwechslung zu gewähren, was für ihre Gesundheit auch mit Sicherheit kein Schaden ist. Aber das Argument mit der (angeblichen) Abwechslung in Freiheit sticht womöglich nur bedingt. Grüße S. |
Das stimmt natürlich, dass die wilden Tiere vermutlich nicht der Vegetation hinterher wandern werden. So wie ich es vestanden habe war hier gemeint, dass wilde Kaninchen die Auswahl haben. Wenn domestizierte Tiere nur ein oder zwei Pflanzensorten bekommen, ist das keine Auswahl. Die Berliner Parks in denen Kaninchen wild leben haben auch verwilderte Ecken mit einer großen Vielfalt an Pflanzen. Das was ich vorhin aufgezählt habe ist nur ein Bruchteil von dem was in unserem Park in Mitte wächst. Die meisten anderen Pflanzen kenne ich nur noch nicht und bin deshalb etwas vorsichtig beim sammeln. Letztlich gibt es sicher auch wilde Kaninchen mit Mangelernährung weil dort wo sie leben nichts mehr wächst etc. aber seinen Haustieren sollte man schon immer die größtmögliche Abwechslung bieten. So hatte ich es verstanden. :) |
Wer‘s wissenschaftlich belegt haben will - und nein, Gras ist nicht gleich Gras, da gibt es hunderte Arten und nicht jede schmeckt jedem Langohr gleich gut - kann sich bei Andreas Rühle einlesen (und wenn man dort noch weiter stöbert, verliert man auch die Angst, etwas „giftiges“ zu pflücken): https://www.kaninchen-wuerden-wiese-kaufen.de/#xl_xr_page_nahrung |
Hi, nur damit es keine Missverständnisse gibt: Ich bin absoluter Befürworter der Wiesenfütterung (natürlich so abwechslungsreich wie möglich, kann aber auch sein, dass jahreszeitlich bedingt mal das eine, mal das andere bei weitem überwiegt). Mir ging es darum, dass ich irgendwo oben gelesen zu haben glaube, dass die Gabe vitaminangereicherten Trockenfutters damit begründet wurde, dass man in Gefangenschaft nur so die Abwechslung hinbekommt wie in der Natur. Das wollte ich etwas relativieren. Oder anderes gesagt: Meiner Meinung nach ist eine Fütterung mit überwiegend Wiese (+ Heu, Zweige & Blätter, gelegentlich etwas Gemüse/Obst) mindestens (!) so abwechslungsreich wie in der Natur. Da braucht man sich keine Sorgen machen, dass es den kleinen Rackern an etwas mangelt. Grüße Solkinok |
lustig an dieser Diskussion auch, dass es der TE nur um EINEN Tag (in der Woche) ging ;) wenn die Ninchen einen Tag "nur" Wiese bekommen, dann wird das schon okay sein, Wiese beinhaltet ja auch nicht nur eine Sorte Grün idR. Meine bekommen nur Frischfutter, Heu und etwas Saaten (Leinsamen und Sonnenblumenkerne), Trockenfutter jeglicher Art (also auch Cunis und Co.) verfüttere ich schon seit Jahren nicht mehr. Heu wird hier übrigens immer gut gefressen, wurde sogar schon Wiese vorgezogen, meine beiden spinnen ein bischen glaub ich (sie haben die Wiese auch gefressen, aber aufs neue Heu wurde sich vorher gestürzt). |
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Heu würde ich IMMER mit anbieten als "Ausweichfutter". Das ist für mich eine absolute Selbstverständlichkeit. Wenn Kaninchen die Grünfütterung gewöhnt sind (mindestens mehrmals die Woche größere Mengen!), dann spricht nichts gegen einen Tag nur mit Grünzeug (und Heu). Aber Sasa1703, das Trockenfutter was du derzeit gibst, sollte dringend gegen ein Strukturmüsli ohne Pellets oder gegen Cunis (sind keine Pellets, auch wenn sie ähnlich aussehen, sondern sogenannte Extrudate) ausgetauscht werden. |
Natürlich geht das. In der Natur suchen sie sich auch großteils nur Grünes. Steigere es aber langsam, sonst könnte es wegen der plötzlichen Umstellung Probleme geben und Kaninchen haben einen sehr Empfindlichen Magen... |
Ich füttere alles . Ich habe in der Vergangenheit festgestellt ,dass gerade Kaninchen mit Tendenz zu Bauchweh und Verdauungsstörungen besonders im Winter Probleme bekommen ,wenn von Wiese auf Kohl / Gemüse umgestellt wird . Seitdem füttere ich ganzjährig Kohl, blättriges Gemüse , Knollengemüse ( ab und an )und Obst ( ab und an ) . Strukturfutter Gemisch von Grünhopper ( Adult ,Pur grün , Kraut und Rüben ) , Sonnenblumenkerne und ein paar Cunis darin . Leinflocken gibt es nach Bedarf bei Verstopfung 1x täglich als Leckerli dazu . Das Schwarzwaldheu gibt es hier zur freien Verfügung. Es wird auch jetzt gern zwischendurch gemümmelt . Denke man muss schauen ,wie die Tiere auf die jeweilige Fütterung reagieren . Jedes Tier reagiert anders . Bei meinen Neuen wollte ich eigentlich nur Frisches füttern ,aber das eine Tier frisst davon eher wenig und reagiert schnell mit Verstopfungskötteln . Deshalb gebe ich ein paar Cunis dazu . Damit geht es ihm besser . |
Das alles zuzüglich zur Wiese ,die 2x täglich mit dabei ist . |
Ich habe jetzt mit der Umstellung angefangen.Bisher reagieren die Kaninchen SEHR gut darauf. Danke nochmal für eure Tipps!!! |
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