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Tamou 19.03.2020 21:29

Knickgehölze
 
Mit der Bestimmung von Bäumen und Büschen tue ich mich etwas schwer. Eine Hand voll kennt man, aber der Rest ...

Wenn man im Wald oder Wildgehegen usw spazierengeht, dann schießen die Büsche jetzt schon wieder gut aus. Da gibt es welche, die so richtig 08/15 aussehen, in großer Zahl wuchernd. Keine bestimmte Blattform (einfach etwas zackig rund) und keine spezielle Rinde, auch Beeren oder Blüten haben die nicht. Die sind bei uns sehr verbreitet, aber ich habe keine Ahnung, was das ist.

Kann man davon ausgehen, dass die eigentlich fressbar sein müssten? Oder anders ausgedrückt: gibt es überhaupt wild wachsend giftige Bäume/Gehölze?

Rakete 20.03.2020 07:50

Was ich nicht kenne, würde ich nicht verfüttern. Ich kenne mich da auch schlecht aus.

Zur Bestimmung gibt es bei FB auch: (Foto einfach hochladen)
Pflanzenbestimmung - fressbare Pflanzen für Kleintiere 'das Original -

Es gibt genau so bei den Bäumen/ Sträuchern Giftige. Wie immer unterschiedlich in Giftigkeit. Und auch nicht immer heimisch oder nicht als Futterpflanzen gedacht.

Eibe : hochgiftig und tödlich. Ebenso hochgiftig Buchsbaum, Engelstrompete, Wunderbaum...

Hier hat es auch noch Listen:

https://www.kaninchenwiese.de/ernaehrung/futterlisten/zweigeliste/
http://www.diebrain.de/k-frischfutter.html#zweige

dangerschaf 20.03.2020 08:14

In unseren Knicks wächst sehr viel Weißdorn, musst du mal Vergleichsbilder suchen.

Nachtvogel 20.03.2020 08:54

Zur Bestimmung von Pflanzen gibt es eine ganze Reihe von Apps für das Smartphone, empfehlen kann ich Pl@antNet und PictureThis. Einfach mal im App-Store suchen, gibt es für Android und iOS. Beide sind kostenlos, PictureThis ist leider nur auf Englisch verfügbar.

Gruß,
Matthias

dangerschaf 20.03.2020 09:10

Oder ansonsten Foto machen und hier bei "unbekannte Pflanzen" posten ;)

Olga 20.03.2020 09:45

Ich wüsste erstmal gern was ein "Knick" ist.
Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört.

crazy curry 20.03.2020 10:40

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 1192580)
Ich wüsste erstmal gern was ein "Knick" ist.
Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört.

Das sind Wallhecken

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wallhecke

dangerschaf 20.03.2020 10:57

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 1192580)
Ich wüsste erstmal gern was ein "Knick" ist.
Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört.

Ist hier eine klassische Grundstücksabgrenzung im ländlichen Raum, vor allem um Weideland. Ein bewachsener Erdwall.

Honeymouse 20.03.2020 10:58

Zitat:

Zitat von Olga (Beitrag 1192580)
Ich wüsste erstmal gern was ein "Knick" ist.
Diesen Ausdruck habe ich noch nie gehört.

Kenn ich auch erst, seitdem ich regelmäßig im Norden bin :wink5:

Rakete 20.03.2020 11:17

Den Begriff habe ich auch noch nie gehört.

Wenn man bei Wiki googelt, dann spuckt es u.a. aus:
Zitat:

Häufig werden Wallhecken aus Haselnusssträuchern, Faulbaum, Weißdorn, Schlehe, Brombeere, Hainbuchen gebildet, seltener finden sich Eschen oder Erlen, vereinzelt eingestreut aber auch größere Buchen und Eichen. Als Schutz gegen Verbiss wurden vielfach auch Dornensträucher wie Heckenrosen, Brombeeren, Weißdorn und Schlehdorn gepflanzt.
Wenn Du den Artikel aufrufst, dann kannst Du gleich die einzelne Pflanze anklicken und erhältst Foto und Einzelbeschreib.
Soweit ich weiß, sind alle aufgezählten Arten verfütterbar.

Tamou 20.03.2020 17:21

Wir waren eben nochmal unterwegs. Das eine Gestrüpp, was ich im Kopf habe, ist überall noch nicht weit genug, um die endgültige Blattform zu fotografieren (hätte es jetzt noch als Zweige mit Knospen verfüttern wollen). Die Blätter sehen später so ähnlich aus wie Haselnuss, vom Wuchs her ist das auch ähnlich, aber ohne Nüsse und ohne diese hängenden Dinger (Blüten?), die die Haselnusssttäucher haben.
Und das andere hat so mehrteilige Blätter wie Eschen, ist aber auch Gestrüpp und kein Baum.

"Knick" ist bei uns ein gängiger Begriff, ich wusste gar nicht, dass es eine regionale Geschichte ist. Es gibt sogar ne Knickverordnung :smilewinkgrin: Überall zwischen den Feldern und an Rändern zu was auch immer, gibt es halt "Knicks" oder Knickgehölz. Manchmal wird es radikal runtergeschnitten ("auf Stock gesetzt") und schießt dann wieder aus. Das wächst alles wie Büsche, kann aber nach Jahren von unten raus auch viele recht dicke Stämme haben.


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