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Kaninchen frisst nur Trockenfutter Hallo ihr Lieben :) Habe mich eben extra neu hier in dem Forum angemeldet, da ich ein Probelm habe und Rat suche. Bin zurzeit (Sommerferien) bei meinem Freund zu besuch. Der hat zwei Kaninchen, ein weibchen und ein männchen (leider leben sie getrennt, da die Vergesellschaftung schon mehrmals fehlgeschlagen ist.) So nun aber zum eigentlichen Problem: Das Männchen frisst ausschließlich Trockenfutter. Heu wird vlt einmal am Tag ein bisschen angeknabbert, das wars dann aber auch. Jegliches Grünzeug wird nichtmal mit dem Popo angeschaut. Habe das auch schon gegoogelt, und auf Rat in einem anderen Forum immer weniger Trockenfutter und viel frisches Grün gegeben. Seit ca. einer Woche bekommt er also jetzt immer morgends eine kleine Portion Trockenfutter, die er auch sofort fast gänzlich auffutter. Nunja, und dann frisst er den restlichen Tag nichtsmehr :| Wie es aussieht, hungert er lieber und wartet auf den nächsten Tag, wo er dann wieder ein bisschen Trockenfutter bekommt. Mein Freund hat mir auch schon gesagt, dass er schon ganz viel verschiedenes Obst und Gemüse angeboten hat, aber nichts wurde angenommen Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll Sollte ich das Trockenfutter ganz weglassen? Hab Angst, dass er dann am Ende gar nichtsmehr frisst Hoffe auf Rat Liebe Grüße Hina :blush5: |
Hi, Ich würde die kleine Menge tockenfutter über den Tag verteilt geben. Wurden mal andere heusorten versucht? |
Hallo Hina :) Ich würd in diesem Fall ja fast sagen 'Der Hunger treibts rein' aber das kann ja auch keine Lösung sein, da er dann Tagelang kein TF kriegen dürfte und ich da angst hätte dass er verhungern würde... Andernfalls manches festes (z.B. Apfel) vielleicht hauchfein hacken, wie mit einer Kräuterwippe (hoffe das heißt so?) und untter das TF mischen? Grüße zurück :) |
Meine 3 haben auch nie wirklich Wiese gefressen. Das Trockenfutter hat die so zufrieden gestellt, dass ich regelmäßig im Auslauf die Wiese Mähen musste, damit die Schutzhütte nicht zugewuchert wurde... Das hat sich dann erst geändert, als ich komplett umgestellt hatte. Trockenfutter war weg, dann gab es erstmal Gemüse und dann die reine Wiesenfütterung. Hat ganz gut geklappt. Zudem würde ich gleichzeitig daran arbeiten, dass die VG funktioniert, bei den beiden. Manchmal braucht man etwas Geduld, dann geht das schon. Wenn es dennoch fehlschlägt, muss man auch mal schauen, ob der Fehler nicht an der Vergesellschaftung selbst liegt :seeya: Zum umgewöhnen würde ich nur einmal am Tag eine kleine Menge Trockenfutter anbeiten und dann Karotte, Apfel, Fenchel. Sobald das Trockenfutter weg ist, dann direkt Wiese anbieten. |
vielen dank für die schnellen Antworten! :) Hm, der kleine hier ist leider wies aussieht ein ganz Sturer Hab die ersten Tage mal versucht, einen kleinen Teller mit Salat, Äpfel, Karotten & Gurke reinzustellen. Ich hab ihn aufs Häuschen neben das Trockenfutter gestellt Und was macht er? schmeißt den Teller mit allem was drauf ist erstmal runter :willy_nilly: Hab ihn wieder draufgestellt, 5min später lag er wieder unten :| Hab auch schonmal Äpfel und Karotten in kleine Würfel geschnitten und unters Trockenfutter gemischt, wurde aber leider auch nicht angefasst Auch Gras und Löwenzahn werden nicht angefasst Das mit der Vergesellschaftung klappt wohl leider auch in Zukunft nicht, da sich das Weibchen immer in ihm festbeißt und ihn nichtmehr loslässt So lief das schon 3 oder 4 mal, hat mir mein Freund erzählt Würde es denn gehen, wenn ich das Trockenfutter komplett einstelle, und nur noch Grünzeug gebe? Hab schon etwas angst, dass er am Ende verhungert :( |
Verhungern tut er nicht. Wenn man aber zu radikal absetzt, kann es passieren, dass Magenprobleme kriegt. daher würde ich nur noch frühs ein paar Löffel geben, ansonsten Grün. Und das mindestens 2 mal am Tag gegen frisches austauschen. Und dann immer weniger Trockenfutter. Du kannst es auch mal mit getrockneten Kräutern versuchen. Basilikum und Petersilie sind immer sehr beliebt, genau so wie Kohlrabiblätter und Möhrengrün. Das wäre so meine Umfütterungsempfehlung. :-I Und dass dann konsequent durchziehen. Und um Verdauungsprobleme schnell entgegenzuwirken immer schön beobachten. Denn das geht sehr schnell. Das Grün würde ich dann direkt im Trockenfutternapf anbieten, sobald er leer ist. Edit: Gurke ist bei meinen ziemlich unbeliebt. Die würd ich erstmal weglassen. :-) |
Gurke ist bei uns sehr beliebt |
Aber kein gutes Kaninchenfutter, da sie zu viel Wasser und kaum Struktur enthält. Außerdem kann sie Durchfall verursachen, vor allem, wenn das Kaninchen kein Frischfutter gewöhnt ist. Ich würde auch dazu tendieren, das Trockenfutter einfach mal komplett wegzulassen. Verhungern vor gefülltem Napf wird er nicht. Für eine VG gibt es bestimmte Regeln, die man einhalten sollte. Das fängt an bei neutralem Gebiet, ausreichend Platz (den Kaninchen sowieso brauchen, Käfige sind zu klein) und Verstecken und geht bis hin zu nicht trennen bei Streitigkeiten... wenn ihr das nochmal versuchen wollt, könnt ihr euch hier ja darüber informieren. Vielleicht in einem neuen Thread zum Thema oder so, dann ist es übersichtlicher.:seeya: |
Welches Trockenfutter in welcher Menge wird denn aktuell gegeben ? |
Zur Zeit bekommt er in etwa das hier: [url]http://www.zooplus.de/shop/nager_kleintiere/futter/zwergkaninchen/prestige/317450[/url] ich kann es nicht genau sagen, da wir es immer aus dem Fressnapf holen, wir füllen es dort selbst ab Sind auf jedenfall viele von diesen Ringen drin, Erbsenflocken, Sonnenblumenkerne, getrocknete Gräser, Mais, Haferflocken und diese Dinger, die man immer im Streichelzoo aus den Automaten kommen :D sehen zumindest so aus Und er bekommt davon jeden Tag ca. eine Hand voll, versuche aber jeden Tag etwas weniger zu geben Aber wie gesagt frisst er es immer sofort fast ganz leer |
Das Zeug macht einfach zu satt. Das ist im Prinzip ein Mastfutter, so als würdest du den ganzen Tag Snickers und diese komischen Frühstücksflockenteile in dich reinstopfen. Ich würde als erstes mal ein gesünderes Futter hernehmen, das keine künstlich bearbeiteten Sachen enthält. Ich selbst z.B. verfüttere Hafer, Gerste, Mais und SBK im Naturzustand (ich hab aber auch Leistungskaninchen, die Wolle erzeugen sollen und daher wirklich viel mehr Energie brauchen als ein Streichelkaninchen ohne Leistungsanspruch). Naturbelassene Körner, möglichst mit Spelz, sind wesentlich energieärmer als solche kunterbunten Kringel und Pellets und enthalten Fasern, dadurch müssen sie länger gekaut werden (gut für die Zähne) und sind besser für den Darm. Wenn er auf solches Futter umgestellt ist, wäre der nächste Schritt, ihm nicht mehr so viel zu geben, dass er davon komplett satt wird. Dann wird er schon an die frischen Wiesenkräuter gehen. Im künstlichen Futter sind nämlich Aromen und Lockstoffe drin, die er sicherlich im Frischfutter vermisst. Ähnlich wie jemand, der nur TÜtensuppe mit allen möglichen GEschmacksverstärkern gewohnt ist, natürliche Lebensmittel ohne solche ZUsätze fade finden wird. Versuchs als erstes mit stark aromatischen Küchenkräutern, Petersilie, Dill, Basilikum, Fenchel z.B. Die gibts als Töpfe im Supermarkt. Und dann Wiesenkräuter wie Löwenzahn, Schafgarbe, Bärenklau, Giersch (hier sehr beliebt). Gemüse vorrangig blättriges wie Kohlrabiblätter und Möhrenkraut. Salate können Durchfall verursachen, damit bitte vorsichtig umgehen. Wässrige und Knollengemüse wie Gurke, TOmate, Paprika oder Möhren enthalten wenig Struktur (Fasern) und können ebenfalls Durchfall verursachen, zumindest enthalten sie aber viel Zucker, was negativ für Zähne, Darm und GEwicht sein kann. |
Ergänzend zu den vorherigen Posts möchte ich noch vorschlagen dass sich ein erfahrener Tierarzt die Zähne gründlich anschaut. Ist dort alles in Ordnung, bitte auch für ausreichend Bewegung sorgen! Ein Kaninchen das die meiste Zeit des Tages (z.B. die komplette Nacht) im Käfig sitzt, kommt auch mit einer recht kleinen Menge dieses Mastfutters energiemäßig gut zurecht, und hat folglich wenig Antrieb seine Futterauswahl zu verändern. Eine nicht zu unterschätzende hilfreiche Wirkung hat auch Futterneid, deshalb sollten wir uns gemeinsam anschauen warum es mit der Vergesellschaftung nicht geklappt hat. Bitte schildere doch mal, wie das ablief, möglichst genau damit wir auf die Fehlersuche gehen können. Wie habt ihr das Vergesellschaftungsgehege eingerichtet? Wie groß war es? Waren sie dort ständig, oder habt ihr sie nachts wieder getrennt? War passierte, was genau hat euch dazu gebracht die Vergesellschaftung abzubrechen? Wie lange lief da die VG schon? Waren sie vorher sichtgeschützt voneinander untergebracht oder trennte sie nur ein Gitter? |
Hui, das waren jetzt aber ganz schön viele Infos Aber trotzdem vielen Dank dafür! :) So erstmal wegen des Trockenfutter: Kann ich denn dieses gesündere Trofu irgendwo kaufen, oder soll ich es einfach selber zusammenstellen? und danke an Angora-Angy für die ausführliche Erklärung, vieles davon wusste ich gar nicht, z.B das Möhren und Salat Durchfall verursachen können Beim Tierarzt waren wir schon, mit den Zähnen ist alles oke! Wegen der Vergesellschaftung: Mein Freund und seine Mutter haben damals den hinteren Teil des Flures mit Handtüchern ausgelegt (auf Parkett rutschen die immer so rum), dann Futter und Wasser hingestellt, und die beiden dort hingesetzt. Der Flur war neutraler Boden, da dort beide noch nie waren. Als sich die beiden dann bemerkt haben, find das weibchen sofort an das männchen zu jagen und zu beißen, er hat richtig gequiekt und ist nur weggelaufen. Dann wurden die beiden wieder getrennt und es wurde 3-4 stunden später noch einmal versucht. Diesmal hat sie sich sofort in ihm festgebissen und wollte ihn nichtmehr loslassen. Irgendwann konnte er sich dann von ihr befreien und ist weggerannt, sie wieder hinter ihm her. Als sie ihn dann hatte, wieder festgebissen. Da das so weiter ging, wurden sie wieder getrennt. Einen bis zwei Tage später haben sie es dann wieder versucht, jedoch mit dem selben ergebniss. Sie greift immer sofort an und will sich festbeißen. Das männchen ist auch schon etwas älter, es ist ein Fundtier, das sie aus dem Tierheim haben. Er ist auch recht ängstlich Die beiden haben ihren Käfig in unterschiedlichen Zimmer, sind also getrennt und sehen sich eigt nicht. Mir tun die beiden schon leid, da ich finde das kein Tier alleine sein sollte :frown5: Aber ich weiß auch nicht, was ich da machen soll |
Ach ja, und wegen der Bewegung: Tagsüber ist das Türchen eigt die ganze Zeit offen, da kann er im Zimmer rumhoppeln er geht auch gerne raus aus dem Käfig, legt sich dann aber oft einfach nur irgendwo im Zimmer hin :/ Ab und zu gehen wir auch raus in den Garten mit ihm, und lassen ihn in einem kleinen Ausengehege laufen |
Die Vergesellschaftung lief falsch, daher hat das auch nicht funktioniert. Wie groß war ungefähr der Flurbereich? Der Fehler lag an folgenden Punkten: - Keine Versteckmöglichkeiten (Häuschen mit mindestens 2 Eingängen, Tunnel, als Häuschen reichen Pappkartons) - Die Vergesellschaftung wurde im harmlosen und normalen Verlauf unterbrochen (zwicken und jagen ist normal, alles halb so schlimm, wenn sich der gejagte verstecken kann und Platz hat zum wegrennen) - es wurde direkt nach 2 Stunden wieder versucht. Wenn eine Vergesellschaftung scheitert, dannw artet man normalerweise 2 Wochen (!) Der große Fehler war die Unterbrechung und das fehlen der Unterschlüpfe. Ich denke, der Grund für das Festbeißen lag darin, dass sie getrennt wurden und nach 2 Stunden wieder zusammengesetzt wurden. Wurde mal kontrolliert, ob das Weibchen wirklich ein Weibchen ist? |
Der Flurbereich ist leider nicht besonders groß Es ist allerdings auch etwas schwierig, da mein Freund keine sonderlich große Wohnung hat Das komplette wohnzimmer gehört sozusagen dem Weibchen, sein Zimmer dem männchen übrig bleiben Küche, Flur, Bad und schlafzimmer Ob die Tiere ins Schlafzimmer der Mutter dürfen weiß ich nicht Die Mutter ist allgemein glaub ich eher weniger begeister, dass ich auf einmal was bei den Kaninchen ändern will :| Gut das mit den Häuschen ist ein guter Punkt,das werde ich versuchen und laut meinem Freund, war das ganze aber nicht harmlos, da das Männchen ziemlich heftig getriezt, gebissen (usw.) wurde Kann es selber leider nicht beurteilen, da ich nicht dabei war und was sollten wir nun deiner Meinung nach tun? Es einfach noch einmal versuchen? und wann wird es denn zu heftig, also wann sollte man eingreifen und die VG abbrechen? |
Hier in den FAQ gibt es einen Beitrag zum Thema Vergesellschaftung. Den auf jeden Fall mal durchlesen. Ich würde die Vergesellschaftung im Revier des Männchens machen und vorher kontrollieren, ob euer Weibchen wirklich ein Weibchen ist. Außerdem würde ich mir hier Erfahrungsberichte zu Vergesellschaftungen durchlesen. Sunsplit z.B. Vergesellschaftet momentan ein weiteres Weibchen zu ihrem Pärchen. Die sind sich immer noch nicht geheuer, und die VG läuft schon seit ein paar Wochen. Olgas Kaninchen haben ein halbes Jahr gebraucht. Nun kriegst du die nur noch mit nem Brecheisen auseinander. Eine Vergesellschaftung ist nichts, was sich innerhalb von einer Stunde gibt. Das kann mit unter einen Monat dauern, oder noch länger, bis sich die Tiere richtig verstehen. |
Oke, ich werde mir die Beiträge durchlesen, vielen dank für deine Hilfe :) |
Nicht harmlos? :D Ich hatte fliegende Kaninchen. Jule und Leo haben sich tatsächlich gegenseitig angesprungen und in der Luft Warnbisse verteilt. Einige Zeit später: http://abload.de/img/kuschelbild4euwn.jpg Und später, bei der 2. VG, musste der arme Willy eine volle Woche lang ein von Wuschel verordnetes Joggingprogramm absolvieren. Immer wieder schoss sie hinter ihm her und jagte ihn rund durchs Gehege. Kurz darauf: http://abload.de/img/willywuschel50vc2i8.jpg Kaninchen sind nun mal nicht die harmlosen Kuscheltierchen die sie zu sein scheinen, sondern Tiere mit einem komplizierten Sozialverhalten und einer sehr strengen Rangordnung. |
Zitat:
VG-Gehege sieht bei mir so aus: http://www.kaninchenforum.de/attachm...-unbenannt.jpg Bei zwei Ninchen wirst du denk ich auch mit weniger Platz auskommen, aber du musst halt kucken, dass die da durchgehend bleiben können. Schlafzimmer stell ich mir schwierig vor, nachdem da drin ja dann ein Mensch schlafen möchte. Eher nicht zum empfehlen. Außer man steht drauf, wenn ständig ein Ninchen über einen drüber rennt oder sonst wie Krach macht. :D Ansonsten kann ich Silvers nur Recht geben, setz das Mädel in das Revier vom Kastraten und dann lass die zwei Mal machen. Andersrum wäre nicht so ratsam, nachdem Mädels ihr Revier in der Regel massiver verteidigen als die Kastraten. Sackgassen entfernen (dazu zählt vermutlich auch der Käfig, die Unterschale könnt ihr ja als Klo stehen lassen, die Gitter solltet ihr entfernen). Verstecke mit mindestens 2 (möglichst gegenüberliegenden) Ausgängen aufstellen, (gesundes :wink5:) Futter rein und ab gehts. Nur trennen, wenn richtig Blut fliesst. Ohren bluten gerne mal, verkrusten aber auch ziemlich schnell. Sieht schlimmer aus, als es ist. Bisswunden kamen bei mir ganz schön viele vor, die waren aber eigentlich nur oberflächlich, bisschen Wunddesinfektion (darf nicht brennen!!) drauf und weiter gehts! Die ersten 2 Tage saßen wir eigentlich ständig daneben, nur um zu kucken, eingegriffen haben wir nicht! Ich hoffe du kannst deinen Freund und seine Mutter überreden, eine erneute VG (unter den richtigen Bedingungen) zu versuchen, die Ninchen werden sich sicherlich über einen Partner freuen (früher oder später :D). LG Sabrina |
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