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Bärenklau Ich wollte mal fragen, warum darf man Bärenklau nicht an hellhäutige Tiere verfüttern? :/ |
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Meine bekommen schon immer Bärenklau und haben beide helle Haut. |
Steht bei diebrain, deswegen wollte ich mal nachfragen ^^' |
Die Pflanze enthält Furocumarin: "Furocumarine gehen unter UV-Einwirkung kovalente Bindungen mit den Pyrimidinbasen der DNA ein, vernetzen so die DNA-Doppelstränge irreversibel miteinander (cross-linking) und wirken dadurch krebserregend" (http://www.chemie.uni-hamburg.de/bibliothek/2005/DissertationHerde.pdf) Da hellhäutige Tiere einen geringeren Melaninwert aufweisen und damit noch anfälliger für UV Einstrahlung sind, sind sie durch Überfütterung mit solchen Pflanzen gefährdeter an Hautkrebs zu erkranken. |
davon habe ich auch noch nie was gehört,also ich würde es auch an hellhäutige tiere verfüttern,bzw tue ich bereits. diebrain.de ist in dem ernährungsbereich sowieso veraltet,da würde ich eher kaninchenwiese.de oder ähnliches vorziehen. vllt ist ja sogar was dran,aber diebrain.de kann man allgemein in der ernährung nicht allzu empfehlen. |
Furocumarine sind nur bei direktem Hautkontakt in Verbindung mit UV-Licht "gefährlich", bei Kaninchen, egal welche Farbe, hat es keine Bedeutung weil sie Fell haben und damit keinen direkten Hautkontakt, und im Magen scheint ja keine Sonne.;) Bärenklau kann bedenkenlos gefüttert werden. |
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Vielleicht ist es auch bedenklich bei glücklichen Kaninchen mit Sonne im Herzen? Nana, diebrain hat sich schon gebessert. Wenn ich mich richtig erinnere, stand Bärenklau letztes Jahr noch als komplett giftig für alle drin :D |
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Wenn man sich über jede Pflanze Gedanken machen würde, welche negativen Reaktionen sie auslösen könnte, dürfte man gar nix mehr füttern und ich denke das niemand Bärenklau in so großen Mengen füttert das es solche Reaktionen auslösen könnte, das ist nur Panikmache. Genauso ist es mit jeder anderen Pflanze, in einer guten Mischung sicher kein Problem, und darum geht's. |
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Dazu passend fällt mir die "gefährliche" Karotte ein: Die Karotte enthält u.a. das Blutgift Anilin, N-Methyl-Benzamine, Toluidin und das Nervengift Carotatoxin. |
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Dein Möhrenspruch ist natürlich cool, aber ohne Mengenangabe wertlos. Eine Möhre enthält Farbstoff, Farbstoff, Farbstoff und Alkohol klingt dann auch gleich langweiliger. |
bei dem hier üblichen wiesenbärenklau muss man sich keine sorgen machen, der ist nur ganz schwach fototoxisch, davon merken auch nur sehr empfindliche menschen was (also mit empfindlicher haut) gefährlich ist der riesenbärenklau (erkennt man an gezackteren blättern und wenn er erwachsen ist an seiner größe, ich finde es schwer die beiden zu unterscheiden). der riesenbärenklau war die giftpflanze des jahres 2007 oder 2008, weil er neu ist in deutschland und die meisten menschen anfangs nicht wussten, dass es gefährlich ist, ihn anzufassen. fasst man so eine pflanze an, bleibt das gift eine woche in den obersten hautschichten und wirkt bei sonneneinstrahlung. die brandblasen entstehen aber meist erst eine woche später, sodass manche dann gar nicht mehr wissen, woher jetzt plötzlich die verbrennungen kommen... ich habe damals auch gelernt, dass es tieren mit dünnem/weißen fell gefährlich werden kann. weil da eben auch die sonne durchkommt. ob das wirklich stimmt, weiß ich leider auch nicht. ich weiß nur das schafe eingesetzt werden, um das zeug zu vernichten :-D |
Die fototoxische Wirkung von Bärenklau kommt nicht durch orale Aufnahme des Wirkstoffs zustande, sondern durch Hautkontakt bei gleichzeitiger Sonneneinstrahlung. Wer also Wiese nicht in der prallen Sonne füttert, braucht sich daher auch bei hellhäutigen Tieren keine Gedanken zu machen. |
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"Furanocumarine zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus. Sie erhöhen, percutan oder peroral appliziert, die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung." peroral = durch den Mund, bedeutet geschluckt. "Sie sind [...] für die so genannte Wiesendermatitis verantwortlich, die nach Kontakt der Haut mit furanocumarinhaltigen Pflanzen und anschließender Sonnenbestrahlung entsteht." Das sind die Pusteln, die man auf der Haut bekommen kann. "Bei weiterer Bestrahlung reagiert der Furanring ebenfalls unter Bildung eines Cyclo-Additionsproduktes mit den Pyrimidinbasen der DNA, wobei es dann zu einer Vernetzung der beiden DNA-Stränge (cross-linking) kommen kann. Somit wird eine Zellteilung in den Epidermiszellen unmöglich und es kommt zu Erythem- und Bläschenbildung." Die Quervernetzung führt aber auch zu einer entarteten Zelle, großflächig also zu einem Tumor. e: Kürzer und einfacher zu lesen: [url]http://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/reden_stellungnahmen/2006/sklm_furocumarine_dt_2006.pdf[/url] |
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Es ist ein Irrglaube, das Riesenbärenklau gefährlicher ist als der normale Wiesenbärenklau. Wie in der Tabelle ersichtlich ist, ist der Furocumaringehalt in Wiesenbärenklau (bis auf die Früchte) deutlich höher.;) Riesenbärenklau ist nicht "gefährlicher" als Wiesenbärenklau und kann ebenso gefüttert werden...den Schafen hat er anscheinend auch nicht geschadet. http://www.kaninchen-wuerden-wiese-k..._files/322.png Quelle: Kaninchen würden Wiese kaufen. |
Sind die Prozentangaben so zu deuten, dass es sich auch das Gesamtgewicht des Pflanzenteils bezieht, oder auf den Gesamtanteil aller enthaltenden Stoffe? Sonst könnte ich ausrechnen, wieviel Gramm des jeweiligen Pflanzenteils man verfüttern kann, ohne eines Dosis zu erreichen, die Krebs fördert. |
Das mit der Schädlichkeit bei per-oraler Aufnahme bezieht sich nicht explizit auf Kaninchen, sondern m.W. auf Menschen, ggf. auch auf Browser (wobei wohl auch nicht alle - siehe Schafe). Leider weiß ich die Quelle nicht mehr, aber gerade die Furocumarine gehören zu der Vielzahl von "Giften", die Kaninchen enzymatisch abbauen können, wenn ich das jetzt nicht total durcheinander bringe. Sobald ich die Quelle wiederfinde, werd' ich sie hier noch angeben. Edit: ich sehe gerade in dem DFG-Link, dass doch auch explizit Kaninchen genannt werden. Ich werd mich nochmal schlau machen. Evtl. funktioniert das mit dem enzymatischen Abbau nicht, wenn das "Gift" isoliert verabreicht wird, oder die verabreichten Dosen übersteigen weit das, was das Kaninchen aufnimmt, wenn es WBK frisst? |
Würde ich mir sehr drüber freuen. Könnte sein, dass ein Kaninchen nach dem first pass Effekt wesentlich geringere Bioverfügbarkeit der Eingangsstoffe hat. Die Quelle oben nennt Kaninchen nur speziell bei Toxizitätsprüfung und Reproduktions- und Entwicklungstoxizität. Die übrigen Untersuchungen sind an Ratte, Maus, Hund, etc. also den gängigeren Tiermodellen. e: Die Dosen in dem Zusammenhang liegen bis maximal 500mg/kg Körpergewicht, was nach der Tabelle mit den Prozentangaben dann ca. 80 Gramm Blätter von WBK entspräche. |
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