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Für mich persönlich ist die Übertreibung aber eher Folgendes.... - viele verschiedene Gemüsesorten - Saaten bzw. Vogelfuttermischungen - Trockenkräutermischungen ....wenn man den gleichen Effekt über ein gutes Alleinfuttermittel erzielen kann. Dabei sei es jetzt mal dahingestellt, ob es Pellets sind oder Strukturfutter. Vorhin habe ich gelesen: "Wo in der Natur findet ein Kaninchen Pellets?" Gegenfrage: Wo in der Natur findet im Winter ein Kaninchen Salate, Trockenkräuter, Heu oder Gemüse? Im Winter ist JEDE Fütterung ein Kompromiss. ;) |
Ich finde im Moment hin und wieder Blinddarmkot im Gehege und gehe daher davon aus, dass meine Kaninchen auch ohne zusätzliche Vitamine im Moment mehr als versorgt sind. Die Frage ist halt, wie gut die Hersteller von Fertigfutter wissen, was genau die Tiere brauchen... Ich vermute, dass es die meisten da zu gut meinen. Meine Katzen bekommen z.B. einmal die Woche Rohfleisch ohne Zusätze, weil der Überschuss aus der Dose die fehlenden Stoffe abdeckt. (Trockenfutter oder Nassfutter aus dem Supermarkt kommt mir übrigens auch nicht in die Katzen.) Bei Kaninchenfutter wird oft vor allem mit Vitamin C übertrieben, meine ich. Das bilden Kaninchen ja selbst. Und ein Überschuss kann eben auch ein Schuss nach hinten sein... Deshalb riskiere ich persönlich im Winter lieber eine Unterversorgung, ist ja zu der Jahreszeit auch natürlich. Aber das muss jeder selbst entscheiden ;) |
[quote=Keks3006;476512] Ich finde im Moment hin und wieder Blinddarmkot im Gehege und gehe daher davon aus, dass meine Kaninchen auch ohne zusätzliche Vitamine im Moment mehr als versorgt sind. ]/quote] Ich weiß nicht warum, aber ich hab noch nie Blinddarmkot gefunden. Zitat:
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Pellets gibt es in der freien Natur GAR NICHT. Oder? Falls doch, zeig mir mal wo die wachsen. Wildkaninchen können deshalb ihr Verdauungssystem nicht auf diese menschengemachte Form der Ernährung eingestellt haben - weder saisonal noch ganzjährig. Salate und Gemüse dagegen stehen saisonal in großer Menge zur Verfügung, und werden liebend gern gefressen wenn ich mich so zu gegebener Zeit auf den Feldern umsehe. Kräuter und Gräser vertrocknen Ende des Herbstes und werden in Ermangelung frischer Nahrung dann gefressen. Deshalb wäre die Winter-Kompromiss-Ernährung die Auslegung des Verdauungssystems betreffend besser, wenn man Trockenkräuter, Heu, Gemüse und Salate wählt. Denn diese Futtersorten stehen wilden Kaninchen saisonal zur Verfügung, das Verdauungssystem ist deshalb evolutionär daran angepasst. Nur: die Bequemlichkeit des Menschen ist natürlich evolutionär eher an Pellets angepasst :cool: |
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Oder wie ist zu erklären, das die Kaninchen "früher" anscheinend weniger krank waren trotz angeblich schlechter Ernährung mit Trockenfutter? Meine ersten Kaninchen bekam Pellets, Möhren und Heu. Beide sind 12 Jahre geworden und haben nie einen TA gesehen. Und jetzt, mit angeblich artgerechter Ernährung fangen die Probleme an. Und das stelle nicht nur ich so fest! Und wenn ich mir die Foren, in den diese Frischfutterernährung empfohlen wird anschaue, sind die Krankheitsboards voll mit Probleme. Wie kann das mit dieser so guten Fütterung kommen? |
"Früher" ist relativ, Pinkie. Pelletfutter gibt es noch gar nicht so lange! Anderes Mischfutter ist ebenfalls in seiner derzeitigen Form noch nicht lange am Markt. Gehst du wirklich von "früher" aus, wurden die Kaninchen vor allem mit Heu und Gras und kostenlosen (Un-)Kräutern vom Wegesrand ernährt. Warum deine Nins gesund blieben und steinalt wurden? Glück. Es gibt eine Menge Kaninchen, die TROTZ dieser Ernährungsweise gesund bleiben. Aber nicht WEGEN der Pellets. Überleg einmal, wie dein Erfahrungshorizont damals war. Wie groß war dein Informations-Einzugsgebiet? Klein, nehme ich an. Internet? Foren? Alles damals Zukunftsmusik! Infos bekam man von Freunden, Verwandten, Bekannten. Geschätzter Radius: 10 bis 20 km. Geschätzte Anzahl der Kaninchenhalter: einfach mal ins Blaue hinein sage ich da 20. Mehr schätze ich wirst du nicht zusammenkriegen. So, und heute? Allein die aktiven User in diesem einen Forum sind schon deutlich darüber! Dass man da Fälle von Magen-Darm-Problemen zu lesen bekommt, ist rein statistisch gesehen wesentlich wahrscheinlicher als damals. Dazu kommen folgende weitere Kriterien: - Früher lag ein Nin oft einfach tot im Stall. Ob eine Aufgasung oder Durchfall daran schuld waren, wurde nicht kontrolliert. Man machte sich keine Gedanken um die "Sollbruchstelle" des Kaninchens. Friss oder stirb war hier wörtlich zu nehmen. Es fehlte oft einfach an Informationen, um den Gesundheitszustand eines Kaninchens wirklich zu beurteilen! Das ist heute in informierten Halterkreisen anders. Folglich fallen schlicht und einfach viel mehr Fälle von Darmproblemen überhaupt auf! - Man muss sich außerdem fragen, welche Menge nicht-pellet-ernährter Kaninchen hinter diesen einzelnen Fällen von Darmproblemen überhaupt steht. Das wurde hier im Forum schon öfter thematisiert, es wird wohl keiner hier einen Thread aufmachen in dem steht: "Ich ernähre mein(e) Kaninchen gesund, und es hat noch nie Darmprobleme gehabt!" Dagegen wird man selbstverständlich sofort Rat und Unterstützung suchen, wenn es Probleme gibt. So entsteht der falsche Eindruck, dass die Zahl der Problemfälle sehr groß sei. Wenn alles gut läuft gibt es nichts interessantes zu berichten... - Dann kommt noch ein weiteres Kriterium dazu: die Einstellung des Halters zu seinen Tieren. Jemand, der sich Gedanken um eine gesunde Ernährung macht, wird selbstverständlich viel genauer auch auf den Gesundheitszustand seiner Tiere schauen als jemand, der wahllos eines der im Handel angepriesenen Produkte verfüttert. Und da sind wir wieder beim ersten Punkt: bei Haltern die sich keine oder wenig Gedanken um die Fütterung machen, liegt das Nin "plötzlich" tot im Stall, wird begraben, vielleicht auch betrauert, möglicherweise ersetzt. Obduktion? Ursachenforschung? Selten bis gar nicht... Ich meine jetzt nicht diejenigen Halter, die eben diese falschen Eindrücke zur Entscheidungsgrundlage machen doch (wieder) Pellets zu füttern, sondern die vielen die das niemals in Frage stellten. Über kurz oder lang wird es, wenn das pelletfüttern wieder um sich greift, auch hier Berichte über Darmprobleme geben - falls die Pelletfütterer den Mut haben, offen zuzugeben dass sie Pellets gefüttert haben. Denn sie müssen mit sehr kritischen Fragen rechnen, da ja die Risiken mittlerweile bekannt sind. Und den Mut, sich diesen Fragen zu stellen, den muss man erst mal aufbringen in einer Situation in der man gerade ein geliebtes Tier verloren hat und sich ohnehin möglicherweise fragt: "Habe ich was falsch gemacht? Bin ich Schuld am Tod meines Tieres?" |
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Ich bin lediglich von Strukturfutter wieder auf Pellets umgestiegen, der Rest der Ernährung ist gleich geblieben. Zitat:
Ich denke, dass es manchem Kaninchen besser gehen würde, wenn es zusätzlich zum Heu + Gemüse 1 Löffel Alleinfuttermittel bekommen würde, wenn es ansonsten nie in den Genuß von frischer, artenreicher Wiese kommt. (Und von 1 Löffel Pellets stirbt kein Kaninchen und bekommt auch keine Verdauungsprobleme. Diese ganzen Verdauungs- und Zahnprobleme entstanden doch nur, weil viele Trockenfutter ad libitum gegeben haben und manchmal nichtmal Heu dazu. Da wundert es mich nicht, wenn ein Kaninchen krank wird.) |
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Aber zeig mir doch bitte, wo du etwas in der Natur findest was nur annähernde Ähnlichkeit mit Pellets hat? |
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Die wurden nur einfach gleich geschlachtet :D Und beim Rest kann ich Lupine nur zustimmen, wer schreibt denn schon "Mein Kaninchen hat keine Probleme was soll ich tun?" Wir können ja mal eine Umfrage machen zu Ernährung und damit zusammenhängenden Erkrankungen? |
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Ich habe halt meine Meinung, genauso wie du deine Meinung hast, da können wir jetzt noch Ewigkeiten hin und herdiskutieren. Fakt ist, dass es seit dieser neumodernen Fütterung, bei der viele Kaninchen, die nie Wiese erhalten, durch den Verzicht eines zusätzlichen Alleinfuttermittels, dauerhaft einen Mangel haben und dadurch etliche Krankheiten auftauchen. Der Kaninchen-Verschleiß ist teils enorm und zwar wegen Aufgasung, Haarballen, Kieferabszesse und Ähnlichem. |
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Immer nur das sowas passieren kann. Genauso gut kann sich das Kaninchen an einem kleinen Stück Möhre verschlucken |
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Pinkie, ich kenne einen solchen Fall, es handelte sich um einen Riesenschecken. Die Besitzerin macht sich heute noch bitterste Vorwürfe, obwohl das schon einige Zeit her ist. Ja, ein Kaninchen kann sich auch an einem Stück Möhre verschlucken. Aber dieses ist unregelmäßig geformt durchs abbeißen und es kann noch eine geringe Menge Luft daneben herströmen - in vielen Fällen genug, um ein Abhusten zu ermöglichen. Außerdem ist die Oberfläche der Möhre feuchter als die eines Pellets. Sie nimmt also nicht so viel Feuchtigkeit der Schleimhaut um sie herum auf - damit bleibt die Schleimhaut feuchter, und die Möhre kann beim Abhusten leichter wieder herausgebracht werden. Ein Pellet kann regelrecht festkleben, und verschließt aufgrund seiner Form die Luftröhre vollständig. Benny - nicht überall hat es schützenden Schnee ;) |
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Das wäre ja genauso wenn ich jetzt von vor den Plüschnasenhäusern warnen würde weil mein Kaninchen runtergefallen und in Folge eines Nierentraumas gestorben ist. Wenn ich aber sehe wie machne ihren Kaninchen das Futter servieren, schön in kleine Stücke geschnitten, dann ist die Möhre auch gleichmägig geformt. |
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Es gibt Kaninchen noch nich so lange als Haustier wie wir es halten ;) |
Dieser Thread hier ist auch sehr interessant zum Thema: In dem Forum ist das nämlich auch schon aufgefallen, dass es sehr viele Probleme durch die strukturfutter- bzw. pelletlose Ernährung gibt: Es rentiert sich, alle Seiten zu lesen und den Thread nicht nur zu überfliegen. ;) [url=http://kanincheninsel.forumprofi.de/ernaehrung-f13/strukturfutter-ja-nein-wenn-ja-welches-mit-ohne-vi-t2357.html]Kanincheninsel-Egelsbach • Strukturfutter ja/nein? Wenn ja welches? Mit/ohne Vitamine?[/url] |
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Ich kann von mir sagen ich füttere ohne industrielles Futter und das seit ich Kaninchen habe und hatte noch nie Verdauungsprobleme :D (Einmal Haarballen im Magen, im vorangang war eine Antibiotika Gabe) |
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Benny, ich habe jetzt nicht die Zeit mir den Thread in allen Einzelheiten durchzulesen, ich hole das später nach. Mir fiel aber beim überfliegen gerade auf, dass ein User der besonders die Pelletfütterung verfechtet, mit einem Spot-On entwurmt. Das wirft schon so das eine oder andere Licht auf die Einstellung finde ich. Würmer sitzen im Magen-Darm-Trakt - warum dann einen Wirkstoff über die Haut geben? Er muss von dort aus sich erst im gesamten Körper verteilen, während ein über den Magen-Darm-Trakt gegebenes Entwurmungsmittel direkt am Ort des Geschehens die höchsten Konzentrationen erlangt. Aber das Spot On ist bequemer als den renitenten Karnickeln das Zeug ins Maul zu quetschen... |
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Was haben denn jetzt die Pellets mit der Entwurmung zu tun? Sorry, du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen. |
Pellets und Entwurmung haben vordergründig natürlich nichts miteinander zu tun, da hast du völlig Recht. Sie haben nur insofern etwas miteinander zu tun, als die Gesamtheit von allen Haltungsfaktoren einen Hinweis auf die Einstellung des Halters zu seinen Tieren zu geben vermag. Stressfreier mag es schon sein - aber rechtfertigt es dadurch die Tatsache den gesamten Organismus mit einem hochpotenten Giftstoff zu überfluten, wenn es auch anders geht? Das ist es nämlich, was ich meine. Gibt es eine Alternative zur gewählten Haltungsform bzw. dem Bestandteil der Haltungsform der zur Diskussion steht? Falls ja, warum wird gerade diese Haltungsform gewählt? Welche Faktoren spielen mit bei der Entscheidung? Und wie werden sie gewichtet? |
Also meine Kaninchen von "früher", die hatten durchaus Zahnprobleme - und zwar richtig üble. Und woran sie gestorben sind, keine Ahnung. Aufgasung? Nachhaltige Schädigung des Darms aufgrund falscher Ernährung? Was weiß ich - ich kann nicht mal mehr genau sagen, wie alt sie geworden sind. Und nur, weil auch hin und wieder Leute alt werden, die Kette rauchen, heißt das nicht, dass sich Rauchen nicht auf die Gesundheit auswirkt ;) Den Vergleich "früher" und heute würde ich sehr, sehr vorsichtig angehen. |
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Wenn ich dagegen hier und auch in anderen Foren die Threads lese, wieviele Kaninchen Matschkot, Zahnprobleme, Aufgasung usw. haben, dann gibt mir das sehr zu denken, wo sie doch "so gesund" mit Gemüse, ohne Alleinfuttermittel gefüttert werden. Kein Mensch achtet bei der Fütterung der Gemüserationen auf das Calzium-Phosphorverhältnis. Wenn das nicht stimmt auf Dauer, dann kann das zu etlichen Krankheiten führen was aber hier anscheinend keiner zu wissen scheint. Früher gab es kein Strukturfutter, daher konnte ich da keines füttern und meine Kaninchen waren trotz Pellets immer gesund. |
Das war auch nicht auf dich bezogen, sondern allgemein auf die Ansicht, "früher waren Kaninchen doch auch gesund". Ich glaube nämlich persönlich, dass da der Eindruck bzw. auch die Erinnerung viele Leute täuscht und dass einfach Vieles nicht aufgefallen ist, was gesundheitlich so im Argen lag, sodass man Trockenfutter in meinen Augen nicht über diesen Vergleich rechtfertigen sollte. Was das mit dem Gemüse betrifft, denke ich auch, dass da Unverträglichkeiten und Unterversorgung auftreten (können), bei ausschließlicher Fütterung. Als Alternative im Winter finde ich es aber okay (wobei ich auch keinen knallbunten Gemüseteller mit 20 verschiedenen Sorten anbiete), weil eine Mangelversorgung über ein paar Monate hinweg in meinen Augen nicht so dramatisch ist. Aber da muss jeder selbst sehen, was bei ihm funktioniert. |
Es kommt ja auch immer darauf an wieviele Pellets gefüttert werden. Zu Anfang habe ich das bunte Trofu (Napf war immer voll) gefüttert (plus Heu und Frischfu) - ich war Jung und schlecht informiert ... Trotzdem hatten meine Nins nie Zahnprobleme. Später dann habe ich angefangen mich zu informieren und bin zu Getreidefreien Pellets (Grainless complete) umgestiegen (- war damals die gängige Info die man überall zur artgerechtes Ernährung bekam). Diese gab es dann nicht mehr Ad Lib sondern nur 2xtgl eine kleine Menge - dazu reichlich Frischfu. Da Grainless ordentlich ins Geld ging bin ich auf "Deukanin fit Käuter & Petersilie" umgestiegen. Auch mit dieser Fütterung keine Zahnprobleme. Seit Oktober 2011 (damals bin ich auch auf dieses Forum gestossen :)) habe ich keine Pellets gefüttert, ich habe mich weiter informiert, habe viele neue Sorten Frischfu angefüttert, habe viele Heusorten ausprobiert (vom Bauern ist's doch das Beste ;)) und habe als Trofu dann Trockenkräuter, Trockengemüse, Saaten und Haferflocken gefüttert. Beim Aufräumen Anfang des Jahres habe ich noch ca 7kg der Deukanin Pellets gefunden. Ca alle 14 Tage bekommen meine eine Handvoll im Gehege versteckt, wenn ich dann aber sehe wie lange die anschließend satt im Gehege liegen (max. 10 Pellets pro Nin), kann ich verstehen das Nins mit einer Ad Lib Pellet Fütterung Zahnprobleme bekommen, die sind ja so satt und fressen nichts anderes mehr. Molly hat alle drei Phasen meiner Karnickelernährung mit gemacht und letztes Jahr mit 7,5 Jahren (während der Pelletfreien Ernährungsphase) schwere Zahnprobleme bekommen - ich halte das aber für Zufall. Achja, meine Nins wurden immer so zw. 6 und 11 Jahre alt. Micki starb an einem Hitzschlag :( Nicki hatte wiederkehrende Genitalentzündungen und war durch dauernde AB Gabe so geschwächt das er erlöst werden müsste. Harvey hatte 2 Schlaganfälle Benny starb an Altersschwäche (11 Jahre alt) Molly musste ich u.a. wegen der Zahnprobleme erlösen lassen Meine Meeries die genau so ernährt wurden waren allesamt überzüchtet und hatten Probleme mit Fisteln oder Hauttumoren. Als Resümee kann ich noch nicht sagen was ich von Pellets halten soll, sie sind aber nicht umsonst entwickelt worden (Mast, Zucht). Ob sie zu unserer angestrebten Haltungsform (hohes Alter, möglichst Artgerecht, Nins zu Hobby-/etc. Zweck) passen, daran glaube ich nicht - aber ein paar Pellets als Leckerchen (oder so rationiert das genug Rauhfutter gefressen wird), da stehe ich nicht kritisch gegenüber. Ich verfolge die Diskussion weiter interessiert :) |
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Ich weiß nicht, ich halte es für zu kurz gegriffen, durch vermehrte Berichte in gewissen Foren, Verdauungsprobleme allein auf die Fütterungsweise zu reduzieren. Besonders in den sog. Tierschutzforen sind doch sehr viele Halter von Tieren aus gedankenloser Vermehrung vertreten. Inzucht in mehreren Generationen geht eben auch nicht spurlos an den Tieren vorbei. Zahnfehler und ernsthafte Verdauungsprobleme können auch hier ihre Ursache haben. Interessant und in meinen Augen zulässig wären dann nur Vergleiche unterschiedlicher Fütterungen bei genetisch "einwandfreien" Tieren... Ich habe in über 25 Jahren Kaninchenhaltung noch nie ein Futter mit Zusätzen gegeben. Im Sommer gab's Wiese, im Winter Heu und eine reduzierte Auswahl Gemüse, immer gab es wöchentlich frische Äste + wenig Sämereien und Hafer. Im Winter anfangs hauptsächlich Möhren und Kräuter (frisch und getrocknet), jetzt hauptsächlich blättriges Gemüse mit wenig Knolle (meist Möhren). Matschkot gibt es hier nur bei einem und auch nur, wenn ich überwiegend Heu vom 2. Schnitt oder Apfel gebe. Lasse ich das sein, ist alles gut. Mangelerscheinungen, Aufgasungen, Zahnprobleme, etc. hatte hier noch keiner und alle erreichen ein gutes Alter. Nur weil Heu + Gemüse nicht das Vitamin- und Mineralstoffspektrum von frischer Wiese zu 100% abdecken, kann man daraus nicht zwingend schließen, dass es zu Mangelerscheinungen kommt. Denn wer sagt uns denn, dass die Kaninchen das, was in Wiese drin ist, auch wirklich alles brauchen? Gerade bei diesem Link, den du uns empfohlen hast, Benny, muss man sich schon wundern. Nahezu alle geben zu, dass ihre Kaninchen zu dick, wenn nicht sogar fettleibig sind (auch wenn sie es durch den Ausdruck "plüschig" beschönigen) und trotzdem wollen alle unbedingt zusätzliches Kraftfutter anbieten. Das macht mich schon nachdenklich. Kieferabszesse hatte ich zweimal bei zwei verschiedenen Tieren zur gleichen Zeit und zwar genau dann, als ich Pellets zugefüttert habe. Zufall? Ich weiß es nicht, aber seitdem ist das Thema für mich erledigt. Ich gebe lieber Strukturfutter. Das ist teurer, aber Tiere sind nunmal ein Hobby, bei dem ich nicht sparen möchte, schon gar nicht, wenn es um ihre Gesundheit geht. Ich würde eher die Haltung aufgeben, als durch Sparmaßnahmen den Tieren zu schaden. LG aliena |
Vorab....dies ist nur meine Erfahrung mit Pellets!!!!!! Meine Kaninchen haben noch nie Pellets erhalten, daher kann ich nichts dazu sagen, wie gesund oder ungesund, verträglich oder nicht verträglich diese sind!!!! Was ich berichten möchte: Vor 2 Jahren haben wir mit unserem Bauernverband (bin quasi Landwirtin) einen Betrieb besichtigt, unter anderem Futterherstellung Pellets. Ich kann nur jedem einmal raten, ggf. wenn möglich eine Führung dieser Art mitzumachen. Wenn ich sehe welches qualitaiv hochwertiges Getreide unsere Schweine bekommen, bin ich slz drauf. Da wir genug Ackerfläche zur Verfügung haben werden unsere Schweine ausschließlich mit unserem eigenem Getreide gefüttert. NUR:man darf nie vergessen.....der Bauer gibt nicht gerne sein hochwertig gutes Getreide zum verkauf frei....daher gibt es hier auch oft sehr schlechtes Getreide, dass in die Tiernahrung gelangt. Als wir gesehen haben, mit welchen Bestandteilen und Qualität so manche Pelletts hergestellt und dann gepresst werden.....naaaajjjjjjjaaaa......wenig empfehlenswert.... |
Es hat keinen Sinn nur Frischfutter in sein Tier zu stecken, weil die Mehrheit es für gut heißt, aber das Tier es nicht verträgt! Meine Zwerge bekommen seit Oktober Nösenberger und zugenommen hat davon keiner. Allerdings ist der Rammler von meinen zwei Großen auch zu dick. Die zwei bekommen aber nur Frischfutter. Er und seine Partnerin vetragen es aber auch. Seit kurzem bekommen seine Partnerin auch Pellets (speziell für Angoras). Was ich eigentlich damit sagen will, jedes Tier ist andersund man sollte das füttern was vertragen wird! |
Zum Thema Matschkot und Frischfutter muss man allerdings auch sagen, dass sich Pellets wohl ähnlich darauf auswirken wie überwiegende Heufütterung: Logisch, dass der Kot trockener wird, wenn viele trockene Komponenten gefüttert werden, die dem Körper Wasser entziehen. Ob das dann auch tatsächlich gesünder ist, steht auf einem anderen Blatt. Allein wegen der Qualität der Inhaltsstoffe und der möglichen Nachteile wäre es mir immer lieber, die Inhaltsstoffe der Pellets einzeln und unverarbeitet in guter Qualität zu besorgen und ein pelletfreies Futter daraus zusammenzustellen. Wenn man Vitaminzusätze möchte, ist das natürlich schwieriger. |
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Wenn ein Kaninchen dadurch dick werden sollte, dann muss man stärker rationieren oder für mehr Bewegung sorgen. Ich kenne auch etliche User, die kein Alleinfutter geben und deren Kaninchen sind trotzdem dick, das kann man also nicht unbedingt dem Alleinfutter andichten.;) |
....und da ihr mir nun ein extrem schlechtes Gewissen wegen der Pellets gemacht habt, wobei meine Kaninchen trotzdem dadurch noch nie Probleme hatten, hab ich mein Futter seit gerade eben wieder umgestellt auf ungepresstes Kraftfutter, denn ohne zusätzliches Kraftfutter kommen meine noch wachsenden Riesenschecken nicht aus. ;) |
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Welches nimmst du da? |
Meine DW Babys brauchen auch Kraftfutter und bekommen daher das Junior von Grünhopper. Ada hatte ich damals kurzfristig Pellets gegeben, wobei Lulu und Lehmann sich auch bedient haben. Das Ergebnis war nach wenigen Wochen bei Ada und Lehmann ein Kieferabszess. Die Babys nehmen jetzt mit dem Strukturfutter + Sämereien prima zu (hauptsächlich gibt's sonst blättriges Gemüse) und sind sehr zufrieden. LG aliena |
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